Ich bin, zugegeben gezwungen, mit der Musik von James Last groß geworden. Meine Eltern, die ihre James-Last-LPs aus den 1970er Jahren immer noch im Schrank stehen haben, ließen beim Abspielen der Platten oder bei seinen TV-Aufritten jegliche Contenance vermissen und drehten ihre Unterhaltungselektronikgeräte laut auf. Daß ich dabei Höllenqualen litt, schien sie nicht zu interessieren.
Ob dieser beinahe exessive Input dafür verantwortlich ist, daß ich zu dieser Art Musik wenig Zugang habe, weiß ich nicht. Dennoch wußte ich mit zunehmenden Alter das innovative Lebenswerk des "Bremer Butjer" zu würdigen und schätzen. James Last hat, ebenso wie der vor wenige Tagen verstorbene Pierre Brice und ebenso wie bei vielen meiner Altersgenossen, meine Kindheit bis zu einem gewissen Grad geprägt - bei nur 3 TV-Programmen auch irgendwie nachvollziehbar.
R.I.P. Hansi