Das gemeinsame Treffen zum Teambuilding habe ich bisher ausgeklammert, da ich nicht weiß, was dort besprochen und getan wurde und zu welchem Einverständnis die Mannschaft gekommen ist.
Falls die Spieler dort einen Rütlischwur geleistet haben und im übertragenen Sinne echte Blutsbrüder für das gemeinsame Ziel geworden sind (damit will ich ausdrücken, dass sie sich darauf eingeschworen" haben alles zu tun was dem Verbleib in der Liga dient und alles zu lassen, was davon ablenkt), dann verstehe ich die Reaktion der Mannschaft:
Wer als Teil der Rudels nicht mitzieht, der gehört zu Recht gewiesen.
Dann verstehe ich auch, dass TS und TE die Mannschaft mitentscheiden haben lassen, wie hoch Bestrafung von MA und EE ist.
Warum die Suspendierung allerdings in Summe 4 Spiele bzw. bis zum Ende der Saison andauert, kann ich nicht verstehen.
Das ist eine Verbannung, die niemandem etwas bringt, außer vielleicht jene Fans zu beruhigen, die MA und EE nicht mögen.
Da das gesamte Thema mit sehr viel Emotion diskutiert und wahrgenommen wird, ist es in Wahrheit unmöglich eine "einzig richtige Vorgehensweise" zu definieren.
Die beiden bis Saisonende wegzuhalten erscheint mir aber als die am wenigsten geeignete:
Gehen wir davon aus, dass Werder den Klassenerhalt schafft.
Das Signal - gewollt, oder nicht gewollt - ist: seht her, es geht auch ohne MA und EE und diejenigen, die die beiden nicht wollten, haben es dann immer schon gewusst.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die zwei in der neuen Saison einfach so wieder in die Mannschaft integriert werden können, nicht unter TS.
Was vielleicht funktioniert, ist, wenn TS nach der Saison geht und ein neuer Trainer mit dem Argument, dass ihn alte Geschichten nicht interessieren, MA und EE und die gesamte Mannschaft auf Neuanfang stellt.
Kann vielleicht gut gehen.
Ist aber der Plan, beide ohnehin loszuwerden ist, wird der Verkaufswert weiter sinken, und zwei suspendierte Exspieler sind kein gutes Argument für Verhandlungen.
Aus dieser und auch aus sportlicher Sicht wäre es wohl besser beide im Kader zu belassen um sie auch einsetzen zu können.