Weil viele dieser Mannschaften, wie Köln, Frankfurt, gar nicht mitspielen "wollen". Diese Mannschaften können mit einem Punkt sehr viel besser leben gegen uns, als wir gegen die.
Ergo spielen sie nicht mit, was dazu führt das Werder das Spiel kontrollieren muss und versuchen muss Lücken zu finden, was im Gegenschluss dem Gegner die Möglichkeit gibt Konter zu fahren und so vielleicht doch mehr als den gewollten Punkt mitzunehmen.
Außer Mannschaften wie die Bayern, Leverkusen oder Hoffenheim z.B. sind doch viele Mannschaften gar nicht fähig wirklich das Spiel zu machen und ruhen sich hinten aus, weil 1 Punkt reicht ja gegen Bremen.
Scheinbar hast Du die seit ca. 2 Monaten geführten Diskussionen nicht verstanden. Bayern München, auch Leverkusen treffen auf den selben Widerstand und dennoch spielen sie nicht in die Breite und verlieren durch den einen Konter. Zumindest nicht so exorbitant oft wie Werder das immer wieder schafft. Sie haben Mittel (Leverkusen erst diese Spielzeit, aber trotzdem), die TS seit 10 Jahren - inzwischen seit drei, vier Jahren mit einer hochqualifizierten Belegschaft - nicht findet. Die Summe der mit hohem Aufwand betriebenen, allerdings geringem Ertrag eingefahrenen Spielen ist bei Werder in den letzten 5-6 Jahren nachweislich (!) weitaus höher als bei allen anderen BL-Teams im selben Zeitraum.
DAS ist das Problem.
aber manchmal werde ich den gedanken nicht los, dass du hier an TS´ stuhl sägen willst, ....
Nö, deswegen schreibe ich ja nicht ein plumpes "Schaaf raus". Denn das ist immer das Einfachste. Es geht darum, auch wenn es hier nur in der Virtualität fern der Realität stattfindet,
gemeinsam kritische Ansätze und Lösungen zu eruieren. TS ist für Werder, aus Sicht von Werder Bremen, die einzig richtige Lösung. Egal, was wir schreiben, dies wird sich nicht ändern. Trotzdem dürfen im Forum Dinge, die eindeutig schief laufen, doch angesprochen werden, oder?
Ja und Nein. Der Manager hat einen äußerst geringen Einfluß darauf, wenn die Ergebnisse einer Mannschaft unter ihren Möglichkeiten bleiben; er kann zwar Konsequenzen androhen und sie im Gegensatz zu Klaus Allofs auch umsetzten, aber das kann ja auch kein Dauerzustand sein, ständig die verbale Keule rausholen zu müssen.
Allerdings hat ein Manager einen nicht unerheblichen Einfluß auf die die Zusammenstellung der Mannschaft, und wenn zu wenige Spieler verpflichtet werden, die sich voll reinhängen, um jeden Grashalm kämpfen, hoch konzentriert im Spiel sind und jede Partie gewinnen wollen und daher ihr vorhandenens Potential zu selten abrufen, so daß die Resultate in keinem Verhältnis zu der überdurchschnittlichen Spielstärke stehen, dann hat neben dem Trainer und der Mannschaft auch der Manager seinen Anteil an der Misere.
Sehe ich leider anders. Denn 1.) meine ich, sucht sich der Trainerstab die Spieler für sein System aus, der Manager versucht lediglich, das zu realisieren. Selbstverständlich nach gewissen Absprachen, nur glaube ich weniger, dass TS sich sportlich reinreden lässt. Unter dem Strich sind deswegen ja in den meisten Vereinen dann auch die Trainer diejenigen, die zuerst gehen müssen.
und 2.) darf bei dem erwähnten Aspekt " zu wenige Spieler verpflichtet werden, die sich voll reinhängen" nicht vergessen werden, dass der Manager sich auch an die grundsätzliche Philosophie des Vereins zu halten hat - worauf ich gestern im Schaaf-Thread näher eingegangen bin - und in einem Vorstand mit anderen zusammenarbeitet, sowie einem Aufsichtsrat genehm sein sollte, der dies befürworten muss oder verhindern kann. Das wiederrum stelle ich mir bei Leuten wie Müller, Fischer, Lemke, die für einbetoniertes Festhalten an Traditionellem stehen, sehr schwer vor.
Zitat von Lothar Matthäus;839916:
...Insofern schließe ich mich Schmolle ganz ausdrücklich an. Die Schwarzseher haben jetzt Rückenwind, weil sie es ja alles haben kommen sehen. Am Ende der Saison werden, so Schmolle denn Recht hat, wieder Andere den Wind spüren, falls es bis dahin wieder besser läuft.
...wovon die Berufsoptimisten ganz einfach mal ausgehen.
Apokalyptische Schwarzmalerei ist sicherlich nicht angebracht,
gleichzeitig spiegelt auf der anderen Seite die Haltung "es wird am Ende schon gut ausgehen" eben jene stoische Selbstzufriedenheit wieder, die ich für gefährlich halte.

Ich auch.
Zitat von Lothar Matthäus;840951:
Und diese Grundeinstellung ist nun einmal so, dass ein Jahrzehnt Aufbauarbeit dazu geführt haben, eine der führenden Kräfte der Liga zu sein. Ein, zwei Jahre im MF der Liga, ändern daran gar nichts. Nenne es ruhig stoische Selbstzufriedenheit. Ich nenne es Gelassenheit und stoische Ruhe. Mit wildem Aktionismus änderst Du gar nichts.
Mit verpasstem Aktionismus allerdings auch nicht, mehr noch, es ist sogar wahrscheinlicher - wenn in einem Trott weitergemacht wird - dass nach Stagnation der Absturz kommt. Werder hatte bis 95 auch nicht begriffen, dass viel zu lange viel zu vieles eingefahren war und sich verselbstständigt hatte. Aber Wurst - Uli und Bayern Co. hatten das begriffen, denn die Abwerbung von Rehhagel geschah nicht, weil sie einen Trainer mit Namen wollten, sondern weil sie genau das wollten, was Werder dann von 95-2002 erlebte.
Im übrigen, Lothar Matthäus, hatte Schmolle vor genau einem Jahr so argumentiert:
@Mick
Aus Testspielen Rückschlüsse auf eine kommende Rück- (oder Hinrunde) zu ziehen habe ich mir abgewöhnt.
.....
Ich gehe mit dir konfekt, daß ich die beiden Spiele Pokal und erster Bundesligakick als erste Knackpunkte sehe.
.....
Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber ich denke zwischen 1-3 machen wir. Und das ist nach wie vor ein Erfolg. Dieselbe Truppe - abgeshen von Prödl und Pizarro -wie letztes Jahr. Wer weiß - die anderen wähnen sich zu sicher und schenken bedenkenlos auf Bayern die Schale ab!
Allerkühnster Optimismus kann umgekehrt zu einer verqueren Sicht der Dinge führen, kontraproduktiv und wenig sachdienlich sein. Sollte das bei Werder Bremen auch so wie bei LM und Schmolle gesehen werden, hätten wir zumindest eine mögliche Ursache....
Klaus ist ein Pfennigfuchser und dewegen gingen uns die vom skorpion genannten Spieler von der Stange oder es dauert ewig bis sie verlängern.
Naja, ich denke eher, die Vertragsverlängerungen der letzten Jahre, die Werder nun teilweise auf der Tasche liegen, sind auch eine Folge der ablösefreien S04-Abwerbungen von Assauer mit Krstajic, Ernst, Ailton anno 2003-2005.