......... Ich hoffe inständig das das jetzt langsam mal der letzte Wachmacher gewesen ist und das................
Zum wievielten Male eigentlich ?
Ehrlich gesagt, ich habs dran gegeben. Bei Werder wird Realität offenbar mit "Z" geschrieben.
Im Moment sieht die strategische Situiation ja so aus, dass es dem Aufsichtsratschef Lemke gelungen ist, die Führung des Vereins wieder an sich zu reissen. Wie es so ein Intrigant auf Weltniveau nun einmal tut, geschah das mittel- oder langfristig.
Erst wurde durch eine gezielte Kampagne der Chef Born aus Amt und Würden weggeekelt. Dann wurde Allofs, ausgerechnet in einer Phase der schwersten privaten Probleme, eine Doppelbelastung aufgebürdet, die er gar nicht stemmen konnte. Wie zu erwarten, konnte er sich nicht mehr so wie vorher um sein Aufgabenfeld "Manager-Spielerverpflichter" kümmern und so kam es zu einer Reihe weniger guter Transfers.
Was dabei ausgeblendet wird: Schon damals erhielt TS mehr Mitsprache und Macht. SEHR MERKWÜRDIG, dass TS diese Mitverantwortung überhaupt nicht vorgeworfen wird.
Schlussendlich wurde Allofs im Zuge des ausbleibenden sportlichen Erfolgs durch überzogene Einschränkungen seines Etats weg geekelt, einschließlich mangelnder Unterstützung und schädlicher Einschaltung des Aufsichtsrats in die Vereinsführung. Allofs ging, weil er neben den normalen Schwierigkeiten des Geschäfts zu klug war, es auf einen offenen Machtkampf mit den Hintermännern Lemke und Fischer ankommen zu lassen.
Die Art und Weise, wie Allofs jetzt ersetzt wurde, zeigt schon auf, wohin die Macht bei Werder gegangen ist: Zu Lemke.
Filbry ist als "Boss" bei Werder ohne Hausmacht. Er ist nicht intern vernetzt und hat in der Öffentlichkeit keinen starken Rückhalt. Er ist wie bei Adidas ein hinter den Kulissen agierender Manager, nach dem keiner kräht, wenn er durch irgendeinen anderen FInanzmann ersetzt wird, dem es letztlich egal ist, ob er eine Bundesliga-Firma oder einen Schuhproduzenten oder einen Hühnerschlachter führt.
Baumann wurde zwar befördert, aber nur halb, womit jeder sieht, dass man ihm einen Managerposten nicht zutraut oder ihn da nicht haben wollte (vielleicht weil er es doch gekonnt hätte und das Risiko bestand, dass er sich durchgesetzt hätte ?)
Eichin wird ein Neuling sein, der sich seine Macht mit Filbry und Baumann teilen muss und der zudem mit einem Trainer agieren muss, der eigentlich intern mit Hilfe der bestimmenden Figuren Lemke und Fischer mehr Macht hat als sein nomineller Vorgesetzter Eichin. Entsprechend schwierig dürfte es Eichin haben, etwas zu bewegen, etwas Eigenes zu schaffen.
Er wird letztlich auf absehbare Zeit von Fischer und Lemke abhängig sein und solange Schaaf Trainer ist, auch von diesem. Bezeichnend, dass der neue "Chef" Eichin vor seiner Ernennung erstmal ein "Bewerbungsgespräch" bei seinem "Untergebenen" Schaaf "bestehen" muss, um den Job zu kriegen. Das zeigt schon, dass bei Werder die tatsächlichen Strukturen nicht mit den veröffentlichten KOmpetenzen (Aufgaben) überein stimmen.
Das organisierte Chaos aus dem Dortmund Spiel findet sich damit auch bei Werder wieder:
Die angeblich geschaffenen Strukturen sind offensichtlich nur vorgeschoben und die wahren Strukturen sind: der heimliche Herrscher Lemke, sein Kompagnon Fischer, der den Restverein als Machtbasis hat und seit Jahrzehnten die graue Eminenz ist, den sich keiner zu kritiseren traut, weil er zu jedem doch so nett ist und schon in den 70ern zusammen mit Doc Böhmert den Verein führte und letztlich der "ewige Trainer" Schaaf, der sich als Trainer mittlerweile wohl auch erlauben könnte, statt seiner Profis eine Horde Makaken aus den Tiergrotten Bremerhaven auflaufen zu lassen (es wäre nicht weniger chaotisch als der gestrige Auftritt der Werder-Profitruppe).
Dieses neue "System Werder" wird aber nur funktionieren, solange Schaafs Truppe Ergebnisse holt, die man weiterhin beschönigen, verharmlosen und entschuldigen kann.
Ein wirklicher Umbruch bei Werder findet eigentlich gar nicht statt. Dazu müsste nämlich auch der Trainer und der Aufsichtsratsvorsitzende gehen und sich neue Strukturen heraus bilden, mit denen man wieder erfolgreich sein kann.