Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

:D Die Frage ist legitim, aber den Zusammenhang krieg ich nicht hin. Ich spreche mich ja eher für stärkere Arbeitgeberseitige Kontrolle aus. Sprich Druck des Vereines auf seine Angestellte permanent Leistung zu fordern. Die Wohlfühloase Bremen zu beenden und mehr Richtung Bayern zu gehen mit engmaschigen Leistungsprinzipien. Wie kommst Du dann auf SPD oder Gewerkschaft? Die wollen doch eher die 1 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich :D

.... ok ich habs Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) und es nicht deutlich genug geschrieben !

Weil die Werbungsmaschine der SPD und Gewerkschaften früher solche Textformatierungen verwendet haben ;).
 
Schöne Argumentation , sehe ich aber ein wenig anders. Scholl sagte gestern in der Glotze etwas recht Wahres. " Siege schweißen eine Mannschaft zusammen, nicht Teambuidingsmassnahmen". Eine hervorragend motivierte und eingstellte Mannschaft wird emotrional sehr schnell auf dem Platz kollabieren, wenn sie merkt, dass sie das was sie vor hat gar nicht umgesetzt bekommt. Anders herum braucht es gar keine Motivationskeule, wenn die Strategie des Trainers auf geht und umsetztbar ist. Eine Stimmung von "ES LÄUFT!" setzt ein, das gibt dann auch genug Motivation, um weiter ans eigene Team zu glauben, sollte ein unglückliches Gegentor fallen.

Scholl redet von intrinsischer Motivation und der Spirale von Erfolg und Selbstvertrauen. Kann man auch als Rausch bezeichnen.

Also wenn ich nur arbeiten würde wenn ich im Rausch wäre hätte ich wohl eine ähnlich maue Ausbeute wie Werder. Und wenn meine Kinder nur Hausaufgaben machen würden, wenn sie im Rausch sind, wären sie wohl nach der Schule direkt draussen. Nein es geht in der Tat um extrinsische Motivation und Motivationssystemen ähnlich wie Bayern. es geht auch keiner zu Bayern der nicht motiviert ist, denn er weiß dann würde er kaputt gehen. Nicht 100% sympathisch zählt, sondern 100% Leistung. Werder muß sein Image und Motivationssystem umstellen!
 
eine positive Feedback Schleife kann einen sicherlich in einen Rausch bringen, dass kennen viele sicherlich auch beruflich. Ich glaube sogar das wir Anfangs unter Skripnik genau das hatten.

Aber langfristig funktionieren solche Konzepte nicht. Langfristig muss die Taktik stimmen und tiefgreifende Mechanismen aufgebaut werden. Man muss sich auch außerhalb der Sphere Motivation bewegen können.

genau das meinte ich doch auch. Zumal VS ja seit langem mal genau seine Taktik spielen konnte
 
Also wenn das Arbeitgeberfreundlich ist weiss ich auch nicht mehr :D

Die Geldlaberei bei Werder ist Gift für alle. Existenzängste lähmen!

:lol:

Na ja, das war eher so gemeint, daß der Arbeitgeber sprich Werder seine Kompetenzen gefälligst gerade rücken soll. Die Ressortleiter sind für die Finanzen zuständig und das kann man durchaus unauffälliger lösen als bei Werder. Die Geldlaberei führt nämlich nur dazu, daß 1.) man eine Hängematte bzw. Ausrede hat wenns nicht klappt und sich 2.) als Verein kleinermacht als man ist. Also das Gejammer von Werder, wenn das ne Firma macht bestellt da keine Sau mehr, daß wirkt ja wie kurz vor Exitus. Sorry aber bei Werder haben sich viele Dinge einfach verselbstständigt, die ohne grünweiße Brille riesengroßer Mist sind :wink:

Man sieht also es stimmt bei Werder weder in der Belegschaft noch in den Prozessen. Die haben viel Arbeit vor sich. Und die Umstrukturierung können nur vom Verein kommen und der Paradigmenwechsel ebenso. Oder soll Bargfrede das alles planen ...;o)
 
Das ist aber in so ziemlich jedem Spiel so, zumal man, mit deinen Worten, nicht die Augen davor verschließen sollte, daß die schlechte Chancenauswertung von Werder in der 1. Halbzeit ihren Anteil an Gladbachs Pausenführung hatte. Diesmal hatten wir eben das Quäntchen Glück das uns beispielsweise beim Lattentreffer von Öztunali in Stuttgart gefehlt hat.

Was das "Allheilmittel" angeht, so darf man natürlich jetzt nicht abheben. Das war EIN Spiel und hilft uns eben in der Bundesliga so gar nicht. Aber es war ein Spiel das für mich das Beste seit langer langer Zeit war, darauf lässt sich aufbauen. Auf den Einsatz. Auf die Art wie sich die Spieler gegenseitig geholfen haben. Auf die Art wie sich die Spieler angeboten haben. Auf die "Gier", die in dem Spiel deutlich sichtbar war. Wenn man diese Stimmung und diese Leistung mit nach Frankfurt nehmen und punkten kann, dann könnte dieses Spiel gegen Gladbach für die Stimmung und das Selbstvertrauen eine ähnliche Initialzündung werden wie letzte Saison der 2:1 Sieg gegen Dortmund. Eine Niederlage wäre natürlich dementsprechend Käse ;)

:tnx::tnx::tnx:

Kann auch ehrlich gesagt nicht nachvollziehen wenn ich die letzten Seiten lese wie man das Spiel schlecht reden kann. Es war einfach geiler Fußball. Natürlich auch von Fehlern beider Seiten geprägt aber mir immer noch lieber als ein Ball hin und hergeschiebe. Ich war im Stadion und muss sagen das es überragend war. Auch wenn Werder am Ende verloren hätte, wäre ich zumindest in diesem Spiel auf die Leistung der Mannschaft stolz gewesen. Es wurde gekämpft und endlich versucht Fußball zu spielen. Und das ist wegen Sahnetagen von diversen Spielern geglückt. Entscheiden wird in Frankfurt die Einstellung sein, mit der die Mannschaft da rein geht. Brennt sie von der ersten Minute wie in Gladbach dann ist da was drin.
Ich habe Skripnik auch kritisiert, aber in Gladbach hat er im Nachhinein alles richtig gemacht. Das sollte man einfach mal anerkennen.
 
Also wenn ich nur arbeiten würde wenn ich im Rausch wäre hätte ich wohl eine ähnlich maue Ausbeute wie Werder. Und wenn meine Kinder nur Hausaufgaben machen würden, wenn sie im Rausch sind, wären sie wohl nach der Schule direkt draussen. Nein es geht in der Tat um extrinsische Motivation und Motivationssystemen ähnlich wie Bayern.

Intrinsische Motivation bedeutet doch nicht, dass man zwangsläufig im Rausch sein muss, um eine Arbeit aus eigenem Antrieb ausführen zu können.
 
Intrinsische Motivation bedeutet doch nicht, dass man zwangsläufig im Rausch sein muss, um eine Arbeit aus eigenem Antrieb ausführen zu können.

So sollte das auch nicht verstanden werden..... ich schärf das mal ein wenig.

Ich bin der felsenfesten Überzeugung, daß der Mensch von Natur aus Faul ist (und nun unterstellt mir nicht gleich ein destruktives Menschenbild). Ich glaube das es dann mehrere Faktoren gibt, die einen intrinsisch motivieren können, in Form von Aktivität, Neugier, Austausch mit der Umwelt. Diese gehen meistens einher mit einem innewohnenden Bedürfnis von Befriedigung. Ich glaube dieses Segment wird mit zunehmenden Alter eher weniger. Es erreicht ein Sättigungsniveau. Es gibt zwar auch noch neugierige 20 Jährige und aktive 60 Jährige, aber in Summe sind wir mit zunehmenden Alter satt.

Das Feld der extrinsischen Motivation ist gleichwohl größer. Da gibt es die leidenschaftlich emotionale Ebene wie Streben nach Lob oder die Angst vor Repressalien, aber es gibt auch die gesellschaftliche Ebene wie Zugehörigkeit, Prestige, Ruf etc., die Menschen dazu bewegt etwas zu tun oder zu handeln. Das scheint mir ein Feld mit Potential zu sein. Das scheint mir ein Feld zu sein, welches Bayern seit Jahrzehnten für sich entdeckt hat.

Ich machs kurz und schmerzlos...... ich glaube Werder nutzt das Feld der extrinsischen Motivation nicht hinreichend aus. Ich glaube weiterhin das dieses Feld mindestens 50% der Leistungsbereitschaft der Spieler ausmacht, insb. die vielbeschriebenen letzten zwei drei Prozent hängen davon ab.

So und jetzt kann sich jeder mal selber überlegen mit welchem Strauß von Motivationsfaktoren Werder möglicherweise die Leistungsbereitschaft der Spieler steigern kann. Ist aber tricky, so wie ich finde. Denn den Spielern ist schwierig beizukommen. Sie sind früh unabhängig und damit eher satt.

(Mein Kumpel hat früher als er seine Ausbildung beim Maler begonnen hat mit 17 Lenzen noch welche an den Ballon gekriegt wenn er falsch gepinselt hat ..... das scheidet wohl aus :D)
 

Man kann ja nun spekulieren, aber vllt ist bei einem Pokalspiel unter Flutlicht, die intrinsische Motivation höher.

Das führt mich auf meine These zurück, das VS taktisch ein Guter ist, wobei ich einige Entscheidungen, der letzten Spiele nicht nachvollziehen kann.

Es hapert bei ihm in Sachen Motivation der Spieler, das aufgrund seiner pragmatischen Art und seiner fehlenden Sprachkenntnisse erklärbar ist.

Das Mannschaftsgefüge scheint nicht so gefestigt zu sein, daß dies trainerseits, nicht benötigt wird. Wir haben mehr "Leisetreter" als "Führungsspieler", dazu zähle ich eigentlich nur CP und mit Abstrichen Bargfrede, der dies schaffen könnte.

Also ist zu hoffen, das dies erkannt wird, von RS bzw. TE und dahin gehend Ersatz gesucht wird, der mit einer Portion Erfahrung, der Mannschaft in diesem Bereich weiterhilft. Spielerisch ist es durchaus möglich mit der Truppe, an höhere Regionen zu denken. (8-12)
 
Wie erwartet war der Sieg gegen Gladbach ein Zwischenhoch, welcher vor allem der effektiveren Chancenverwertung zu verdanken war.

Heute bewies Skrippo schon mit der Aufstellung, dass er eigentlich keinen Plan hat. Was gegen Gladbach funktionierte, müsse auch gegen Frankfurt klappen.
Dann auch noch an einem völlig indisponierten Sternberg zwingend festzuhalten, zeigt einfach, die völlige Handlungsunfähigkeit.

Letztenlich agiert Skrippo plan- und konzeptlos und schafft es auch nicht die Spieler in irgendeinem Aspekt positiv weiterzuentwickeln.
 
... Und trotzdem bleibt er auch in der Rückrunde Trainer. Werder Fan zu sein ist nur noch Horror.. .
 
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