Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Die Mannschaft hat jetzt gerade mal die Klasse gehalten und hier schiessen die Erwartungen ins Kraut. Dann beschweren sich manche über den Begriff Produkt.
Das Entscheidende wird lieber mal ausgeblendet, dass Werder nämlich bei der Lizensierung Probleme hat. Natürlich werden diese Probleme gelöst werden.
Trotzdem ist der Kader viel zu teuer und Einnahmen und Ausgaben stehen im Ungleichgewicht.
Mit weniger Geld wird automatisch weniger Qualität in der Truppe sein.
Übergangssaison geht weiter. Das ist die Message von TE.
 
@Syker:

Ja, Werder hat Probleme bei der Lizensierung. Gegen diese Beschreibung kann man nicht wettern. Aber sollten wir diesem Aspekt wirklich Bedeutung beimessen vor dem Hintergrund der Erklärung die gemacht wurde?

Ich glaube nicht. Werder bekommt zwar keinen Freibrief erteilt wie in den Jahren zuvor, aber das ist doch nur berichtenswert, weil das grad nicht der Fall ist.

Ich für meinen Teil sehe dort kein Problem, was nicht lösbar ist. Ich gehe davon aus, dass Werder die Lizenz erhalten wird, sobald feststeht, wie hoch der Fernsehgeldanteil ausfallen wird.

Interessanter finde ich da, dass das, womit Werderfans sich identifizieren umdefiniert werden soll und mich interessiert wo da die Reise hingehen soll. ;)
 
Ich finde das Produkt "Ein schöner, gemütlicher Samstag mit der Familie" gegenüber dem Produkt "Werder" derzeit attraktiver. Vielleicht sollte ich das Produkt Werder in Zukunft öfter im Regal liegen lassen.
 
Ich erzürne mich nicht daran, ich finde lediglich die Wortwahl unnütz. Wir brauchen kein Produkt Werder Bremen, wir brauchen eine vernünftige Mannschaft, Fans, Umfeld, Verein. Sein Marken- und Produktgequatsche kann er sich doch für die Sitzungen mit seinen Agenturen aufsparen.
 
Schätze das "Marke" Werder Bremen klar geht. Aber "Produkt"...Produkte sind zum verkaufen da...

... wenn mit „Produkt“ ein Erzeugnis bzw. Stückgut gemeint ist. Das ist aber nur im produzierenden Gewerbe bzw. der Industrie der Fall. TE sprach von Werder Bremen mMn im Sinne eines Wirtschaftsgutes, das in einem Wertschöpfungsprozess geschaffen wird – also keinesfalls abwertend.
Der Einsatz von Marketing-Fachjargon (mit umgangssprachlich abweichender Bedeutung) ist vllt ein wenig unglücklich ;)
 
Ich finde es völlig unnütz sich an einem Wort aufzuhängen. Mir ist völlig egal wie TE Werder bezeichnet. Er kanns von mir aus auch seine Affäre, sein Spielzeug oder sein Baby nennen. Mich interessiert was am Ende dabei rauskommt.
 
Ich finde es völlig unnütz sich an einem Wort aufzuhängen. Mir ist völlig egal wie TE Werder bezeichnet. Er kanns von mir aus auch seine Affäre, sein Spielzeug oder sein Baby nennen. Mich interessiert was am Ende dabei rauskommt.

Ich finde es gut, dass über dieses Nebenthema diskutiert wird. Das ist dann immer ein gutes Zeichen, dass es an den wichtigen Dinge nichts auszusetzen gibt. Passt also. :daumen:
 
Ich finde es gut, dass über dieses Nebenthema diskutiert wird. Das ist dann immer ein gutes Zeichen, dass es an den wichtigen Dinge nichts auszusetzen gibt. Passt also. :daumen:

Was Werder demnächst sein wird und wie das, was Werder Bremen darstellt nach Aussen ist ein Nebenthema für Dich? Es mag ja sein, dass ich die Worte Eichins falsch verstehe oder er etwas ganz anderes meinte, aber mir kommt es hier so vor, als wolle man eines der essentiellsten Themen zu Nebensache degradieren.

Werder Bremen wird sich neu defninieren, heißt zwar alte Zöpfe werden abgeschnitten, das muss aber nicht automatisch etwas Gutes bedeuten, vor allem, wenn sich der sog. "Outcome" so darstellt wie in dieser Saison.
 
Wenn man sich wirklich an Begriffen wie "Produkt" und "Marke" abarbeitet, ist das für mich wahrlich ein Nebenthema. Wie Werder sich die nächsten Jahre fußballerisch und als Verein darstellt, dagegen nicht.
 
Wenn man sich wirklich an Begriffen wie "Produkt" und "Marke" abarbeitet, ist das für mich wahrlich ein Nebenthema. Wie Werder sich die nächsten Jahre fußballerisch und als Verein darstellt, dagegen nicht.

:tnx:
Mir völlig unverständlich wie man sich an solch einer nebensächlichen Aussage in einem 0815-Interview derart aufhängen kann. Die Aussage ist so interessant wie die geplatzte Currywurst... oder wie ging der Spruch noch mal :D
 
Warum macht dann Herr Eichin dieses Fass auf?

Ich vermute mal weil er sich selber garnicht so einen Kopp darum macht wie wir als eingefleischte Fans zum Beispiel. Auf mich wirkt die Beschreibung "Produkt" in Verbindung mit meinem Werder Bremen auch SEHR befremdlich! Aber ich wette Eichin selber ist garnicht bewusst wie "entwurzelnd" seine Beschreibung klingt! Der ist so tief in seiner Arbeit bzw. seinen Aufgaben für Werder verstrickt das er sich nicht an solchen (für ihn als Manager) selbstverständlichen Begrifflichkeiten stösst.
 
Ich vermute mal weil er sich selber garnicht so einen Kopp darum macht wie wir als eingefleischte Fans zum Beispiel. Auf mich wirkt die Beschreibung "Produkt" in Verbindung mit meinem Werder Bremen auch SEHR befremdlich! Aber ich wette Eichin selber ist garnicht bewusst wie "entwurzelnd" seine Beschreibung klingt! Der ist so tief in seiner Arbeit bzw. seinen Aufgaben für Werder verstrickt das er sich nicht an solchen (für ihn als Manager) selbstverständlichen Begrifflichkeiten stösst.

Absolut richtig. Er hat sich keinerlei spezielle Gedanken über diese Aussage gemacht. Es mag auch richtig sein, dass Eichin ein kühl agierender Pragmatiker in vielen Dingen ist. Dennoch weiß er ganz genau, dass Werder von seinen Fans und den Emotionen und der Tradition lebt und wer seine Reaktionen im Hoffenheimspiel gesehen hat, weiß auch wie er Werder lebt. Aber wie du richtig sagt: jemand der ca. 80 Stunden die Woche für Werder arbeitet und derart viel zu tun hat, der überdenkt nicht jedes einzelne Wort.
Ich bewerte da lieber die Handlungen und da kann ich nicht erkennen, dass TE Werder zu sehr entwurzelt.
 
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