Wenn man das Thema Investoren nimmt, will ich einfach mal deren bekannten Zwei kursiv beleuchten:
Dietmar Hopp: das ist Jemand, der unglaublich viel soziales Engagement zeigt und extrem viel spendet. Wenn man wie ich in der Nähe wohnt, bekommt man mit, wie viel er wirklich in Projekte investiert. Der redet nicht darüber, sondern macht es. Deswegen finde ich Hoffenheim als Projekt und als Hopps Jugendtraum nicht so schlimm. Ich sehe hier einen Menschen, der sehr viel von dem, was er im Leben erreicht hat, an Menschen zurückgibt. Das ist nicht selbstverständlich. Zudem ist ein Hopp auch sehr bodenständig.
KMK: der ist für mich das Gegenbeispiel. Der kommt mir wie ein alter Patriarch vor, der sicherlich im Berufsleben sehr klare und deutliche Ansagen an seine Nachgeordneten gemacht, die wenig Diskussionspielraum zuließen. Und so agiert der auch in HH. Getreu dem Motto: wer das Geld hat, bestimmt auch den Kurs.
RBL und Mateschitz sind für mich ein reines product placement. Mateschitz delegiert und tritt selbst nicht in Erscheinung. Es geht darum, dieses eklige Süßzeug zu verkaufen. In diesem Rahmen ist RBL ein Projekt, wie die Formel 1 und vieles Anderes mehr. Er lässt seine Jungs wie Rangnick und Mintzlaff machen, gibt ihnen Geld und greift nicht ein.
Das sind nun mal alle Europäer und man sieht die Unterschiede bei Ihnen. Wenn ich dann noch an die Orientalen denke, bei denen der religiös-kulturelle besondere Touch dazukommt, kann man dort seine helle Freude haben.
Deswegen kann ich die Rufe nach Investoren nur sehr bedingt nachempfinden. Seifert mit seiner Brandrede mag zwar meinen, dass die hier vieles richten mögen, aber der Schuss kann auch gewaltig nach hinten losgehen. Was in England funktioniert, heißt noch lange nicht, dass es in D ebenso gutgeht?! Man schaue auf 1860 München.