Ole Werner (Cheftrainer RB Leipzig)

Ich will hier keinesfalls die Leistung von Werner schmälern.

Aber wenn wir bei Vergleichen sind, ähnlich wurde 2018/2019 über Florian Kohfeld gesprochen. Nachdem er 2017 frischen Wind brachte, lief es einfach. Werder hat in den ersten Jahren auch guten, variablen Fußball gespielt. Ich kann mich noch an ein Spiel unter der Woche gegen Hertha BSC erinnern, als ein Co-Trainer von Hertha meinte, dass nach dem 0-1 das Spiel quasi verloren war, weil egal wie man Umstellte, Werder direkt reagieren konnte...
In der Saison 2018/2019 hat man auch eine Harmonie in der Mannschaft gespürt. Die ist ein Jahr später abhanden gekommen und Kohfeld wurde plötzlich nicht mehr gut, sondern als schlechter Trainer gesehen...
Ohne groß im Vergangenen zu wühlen, aber das zeichnet einen guten Trainer aus, ein einmal erreichtes Niveau zu halten. FK hatte die Eigenart, die Performance zu überziehen. Wer zu schnell in die Kurve geht, übersteuert leicht und fliegt aus derselben.
 
Von einem Selbstläufer möchte ich nicht sprechen bzw. schreiben, weil für den Erflog tagtäglich hart gearbeitet werden muss. Zumal wir noch einige Baustellen zu beheben haben, was gerade bei einem Aufsteiger, der zuvor ein überwiegend schlechtes Jahrzehnt hatte, jedoch nichts ungewöhnliches ist. Aber trotz dieser Defizite befinden uns derzeit auf einem erfreulich guten Weg.


Japp. Oftmals wird für Aufsteiger das zweite Jahr schwieriger als das erste und auch bei Trainern trennt sich im zweiten ggf. dritten Amtsjahr häufig die Spreu vom Weizen. Aber wie ich schon gestern geschrieben habe, bestehen mMn berechtige Hoffnungen, dass hier mit kleinen Schritten etwas Nachhaltiges ohne größere Abstiegssorgen entstehen kann.
Die Gefahr sehe ich in Bremen nicht so. Ich meine, es ist ein Unterschied, ob eine Mannschaft nach Jahren aus der 2. Liga aufsteigt oder wie Werder, nur ein Jahr abwesend war. Alle Mechanismen aus der 1. Liga waren noch abrufbar, die Eingewöhnung demnach kürzer. Daher glaube ich a) an den Klassenerhalt und b) am weiteren Verbleib in der Bundesliga. Was den Trainer angeht, hängt viel von ihm selber ab. Um noch mal den Bogen zu FK zu schlagen. Dieser vermittelte für sich den Eindruck einer Unfehlbarkeit, war mehr oder weniger beratungsresistent, so jedenfalls mein Eindruck von außen. Ein wenig mehr Reflektion, ein wenig mehr annehmen von erfahrenen Menschen, hätte helfen können.
 
Wenn ich mich recht erinnere, ist das doch schon widerlegt! Jedenfalls für die Jahre 1963 -2016

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Danke für die Übersicht, jedoch berücksichtigt sie nur die Absteiger im 1. bzw. 2. Jahr. Aber es gab auch Aufsteiger, die in der 1. Saison eine ordentlich bis gute Performance zeigten, in der 2. jedoch (deutlich) schwächer waren, ohne dadurch abgestiegen zu sein. Wie z.B. Hoffenheim (08/09 Platz 7, 09/10 Platz 11), Eintracht Frankfurt (12/13 Platz 6, 13/14 Platz 13), Hertha (13/14 Platz 11, 14/15 Platz 15) oder der VfB Stuttgart (20/21 Platz 9, 21/22 Platz 15)
 
Ohne groß im Vergangenen zu wühlen, aber das zeichnet einen guten Trainer aus, ein einmal erreichtes Niveau zu halten. FK hatte die Eigenart, die Performance zu überziehen. Wer zu schnell in die Kurve geht, übersteuert leicht und fliegt aus derselben.

Naja bis jetzt ist die Entwicklung unter Ole Werner schon vergleichbar mit FloKos erstem Jahr:
attraktiver Fußball
überraschende Siege
erwartbare Niederlagen
erfrischend klare PKs

Erfolg läßt sich halt auch souveräner darstellen, als Misserfolg.

Ich hoffe, dass Ole Werner erspart bleibt, ähnlich zerpflückt zu werden.

Insbesondere wir Fans sollte fair bleiben und unseren Frust nicht an ein oder zwei Personen festmachen. Das ist für mich die Lehre aus dem Abstieg.

The proof of the pudding is yet to come.
 
Die Gefahr sehe ich in Bremen nicht so. Ich meine, es ist ein Unterschied, ob eine Mannschaft nach Jahren aus der 2. Liga aufsteigt oder wie Werder, nur ein Jahr abwesend war.
Ich sehe diese Gefahr auch nicht. Zumindest nicht aktuell. Aber wer weiß schon, was in einem Jahr ist? Der VfB Stuttgart z.B. schaffte 16/17 den direkten Wiederaufstieg. Doch schon 18/19 folgte der zweite Abstieg, mit einem erneuten direkten Wiederaufstieg. 20/21 vermieden die Schwaben fast buchstäblich die Relegation in der letzten Minute. Und auch u.a. beim Köln, Frankfurt, Mönchengladbach und Kaiserslautern, die über Jahrzehnte zum Establishment der 1. Liga gehörten, bleib es nach einer schellen Rückkehr binnen 1-2 Jahren nicht nur bei diesem einen Abstieg. Uns kann das auch passieren, selbst wenn es derzeit nicht danach aussieht.
 
Ich sehe diese Gefahr auch nicht. Zumindest nicht aktuell. Aber wer weiß schon, was in einem Jahr ist? Der VfB Stuttgart z.B. schaffte 16/17 den direkten Wiederaufstieg. Doch schon 18/19 folgte der zweite Abstieg, mit einem erneuten direkten Wiederaufstieg. 20/21 vermieden die Schwaben fast buchstäblich die Relegation in der letzten Minute. Und auch u.a. beim Köln, Frankfurt, Mönchengladbach und Kaiserslautern, die über Jahrzehnte zum Establishment der 1. Liga gehörten, bleib es nach einer schellen Rückkehr binnen 1-2 Jahren nicht nur bei diesem einen Abstieg. Auch das kann uns passieren, selbst wenn es derzeit nicht danach aussieht.
Wichtig ist immer frühzeitig auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, aber auch gezielt den Kader Schritt für Schritt Qualitativ zu stärken in den Schwachstellen, oder bei Abgängen durch plötzliche Begehrlichkeiten unserer Spieler.
Kleines Beispiel, Schlotterbeck zum BVB, Freiburg holt als Ersatz Ginter und füllt, somit gleichwertig die entstandene Kaderlücke clever auf um die Kaderstabilität beizubehalten.
Und das ist ein immer fortwährender Prozess der immer im Fokus und in der Dauerplanung und Entwicklung unseres Vereins stehen MUSS!
Du kannst Spieler auch als Trainer besser machen, nichtsdestotrotz muss die Kaderplanung permanent im Blickpunkt stehen.
Solche Spiele wie gegen Frankfurt und zuletzt Bayern offenbaren da vieles in diesem Zusammenhang,
Das musst du erkennen und gezielt danach handeln, mit all Deinen Möglichkeiten, immer mit dem Fokus auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Mannschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wichtig ist immer frühzeitig auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, aber auch gezielt den Kader Schritt für Schritt Qualitativ zu stärken in den Schwachstellen, oder bei Angängen durch plötzliche Begehrlichkeiten unserer Spieler.
Kleines Beispiel, Schlotterbeck zum BVB, Freiburg holt als Ersatz Ginter und füllt, somit gleichwertig die entstandene Kaderlücke clever auf und die Kaderstabilität beizubehalten.
Und das ist ein immer fortwährender Prozess der immer im Fokus und in der Dauerplanung und Entwicklung unseres Vereins stehen MUSS!
Du kannst Spieler auch als Trainer besser machen, nichtsdestotrotz muss die Kaderplanung permanent im Blickpunkt stehen.
Solche Spiele wie gegen Frankfurt und zuletzt Bayern offenbaren da vieles in diesem Zusammenhang,
Das musst du erkennen und gezielt danach handeln, mit all Deinen Möglichkeiten, immer mit dem Fokus auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Mannschaft.
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Wichtig ist immer frühzeitig auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, aber auch gezielt den Kader Schritt für Schritt Qualitativ zu stärken in den Schwachstellen, oder bei Angängen durch plötzliche Begehrlichkeiten unserer Spieler.
Kleines Beispiel, Schlotterbeck zum BVB, Freiburg holt als Ersatz Ginter und füllt, somit gleichwertig die entstandene Kaderlücke clever auf und die Kaderstabilität beizubehalten.
Und das ist ein immer fortwährender Prozess der immer im Fokus und in der Dauerplanung und Entwicklung unseres Vereins stehen MUSS!
Du kannst Spieler auch als Trainer besser machen, nichtsdestotrotz muss die Kaderplanung permanent im Blickpunkt stehen.
Solche Spiele wie gegen Frankfurt und zuletzt Bayern offenbaren da vieles in diesem Zusammenhang,
Das musst du erkennen und gezielt danach handeln, mit all Deinen Möglichkeiten, immer mit dem Fokus auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Mannschaft.
Das sehe ich auch so, dazu gehört aber auch, sich rechtzeitig zu trennen von Spielern, deren Marktwert gerade vielversprechend ist (Mehrwert), und von Spielern, die es nicht zum Stamm geschafft haben (Gehaltseinsparungen).
 
Naja bis jetzt ist die Entwicklung unter Ole Werner schon vergleichbar mit FloKos erstem Jahr:
attraktiver Fußball
überraschende Siege
erwartbare Niederlagen
erfrischend klare PKs

Erfolg läßt sich halt auch souveräner darstellen, als Misserfolg.

Ich hoffe, dass Ole Werner erspart bleibt, ähnlich zerpflückt zu werden.

Insbesondere wir Fans sollte fair bleiben und unseren Frust nicht an ein oder zwei Personen festmachen. Das ist für mich die Lehre aus dem Abstieg.

The proof of the pudding is yet to come.
Erfrischend klare PK bei Kohfeldt?
Nee, du, als es noch lief in Ansätzen, da fand ich die persönlich auch noch okay aber nachher wurde es für mich immer realitätsfremder und anstrengend bis unerträglich.
Später hab ich die mir gar nicht mehr gegeben.
Diese Gefahr sehe ich bei Werner nicht, der baut keine Luftschlösser, mag rhetorisch auch nicht so geschult sein.
Ist mir aber wesentlich lieber, ich habe da nicht das Gefühl ein völlig anderes Spiel gesehen zu haben.
 
Das sehe ich auch so, dazu gehört aber auch, sich rechtzeitig zu trennen von Spielern, deren Marktwert gerade vielversprechend ist (Mehrwert), und von Spielern, die es nicht zum Stamm geschafft haben (Gehaltseinsparungen).
Ja, ABER wie oben geschrieben immer vorbereitet mit gleichwertigem Ersatz in der Hinterhand, um die Kaderstabilität nicht zu destabilisieren, nur des schnellen Geldes wegen.
(Freiburg: Ginter für Schlotterbeck; Werder: Kruse Abgang ohne Ersatz)
Hier haben wir in Klammer gesetzt ein positives und ein negatives Vorgehen einer fortwährenden stabilen Kaderstrategie und Entwicklung.;)
 
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Wobei der Markus seinen ganz persönlichen - nicht unbedingt sportlich bedingten - Misserfolg hatte ;)
 
Ich weiß garnicht worüber man sich hier im Forum mehr wundern soll. Dass wirklich Leute überrascht sind, dass wir gegen Bayern abgefrühstückt wurden? Oder dass hier ernsthaft deswegen eine Trainerdiskussion aufkommt.
Beides ist natürlich Quatsch.
Bzw. man hat halt die Angst oder Sorge, dass sich die Geschichte wiederholt, mir ist das zu früh aber im Hinterkopf hab ich es auch, ziemlich weit hinten allerdings.
 
So sehr unterscheiden sie sich mMn in der Hinsicht nicht, wobei Ole natürlich ne Ecke jünger ist aber bei ihm wirkt es auch eher als lästige Pflicht, wenn er sich äußern soll.
Das Gegenteil war bei Kohfeldt der Fall, ich halte die Vergleiche aber für wenig zielführend.
Letztlich interessiert mich am meisten, was die Jungs auf dem Platz zeigen, ob der Trainer Vorträge hält oder gar nichts sagt interessiert mich da am Rande.
 
Erfrischend klare PK bei Kohfeldt?
Nee, du, als es noch lief in Ansätzen, da fand ich die persönlich auch noch okay aber nachher wurde es für mich immer realitätsfremder und anstrengend bis unerträglich.
Später hab ich die mir gar nicht mehr gegeben.
Diese Gefahr sehe ich bei Werner nicht, der baut keine Luftschlösser, mag rhetorisch auch nicht so geschult sein.
Ist mir aber wesentlich lieber, ich habe da nicht das Gefühl ein völlig anderes Spiel gesehen zu haben.

Du sagst es , zu Anfang seiner Mission sehr erfrischend .
Am Ende wie in einer Warteschleife .
Bei Ole ist es einfach die kühle nordische Ruhe , klar ohne viel Schnörkel .
 
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