Allgemeiner Politik Thread

Dennoch muss ich gestehen, dass die Selbstzerfleischung der FDP langsam lustig anzusehen ist. Neuanfang mit u. a. Homburger und Brüderle! Zusätzlich auch noch der absolute Sympathieträger und Stimmenfänger Rösler!
Respekt!!:thumb:

Was ich jenseits von inhaltlichen Aspekten gut finde ist, dass nach Cem Özdemir als deutscher Türke mit Philip Rösler ein deutscher Vietnamese Vorsitzender einer Partei geworden ist und es damit hoffentlich immer mehr zur Normalität wird, das ethnischen Unterschiede innerhalb sozialer Inklusions-und Zugehörigkeitsprozesse keine Rolle mehr spielen.
 
Ich befürchte auch, dass heute parteiübergreifend anerkannte Personen nicht ins Präsidentenamt gewählt werden, da Parteitaktik aktuell immer im Vordergrund steht. (s. Wulff-Gauck-Wahl!)

Parteitatik bei der Bundespräsientwahl gab es auch schon früher. Z.B. bei der Wahl 1969 stimmte die FDP für den SPD-Kandidaten Gustav Heinemann, was im Nachhinein als "Testlauf"/Wegbereiter für die sozial-liberale Bundesregierung wenige Monate später angesehen wurde; dabei muß man allerdings berücksichtigen, daß die Unionsparteien sich auf den konservativen Verteidigungsminister Gerhard Schröder (nicht zu verwechseln mit dem spätern SPD-Bundeskanzler) statt des eher liberal geltenden Richard von Weizsäcker verständigten. Im Gegenzug stimmte die SPD in der Bundesversammlung 1974 für den Kandidaten ihres Koalitionspartners FDP, Walter Scheel.
 
Der hat aber zu einer Zeit studiert, als das Abschreiben noch von Hand erfolgte, was immerhin in gewisser Weise als handwerkliche Leistung gewürdigt werden kann...
 
Schuld sind immer die Anderen q.e.d.

Aber es paßt in das Klischee der sog. besseren bzw. den adeligen Kreisen. Wir sind wer, wir müssen unseren Ruf wahren und uns selbst repräsentieren - egal zu welchem Preis.

Wir haben in Deutschland innerhalb kürzester Zeit 3 prominente Fälle von Plagiaten bei Dissertationen, dadurch hat nicht nur der Ruf des Wissenschaftsstandortes Deutschland schweren Schaden genommen, sondern es kann auch passieren, daß in Deutschland erworbene Doktorentitel im Ausland mit einer gewissen Skepzis beäugt werden. Oder um es überspitzt zu formulieren: sie haben das qualitative Image eines z.b. in Tschechien erworbenen Führerscheins, weil man zu Hause seinen "Lappen" (vorübergehend) abgeben mußte.
 
Da sie ihre Ämter abgibt, hat sie künftig mehr Zeit für ihre Abgeordnetentätigkeit im Europaparlament. Dort soll sie ja nicht unbedingt mit dem besten Arbeitseifer glänzen.
 
Oder sie kann Strichlisten führen, welcher Abgeorneter des EU-Parlaments wie oft Kontakt mit Prostituierten hat.
 
Wer weiß, ob es nur zwei waren? Man munkelt ja, dass Rot-Grün nicht unbedingt das zuverlässigste Stimmverhalten bei der Wahl des Ministerpräsidenten pflegt...
 
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