Gesamtsituation der Mannschaft

Die Trotzreaktion, Werner nach der abesagten Verlängerung zu entlassen, war einer der (vielen) größeren Fehler der Verantworlichen.
Im Grunde unfassbar dumm.
Sie haben einfach nicht damit gerechnet, dass Werner der optimale Trainer für Werder war und die stetige Entwicklung der letzten Jahre nach dem Aufstieg nur marginal mit Ole zusammenhängen würde und er ersetzbar wäre.
Pustekuchen, Werner hat einen Bombenjob gemacht und es wäre klug gewesen, Zugeständnisse zu machen anstatt Werner gehen zu lassen.
 
So viel hat der Schotte jetzt auch nicht gerissen, sieht man ja auch bei Union...
Vier Tore mehr wären nice, aber eher nicht kriegsentscheidend.
Evtl. hätten diese Tore aber für den einen oder anderen Punkt mehr gereicht! Z.B. um aus einer 0:1 Niederlage noch einen statt keinem Punkt mitzunehmen oder um ein Unentschieden in einen Sieg zu entscheiden. OB hätte ja nicht alle Tore in einem oder zwei Spiele, wie in Berlin, erzielen müssen. ;-) Dann lieber jeweils 1 Tor in vier Spielen nacheinander und damit dann bspw. 8 Punkte mehr auf dem Konto haben!
 
Sie haben einfach nicht damit gerechnet, dass Werner der optimale Trainer für Werder war und die stetige Entwicklung der letzten Jahre nach dem Aufstieg nur marginal mit Ole zusammenhängen würde und er ersetzbar wäre.
Dass OW seitens Werder für ersetzbar gehalten wurde, halte ich für einen Trugschluss. Denn bei Werder neigt man doch eher dazu, einen Trainer bereits nach ein paar guten Ergebnissen für längerfristiger erfolgreich einzuschätzen, als er tatsächlich war/ist - siehe die frühen Vertragsverlängerungen von Skripnik, Nouri und Kohfeldt. Oder ein Coach wird gleich mit einem Drei-Jahres-Kontrakt ausgestattet - siehe Steffen.

Daher ist davon auszugehen, dass Werner, der seit Gründung der Bundesliga 1963 zum Werder-Trainer mit der fünftlängsten Amtszeit avancierte,
bei Werder schon eine hohe Wertschätzung genoss. U.a. daran erkennbar, dass nach dem Klassenerhalt 22/23 sein Vertrag verlängert wurde - um 3 Jahre bis einschließlich 30.06.26. Und die Initiative im Mai 2025, diesen Vertrag vorzeitig zu verlängern, ging bekanntermaßen auch von Werder aus. Dies spricht mMn deutlich dafür, dass man bei Werder wusste, was man am ihm hatte.


Aber war OW ein optimaler Trainer für Werder? Nach meinem Verständnis ist ein optimaler Werder-Trainer der, dem es gelingt, die richtige Balance zwischen kurzfristigem sportlichen Erfolg sowie mit einer nachhaltigen Talentförderung seinen Teil zur Schaffung von Kadermehrwerten beizutragen. Bei OW lag der Fokus ganz offensichtlich auf dem kurzfristigen sportlichen Erfolg. Damit gelang es ihm, dass gemessen an den jeweiligen Kaderstärken Werder die Saisons 23/24 und 24/25 mit guten Platzierungen abschloss. Diese kurzfristigen Erfolge gingen jedoch zu Lasten der Talentförderung, sodass die primär durch Missmanagement ohnehin schon dünne Luft noch knapper wurde. Und somit Werder gar nichts anderes übrig blieb, mit Beginn der Saison 25/26 gar nichts anderes übrig blieb, als den bisherigen Kader (mit durchschnittlich 27,0 Jahren die drittälteste S11 der Saison 24/25) deutlich zu verjüngen.

Es ist zugegeben spekulativ was, der Auslöser war, dass OW Werders Vertragsangebot nicht annahm. Hatte Werder ihm sinnbildlich die Pistole auf die Brust gesetzt, dass eine Vertragsverlängerung (u.a.) mit der Bedingung verknüpft wurde, dass der Kader aus wirtschaftlichen Gründen verjüngt werden musste? Oder konnte / wollte OW diesen Umbruch nicht mittragen, weil z.B. für ihn der kurzfristige sportliche Erfolg ganz oben auf der Agenda stand? Oder er vorhandene bzw. potentielle junge Spieler für nicht erstligareif hielt?
 
Sie haben einfach nicht damit gerechnet, dass Werner der optimale Trainer für Werder war und die stetige Entwicklung der letzten Jahre nach dem Aufstieg nur marginal mit Ole zusammenhängen würde und er ersetzbar wäre.
Pustekuchen, Werner hat einen Bombenjob gemacht und es wäre klug gewesen, Zugeständnisse zu machen anstatt Werner gehen zu lassen.
Und dann kam Fritzies möchte gerne cochones zeigen… dumm, so dumm
 
Ich finde es nach wie vor immer noch schlicht unverantwortlich wie z.B. mit Mbangula in unserem Verein umgegangen wird. Dazu wurde ja auch hier im Forum schon viel gesagt, zeigt aber auch in diesem Fall, wie engstirnig der Trainerstab weiterhin agiert und die sportliche Leitung diesen Unsinn absegnet, was wiederum zeigt, dass von denen nichts, aber auch wirklich gar nichts ausgeht, was unseren Verein in ruhigeres Fahrwasser bringt. 10. Millionen € raus zu hauen, um dann mit Vertrauensentzug zu reagieren, grenzt schon an einer sehr schrägen, um nicht zu sagen "irren" Denkweise da oben im Land der "möchte gern" Unfehlbaren.

Auch wenn es hier vielleicht nicht gern gelesen wird ....auch wenn er nicht immer fehlerfrei agiert hat (aber wer schafft das schon), aber der Letzte aus der sportlichen Leitung dem ich vertraut habe und dessen Arbeit ich sehr geschätzt habe, war Ole Werner, der erkannt hatte, was für Dilettanten unseren Verein lenken und das gute Arbeit im Sinne des Vereins so zur Unmöglichkeit geworden war.
 
Werder spielt mit wechselndem Personal im Niemandsland der Tabelle bzw. am Tabellenende seit 15 Jahren. Andernorts gelingt es immer mal wieder positive Ausreißer mit Europa hinzubekommen. Laut eigenem Bekunden ist das hier in Bremen nicht darstellbar. Anhand der Ergebnisse kann man ihnen dort nur Recht geben. Die Frage nach dem Warum stellt sich nicht, es ist halt so.
Das sie daraus aber ableiten, Werder gehöre dauerhaft in die 1.Liga, erscheint mir nicht schlüssig. Wäre es nicht besser, wenn sie dauerhaft in der 2.Liga im Mittelfeld sich befinden und evtl. eine Anzahl von > 10 Siegen/Saison bewerkstelligen. Der Mehrheit der Werderfans ist es egal, ob 1. oder 2. Liga.
Ein Problem sind ihre Finanzen:
- regionales Investorenbündnis bedeutet, dass die irgendwann ihre Investitionen zurückhaben wollen. Wann und zu welchen Bedingungen?
- Anleihe muss auch zurückgezahlt werden. Der Zeitpunkt ist definiert. Immer neuere Anleihen verschiebt das Problem in die Zukunft.
Meine persönliche sehr düstere Prognose ist, dass sie mittelfristig vor der Insolvenz stehen. Sie waren nämlich schon fast so weit. Um das abzuwenden, brauchen sie die 1.Liga. Mit dem Personal ein äußerst ambitioniertes Vorhaben.
Man kann ihnen nur raten, eine intensive Unternehmenssanierung einzuleiten. Bedeutet:
  • die Anpassung von einzelnen Geschäftsprozessen,
  • die Ausgliederung von Geschäftsbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören,
  • der Abbau von hierarchischen Unternehmensstrukturen
 
Aber war OW ein optimaler Trainer für Werder? Nach meinem Verständnis ist ein optimaler Werder-Trainer der, dem es gelingt, die richtige Balance zwischen kurzfristigem sportlichen Erfolg sowie mit einer nachhaltigen Talentförderung seinen Teil zur Schaffung von Kadermehrwerten beizutragen. Bei OW lag der Fokus ganz offensichtlich auf dem kurzfristigen sportlichen Erfolg.

Irgendwer hatte es bereits geschrieben, aber Jugendspieler können nur gefördert werden, wenn diese auch das entsprechende Potential besitzen, jeden im Leistungszentrum als Talent bezeichnen zu wollen, halte ich für eine missbräuchliche Verwendung dieses Begriffes.

Wenn die Hoffnungsträger also gar nicht so talentiert sind wie vermutet, welcher Trainer würde im Ergebnisgeschäft "Fußball", die Förderung dieser Möchtegerntalente einer optimalen Platzierung der Mannschaft vorziehen ? Dass der Versuch kläglich scheiterte haben wir mit Steffen erlebt und auch ein Thioune, (immerhin schon 9 Spieltage im Amt) hat es nicht vermocht, Millionenmann Mbangula und den m.E. wirklich talentierten Covic in die Mannschaft zu integrieren.

Letztendlich zählen nur die erzielten Ergebnisse und unter OW war Werder die letzten Jahre nicht einziges Mal auch nur annähernd vom Abstieg bedroht und es bedurfte schon des 2. Nachfolgers um die Unmöglichkeit, bei gegebenen Mitteln, zu erkennen, eine Balance zwischen Erfolg und Talentförderung nicht erzielen zu können.

Mein persönliches Fazit wird immer dasselbe sein:

Der Trainer ist für den sportlichen, das Management für den finanziellen Erfolg zuständig.
 
Werder spielt mit wechselndem Personal im Niemandsland der Tabelle bzw. am Tabellenende seit 15 Jahren. Andernorts gelingt es immer mal wieder positive Ausreißer mit Europa hinzubekommen. Laut eigenem Bekunden ist das hier in Bremen nicht darstellbar. Anhand der Ergebnisse kann man ihnen dort nur Recht geben. Die Frage nach dem Warum stellt sich nicht, es ist halt so.
Das sie daraus aber ableiten, Werder gehöre dauerhaft in die 1.Liga, erscheint mir nicht schlüssig. Wäre es nicht besser, wenn sie dauerhaft in der 2.Liga im Mittelfeld sich befinden und evtl. eine Anzahl von > 10 Siegen/Saison bewerkstelligen. Der Mehrheit der Werderfans ist es egal, ob 1. oder 2. Liga.
Ein Problem sind ihre Finanzen:
- regionales Investorenbündnis bedeutet, dass die irgendwann ihre Investitionen zurückhaben wollen. Wann und zu welchen Bedingungen?
- Anleihe muss auch zurückgezahlt werden. Der Zeitpunkt ist definiert. Immer neuere Anleihen verschiebt das Problem in die Zukunft.
Meine persönliche sehr düstere Prognose ist, dass sie mittelfristig vor der Insolvenz stehen. Sie waren nämlich schon fast so weit. Um das abzuwenden, brauchen sie die 1.Liga. Mit dem Personal ein äußerst ambitioniertes Vorhaben.
Man kann ihnen nur raten, eine intensive Unternehmenssanierung einzuleiten. Bedeutet:
  • die Anpassung von einzelnen Geschäftsprozessen,
  • die Ausgliederung von Geschäftsbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören,
  • der Abbau von hierarchischen Unternehmensstrukturen
Das stimmt .In den letzten 15 Jahren gab es eine gute Rückrunde unter Floko und dann die letzten beiden Jahre als positive Ausreißer .

Und das mit der Fast Insolvenz ist im Corona Jahr fast passiert.Clemens Fritz sagte ein Jahr später auf einem Werder Talk : wir wußten am Monatsanfang nicht ob wir die Gehälter zahlen können. Das Video gabs/gibts ( ? ) bei youtube, meine von werdertv.
Und das man im letzten Jahr nix kaufen konnte ohne geplanten Verkauf von wahrscheinlich Schmid und deshalb auf Leihspieler angewiesen war,sagt ja einiges über unsere finanzielle Lage..
Umso schlimmer wenn man dann Millionensummen in Keita,Alvero und Mbangula versenkt.
Falls Werder absteigt langt das vielleicht für Alvero in Liga 2 .Und Mbangula muß vielleicht an seiner Diziplin arbeiten,Talent und einige technische Raffinessen sind ja vorhanden..
 
Was ein Quatsch. Wir sehen doch, was die sogenannten Talente von damals heute bringen. Was reisst den ein Njinmah oder Topp heute so tolles? Wo ist Alvero heute?

Ole hat eben erkannt, dass bei den "Talenten" nix zu fördern war.
Sehe ich anders. OW hat viele Spieler vergrault und denen teilweise nicht mal erklärt, warum sie unter ihm keine Chance hatten. Unter keinem anderen Trainer der jüngeren Vergangenheit gab es wohl so viele unzufriedene Spieler. Zudem hatte Werner nie die Entwicklung von Werder im Blick, sondern nur seine eigene Trainer Karriere. Ist schon gut, dass er jetzt in Leipzig ist.
 
Sehe ich anders. OW hat viele Spieler vergrault und denen teilweise nicht mal erklärt, warum sie unter ihm keine Chance hatten. Unter keinem anderen Trainer der jüngeren Vergangenheit gab es wohl so viele unzufriedene Spieler. Zudem hatte Werner nie die Entwicklung von Werder im Blick, sondern nur seine eigene Trainer Karriere. Ist schon gut, dass er jetzt in Leipzig ist.
Weiß ich nicht..War ne andere Situation.
Werner hatte offensiv Ducksch , Weiser,später Burke zur Verfügung.Nninmah hat auch unter ihm gespielt,da war er nicht auf Topp angewiesen.
Und ich sag mal so , Burke war eigentlich aussortiert,hat sich dann so reingehängt im Training,das er dann doch Minuten bekam und dann gute Leistungen brachte, Tore schoß,seine Geschwindigkeit einsetzte. Das zeigt das Ole durchaus auch bereit war jemanden ne Chance zu geben.
Und Alvero ist einfach nicht bundesligatauglich.Egal ob Werner oder Steffen Trainer waren .

Und das Werner seine eigene Entwicklung im Sinn hatte ist doch durchaus legitim und finde ich richtig.Er wollte mehr und hat halt Mißstände aufgezählt und damit Recht gehabt. Ein ehrgeiziger Trainer ist doch auch gut für den Verein.Und er hatte sicher Lust auf Europa und dafür Forderungen aufgestellt und Sachen angeprangert..Das war vielleicht einigen zu unbequem.
Ole war der beste Trainer seit den guten Schaaf Tagen.
 
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