Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Die Mannschaft spielt aber auch nicht gegen den Trainer, wie es hier auch schon angeklungen ist. Trotzdem bin ich bei @felis, der VS weiterhin sehr kritisch sieht und ihm erhebliche Defizite zu Recht vorwirft.
Das Hauptproblem bleibt der Spielaufbau aus einer Grundordnung heraus.
PB und CF Balleroberung Ja, intelligenter Spielaufbau NEIN.
 
PB und CF Balleroberung Ja, intelligenter Spielaufbau NEIN.

Richtig. Darum sehen wir gegen ein Team wie Gladbach in gleich zwei Spielen gut aus und gegen z.B. Ingolstadt eben nicht. Dort beißen wir uns die Zähne aus weil die uns, wissend das wir es nicht können, den Spielaufbau überlassen und selber kontern. Das muss natürlich besser werden, ein offenbar langsam in Form kommender Öztunali ist da schon mal Gold wert. Und ich bin geneigt zu glauben, dass das Fehlen von Junuzovic UND Bartels, neben Öztunalis steigender Formkurve, einigen Anteil an der gestrigen Leistung hat. Denn Junuzovic war völlig außer Form und Bartels ist für ein derartiges Pressing ungeeignet da sehr defensivschwach.
 
Was das "Allheilmittel" angeht, so darf man natürlich jetzt nicht abheben. Das war EIN Spiel und hilft uns eben in der Bundesliga so gar nicht. Aber es war ein Spiel das für mich das Beste seit langer langer Zeit war, darauf lässt sich aufbauen. Auf den Einsatz. Auf die Art wie sich die Spieler gegenseitig geholfen haben. Auf die Art wie sich die Spieler angeboten haben. Auf die "Gier", die in dem Spiel deutlich sichtbar war. Wenn man diese Stimmung und diese Leistung mit nach Frankfurt nehmen und punkten kann, dann könnte dieses Spiel gegen Gladbach für die Stimmung und das Selbstvertrauen eine ähnliche Initialzündung werden wie letzte Saison der 2:1 Sieg gegen Dortmund. Eine Niederlage wäre natürlich dementsprechend Käse ;)

So ist es. Doch abgesehen von der 5-Siege-Serie in der RR der letzten Saisom ist es schon bei Werder mittlerweile im 6. Jahr zur "Tradition" geworden, daß es nicht nur an der Qualität fehlt, gute Leistungen einigermaßen über einige Partien in Folge einigermaßen zu konservieren, sondern auch unmittelbar nach 1-2 ordentlichen Spielen wieder unsägliche Auftritte folgen.
 
Richtig. Darum sehen wir gegen ein Team wie Gladbach in gleich zwei Spielen gut aus und gegen z.B. Ingolstadt eben nicht. Dort beißen wir uns die Zähne aus weil die uns, wissend das wir es nicht können, den Spielaufbau überlassen und selber kontern. Das muss natürlich besser werden, ein offenbar langsam in Form kommender Öztunali ist da schon mal Gold wert. Und ich bin geneigt zu glauben, dass das Fehlen von Junuzovic UND Bartels, neben Öztunalis steigender Formkurve, einigen Anteil an der gestrigen Leistung hat. Denn Junuzovic war völlig außer Form und Bartels ist für ein derartiges Pressing ungeeignet da sehr defensivschwach.

Ja 100% Zustimmung. Ich sehe Juno und Bartels derzeit zumindest als Teil des Problems und nicht als die Lösung an. Aber ein Sternberg ist zwar offensiv ganz brauchbar, aber defensiv ein echter Unsicherheitsfaktor. Stellungsspiel mangelhaft und dazu die Zweikampfschwäche. Gegen einen Aigner kann das schwer schief gehen, obgleich der derzeit nicht in Form ist. Das hat nichts zu bedeuten. Werder dient gerne als Aufbaugegner. Daher eher SG als LV. Übermut tut selten gut.
 
Du hast doch behauptet ich sei total einseitig und würde nur rumquengeln und hätte exakt einmal meine Freude gezeigt. Das war schlicht gelogen.

Wenn ich mit der Behauptung, du hättest nur einmal deine Freude gezeigt, in deinen Augen schon ein Lügner bin, dann will ich nicht wissen, wie man deine Behauptung einordnen soll, du hättest 20 Jubelposts geschrieben :lol:

Es ist nunmal die Argumentationsweise gewisser Leute hier, mehr Personen als Themen anzugreifen.

Dein Problem ist, dass du dich in fast jedem Post inhaltlich angreifbar machst, jede Replik auf der inhaltlichen Ebene aber persönlich nimmst. :roll:

Damit war es das von meiner Seite aber auch mit diesem Thema. :wink:
 
Jupp zu sagen Angriffspressing ist Offensivspiel weil es bei Spielverlagerung als Offensivpressing geführt wird ist natürlich total richtig.

Da hilft auch beständiges widerholen nicht. Das ist Quatsch und bleibt Quatsch. Man kann offensiv Pressen und defensiv Spielen, geht alles.

so jetzt komme ich dazu.
ich glaube immer noch, dass du gegenpressing und angriffspressing durcheinander bringst. angriffspressing bedingt, dass man weit aufrückt als mannschaft. so geschehen bei werder. in halbzeit 1 wie in halbzeit 2. beide male haben sich lukimya und vestergaard bis zur mittellinie vorbewegt, vorne wurde die abwehrkette + xhaka zugestellt und gemeinsam gepresst. das ist durchaus ein element eines offensiven spielstils. werder stand sowohl bei eigenem ballbesitz als auch bei gegnerischem sehr sehr hoch. in halbzeit 1 genauso wie in halbzeit 2. in halbzeit 2 war man sogar noch deutlich konteranfälliger als in halbzeit 1, da die abstände zwischen den mannschaftsteilen zeitweise noch größer wurden, auch bedingt durch kräfte- und konzentrationsverschleiß. und das war dein großer kritikpunkt: der konterstärke der gladbacher in die karten zu spielen. dann müsstest du aber halbzeit 1 eben auch besser gesehen haben als halbzeit 2, in welcher gladbach übrigens zu deutlich mehr chancen durch konter kam. im vergleich zur ersten halbzeit.
auch im eigenen ballbesitz ähnelten sich beide halbzeiten. aus der sicht werders wohlgemerkt, nicht aus der sicht gladbachs. da sich auf seiten gladbachs die herangehensweise vorallem nach dem führungstreffer der bremer änderte, änderte sich auch die dynamik des spiels und alles sah dann selbstverständlich auch anders aus. gladbach wollte nun unbedingt mehr machen, aktiver das spiel gestalten. das spiel sah daher natürlich zuweilen durchaus anders aus. die taktischen mittel die werder allerdings wählte um gladbach den zahn zu ziehen blieben, meiner einschätzung nach, die selben. über das gesamte spiel gesehen.
 
Wenn ich mit der Behauptung, du hättest nur einmal deine Freude gezeigt, in deinen Augen schon ein Lügner bin, dann will ich nicht wissen, wie man deine Behauptung einordnen soll, du hättest 20 Jubelposts geschrieben :lol:



Dein Problem ist, dass du dich in fast jedem Post inhaltlich angreifbar machst, jede Replik auf der inhaltlichen Ebene aber persönlich nimmst. :roll:

Damit war es das von meiner Seite aber auch mit diesem Thema. :wink:

Mein Gott ist das kindisch
 
Forechecking, Pressing bla bla bla....

Wir haben den Gegner früh in seiner eigenen Hälfte angegriffen und clever verschoben, so das der Ballführende teils dicht gestellt war. Zudem haben wir gut kombiniert im MF und hatten gefühlt zum ersten Mal in dieser Saison die Mittelfeldhoheit (meine Meinung ... es lag daran das Bartels nicht gespielt hat) Es blieben den Gladbachern die "langen Dinger", die auch teils fruchteten Raphael, Hazard und Hrgota sind schon einige Male maschiert. Mit einem guten Torwart, teils halsbrecherischen Grätschen von Vestergaard und dem Papst inner Täsch haben wir das aber irgendwie hinbekommen. Alles in allem war mir das allemal lieber als das Hintenreingestelle gg Kölle. Da lag so ein leichter Duft von Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) in der Luft, weil alle die Buchsen gestrichen voll hatten .... das war ganz schlimm .... aber Schnee von gestern.... hoffentlich!

MOTIVATION

Eines meiner absoluten Lieblingsthemen gerade bei Werder. Aber vorweg ....also das Nonplusultra in Sachen Motivation ist Bayern. Der Habitus und die Selbstverständlichkeit immer wieder den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten ist über Jahrzehnte entstanden. Klar, da ist auch viel Geld und viel Klasse. Da ist aber auch ultimativer Druck. Jeder weiß fast wie im Bootcamp hier geht es nur um Leistung Leistung Leistung. Das ist m. E. die richtige Form von Motivation im Fußball. Von diesen kreativ Dingern und stark Rederei halte ich im Fußball gar nix. Das ist was für Künstler!

Tja was ist bei Werder los? Ich glaube Werder verwendet in Summe als Verein inkl. VS ein falsches Motivationskonstrukt.

Auf der einen Seite wird den Spielern immer und immer wieder der Konsolidierungs- und Sparkurs um die Ohren gehauen und die bekommen das ganz klar mit, wenn sie nicht blind und taub sind; d. h. der Mannschaft wird suggeriert wir sind klein, haben kein Geld und Ihr sollt wie die Gallier gg das übermächtige Rom kämpfen. Der Verein wälzt irgendwie die Verantwortung der Geldbeschaffung auf die Mannschaft ab (und erzeugt so Druck). Aber nicht etwa für neue Spieler oder noch exorbitantere Prämien, NEIN für sich selbst um die schwarze Null zu sichern. Find ich motivational fragwürdig und eher lähmend für die Mannschaft. Die sollen, was die Vereinssituation betrifft, lieber befreit aufspielen. Die Geldlaberei bei Werder ist Gift für alle. Existenzängste lähmen!


Zum anderen wird bei Werder aber bei Niederlagen oder anfangenden Niederlagenserien öffentlich nicht die Keule rausgeholt. Nein Wagenburg Weserstadion dicht und immer darauf verweisen das alles intern geklärt wird. Erst bei handfesten Krisen und dem Rücken zur Wand wird der Druck erhöht. Wär ich Profi mit 21 und hätte die Kohle der Jungs, käme ich mir vor wie im Paradies. Man wird ja bei Schlechtleistung noch nicht mal angezählt und bloß gestellt. Das ist quasi ein Freibrief für Leistungsschwankungen. Dazu kommt noch die Stammplatzgarantie aufgrund mangelnder Alternativen. Genial!

Auch ein anderes Motivationsinstrument wird nicht benutzt, die Antizyklische Motivation. Gewinnt Bayern haushoch, schreit man gerne auch trotzdem mal die Mannschaft an und hält damit den Spannungsbogen oben. In Bremen und ich schrieb es bestimmt schon hundertmal, passiert nach tollen Siegen eigentlich immer das gleiche. Alle beglückwünschen sich, hauen sich auf die Schulter wie geil sie sind, kommen mit der Übersprungsfloskel "wir müssen jetzt nachlegen" (schrieb ich übrigens selber "Asche auf mein Haupt"). Alle Denken an einen Selbstläufer und kassieren totsicher die nächste Niederlage. Das ist die Bremer GENÜGSAMKEIT ....

Eine Gruppe ist zumeist stärker als einzelne. Jeder kennt das, wenn man sich ALLEINE aufreibt und versucht anderen Menschen etwas klar zu machen. So ein Verhältnis ist dann auch mal schnell abgenutzt. Heißt mit anderen Worten nicht nur Skripnik ist dafür zuständig die Mannschaft unter Druck zu setzen, sondern auch Eichin und die Chefs. Ähnlich wie in Bayern, wo alle an einem Strang ziehen, denn alle verkünden gemeinsam die Regeln des FC Bayern .... GEWINNEN egal wie! Und wer nicht mitspielt wird kritisiert .... im Zweifel mehrfach!

Sollten wir wirklich so naiv sein und diese Grundregeln in Bremen nicht anwenden nur weil wir angeblich der etwas andere Verein sein wollen?!? Wollen wir wirklich das Auenland der Bundesliga sein ....
 
@Beckstown: Arbeitest du für eine Gewerkschaft oder einer Partei (SPD) :D

„In der Mannschaft gab es nie Diskussionen um Viktor Skripnik. Wir spüren sein Vertrauen. Und wir als Mannschaft stehen zu ihm. Ich als Kapitän darf es sagen: Alle stehen zu ihm – ohne Ausnahme“, betonte Clemens Fritz am Tag nach dem Viertelfinaleinzug.
http://www.kreiszeitung.de/werder-b...leicht-wichtigste-spiel-hinrunde-5965227.html

Das ist ja schön, dann sollte die Truppe mal Leistung abliefern anstatt wieder rumzulabern. Samstag ist Zahltag da seh ich wer zu wem steht!!
 
Schöne Argumentation , sehe ich aber ein wenig anders. Scholl sagte gestern in der Glotze etwas recht Wahres. " Siege schweißen eine Mannschaft zusammen, nicht Teambuidingsmassnahmen". Eine hervorragend motivierte und eingstellte Mannschaft wird emotrional sehr schnell auf dem Platz kollabieren, wenn sie merkt, dass sie das was sie vor hat gar nicht umgesetzt bekommt. Anders herum braucht es gar keine Motivationskeule, wenn die Strategie des Trainers auf geht und umsetztbar ist. Eine Stimmung von "ES LÄUFT!" setzt ein, das gibt dann auch genug Motivation, um weiter ans eigene Team zu glauben, sollte ein unglückliches Gegentor fallen.
 
Schöne Argumentation , sehe ich aber ein wenig anders. Scholl sagte gestern in der Glotze etwas recht Wahres. " Siege schweißen eine Mannschaft zusammen, nicht Teambuidingsmassnahmen". Eine hervorragend motivierte und eingstellte Mannschaft wird emotrional sehr schnell auf dem Platz kollabieren, wenn sie merkt, dass sie das was sie vor hat gar nicht umgesetzt bekommt. Anders herum braucht es gar keine Motivationskeule, wenn die Strategie des Trainers auf geht und umsetztbar ist. Eine Stimmung von "ES LÄUFT!" setzt ein, das gibt dann auch genug Motivation, um weiter ans eigene Team zu glauben, sollte ein unglückliches Gegentor fallen.

eine positive Feedback Schleife kann einen sicherlich in einen Rausch bringen, dass kennen viele sicherlich auch beruflich. Ich glaube sogar das wir Anfangs unter Skripnik genau das hatten.

Aber langfristig funktionieren solche Konzepte nicht. Langfristig muss die Taktik stimmen und tiefgreifende Mechanismen aufgebaut werden. Man muss sich auch außerhalb der Sphere Motivation bewegen können.
 
@Beckstown: Arbeitest du für eine Gewerkschaft oder einer Partei (SPD) :D

:D Die Frage ist legitim, aber den Zusammenhang krieg ich nicht hin. Ich spreche mich ja eher für stärkere Arbeitgeberseitige Kontrolle aus. Sprich Druck des Vereines auf seine Angestellte permanent Leistung zu fordern. Die Wohlfühloase Bremen zu beenden und mehr Richtung Bayern zu gehen mit engmaschigen Leistungsprinzipien. Wie kommst Du dann auf SPD oder Gewerkschaft? Die wollen doch eher die 1 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich :D

.... ok ich habs Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) und es nicht deutlich genug geschrieben !
 
eine positive Feedback Schleife kann einen sicherlich in einen Rausch bringen, dass kennen viele sicherlich auch beruflich. Ich glaube sogar das wir Anfangs unter Skripnik genau das hatten.

Aber langfristig funktionieren solche Konzepte nicht. Langfristig muss die Taktik stimmen und tiefgreifende Mechanismen aufgebaut werden, außerhalb der Sphere Motivation.

Auf den JOB mag das zutreffen, im Sport eher nicht ;) denn genau da zählen Selbstvertrauen, Glauben in die eigene Stärke nämlich mehr als Konzepte und Pläne. Natürlich müssen sich die Automatismen erst festigen, ebenso wie die Taktik. Aber ohne den Glauben in die eigene Störke funktioniert all das nicht
 
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