...Einer hat irgendwo angeführt, dass die Serie schon gegen Nürnberg oder Wolfsburg gerissen wäre, wenn die Punkte nicht glücklich in den Schlussminuten zustande gekommen wären. Das mag stimmen, nur waren diese Punktgewinne insgesamt gesehen alles andere als „glücklich“.
Naja, in beiden Fällen fiel der Ausgleich quasi in der letzten Sekunde. Das nenne ich dann doch am Ende einen glücklichen Ausgang. Moralisch lobenswert, dennoch glücklich.
Desweiteren komme ich bei genauerer Betrachtung der Spielanteile und Spielverläufe in allen benannten Partien zu dem Schluss, dass Werder auch hätte gewinnen können/in den meisten hätte gewinnen müssen.
Tja, ham wir aber nicht. Aufgrund der Vielzahl der Partien, kann es auch nicht immer an mangelndem Glück gelegen haben, daß die partien endeten, wie sie nunmal endeten.
Spielanteile haben wir schon immer reichlich gehabt, leider bringen diese rein gar nichts, wenn das Ganze am Ende nicht mit der nötigen Effektivität veredelt wird...
Und auch folgende Tatsache...
Dazu wäre erwähnenswert, dass Werder nach wie vor die meisten Chancen aller Bundesligisten kreiert
...ist letztlich ohne erfolgreichen Torabschluß nur ein Muster ohne Wert.
Dabei denke ich spontan an Marin, der zwar einen ganzen Bus austanzen kann, dann aber beim Torabschluß doch bis dato sehr harmlos ist.
Vieles liegt an einer nicht schlauen Spielweise, an einem unzureichend Druck ausübenden Umfeld. Klaus Allofs ist ein Glied, aber auch das ärmste Glied in der Kette.
Sicher, die Spielweise ist oftmals "unglücklich", besonders, da sie zu oft dem gegner in die Karten spielt. Siehe HH, Schalke, Bayern...
Allerdings sehe ich es nicht so, daß KA das ärmste Glied in der kette ist.
Seine Person ist sicherlich mit der von TS sehr eng verknüpft, was generelle Personalentscheidungen betrifft.
Andererseits gibt es sicher eine große Anzahl an Leuten, die seinen Job gerne hätten, da es sicherlich schlechtere Jobs gibt, als Manager bei uns zu sein.
Er genießt bspw das Privileg derart ruhig und ungestört arbeiten zu können, wie wohl kein zweiter in der 1. BL mit vergleichbaren Ambitionen.
Es wird auch desweiteren nicht erwartet, daß er aus Wasser Wein machen muß, er sollte lediglich Schwachstellen in der Mannschaft (und das sind im Grunde gar nicht mal so sonderlich viele) beheben können. Auch wenn wir alle natürlich definitive Zahlen nicht kennen, sollte ihm dafür ein Budget zur Verfügung stehen, welches viele andere wohl ebenfalls gerne zur Verfügung hätten.
Ein LV, ein Stürmer der neben Pizza funktionieren könnte - überschaubare Baustellen. Evtl. ein DM-Spieler, der Frings irgendwann beerben könnte, wobei wir da mit Bargfrede gott sei dank scheinbar bereits eine hausinterne Lösung gefunden haben. (An dieser Stelle ein Lob an TS!)
Alles in allem keine unlösbaren Aufgaben. Leider bisher nur mit sehr mäßigem Erfolg (LV), bzw. gar keinem (Sturm)
Es passt nicht so ganz, sich einerseits stolz (zurecht) hinzustellen und Jahr für Jahr neue Umsatzsteigerungen, erhöhte Sponsorenverträge, etc. zu verkünden, um dann später mit trauriger Miene und nach aussen gestülpten Hosentaschen zu verkünden, daß man sich im Grunde an Spielern kaum mehr was leisten kann. (Achtung, überzeichnete Darstellung!)
Wenn dem tatsächlic so wäre, müsste man schleunigst die Handbremse ziehen, denn dann würde hier einiges falsch laufen.
Auf das Mysterium, daß der Markt früher noch "Normaltemperatur" hatte, möchte ich gar nicht weiter eingehen.