Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

  • .... richtig

    Votes: 55 74,3%
  • ... egal

    Votes: 8 10,8%
  • ... falsch

    Votes: 11 14,9%

  • Total voters
    74
Wenn man hört, dass Real angeblich 400 Mios (!) für einen Neymar zahlen will, der in Paris nicht glücklich ist.....merkt man schon, an welchem Punkt der Fußball-Kommerz angekommen ist. München kann auf dem Level auch schon nicht mehr mithalten und wird die Quittung in Form von weniger Erfolg bekommen. Ob sie sich dann mit der Serienmeisterschaft begnügen? Kaum zu erwarten.
Unter diesem Vorwand wird die 50+1-Regel weiter an Boden verlieren und in der Tat auch ganz fallen. An dem Tag wird die Geschichte der Traditionsvereine mit Erfolgen enden. Bremen hat es schon jetzt schwer. Wenn sich die Rahmenbedingungen verschieben, könnte es Knall auf Fall gehen....klassischer Fall von 'nicht aufgepasst'.
 
Ein Investor im eigentlichen Sinne will ein return on invest. War es nicht bei ManU in der Krise 2008, als die viel Geld aus dem Verein abgezogen haben? Man sieht, dass es auch mal in die andere Richtung sehr wohl gehen kann, was immer gerne in Abrede gestellt wird.

Das Finanzgebahren der Inhaberfamilie Glazers ist dermaßen undurchsichtig, daß selbst für in Finanzen geschulte Außenstehende die Geldströme sowohl in die eine als auch in die andere Richtung kaum nachfvollziehbar sind. Gesichert ist u,a, daß unmittelbar nach der Übernahme die Glazers den ganzen oder zumindest einen großen Teil des Kaufpreis ManU als Darlehen aufs Auge drückten, so daß der Club - korrkter formuliert die Manchester United plc - jählich den Glazers einen höhren zweistelligen Mio-Betrag für Zins und Tilgung zurückzahlen muss, wobei im Netz jährliche Raten i.H. von ca £ 30 Mio - 70 Mio. kursieren.
 
Wenn man hört, dass Real angeblich 400 Mios (!) für einen Neymar zahlen will, der in Paris nicht glücklich ist.....merkt man schon, an welchem Punkt der Fußball-Kommerz angekommen ist. München kann auf dem Level auch schon nicht mehr mithalten und wird die Quittung in Form von weniger Erfolg bekommen. Ob sie sich dann mit der Serienmeisterschaft begnügen? Kaum zu erwarten.
Unter diesem Vorwand wird die 50+1-Regel weiter an Boden verlieren und in der Tat auch ganz fallen. An dem Tag wird die Geschichte der Traditionsvereine mit Erfolgen enden. Bremen hat es schon jetzt schwer. Wenn sich die Rahmenbedingungen verschieben, könnte es Knall auf Fall gehen....klassischer Fall von 'nicht aufgepasst'.
Für mich stellt sich bei solchen Summen die Frage, woher das Geld kommt. Sicher geht einiges über Sponsoren (z.B. Adidas), aber wahrlich nicht alles. Ich denke, eine Steuerprüfung unter realen Gesichtspunkten würden die Beteiligten nicht überstehen. Die zweite Frage ist, muss man da mitmachen? Was passiert, wenn 50+1 fällt? Einige wenige können das Spiel mitspielen, das Gros der Vereine eben nicht. Dann spielen die wenigen vielleicht noch in einer Liga mit dem Rest, sind aber im oberen Drittel quasi unter sich. Das heißt, das Zuschauerinteresse sinkt weiter und damit auch Sponsorengelder, die Schraube dreht sich also nach unten.
Wenn Profifussball unter normalen Umständen nicht mehr möglich ist, dann ist das so, dann muss man damit leben. Der SPORTVEREIN WERDER muss sehen, das er heil aus der Geschichte rauskommt, denn es gibt noch mehr als Profifussball.
 
@Lübecker

Völlig richtig :tnx:

Ich hatte auch schon mal gesagt: Ich habe als Fan eher wenig Lust, dieses Spielchen mitzuspielen und irgendwann mit "meinem" Verein als "Wiesenhof Werder Bremen" gegen "Adidas FC Bayern", "SAP Hoffenheim" "RB Leipzig" usw zu spielen. Ein strategischer Partner, der den Verein unterstützt und von ihm profitiert, im gewissen Maße... sehr gerne. Ein Investor aus Fernost, Arabien oder Hamburg, der Einfluss auf die Vereinsentscheidungen nehmen will, ohne Kenntnis und Wissen... nein Danke.

Da habe ich schon mal gesagt: Dann schaue ich mir Werder lieber in Liga 2 gegen "Vereine" und nicht gegen "Konzerne" an. Ich weiß, dass es gegen diese egoistische Sichtweise durchaus Argumente gibt, was Arbeitsplätze im Verein angeht, die verloren gehen, vielleicht auch noch weiter gegriffen. Aber ich verbuche das einfach mal als meine Meinung, rein aus Fansicht. Bevor unser Verein als Spielball von Konzernen dient, bin ich als Fan bereit auf die 1. Bundesliga zu verzichten.
 
@Lübecker

Völlig richtig :tnx:

Ich hatte auch schon mal gesagt: Ich habe als Fan eher wenig Lust, dieses Spielchen mitzuspielen und irgendwann mit "meinem" Verein als "Wiesenhof Werder Bremen" gegen "Adidas FC Bayern", "SAP Hoffenheim" "RB Leipzig" usw zu spielen. Ein strategischer Partner, der den Verein unterstützt und von ihm profitiert, im gewissen Maße... sehr gerne. Ein Investor aus Fernost, Arabien oder Hamburg, der Einfluss auf die Vereinsentscheidungen nehmen will, ohne Kenntnis und Wissen... nein Danke.

Da habe ich schon mal gesagt: Dann schaue ich mir Werder lieber in Liga 2 gegen "Vereine" und nicht gegen "Konzerne" an. Ich weiß, dass es gegen diese egoistische Sichtweise durchaus Argumente gibt, was Arbeitsplätze im Verein angeht, die verloren gehen, vielleicht auch noch weiter gegriffen. Aber ich verbuche das einfach mal als meine Meinung, rein aus Fansicht. Bevor unser Verein als Spielball von Konzernen dient, bin ich als Fan bereit auf die 1. Bundesliga zu verzichten.

Ich will Werder auf keinen Fall in der zweiten Liga sehen und vermute auch das die Kommerzialisierung dort dann auch kein halt machen würde. Geld sucht sich seinen Weg genau wie Wasser................, ABER

im Grundsatz und emotional bin ich zu 120% bei Dir :tnx:

..... dieses finanzielle Übertreiben und das der Fußball sich so entfernt von der Basis kotzt mich so dermaßen an, daß kann ich gar nicht in Worte fassen .............
 
Dass Geld schon lange fest im Griff hat, bis auf die Grundmauern, hab ich zuletzt erst gehört, als ich mit einem 19jährigen gesprochen habe, der keinen Bock mehr auf seinen alten Verein (Kreisliga) hatte und ich ihn gefragt hab, ob er nicht zu uns kommen will. Erste Frage: "Was gibts bei euch für Fahrgeld und Prämie?" Antwort wäre mir am liebsten ein Schlag ins Kammstück gewesen :D
 
Ich will Werder auf keinen Fall in der zweiten Liga sehen und vermute auch das die Kommerzialisierung dort dann auch kein halt machen würde. Geld sucht sich seinen Weg genau wie Wasser................, ABER
:tnx:
Wenn die 50+1 fällt, was mMn nur noch eine Frage der ist, dann wird auch die 2. Liga in Punkto Investoren aufrüsten, um die Chance auf den Aufstieg und ganz besonders auf dem dortigen Verbleib zu erhöhen.
 
Gesichert ist u,a, daß unmittelbar nach der Übernahme die Glazers den ganzen oder zumindest einen großen Teil des Kaufpreis ManU als Darlehen aufs Auge drückten,

Richtig, aus dem reichsten Verein der Welt wurde ein verschuldeter Verein und es wurde der FC United gegründet. Finde ich bis heute eine starke Aktion der Manchester Fans.
 
Richtig, aus dem reichsten Verein der Welt wurde ein verschuldeter Verein und es wurde der FC United gegründet. Finde ich bis heute eine starke Aktion der Manchester Fans.

Jepp. Es gab sogar die von einem Ex-Bankier um ca. 2010 ins Leben gerufene Initiative "Red Knights", um den Glazers den Club wieder abzukaufen. Dabei sollte 2/3 des Geldes bei wohlhabenden Geschäftsleuten Manchesters gesammelt werden und das letzte Drittel mittels Crowdfounding zusammenkommen, Meines Wissens ist dies daran gescheitert, daß in jenen Jahren der Wert der Manchester United plc derart immens anstieg, daß es aussichtslos erschien, den erforderlichen Mehrwert sammeln zu können.
 
:tnx:
Wenn die 50+1 fällt, was mMn nur noch eine Frage der ist, dann wird auch die 2. Liga in Punkto Investoren aufrüsten, um die Chance auf den Aufstieg und ganz besonders auf dem dortigen Verbleib zu erhöhen.

Yep. Und auch in dem Umfeld würde es als "Traditionsverein" schwierig, denn für bzw. mit Tradition kann man sich nichts kaufen. Gegen den Trend der Kommerzialisierung wird niemand ankommen, deshalb werden Bremens sportliche Erfolge sicher nicht auf kontinuierlicher Schiene laufen und irgendwann sportliche Konsequenzen haben. Das wird allerdings auch anderen so gehen.
Da Bremen bisher nicht den Eindruck macht, für einen Großinvestor interessant zu sein und das auch überhaupt nicht anstrebt, werden die kommenden Jahre von Bedeutung. Deshalb müssten die Verträge schon zukunftsfähig ausformuliert sein, wenn man die Spieler schon nicht halten kann. Selbst Dortmund ist mit wesentlich mehr Kapital und sportlich besserer Perspektive nicht in der Lage, Top-Spieler zu halten...der Aderlass in den vergangenen Jahren freut München und die PL. Baumann sollte sich nicht darauf verlassen, dass Leute wie Vejko, Kruse oder Pavlenka in Bremen Wurzeln schlagen.
 
Werder war noch nie in der Lage, Leistungsträger bei einem Angebot eines "großen " zu halten. Von wg keine Steine in den Weg legen, oder so.
Das Phänomen ist nicht neu. Man muss Baumann auch nicht als komplett blöde hier hinstellen.
 
Werder war noch nie in der Lage, Leistungsträger bei einem Angebot eines "großen " zu halten. Von wg keine Steine in den Weg legen, oder so.
Das Phänomen ist nicht neu. Man muss Baumann auch nicht als komplett blöde hier hinstellen.

Muss man nicht. Tut auch keiner. Ich würde jedoch jede Wette eingehen, dass die genannten Spieler im Falle eines Wechsels vergleichsweise günstig sein werden. Warten wir's ab.
 
Premier League: 49,50 Pfund im Monat => 594,00 Pfund
UEFA Europa League: 22,99 Pfund im Monat => 275,88 Pfund
FA Cup: 145,50 Pfund im Jahr

Summe; ~1015 Pfund

Klingt erst mal nach einer Menge Holz. Die Briten finden jedoch immer Ihr Einsparpotenzial.
Es ist ähnlich wie die Frage nach den Mietkosten in London. In London zahlst Du im Schnitt 600 Pfund pro Monat mehr für eine Wohnung im Vergleich zur UK Durchschnittsmiete. Das sind im Jahr mal locker 7200 Pfund.
Der Brite zieht also ein Jahr aus London raus, und kann sich dann sieben Jahre Fußball komplett leisten.

Hmmm ?
ein Liverpooler zieht ein Jahr aus London aus, um sich SKY zu leisten,
er soll erst nach London ziehen, um dann nach Liverpool zu ziehen, um SKY zu ersparen,
Das ist aber ein Interessantes Einsparungspotential,
ich ziehe für ein Jahr nach München, um mir dann Sky leisten zu können.
PS
Danke für die Zahlen und für den lustigen Beitrag
:schal:
 
Diese ganzen "Pauern" Dimensionen haben für Werder noch nie gegolten,
nur bin ich bei ihrer Jugendakademie immer noch nicht im Klaren, ob die das erst meinen oder ob es sich nur um einen größeren PR Gag ala hoppenheim, Leverkusen, oder Wolfsburg handelt,
was sollen die Bauern ausbilden, wenn sie den Goretzka kaufen können.
Oder müssen sie es? Sehen sie sich mittlerweile auch als Ausbildungsverein? :lol:

Interessant wird das Ganze für mich, wenn die Bauern eine Nachfolge für Lewandowski finden müssen,
da treten sie in den Wettstreit mit den Engländern und anderen Mächten,
da wird sich viel entscheiden,
wie jetzt für Do, siehe Kölle

:schal:
 
ich ziehe für ein Jahr nach München, um mir dann Sky leisten zu können.
Du müsstest aus der Mietpreisbombe München wegziehen, um Dir Sky leisten zu können, wenn Du es Dir nicht sowieso schon leisten kannst ;)

Tja, lustiger Beitrag hin oder her - es ist viel Wahres dran. Es zeigt eben, wie viel der Fußball-Fan noch bereit ist zu Opfern, um für seine Lieblings-Nebensache der Welt noch tiefer in die Tasche zu greifen.
Wir könnten jetzt noch über den Jahresurlaub reden. Der Sonnenbrand auf den kanarischen Inseln ist ggf. genauso entbehrlich, wie der Fußball vor der Glotze.
 
Im Gegenteil. Werder spekuliert seinerseits auf lukrative Weiterverkaeufe.
Das tun sie in der Tat. Aber das gilt für fast alle in der Liga.
Wer bleibt denn zum Verkaufen übrig?
Pavlenka, Delaney, LA und Kruse würde ich mal meinen??? Ich behaupte mal, dass mind 2 von denen im Sommer gehen werden?! Dann muss man sehen, was kommt. Ich hoffe natürlich nicht, dass alle gehen! Velkovic und M Eggestein mit Abstrichen haben noch einen Markt. Aber alle anderen nicht.
Dieses Geschäftsmodell des Weiterverkaufs ist bei Werder endlich. Immer darauf zu vertrauen, billig einzukaufen und teuer zu verkaufen, ist auf dem derzeitigen Markt der Schnäppchenjäger sehr schwierig dauerhaft erfolgreich darstellbar. Dadurch das die Preise weltweit explodieren, wird der Markt um die Talente und Nachwuchshoffnungen noch umkämpfter.
 
Back
Top