Fortuna brachte Harnik viel Glück
Die halbe deutsche Bundesliga jagt Düsseldorf-Stürmer Martin Harnik. Das Rennen um den 22-Jährigen wird aber wohl der VfB Stuttgart machen.
Der Schweinsbraten von der Oma in Allerheiligen bei Wildon gehört zu den Leibspeisen von Martin Harnik. So wie es aussieht, wird sich der Fortuna-Düsseldorf-Stürmer aber nun an andere kulinarische Köstlichkeiten gewöhnen müssen. Denn statt Schweinsbraten werden künftig wohl öfters Spätzle auf dem Speiseplan des Österreichers stehen.
Der 22-Jährige steht kurz vor einem Wechsel ins Schwabenland. Der Vertrag mit dem VfB Stuttgart soll bereits unterschriftsreif sein. Deutschlands Boulevard-Zentralorgan "Bild" feierte Harnik bereits als "Ösi-Schnäppchen-Bomber", weil er um eine festgeschriebene Ablösesumme von 300.000 Euro seinen Stammklub Werder Bremen verlassen kann. Für einen, der in der zweiten Liga für Düsseldorf zwölf Tore erzielt hat, wahrlich nicht viel. Für Harnik war der Schritt zurück in die zweite Etage des deutschen Fußballs aber ein Schritt nach vor.
Vor einem Jahr fristete er noch ein sportlich karges Dasein bei Werders Amateuren und war selbst für Österreichs Nationalmannschaft kein Thema mehr.
Steil bergauf
Frust statt Lust bestimmten Harniks Alltag, doch mit seinem leihweisen Wechsel im August nach Düsseldorf ging es auch mit dem Flügelflitzer steil bergauf. Mit jedem Tor für Fortuna wuchs Harniks Fortune. Mit jedem seiner bislang zwölf Treffer wuchs aber auch die Zahl jener, die den Goalgetter künftig in den eigenen Reihen spielen sehen wollten.
Beinahe die halbe deutsche Bundesliga machte zuletzt Jagd auf Harnik. Reihenweise saßen die namhaftesten Spione auf der VIP-Tribüne der Düsseldorfer Esprit-Arena, um vor allem Harnik auf die flinken Beine zu schauen. Schalke-Trainer Felix Magath mit seinem "Co" Bernd Hollerbach war ebenso da wie Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sowie sein Gladbacher Amtskollege Max Eberl und auch Mainz-Coach Thomas Tuchel. Nur Bremen interessierten Harniks Leistungen scheinbar nicht. "Es gibt schon die ganze Saison keinen Kontakt mehr", wird Harnik in den "Stuttgarter Nachrichten" zitiert.
Auch im deutschen Fußball scheint der Prophet im eigenen Land nichts zu gelten.