Allgemeiner Politik Thread

Zumindest einer der es im Prinzip verstanden hat, andere lustige Kollegen stehen eher auf staatlich installierte Zwangsbeglückung und finden letzteres ganz normal. Ohne Wettbewerbsdruck wird selbst die 100ste Kochshow als systemimmanent erachtet, armes Deutschland.

Das Verstehen scheint deine Stärke nun ganz und gar nicht zu sein, ansonsten würdest du wohl kaum solch einen jeder Beschreibung spottenden Unsinn in einfach formulierte Aussagen hinein interpretieren.

Wie abgerechnet wird ist am Ende des Tages egal.
Zunächst einmal sollte mal klargestellt werden, was denn nun der tatsächliche Auftrag der ÖR ist. Also was diese mindestens bieten müssen (da gibt es eigentlich schon auch richterlich festgesetzte Untergrenzen) und was sie tatsächlich noch anbieten sollten.

Stimmt, aber das ist keine leichte Aufgabe.

Der Streit entzündet sich an drei Punkten:

1. Die GEZ. Die kann man allerdings nach dem vorgeschlagenen Modell der Haushaltsabgabe einstampfen. Wobei die Haushaltsabgabe so organisiert sein muss, dass sie nicht zu sehr die Rechte der Bürger verletzt. Das derzeitige Gesetzesvorhaben ist dahingehend höchst fragwürdig.

Da stimme ich dir zu, wobei ich den Ansatz der Haushalts- statt Geräteabgabe unterstütze.

2. Wie hoch sollten die Gebühren sein und was darf davon noch finanziert werden. Es ist äußerst fragwürdig, wenn man weiss, dass ein nicht unerheblicher Teil der Intendanten der ÖR besser bezahlt werden als der Bundeskanzler. Hinzu kommen die astronomischen Gehälter für Showmaster.
Was soll das Programm inhaltlich bieten? Und hier gibt es ja äußerst unterschiedliche Auffassungen. Das BVerfG hat zwar einige Grenzen eingezogen, aber damit ist der Streit ja noch lange nicht vom Tisch. Problematisch wird es eben, dann wenn der Grunauftrag der Information teilweise in den Hintergrund rückt und dafür mehr Quotenprogramm gemacht wird.

Die Gehälterdiskussion halte ich für wenig zielführend, denn die Gehälter sind ja nicht einseitig von den Empfängern so festgelegt worden.

Beim Inhalt wird man eine Mischung finden müssen aus der Grundversorgung einerseits, die auch Nischeninteressen bedient, und quotenträchtiger Massenware andererseits, die dafür aber durch Werbung und Merchandising zur Finanzierung des Gesamtpakets beiträgt.

3. Die Frage der politischen Neutralität in der Berichterstattung.

Solange wichtige Ämter nach Parteien-, Kirchen- und Verbandsproporz besetzt werden, wird sich das kaum ändern lassen.
 
...Parteien nehmen erheblichen Einfluss auf die Medien, da gibt es keine Unterschiede:
Frankfurter Rundschau = SPD, FAZ = CDU
ARD = SPD, ZDF = CDU
TAZ = Grün/SPD, Welt/Bild = CDU

usw....
 
Ich fühle mich - und das hat die Berichterstattung über die Geschehnisse in Libyen wieder geizeigt - durch die ÖR nicht besser informiert. Sogar wesentlich schlechter. Vom Niveau unterscheiden sich übrigens die meisten Sendungden des ÖR schon lange nicht mehr von den Privaten.


Bei N24 und RTL stimme ich soweit zu, daß einzelne Sendungen gleichwertig oder besser sind, aber im Gesamtbild haben die ÖR immer noch die Nase vorn. Über Sat1 braucht man dagegen nicht wirklich reden, denn die haben auch 3 Jahre nach dem Ausstieg des Springer-Konzerns aus der ProSieben Sat1 Media AG immer noch Bildzeitungscharakter.

Daß die ÖR im Bereich Aktuelles in der Bevölkerung das meiste Vertrauen genießen, zeigen auch die von Media Control ermittelten Einschaltquoten bei den gemeinsamen TV-Duellen von ARD, ZDF, RTL und Sat1 vor den Bundestagswahlen:

2009: ARD 7,86 Mio. Zuschauer (22,7% Marktanteil), ZDF 3,47 Mio. (10,3%), RTL 2,06 Millionen (6,1%). Sat1 790.000 (2,3%)

2005: ARD 9,7 Mio, ZDF 6,06 Mio, RTL 3,79 Mio, Sat1 1,43 Mio.

In beiden Duellen hatte das im Ranking zweitplatzierte ZDF mehr Zuschauer als RTL und Sat1 zusammen, das ist ein ziemliches deutliches Votum darüber, wo die höchste Kompetenz im Bereich Aktuelles gesehen.

Und noch etwas spricht für die Nachrichtenkomptenz der ÖR, genauer gesagt für die ARD. Sat 1 hat es zweimal versucht, mit dem Beginn einer Sendung um 20 Uhr der Tagessschau Zuschauer abspenstig zu machen; in den 90ern mit Spielfilmen und Anfang dieses Jahrtausends sogar mit der Bundesligasendung ran und in beiden Fällen hat sich Sat 1 eine blutige Nase geholt, so daß man auch dort recht schnell wieder zu einem Prime-Time-Beginn um 20.15 h zurückgekehrt ist.
 
Das Verstehen scheint deine Stärke nun ganz und gar nicht zu sein, ansonsten würdest du wohl kaum solch einen jeder Beschreibung spottenden Unsinn in einfach formulierte Aussagen hinein interpretieren.

Du bewegst Dich im Tal der Ahnungslosen und Deine Anhänglichkeit finde ich lästig. Hat Dir mal einer erklärt wo das Wort "Moderator" herkommt ?

Moderator bzw. Moderation (lateinisch; von moderare, „mäßigen“, „steuern“, „lenken“)
 
Umso erstaunlicher, daß beispielsweise "Neues aus der Anstalt" nicht aus dem Programm genommen wurde, als u.a. Roland Koch dort als "Pate der organisierten Verfassungskriminalität" bezeichnet wurde.

Gerade der Hessische Rundfunk hat seit der Koch-Ära einen fragwürdigen Ruck hinter sich, denn kritische Berichte über die Landesreigerung sind seitdem dort sehr selten geworden.
 
Umso erstaunlicher, daß beispielsweise "Neues aus der Anstalt" nicht aus dem Programm genommen wurde, als u.a. Roland Koch dort als "Pate der organisierten Verfassungskriminalität" bezeichnet wurde.

Ich weiß nicht mehr um was es ging, aber irgendwann Mitte der 80er Jahre blendete sich der Bayerische Rundfunk aus einer ARD-Sendung des "Scheibenwischer" aus, weil dem Sender die politische Richtung und/oder das Thema nicht gefiel. Die Zuschauer durften stattdessen klassischer Musik lauschen.
 
Hier muß man zwischen den einzelnen Sendeanstalten differieren, so stehen z.B. der WDR oder Radio Bremen der SPD sehr nahe, während z.B. der Bayrische Rundfunk oder der Hessische Rundfunk zu den Unionspartien tendieren.

Natürlich muss man es differenziert sehen. Wollte nur ausdrücken, dass die Einflussnahme nicht einseitig ist. Peter Frey vom ZDF und der CDU nahe, geht mir mit seinen indoktrinierenden Kommentaren insbesondere zur Schuldenkrise gehörig auf den Geist, auch wenn mir die CDU näher liegt als die SPD. Andererseit kann ich auch nicht immer einer Sonia Mikisch (SPD nahe) folgen, einen Bednarz (SPD nahe) konnte man besser ertragen. Denke, die Berichterstattungen sind in alle Richtungen tariert.
 
Ich weiß nicht mehr um was es ging, aber irgendwann Mitte der 80er Jahre blendete sich der Bayerische Rundfunk aus einer ARD-Sendung des "Scheibenwischer" aus, weil dem Sender die politische Richtung und/oder das Thema nicht gefiel. Die Zuschauer durften stattdessen klassischer Musik lauschen.

Das war 1986, kurz nach Tschernobyl. Einer der oberen Herren des CSU-nahen BR hatte sich an einem oder mehreren Manuskripten über dieses Thema echauffiert und versuchte, die Aussttrahlung bundesweit zu verhindern. Weil aber die anderen ARD-Anstalten nicht mitzogen, blieben im Freistaat (welch ein Widerspruch!!!) die Bildschirme dunkel.

Und damit sind wir wieder bei der massiven Einflußnahme der konservativen Kräfte in diesem unserem Lande auf die Medien...
 
Natürlich muss man es differenziert sehen. Wollte nur ausdrücken, dass die Einflussnahme nicht einseitig ist. Peter Frey vom ZDF und der CDU nahe, geht mir mit seinen indoktrinierenden Kommentaren insbesondere zur Schuldenkrise gehörig auf den Geist, auch wenn mir die CDU näher liegt als die SPD. Andererseit kann ich auch nicht immer einer Sonia Mikisch (SPD nahe) folgen, einen Bednarz (SPD nahe) konnte man besser ertragen. Denke, die Berichterstattungen sind in alle Richtungen tariert.

Kennst Du noch Wolf Feller?
 
Das war 1986, kurz nach Tschernobyl. Einer der oberen Herren des CSU-nahen BR hatte sich an einem oder mehreren Manuskripten über dieses Thema echauffiert und versuchte, die Aussttrahlung bundesweit zu verhindern. Weil aber die anderen ARD-Anstalten nicht mitzogen, blieben im Freistaat (welch ein Widerspruch!!!) die Bildschirme dunkel.

Und damit sind wir wieder bei der massiven Einflußnahme der konservativen Kräfte in diesem unserem Lande auf die Medien...

Tschernobyl wars, hätte ich mir ja denken können. ;)

Bei allem Einfluss der Parteien auf ARD und ZDF glaube (oder hoffe) ich aber nicht, dass sich ein derartiger Vorfall noch mal wiederholen wird, dass sich ein Landesprogramm aus dem Senderverbund einfach ausklinkt.
 
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