Tim Wiese

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Das ist Blödsinn - der Stürmer hebt hier ab ohne getroffen worden zu sein.
Meiner Meinung nach eine Schwalbe.

Stimmt, du hast recht. Habe ich gestern falsch gesehn. :tnx:

Ändert aber nichts an Tim Wieses Technik in 1gg1-Situationen reinzugehen. Ich verstehe das gar nicht, gerade weil er in den letzten Spielen für Werder dort definitiv anders agiert hat und viel länger stehen geblieben ist, und dementsprechend besser ausgesehen hat.

Zitat von [SVW]Andi;1869805:
Für mich also ein einwandfreies Spiel von Tim. War aber auch nicht anders zu erwarten.

Sorry, wer hinsichtlich Wieses Verhalten vor dem ersten und zweiten Gegentor diese Wertung gibt ist a) entweder mit einer undurchlässigen Werder-Brille bestückt oder hat b) keine Ahnung vom Torwart-Spiel.

Die Tatsache das Wiese gestern beim Gegentor Nummer 1 grätschend in den Gegner gesprungen ist, ist ja wohl klar, das hat jeder gesehen. Sogar O. Kahn's Bewertung war nicht positiv, obwohl er ein Wiese-Fan ist.

Das Problem ist, dass er diesen Bewegungsablauf offenbar fest gespeichert hat, und einem 29jährigen gewöhnt man das nicht mehr ab. Das hätte man vor 6 Jahren machen müssen, als er zu werder kam.
Fakt ist, er nimmt sich durch dieses Verhalten selbst die Chance kontrolliert den Ball zu halten, und läuft immer Gefahr sich und Gegenspieler zu verletzen, Elfer zu verursachen oder rote Karten zu kassieren. Er scheint sich durch diese Technik zwei Dinge zu erhoffen: Verunsicherung des Schützen, oder die Möglichkeit angeschossen zu werden. Die beiden Vorteile hat er durchs längere Stehenbleiben auch, die Nachteile die ich oben angesprochen habe, fallen jedoch weg.

Oh, Campino´s Sicht der Dinge überrascht mich an dieser Stelle völlig:D
Sie war letztlich so und nicht anders zu erwarten.

Richtig, weil ich mich im Torwartspiel eben auskenne, weil ich es dreimal die Woche trainiere, und wir von unserm TwT eben solches Verhalten abgewöhnt bekommen.

Aber stimmt, ich kann Wiese ja nicht leiden (deswegen habe ich ihn in den letzten Wochen überwiegend gelobt) und deswegen ist meine Meinung die, die ich schreibe. Die Begründung habe ich mir halt ausgedacht, Scheisse nur dass sie zutrifft.


Hier mal ein schöner Artikel, von einer sehr fachkundigen unabhängigen Website:

http://www.torwart.de/index.php?id=6648
 
Hier mal ein schöner Artikel, von einer sehr fachkundigen unabhängigen Website:

http://www.torwart.de/index.php?id=6648

1. Wird auch leider auch hier von einem nichtgegebenem Elfmeter wegen Vorteil gesprochen, obwohl es sich um eine Schwalbe handelte.

2. Würde mich in diesen Zusammenhang interessieren was den Autor (Tobias Schlitzke) auszeichnet. Ist er selber Torhüter oder Torwarttrainer?


Trozdem würde ich dir bei der Szene vor dem 1:0 insofern sogar recht geben, dass er sich zu früh auf den Hintern setzt.
Lässt sich aber irgendwo auch ziemlich leicht mit einer gewissen Übermotivation erklären, als Nr.2 will er es halt besonders gut machen.
 
Hier mal ein schöner Artikel, von einer sehr fachkundigen unabhängigen Website:

http://www.torwart.de/index.php?id=6648
Wow, welch "fachkundiger" Beitrag:lol:
Das Blatt scheint überflüssiger als die Bäckerblume zu sein. Sorry, aber wie tendenziell ist das denn bitte geschrieben!? Schön dass dem Polen also die zukunft gehört. Nur muß man für solch eine Leistung auch eben die dazugehörigen Schüsse auf´s Tor bekommen. Da kam bei TW leider wenig, was zum Auszeichnen getaugt hätte, auf die Kiste.
Wie "Blacki" schon schrieb, war die Szene vor dem 0:1 nichts weiter als ne schlecht performte Schwalbe. Traurig genug, daß selbst der "Fachmann" von Autor darauf reinfiel!
Ebenso abstrakt ist die Ansicht, daß man da beim Rauslaufen ja ein gehöriges Risiko eingehe. Aha. Also bleib ich lieber auf der Linie kleben und lass den Spieler mit Ball ins Tor laufen? Tolle Alternative.
Komisch auch, daß die durchaus guten Aktionen in der 1. HZ keinerlei Erwähnung finden. Großartiger Journalismus.
 
2. Würde mich in diesen Zusammenhang interessieren was den Autor (Tobias Schlitzke) auszeichnet. Ist er selber Torhüter oder Torwarttrainer?

Für die Website Torwart.de und das dazugehörige Magazin schreiben ausschliesslich Torhüter oder Torwarttrainer. Was genau in diesem Falle Tobias Schltzke ist weiß ich nicht. Jedenfalls schreiben dort nur Leute, die vom Torwartspiel Ahnung und eigene Erfahrung haben, was man hier von mindestens 60 % der Leute nicht ausgehen kann ;)


Schön, dass du auf den Rest meines Beitrages überhaupt nicht eingehst... wie war das nochmal mit den Zitaten die du aus dem Zusammenhang reisst. Aber ich lege auch keinen Wert darauf...
 
@ Campino:
Da muss ich 5 vor 12 recht geben, wenn er den Artikel als oberflächlich geschrieben ansieht. Wenn er eine für uns offensichtliche Schwalbe unterschliegt. Da kann man von einem Fachblatt schon erwarten, genauer auf die Situationen einzugehen.
 
Meiner laienhaften Kenntnis als amateurhafter Ex-Jugendtrainer nach gibt es auch im Bereich der "Torwartfachleute" und "Torwarttrainer" keine allgemeingültige Meinung dazu, was gut und richtig ist.

Tatsache ist, es hat bei bestimmten Dingen schon immer verschiedene Stile im Verhalten oder der Bewegung von Torhütern gegeben und Tatsache ist wohl auch, das es dies wohl auch in vielen Jahren noch geben wird. Der Himmel bewahre uns davor, das wir irgendwann nur noch Retorten-Spieler haben, die wie Roboter alles gleich machen.

Und so beurteile ich auch die Art und Weise, wie TW in 1:1 Situationen gegen allein auf ihn zustürmende Spieler hinein geht: Er hat seinen eigenen Stil, der gewisse Vorteile und gewisse Nachteile mit sich bringt.

Mit dem Fuß-voraus Stil kann er viel besser den Ball weg schlagen, wenn der Stürmer keine enge Ballführung hat oder sich den Ball ein Stück zu weit vorlegt. Er ist variabler, mit dem Oberkörper zur Seite zu gehen, wenn der Ball vorbei gelegt wird und er kann nicht so gut ausgeguckt werden. Weiterer Vorteil ist, das einem der Stürmer nicht so leicht ins Gesicht treten kann.

Nachteil ist u.a. das man ein besseres Timing und viel Geschwindigkeit braucht. Hat man das nicht, kann man leichter umspielt werden. Gerade an seiner Schnelligkeit hat Tim aber gearbeitet. Sein Timing war immer schon gut bei solchen Dingen.

Auch Andi Reinke, der ja auch in Lautern gelernt und gespielt hatte, war ein Torwart der viel mit Fußabwehr gemacht hat, Reinke war was das angeht noch viel auffälliger als Wiese. Letztlich zählt aber nur eins: der Erfolg, den ein Torwart mit seinem individuellen Stil hat. Und Wiese ist schon nach der Statistik einer der besten deutschen Torhüter im 1:1 in solchen Situationen.

Im Vergleich erinnere man sich bitte mal an die vielen Slapstick-Einlagen, die Neuer bei unmotivierten oder völlig schlecht getimten Herauslauf-Aktionen geliefert hat. Au weia.

Wie 5vor 12 und einige andere schon sagten: Es existiert doch ein ziemlicher Unterschied zwischen der Leistung von Tim und deren öffentlicher Wahrnehmung / Wertschätzung.

Letzte Saison war ich von Tim nicht mehr so überzeugt: Er zeigte zwar auch da einige Weltklasse-Spiele, bekam in anderen Spielen aber doch etliche haltbare Dinger und manchmal hatte man den starken Eindruck, das er keinen Bock mehr hatte und darunter Konzentration und Leistung litten.

Diese Saison macht Tim einen völlig anderen Eindruck: Er macht gefühlsmäßig einen sehr konzentrierten, bissigen und sicheren Eindruck und er hat sich in etlichen Bereichen deutlich verbessert. Das kommende Vertragsende und ein hervorragender Mielitz dürften ihre Rolle dabei spielen, das macht seine Leistung aber nicht schlechter.

Und an alle Bedenkenträger, die nie mit was zufrieden sind: Wer mal selber Fußball gespielt hat müßte eigentlich wissen, das in solchen 1:1 Situationen ein Stürmer auch öfter mal trifft und man sich dann nicht beim Torwart beschweren kann. Bei den vielen Situationen dieser Art, die TW erfolgreich bereinigte, ist es ziemlich korinthenkackermässig, dann darauf herum zu nudeln, das es auch mal schief ging.

Das war Sache der teils völlig neben der Spur befindlichen Defensive. Kaum ein anderer Torwart auf der Welt dürfte damit solche Erfahrungen haben wie Tim.
 
Mit dem Fuß-voraus Stil kann er viel besser den Ball weg schlagen, wenn der Stürmer keine enge Ballführung hat oder sich den Ball ein Stück zu weit vorlegt. Er ist variabler, mit dem Oberkörper zur Seite zu gehen, wenn der Ball vorbei gelegt wird und er kann nicht so gut ausgeguckt werden. Weiterer Vorteil ist, das einem der Stürmer nicht so leicht ins Gesicht treten kann.

Nachteil ist u.a. das man ein besseres Timing und viel Geschwindigkeit braucht. Hat man das nicht, kann man leichter umspielt werden. Gerade an seiner Schnelligkeit hat Tim aber gearbeitet. Sein Timing war immer schon gut bei solchen Dingen.

Gut beschrieben. Nur leider nimmt er sich ausgerechnet einen Vorteil immer wieder selbst, den du beschreibst. Er ist variabler, er kann mit dem Oberkörper zur Seite gehen macht er leider nicht, weil er sich eben "nach hinten" fallen lässt. Das einzige was er dann noch machen kann, ist die Arme neben sich zu bringen. Allerdings wird das auch schwer, weil er gar nicht sieht in dem Moment was der Stürmer wirklich macht. Bleibt er stehen, hat er viel besser die Möglichkeit zur Seite zu hechten.

Und genau das Timing, von dem du sprichst hat ihm da gefehlt. Denn er wurde vorm 1:0 umspielt, und ich habe noch einige Szenen im Kopf aus den letzten beiden Jahren, in denen es so gelaufen ist. Dazu hast du noch Nachteile vergessen. ZB, die ich schon angesprochen habe, die latente Gefahr den Stürmer einfach wegzuholzen. Dann ist er extrem anfällig für Lupfer, weil die Stürmer wissen, dass Wiese gleich auf dem Hosenboden liegt.

Auch Andi Reinke, der ja auch in Lautern gelernt und gespielt hatte, war ein Torwart der viel mit Fußabwehr gemacht hat, Reinke war was das angeht noch viel auffälliger als Wiese.

Kann ich mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, Reinke mal so in die Zweikämpfe reinfliegen zu sehen wie TW, ausser gegen Hamburg 2004/2005, als er weit vor seinem Tor und deutlich zu spät kam. Ein paar konkrete Beispiele wären da evtl sehr gut.

Letztlich zählt aber nur eins: der Erfolg, den ein Torwart mit seinem individuellen Stil hat. Und Wiese ist schon nach der Statistik einer der besten deutschen Torhüter im 1:1 in solchen Situationen.

Für diese Statistik hätte ich gerne eine Quelle, denn das kann ich mir nicht vorstellen.

Im Vergleich erinnere man sich bitte mal an die vielen Slapstick-Einlagen, die Neuer bei unmotivierten oder völlig schlecht getimten Herauslauf-Aktionen geliefert hat. Au weia.

Da muss man aber unterscheiden zwischen 1gg1 Situationen im Strafraum, in denen der Stürmer auf den Torwart mit Bakll zu kommt, oder aufs Herauslaufen bei einem langen Ball. Bei letzterem hatte Neuer in letzter Zeit in der Tat Probleme, in 1gg1 Situationen allerdings zeigt der, und auch Adler, ter Stegen oder Zieler ein ganz anderes Verhalten als Wiese, weil er länger stehen bleibt. In der BL hat Wiese diese Saison dieses Verhalten sich endlich auch angeeignet, was er vereinzelt die letzten Jahre gezeigt hatte. Das Spiel in der NM war dahingehend eher ein Rückfall.

Wie 5vor 12 und einige andere schon sagten: Es existiert doch ein ziemlicher Unterschied zwischen der Leistung von Tim und deren öffentlicher Wahrnehmung / Wertschätzung.

Das ist richtig, auch wenn gerade 5vor12 mir das etwas zu sehr extrem sieht.

Und an alle Bedenkenträger, die nie mit was zufrieden sind: Wer mal selber Fußball gespielt hat müßte eigentlich wissen, das in solchen 1:1 Situationen ein Stürmer auch öfter mal trifft und man sich dann nicht beim Torwart beschweren kann.

Das ist wohl wahr, aber trotzdem sollte man es dem Stürmer als Torwart so schwer wie möglich machen. Und oft macht Wiese es dem Stürmer mit seiner "Käfer" Nummer zu einfach.

Bei den vielen Situationen dieser Art, die TW erfolgreich bereinigte, ist es ziemlich korinthenkackermässig, dann darauf herum zu nudeln, das es auch mal schief ging.

Das Wort "schiefgehen" ist sicherlich unangebracht in solchen Fällen. Denn, und das möchte ich für meine schärfsten Kritiker (:D) mal hervorheben: Solche Fälle sind absolut KEINE Torwartfehler oder Patzer. Wenn ein Stürmer auf den Keeper alleine zu geht muss vorher schon was schiefgelaufen sein. Ich kritisiere in diesen Fällen nur, dass es Wiese dem Schützen eben einfacher macht, als er es ihm mit einer anderen Technik machen würde. Mehr nicht.

@Sofatester,

Ich hoffe dass hieraus eine sachliche Diskussion entstehen kann.


EDIT: Dass die BLÖD allerdings seine beiden "Grätsch"-Szenen mit dem Foul an Olic vergleicht zeigt mal wieder, dass dieses Blatt nicht ernstzunehmen ist :D
 
Ich hatte keine Vereinsbrille auf.
Tim hat gestern nicht so viel zu tun bekommen, aber bis auf das 1. Gegentor, an dem er völlig unschuldig war, alle Situationen im Stile eines Supertorwarts bereinigt. Etliche 1:1 Situationen mit völlig frei vor ihm auftauchenden Stürmern, dazu zwei weitere Paraden. Auch der 2. :D Elfer war keiner. Er zeigte keine einzige Schwäche oder Unsicherheit. Hervorzuheben, das er sich auch bei schnellen Abschlägen und Abwürfen deutlich verbessert hat und auch ein paar Mal als "letzter Mann" ins Fußballspiel eingebunden wurde. Auch das sah gut aus. Unter dem Strich eine weit über dem Durchschnitt liegende Leistung.

Er hat seine Stellung im Team als Nr.2 hinter dem überschätzten Neuer sicher gefestigt. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich sehe Wieses Leistung ähnlich wie Du. Die Medien haben es allerdings wieder einmal geschafft, genau das Gegenteil zu schreiben. Der Gipfel ist der oben verlinkte Bild-Artikel, der sogar Wieses Glanztat kurz vor der Halbzeit in eine rotwürdige Kung-Fu-Einlage verwandelte...:wall::wall::wall:

Gruß vom
Werder-Oldie
 
Für die Website Torwart.de und das dazugehörige Magazin schreiben ausschliesslich Torhüter oder Torwarttrainer. Was genau in diesem Falle Tobias Schltzke ist weiß ich nicht. Jedenfalls schreiben dort nur Leute, die vom Torwartspiel Ahnung und eigene Erfahrung haben, was man hier von mindestens 60 % der Leute nicht ausgehen kann ;)



Schön, dass du auf den Rest meines Beitrages überhaupt nicht eingehst... wie war das nochmal mit den Zitaten die du aus dem Zusammenhang reisst. Aber ich lege auch keinen Wert darauf...

Auf ein Wort:

Ich selber habe 20 Jahre als Torwart gespielt, bis zu meiner Schulterverletzung in den höheren Jugendmannschaften und später bis Kreisliga - okay, schon etwas her.

Die Qualität der dort aufgeführten Aussagen möchte ich am Beispiel des für mich "nur" guten polnischen Torwarts herausheben:
Ihm wird Weltklasse unterstellt, weil er wirklich viele Bälle per Reflex weltklasse gehalten hatte, aber.....
Jeder Torwart lernt die Bälle zur Seite abzuwehren um eine wirkliche Weltklasse hinzulegen. Ja, manchmal klappt es nicht, aber der polnische Torwart hat auch leichtere Bälle IMHO unnötigerweise in die Mitte abklatschen lassen und dadurch zusätzliche Gefahr hervorgerufen - von daher "nur" gut.

Zu Wiese:

Durch den offensiven Spielstil der Nationalelf sind die Torhüter umso mehr gefordert. Manuel Neuer oder Ron Zieler aber auch René Adler haben damit weniger ihre Probleme. Wiese dagegen wirkt oft übermotiviert und unbeholfen.
Sehe ich vollkommen anders. Hatte Wiese in den Vorjahren viele Probleme beim Spiel vor der Linie, so hat er sich die letzten 2 Jahren hier besonders verssert. Bei Neuer sehe ich viele Fehleinschätzungen solcher Situationen und oftmals einen am Strafraum rumirrenden Neuer. Zieler sollte seine unbestritten gute Saisonleistung erst einmal 2-3 Jahre unter Beweis stellen.
Wiese steht bei 1:1 Situationen sehr gut. Gerade auch seine etwas "heftigeren" Einsätze lassen die Angreifer unbewusst zögern, darum klärt er diese Situationen hervorragend. Ja, Verwarnungen und ggf. Elfmeter sind bei dieser Spielweise eine gewisse Gefahr, aber auch hier muss ein guter TW etwas riskieren.
Die Spielöffnung durch Wiese war letzte Saison im Verein fast gar nicht vorhanden, das stimmt, aber er hat - insbesondere auch diese Saison - gezeigt das er es gut kann.

Im Spiel gegen Polen hatte er zweimal Glück beim Herauskommen. Einmal gab es Vorteil und keinen Elfmeter für Polen und beim zweiten Mal traft Wiese Gegner und Ball. Der Pfiff blieb aus. Jedoch hätte Wiese durchaus eine Rote Karte dabei riskiert und eine Verletzung seines Gegenspielers ohnehin.

Ich denke nicht das Wiese 2mal Glück hatte, sondern behaupte "Können"! Durch sein herauskommen hatte Wiese mehrfach im Spiel gegen Polen Tore verhindert. Sollte es hierbei dann zu einer Situation kommen wo Wiese verliert, dann hat er zuvor jedoch schon Einschläge verhindert - so what?
Der Vorteil war keiner, da kein Foulspiel vorgelegen hatte. Wie der Reporter oben auch schreibt, beim 2.mal trifft Wiese Ball und Gegner. Jetzt einmal Butter bei die Fische: Wiese hält den Ball eindeutig korrekt mit seinen Beinen fest, kommt es hierbei folgend zum Kontakt mit dem Angreifer sollte sich die Frage stellen, ob vielleicht der Angreifer Foul gespielt hat ;), so wird nämlich ein Schuh daraus. Angreifer ziehen oftmals gegen die am Boden liegenden und somit ungeschützten Torhüter durch, dadurch verunsichern sie selbige und verhindern beim Nächstenmal ein Herauslaufen. Wiese schützt sich dadurch, das er die Beine als Schutz und Abwehrmittel einsetzt - vollkommen regelkonform; man sah nämlich in dieser 2. Aktion deutlich, das Wiese mit gespreizten Beinen (und nicht beide Beine voran) zum Ball geht.

Das jedoch spiegelt meine bescheidene Meinung wieder, gerne akzpetiere ich auch anderweitige Sichtweisen, aber ich finde es nicht korrekt andere Meinungen zu negieren durch Ausführungen wie z.B.:
Für die Website Torwart.de und das dazugehörige Magazin schreiben ausschliesslich Torhüter oder Torwarttrainer. Was genau in diesem Falle Tobias Schltzke ist weiß ich nicht. Jedenfalls schreiben dort nur Leute, die vom Torwartspiel Ahnung und eigene Erfahrung haben, was man hier von mindestens 60 % der Leute nicht ausgehen kann
 
Zitat von fotbollsälskare;1870558:
Sehe ich vollkommen anders. Hatte Wiese in den Vorjahren viele Probleme beim Spiel vor der Linie, so hat er sich die letzten 2 Jahren hier besonders verssert. Bei Neuer sehe ich viele Fehleinschätzungen solcher Situationen und oftmals einen am Strafraum rumirrenden Neuer. Zieler sollte seine unbestritten gute Saisonleistung erst einmal 2-3 Jahre unter Beweis stellen.
Wiese steht bei 1:1 Situationen sehr gut. Gerade auch seine etwas "heftigeren" Einsätze lassen die Angreifer unbewusst zögern, darum klärt er diese Situationen hervorragend. Ja, Verwarnungen und ggf. Elfmeter sind bei dieser Spielweise eine gewisse Gefahr, aber auch hier muss ein guter TW etwas riskieren.
Die Spielöffnung durch Wiese war letzte Saison im Verein fast gar nicht vorhanden, das stimmt, aber er hat - insbesondere auch diese Saison - gezeigt das er es gut kann.
Sehe ich ähnlcih. TW hat in den letzten Jahren an den Dingen wie Strafraumbeherschung und das viel beschriebene "Mitspielen" durchaus gearbeitet. Wie kannte selbst Bela Rethy an, "er wirkt jetzt sachlicher".
Grade was das Umherirren Neuers in Sachen Strafraumbeherschung, in der er lt. der medialen Meinung ja seine STärken habe, betrifft, so gab es da glaub ich von der Süddeutschen eine interessante Statistik, wonach er selbst in Spielen wie gegen Braunschweig das ein oder andere Mal konfus unter Bällen hinweglief. In beinahe jedem Spiel wurde dort diese Eigenart aufgeführt. Das zeugt mMn deutlich, daß eine wirklich faire, rein sportliche Einschätzung hier nicht wirkllich stattfindet.
Was die generelle Bewertung TW´s angeht, muß er halt seit JAhren damit leben, daß diese im zweifelsfall immer etwas negativer ausgelegt wird, als bei anderen, wie man grad jetzt wieder sieht.
 
Zitat von fotbollsälskare;1870558:
Zu Wiese:


Sehe ich vollkommen anders. Hatte Wiese in den Vorjahren viele Probleme beim Spiel vor der Linie, so hat er sich die letzten 2 Jahren hier besonders verssert. Bei Neuer sehe ich viele Fehleinschätzungen solcher Situationen und oftmals einen am Strafraum rumirrenden Neuer. Zieler sollte seine unbestritten gute Saisonleistung erst einmal 2-3 Jahre unter Beweis stellen.
Wiese steht bei 1:1 Situationen sehr gut. Gerade auch seine etwas "heftigeren" Einsätze lassen die Angreifer unbewusst zögern, darum klärt er diese Situationen hervorragend. Ja, Verwarnungen und ggf. Elfmeter sind bei dieser Spielweise eine gewisse Gefahr, aber auch hier muss ein guter TW etwas riskieren.

Zum ersten Absatz werden meiner Meinung nach zwei verschiedene Dinge verglichen. Habe ich eben schon geschrieben, es geht hier bei um Spielsituationen, wie: Stürmer läuft mit Ball auf Torwart zu... und nicht: Langer Ball in Richtung Torwart. DA hat Tim sich wirklich verbessert und Neuer letzte Saison schwächen gezeigt. Hier geht es aber um ersteres. Auch da hat Tim sich verbessert, im Länderspiel aber wieder einen Rückfall gezeigt.

Zumzweiten Absatz:
Sorry, aber dann bekomme ich heute von meinem TwT etwas anderes beigebracht als man vielleicht früher gelehrt hat. Ich bekomme beigebracht, so lange wie möglich stehen zu bleiben, den Stürmer abzudrängen, den Winkel zu verkürzen, und nicht den Stürmer zu verunsichern, in dem ich mich vor ihm auf den Rücken fallen lasse oder in seine Richtung fliege. Du sagst es selbst mit dem fettgedruckten schön, Wiese STEHT gut... aber eben nicht lange genug :thumb:
 
@Campino:

Nochmal zum 2. Absatz:

Hat der Angreifer den Ball unter Kontrolle, kann also seitlich vorbeigehen, tunneln und/oder lupfen, so sollte der Torwart so lange wie möglich stehen bleiben und sich breit machen, aber wenn es eine Situation wie im LS gibt, nämlich das der Angreifer nur noch mit langen Bein den Ball spitzeln kann, so sollte er sich auf dem Boden flach legen - so breit wie möglich, denn Lupfer waren nicht möglich.
Hier nun kommt die Verletzungsgefahr und ich möchte gerne den hier auch angeführten Andy Reinke als Beispiel nehmen:
Der TW kommt also flach raus und die Angreifer ziehen durch - Verletzungsgefahr gewaltig und sogar teilweise Lebensgefährlich. Dieses Nachsetzen der Angreifer wird seit Jahren nicht nur billigend in kauf genommen, sondern von vielen Reportern sogar gefo(ö)rdert. Was also kann der TW tun? Den Kopf hinter seinen Körper halten um sich zu schützen, das sieht dann so aus, wie eben beim LS von Tim.

Ach ja: Ein TW darf nicht statisch spielen, heißt nicht immer nur stehenbleiben oder immer nur liegen, variabel muss er sein.

:thumb:
 
Zitat von fotbollsälskare;1870580:
@Campino:

Nochmal zum 2. Absatz:

Hat der Angreifer den Ball unter Kontrolle, kann also seitlich vorbeigehen, tunneln und/oder lupfen, so sollte der Torwart so lange wie möglich stehen bleiben und sich breit machen, aber wenn es eine Situation wie im LS gibt, nämlich das der Angreifer nur noch mit langen Bein den Ball spitzeln kann, so sollte er sich auf dem Boden flach legen - so breit wie möglich, denn Lupfer waren nicht möglich.

Das ist villeicht richtig, nur hier sah ich die Situation nicht so, dass der Stürmer den Ball nicht mehr richtig unter Kontrolle bekam. Das ist dann von Keeper zu Keeper Auslegungssache.

Klar muss ein Keeper variabel spielen, und TW hat auch in dieser Grätsch-Disziplin schon hervorragende Paraden geliefert. Aber häufig macht er es dem Stürmer viel zu leicht, mir fallen da spontan drei Beispiele ein... gegen Kuranyi im Hinspiel gg Schalke 2009/2010, gegen Mailand in der CL gegen Eto'o 2010/2011 und gegen Boka beim 6:0 für Stuttgart letztes Jahr.
 
Campino: Jetzt gehen wir beide konform.

Ich denke - und hatte es auch geschrieben (glaube ich): Ein TW muss in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, dabei kann es auch zu Fehleinschätzungen kommen. Mir persönlich ist es aber lieber, ein TW trifft auch einmal eine falsche Entscheidung anstatt "nur" auf der Linie zu kleben (so wie TW nach der Turin-Rolle :eek:;) ).
 
Zitat von fotbollsälskare;1870593:
Campino: Jetzt gehen wir beide konform.

Ich denke - und hatte es auch geschrieben (glaube ich): Ein TW muss in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, dabei kann es auch zu Fehleinschätzungen kommen. Mir persönlich ist es aber lieber, ein TW trifft auch einmal eine falsche Entscheidung anstatt "nur" auf der Linie zu kleben (so wie TW nach der Turin-Rolle :eek:;) ).

Absolut korrekt :tnx: Und wie ich schon sagte, in der Disziplin hat sich Tim Wiese auch weiterentwickelt, vor allem sichtbar in den ersten Saisonspielen der neuen Saison. Aber ich denke eben, dass diese Momente dann von ihm erzwungen werden, das er sich selber sagen muss... "bleib stehen". Wenn er in einer Situation das Hirn ausschaltet und sich nur auf seinen Instinkt verlässt, sieht es so aus wie gestern oder in den von mir angesprochenen Beispielen.

Was mich persönlich immer nur stört ist, dass wenn ich TW kritisiere sofort hingestellt werde, als jemand der Wiese nicht leiden kann. Das ist aber nicht so.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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