Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Sobald wir da sind, dass wir unsere Gehälter wieder zahlen können ohne rote Zahlen zu schreiben, können wir sicher auch investieren. Wenn wir aber nach zwei Jahren in Folge mit einem heftigen Verlust von diesem Ziel noch ein Stück entfernt sind, können wir doch nicht mal eben den Gehaltsetat noch weiter belasten.

Sind es erst zwei Jahre? Ich dachte wir hätten jetzt schon das dritte Geschäftsjahr mit nem fetten Minus in Folge.

Das Ziel müssen schwarze Zahlen sein. Alles andere wäre eine Katastrophe. Ich habe - auch wenn ich ja grundsätzlich einem Investor/Geldgeber gegenüber aufgeschlossen bin - keine Lust, dass Werder irgendwann Anteile an irgendwelche kruden Investmentgesellschaften verscherbeln muss, weil die Banken uns kein Geld mehr geben, so wie es bei der Hertha der Fall war.
 
naja mal abwarten, es sind noch 1 1/2 wochen transferphase.

Jeder der solche phasen nicht erst seit gestern kennt, weiß das schwups ein spieler weg sein kann weil irgendein Verein interesse hat an einen von unseren spielern wie z.b. elia, obraniak, juno, prödl ( wobei ich bei prödl das ungern sehen würde da er momentan unser chef in der abwehr ist und ohne so einen wirds richtig hart)

Ich hoffe das RD unsere talente wie aycicek, koby, selke und busch diese saison oft ranlässt und sich am besten 2 von den 4 einen stammplatz erspielen können und so richtig durchstarten ;)
 
Dem stimme ich vorbehaltlos zu.

Ich kann nicht nachvollziehen, wenn jemand davon redet, dass wir uns zu Tode sparten etc. Wir haben in den beiden letzten Saisons ca. 25 Millionen Euro Verlust gemacht! Wacht mal auf Leute, wenn wir uns noch so eine Saison genehmigen oder zwei, dann ist keine Substanz mehr übrig. Und wir haben keinen Kühne, keine Stadt Gelsenkirchen, keine Großsponsoren, die dann einspringen. Sondern dann ist unser Verein endgültig im Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;).

Mir scheint, dass viele das nicht kapiert haben, aber es wird höchste Zeit. Wenn der Verein sich gesundschrumpft, kann es natürlich sein, dass man auch mal absteigt. Wenn der Verein es nicht tut, ist der abstieg dagegen unausweichlich. Das muss mal in die Köpfe rein, worum es hier eigentlich geht.

:tnx::tnx:
 
Sind es erst zwei Jahre? Ich dachte wir hätten jetzt schon das dritte Geschäftsjahr mit nem fetten Minus in Folge.

:tnx:

Die gerade abgelaufene Saison war die dritte in Folge mit Verlusten. Wie hoch das Defizit diesmal ist, ist noch nicht bekannt. Daran, dass ein weiteres entstanden ist, bestehen aber wohl keine Zweifel.

Das Ziel müssen schwarze Zahlen sein. Alles andere wäre eine Katastrophe. Ich habe - auch wenn ich ja grundsätzlich einem Investor/Geldgeber gegenüber aufgeschlossen bin - keine Lust, dass Werder irgendwann Anteile an irgendwelche kruden Investmentgesellschaften verscherbeln muss, weil die Banken uns kein Geld mehr geben, so wie es bei der Hertha der Fall war.

:tnx:

Soviel ich weiß, besteht hinsichtlich der Kreditwürdigkeit aber kein Anlass zur Sorge. Werder selbst vermeidet es im Gegensatz zum HxV, Schlacke und anderen glücklicherweise traditionell, Spieler "auf Pump" zu transferieren.
 
Wenn man kein Geld hat, muss man eben das an Transfers realisieren, was machbar ist. Dahingehend haben sie von den Namen her nicht schlecht eingekauft.
Jetzt wird hier ein Spielgestalter gefordert, der seit Diegos und Özils Zeiten nicht mehr im Kader ist. Hunt war nie ein Spielgestalter. Das hat zwar ein TS immer geglaubt, hat sich nie bewahrheitet.
Der Kader wäre selbst mit einem Abgang von Prödl stark genug, die Klasse zu halten. Mehr aber auch nicht. Genau dort liegt das Problem in der Bremer Fangemeinde. Anspruch und Realität.
Werder gehört sportlich und finanziell zu den sechs schwächsten der Liga.

Sehe ich sehr ähnlich. Allerdings ist es mit "von den Namen her nicht schlecht eingekauft" so eine Sache, denn daß war in den vergangenen Jahre nicht viel anders, aber trotzdem konnte das Gros dieser Spieler die in sie geteckten Hoffnungen nicht erfüllen.
 
Allerdings, dass der ASR Internas nach Draußen trägt, geht gar nicht. Es scheint zu erheblichen Rissen in der einst so intakten Werderfamilie gekommen zu sein? Nach jedem Sturm kommt auch die Sonne wieder raus. Ist auch eine Chance wie ein reinigendes Gewitter.

Weitere Risse ist imho die zutreffendere Definition und unter diesem Aspekt ist es schon kein reinigendes Gewitter mehr, sondern schon ein seit Jahre währendes Dauertief.#;)
 
zeichnet sich aber auch aus, ein gewisses Risiko einzugehen. das passiert überhaupt nicht mehr. sicherlich ist es schwer und wäre ein drahtseilakt. aber trotzdem denke ich, dass dieser Transfer unabhängig von der finanziellen lage ein absoluter gewinn wäre.

500.000 mehr als makiadi:wink::wink::wink::wink::wink:
 
Dem stimme ich vorbehaltlos zu.

Ich kann nicht nachvollziehen, wenn jemand davon redet, dass wir uns zu Tode sparten etc. Wir haben in den beiden letzten Saisons ca. 25 Millionen Euro Verlust gemacht! Wacht mal auf Leute, wenn wir uns noch so eine Saison genehmigen oder zwei, dann ist keine Substanz mehr übrig. Und wir haben keinen Kühne, keine Stadt Gelsenkirchen, keine Großsponsoren, die dann einspringen. Sondern dann ist unser Verein endgültig im Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;).

Mir scheint, dass viele das nicht kapiert haben, aber es wird höchste Zeit. Wenn der Verein sich gesundschrumpft, kann es natürlich sein, dass man auch mal absteigt. Wenn der Verein es nicht tut, ist der abstieg dagegen unausweichlich. Das muss mal in die Köpfe rein, worum es hier eigentlich geht.

Exakt! :tnx:
Werder steht schon lange am Scheideweg. Jetzt musste entschieden werden, ob man weiter ins Risiko geht, teure Spieler verpflichtet, die evtl. den Kader verbessern oder nur den Etat belasten (???) oder man macht den harten Konsolidierungskurs. Man hat sich für letzteres entschieden.
Dann kommt auch ein RD nicht umhin auf die Talente zu setzen, da Verletzungen normal sind und Spieler nun ins Kalte Wasser geworfen werden, die sonst nur die üblichen 10 min gespielt hätten.
Wenn die Verletztenmisere überhand nimmt, wird es bedrohlich. Nur Vereine wie Bayern oder DO können eine solche Situation abfangen; der Rest hat dann ähnliche Probleme u.U. aber die besseren Talente? Man wird sehen. Es ist Risiko und Chance zugleich.
 
Ich gebe Euch ja Recht.
Und es ist auch schön, dass hier mal Einigkeit besteht.
Aber nur sparen kann es auch nicht sein und den Weg der sportlichen Weiterentwicklung wird so auch nicht gegangen werden können. Nach meiner Meinung kommt es auf die Balance an. (sparen und investieren)

Falls ein gestandener Profi oder mehrere Profis (wie z. B. Petersen) in ein Loch fällt/fallen und dann noch andere sich Verletzen und länger Ausfallen und dann die Talente nicht zünden (z.B. Selke da haben ja viele hier sehr viel bedenken in den letzten Wochen hier geschrieben und geäußert) werden wir große Probleme in sportlicher Sicht und auch in wirtschaftlicher Sicht bekommen. Und dann haben wir wieder kein Geld um den Schaden zu bereinigen.

Aber ich freue mich, hier endlich zu lesen, dass jetzt bei einigen hier die Talente es richten sollen, das war leider vor ein paar Wochen noch ganz anders. Nah ja so schnell dreht sich eben der Wind.
 
...
Aber nur sparen kann es auch nicht sein und den Weg der sportlichen Weiterentwicklung wird so auch nicht gegangen werden können. Nach meiner Meinung kommt es auf die Balance an. (sparen und investieren)
...

Weiterentwicklung in Bremen sollte erst einmal definiert werden.
Meines Erachtens nach wäre es zunächst einen ausgeglichenen Etat hinzubekommen bei gleichzeitiger Erstligazugehörigkeit. Schritt 2 wäre dann in einstellige Tabellenregionen wieder vorzustoßen.
Der ASR hat jahrelang dem Treiben des Herrn KA zugeschaut und das Beste gehofft. Dieses Bremer Erfolgsmodell KATS hat uns in die aktuelle Situation gebracht. Das ist Vergangenheit und der Blick muss in die Zukunft gerichtet werden. Die Aussichten sind trübe, denn Vereine wie der HSV werden uns locker mit Investitionen um 25 Mio€/Saison überholen.
 
Mich erinnert der SV Werder ein wenig an an den 1.FC Kaiserslauterrn vor ca. 10-12 Jahren. Die waren nach der Meisterschaft 98 auch ein paar Jahre vorne dabei und dann wurde das Geld knapp. Die haben dann Jahr für Jahr den Etat für die Lizensspieler gesenkt und sind dann 2006 abgestiegen. Und kämpfen bis heute mit den Folgen, haben auch ein teures Stadion für die WM damals gebaut und sind heute finanziell am Ende.

Klar, ist die Werders finanzielle Lage beschissen und der Sparzwang auch angebracht. Aber Eichin sind ja mit den finanziellen Vorrausetzungen die Hände gebunden. Werder hat doch kaum mehr mit Ausnahme von Fritz noch einen Top-Verdiener hat zudem keine teuren Transfers getätigt. Das Problem ist nicht die Ausgabenseite von Eichin sondern das große Problem ist die Einnahmenseite von Filbry. Da kommt nix rum.
Werder darf sich nicht nicht bis zum Abstieg sparen und muss so schnell wie möglich über andere Finanzmodelle nachdenken. Meiner Meinung nach, führt kein Weg am Investor vorbei.
 
Grundsätzlich muss man aber sagen, dass wir auch ohne Ruiz einen Kader haben, der durchaus für einen Platz im Mittelfeld gut ist. Es liegt nun vor allem an Dutt, eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bringen.
 
Ich wollte das gleiche auch gerade schreiben: unser Kader ist doch quasi vollständig. Wir haben für jede Position Spieler von Format. Ausschlaggebend wird sein, ob aus diesen Spielern von Robin Dutt eine Mannschaft geformt werden konnte. Das ist für Werders Zukunft entscheidend. Wir haben Spieler, die dann ihr Potential ausschöpfen müssen. Wenn man das erste Spiel der Saison sieht, kriegt man leichte Zweifel, aber die müssen morgen ausgeräumt werden.Wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir rein finanziell keinen Abstiegskader beisammen haben.
 
Grundsätzlich muss man aber sagen, dass wir auch ohne Ruiz einen Kader haben, der durchaus für einen Platz im Mittelfeld gut ist. Es liegt nun vor allem an Dutt, eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bringen.

Man könnte auch umgekehrt sagen: Wenn wir jetzt eine schlechte Mannschaft haben, hätten wir dann eben eine schlechte Mannschaft mit Bryan Ruiz. Der Mann alleine kann uns nicht den Klassenerhalt sichern, das hat er in Fulham auch nicht vermocht. Man muss wirklich darauf setzen, dass Team, Verein und Trainer jetzt im zweiten Jahr noch enger zusammenrücken. In Kaiserslautern hat man übrigens solange noch fleißig investiert, bis der Verein endgültig gar nichts mehr hatte, weswegen nach dem Abstieg auch dort vieles zerfallen ist. Davon wäre man in Bremen weit entfernt.

Für eine homogene Mannschaftsleistung ist es vielleicht sogar besser, wenn man weniger gestandene Profis im Kader hat und dafür ein paar Jungspunde ranlässt, die den Weg des Trainers voll mitgehen und die noch was erreichen wollen. Man muss sich mal überlegen, wie man Transfererlöse erzielen kann, da wäre es schon sehr wichtig, wenn Spieler wie Selke oder Aycicek hier mal zu Bundesliga-Stammspielern würden, weil sie dann natürlich auch gewinnbringend verkauft werden könnten.
 
Ich wollte das gleiche auch gerade schreiben: unser Kader ist doch quasi vollständig. Wir haben für jede Position Spieler von Format. Ausschlaggebend wird sein, ob aus diesen Spielern von Robin Dutt eine Mannschaft geformt werden konnte. Das ist für Werders Zukunft entscheidend. Wir haben Spieler, die dann ihr Potential ausschöpfen müssen. Wenn man das erste Spiel der Saison sieht, kriegt man leichte Zweifel, aber die müssen morgen ausgeräumt werden.Wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir rein finanziell keinen Abstiegskader beisammen haben.

Hat Werder das? Hat Werder einen guten Rechtsverteidiger? Hat Werder einen guten Sechser mit gehobenen Format?
 
Back
Top