Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Wenn Du schon Frings als Lieblingsspieler ansiehst und ich seinen Namen als Usernamen trage...:bier:

Ja genau das ist ja bei mir häufig der Grund des Zweifelns gewesen. Ich habe schon mehrfach gedacht, dass du eine eigenartige Meinung speziell zum Thema Thomas Schaaf hast, obwohl du ja auch Frings Fan zu sein scheinst.

Damit meine ich nicht die Kritik an den letzten Jahren spieltaktisch, sondern, dass du wohl auch persönlich ziemlich viel gegen ihn hat und Frings bezeichnet ihn ja schließlich als seinen großen Förderer ;)
 
...wenn ich diese neudeutsche Modebezeichnung der "flachen Hierachie" höre oder lese, da diese nicht selten bedeutet und zur Folge hat, daß KEINER das Heft in die Hand nimmt, da man sich gerne aufeinander verlässt und die Verantwortung weiter reicht.
Die Schlussfolgerung "nicht selten" teile ich nicht. Es kann unter Umständen so passieren, das stimmt, ist aber keineswegs die Regel und hat zudem andere Ursachen als die, die ich bei Dir rauslese (oder verstehe ich das falsch?).

Denn die Entwicklung des Fussballs zeigt uns ziemlich eindeutig, dass das Verteilen von Verantwortung immer wichtiger geworden ist. Im Fussball wird das Rad nie neu erfunden, sondern was sich stetig verändert hat in all den Jahren ist die Effizienz im Nutzen gegebener Möglichkeiten. Und das bedeutet eben, dass Du die Fähigkeiten aller Spieler wie auch die Möglichkeiten von Tiefe und Breite des Platzes besser nutzen musst.

Spielten in den 60ern praktisch noch 5 Stürmer, 4 Verteidiger und nur ein Mittelfeldspieler (Mittelläufer), war das 20 Jahre später überhaupt nicht mehr umsetzbar. Nochmal 10 Jahre später wurde der Libero abgeschafft und die Viererkette eingeführt, um das Spiel enger und mit mehr Leuten (bzw. einem) mehr Druck auf den Ball machen zu können. Seit fast 10 Jahren ist der klassische Zehner in ersten Ligen praktisch nicht mehr auffindbar und seit kurzem spielen Teams sogar mit "falscher Neun".

Deshalb ist heutzutage so oft von Doppeln, Verschieben und anderen Begriffen die Rede, was früher kein Schwein interessiert hat. Und deshalb kam`s auch nicht von ungefähr, dass der Schaafsche Individualistenfussball auf Dauer gescheitert ist, fast zwangsläufig scheitern musste.

Denn gleichermaßen hat sich die Rolle des Einzelnen verändert. Die großen bedeutenden Spieler wird es zwar immer geben, aber genauso wie das Ganze taktisch variiert wurde bzw. variiert werden musste, sind die überragenden Individualisten, die das Spiel quasi alleine lenken und auch noch entscheiden, oder eben derjenigen, die auf anderer Ebene die "Zeichen setzen" (a la van Bommel) weitaus bedeutungsloser geworden, als es noch 1990 der Fall war. Und das ist auch logisch.

Wenn keiner das Heft in die Hand nimmt, ist das m.E. eher eine Mentalitätsfrage innerhalb der Gruppe, bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass dieser Gruppe der EINE handelnde Kopf fehlt. Der alleine könnte heute auch innerhalb dieser Gemeinschaft viel weniger bewegen, als er es früher gekonnt hätte. Das hat sich meinen Beobachtungen und Erfahrungen nach doch ziemlich verändert.
 
@ Lutscher
Was ist hier für Dich nicht greifbar? Was möchtest Du für Beispiele? Möchtest Du eine Vereins Philosophie (hier die Ausbildung allgemein an Nachwuchsspieler) personalisiert haben?
Mein Gedankenansatz war der, das ganz platt ausgedrückt, wenn unser Nachwuchs nicht gut genug für unsere Bundesliga Mannschaft ist, dann wurde verkehrt ausgebildet. Und dieses sollte geprüft werden und gegebenen falls geändert werden.
Meine Wunsch Gedanken wären:
1. Bessere Selektion bei der Aufnahme von neuen jungen Spielern.
2. Nicht wieder diese Fehler wie bei Julian Brandt.
3. Geziehlte Förderung sportlich wie persönlich für diese jungen Menschen incl. des Körpers und Geistes. Und zwar von der Jugend bis zum Amateur.
4. Durch sehr gute anerkannte Trainer die die Beste sportliche Ausbildung in Technik, Disziplin, Durchsetzungsvermögen, Spielverständnis sowie Kampf und Siegermentalität usw. garantieren.
5. Ziel sollte sein, dass jeder Spieler aus Werder ii nach Ende der Ausbildung ein 1. oder 2. Ligaspieler sein sollte.
6. Um daraus Erlöse erzielen zu können.
7. Reicht der ganz normale Spielbetrieb nicht aus für die persönliche Ausbildung des jeweiligen Spielers muss eben Nachhilfe her. (Einzeltraining)
8. Ziel sollte für mich sein, dass die zweite Reihe der Bundesliga Mannschaft eben vom Nachwuchs gestellt wird. Und nicht ein Ergänzungsspieler gekauft werden muss.

Die Ausbildung von Nachwuchsspieler kostet dem Verein sehr viel Geld. Also sollte diese Ausbildung mit sehr starken Profilen ausgerüstet sein.Um eine nachhaltige Verlässlichkeit von Spielern für unsere Bundesliga Mannschaft zu erreichen. Warum nicht eine Ausgaben und Einnahmen Rechnung aufmachen. Nach Beendigung der Lehre / Ausbildung egal wo sollte nun mal der Gesellenbrief stehen warum nicht im Fußball auch. Also sind nach Ende der Ausbildung (der Nachwuchsspieler) die Spieler fertige geprüfte Spieler und für uns gut genug -oder- man verkauft sie. (Wo rede ich hier von Arbeitsplatzgarantie.) Aber ich muss nicht unfertige Spieler verleihen um die Ausbildung zu vervollständigen. Diese nun gerade fertige gewordenen Gesellen können jawohl bei einer guten herangehweise von Werder sogar den Meisterbrief bei Werder machen. (Diese Spieler müssen nicht eine Rolle im Team finden, sondern das Team muss sich nach ihnen richten, denn diese Spieler gehört die Zukunft im Verein. Beim Abgang finanzieren sie durch Ablöse den Verein.) Die fertigen alt Spieler haben hier für mich eben eine Bringschuld zu leisten und diese jungen Spieler mitzunehmen und vielleicht auch von ihnen zu lernen, da sie ja top Ausgebildet sind. Dadurch ist das Team immer der Gewinner.
Wenn jetzt in den letzten Jahren so wenig an Nachwuchsspielern bei uns nicht Fuss gefasst hat liegt es dann an den Spielern oder Bundesligatrainer / System oder vielleicht an der Qualität der Ausbildung. Ich glaube diese Qualität ist noch gehörig Ausbau bar und zwar mit Profis als Trainer und nicht mit liebgewonnen Ex Spielern die die Qualität noch nicht Nachgewiesen haben.
 
Deshalb ist heutzutage so oft von Doppeln, Verschieben und anderen Begriffen die Rede, was früher kein Schwein interessiert hat. Und deshalb kam`s auch nicht von ungefähr, dass der Schaafsche Individualistenfussball auf Dauer gescheitert ist, fast zwangsläufig scheitern musste.

Eigentlich nicht wirklich. Schaaf hat es schlicht übertrieben. Werder war eine Zeit lang wegweisend in der Bundesliga. Erinnerst du dich noch an Zeiten, da Uli Hoeneß nur noch genervt reagiert hat wenn vom tollen Werder-Fußball im Vergleich zu Bayerns langweiligem Ergebnisfußball berichtet wurde? Das war die Zeit in der Schaaf als erster die Bedeutung des 6ers und die Bedeutung des Pressings erkannt hat, damals hatten wir die perfekten Spieler für die Halbpositionen, für den 10er, für den 6er. Und dann hat sich die Liga und der Fußball entwickelt, nur Werder hat sich nicht mehr entwickelt (wir haben auf einmal NUR noch Individualisten verpflichtet und keine Spieler die auch die Strategie im Auge haben...Marin, Elia, Arnautovic, Wesley, Alberto, meine Fresse wurde da Geld verbrannt). Ein Diego als unser klassischer Spielmacher spielt jetzt beim CL-Halbfinalisten und zwar nicht als klassischer 10er sondern als einer unter vielen. Dennoch ist und bleibt Diego ein Individualist den man aber auch im heute modernen Fußball entsprechend einsetzen kann. Nur war Schaaf dazu nicht bereit, und Allofs auch nicht. Vielleicht war es das falsche Vertrauen in Schnittstellenspieler (ich will sie mal so nennen) wie Jensen und Borowski. Nur waren diese zu oft verletzt und da war niemand der sie hätte ersetzen können. Und aus einem mir bis heute unbegreiflichen Grund haben weder Allofs noch Schaaf einen echten Strategen geholt den wir so dringend gebraucht hätten.
 
Sehe ich anders. Führungsspieler hat nichts mit taktischer Führung auf dem Platz zu tun.
Nein?:confused: Das seh ich wiederum anders, grade dieser Aspekt ist mMn besonders wichtig. Das Tempo, die Grundordnung, etc sollte durchaus von einem taktisch beschlagenen Spieler, quasi als verlängerter Arm d. Trainers, mit beenflusst und ggfs korrogiert werden während des des Spiels.
Von Führungsspieler erwartet man, dass sich die jungen Spieler vor allem auch abseits des Platzes, aber natürlich auch auf dem Platz an ihm orientieren können. Imo geht es da viel mehr um Erfahrung und Akzeptanz. So ist zum Beispiel Fritz unaufgeregte Art als er auf der Bank saß eben auch ein Job eines Führungsspieler.
...Es ist ja schön, wenn so ein Führungsspieler auch auf dem Platz Leader ist. Oftmals fällt das auch zusammen, aber das ist für mich vorallem auch aus meiner Erfahrung in verschiedenen Sportarten heraus kein "Muss".
...Siehe auch die Bedeutung von Kehl für den BVB...
Alles auch Facetten eines Führungsspielers, seh ich ähnlich. Wobei der Part neben dem Platz immer noch nicht das gleiche Gewicht erhält, wie auf dem Platz. Kehl ist für den BVB in meinen Augen allein schon deshalb wichtiger als CF, da er auf dem Platz für die Mannschaft wichtiger ist, als CF derzeit für uns, der oft genug mit sich und seiner Leistung zu kämpfen hat. Das "drumherum" ist bei ihm vorbildlich, absolut.
Es geht mir beim Thema Führungsspieler auch gar nicht darum, daß dort EINER den Ton angibt und alle anderen wie die Lemminge ohne jede Selbstverantwortung hinterher maschieren, es kann durchaus mehrere Führungsspieler geben. Nur sehe ich leider davon immer weniger bei uns, grade AUF dem Platz. Führungsspieler ist für mich immer auch eine Frage des Wesens, des Charakters des Spielers. Das Auftreten auf dem Platz, die Dominanz, die Selbstverständlichkeit, die Aura, etc. Diesbzgl sehe ich bei uns aktuell sehr viel "grau", um es mal so zu formulieren. Der Zusammenhalt, die Stimmung scheint in der truppe intakt zu sein, was schon mal gut ist, nur sehe ich grade in schlechten Spielen keinen, der das Heft in die Hand nehmen möchte, sondern mehr oder minder alle ergeben sich all zu oft kollektiv. Um es etwas plakativ zu formulieren, kein Kapitän lediglilch Leichtmatrosen auf der Brücke.
Die beste Mannschaft der letzten Jahre - eben die Dortmunder - haben eben nachgewiesen, dass es gerade mit so einer flachen Hierachie hervorragend laufen kann.
Ich denke, bei DO passte ganz einfach die Mischung der Truppe aus Alt und Jung. Weidenfeller, Kehl... als alte Haudegen und Säulen, dazu junge Spieler, die ganz einfach eine enorme Qualität hatten, wie Sahin, Götze... und Toptransfers wie Kagawa, Lewa... Alles sicherlich Spieler, die allein schon aufgrund ihrer Qualität Verantwortung übernahmen und somit auch zu Führungsspielern avancierten, dennoch war diese Hierachie ganz sicher nicht so "flach", da eben Spieler wie Kehl und W.feller grade für die neuen, jungen enorm wichtig war. Die Mischung und generelle Qualität in der Truppe passt(e) einfach perfekt zusammen.
Man sollte übrigens auch nicht auf Petersen rumhauen. Er war in den letzten zwei Jahren unser bester Torschütze, oder? Sollte man vielleicht nicht vergessen.
Das wohl. Nur auf welchem Niveau? Wenn alle anderen um mich herum hoch verschuldet bin, bin ich mit 10,- in der Tasche deshalb nicht gleich ein reicher Mann. ;)
 
:wink: Hey Mick, schön Dich zu sehen...
Denn die Entwicklung des Fussballs zeigt uns ziemlich eindeutig, dass das Verteilen von Verantwortung immer wichtiger geworden ist. Im Fussball wird das Rad nie neu erfunden, sondern was sich stetig verändert hat in all den Jahren ist die Effizienz im Nutzen gegebener Möglichkeiten.
Da gebe ich Dir recht. Ich wollte auch nicht den Eindruck vermitteln, daß ich mich nach dem EINEN Spieler sehne, quasi als alleinigen Häuptling. Die Verantwortung darf und sollte gerne auf mehreren Schultern verteilt werden. Nur sollten diese Schultern die Verantwortung auch tragen können und diese Schultern fehlen mir derzeit, allein auch in meinen Augen aufgrund mangelnder Qualität.
Seit fast 10 Jahren ist der klassische Zehner in ersten Ligen praktisch nicht mehr auffindbar und seit kurzem spielen Teams sogar mit "falscher Neun".
Ist mir auch schon aufgefallen ;) Wobei es immer ein, zwei kreative Köpfe im OM geben wird, die man zwar nicht mehr unbedingt mit der "10" dekoriert oder offiziell als Spielmacher bezeichnet, die aber dennoch auch weiterhin wichtig sind und uns derzeit leider ebenfalls fehlen, ich hoffe, Ludo kann solch eine Rolle in Zukunft einnehmen. Was die falsche 9 angeht, naja. Da bin ich zu sehr Traditionalist und schwöre auf einen 2 Mann-Sturm.:grinsen: Mit der Variante waren wir über Jahre hinweg erfolgreich und ich wünsche mir auch in Zukunft diese Variante, evtl. mit einer etwas hängenden Spitze. Ansonsten kann man sich diese falsche 9 mMn ohnehin nur leisten, wenn man ein dermaßen torgefährlliches und durchschlagskräftiges MF hat, wie es bsp der FCB hat. Für uns also undenkbar...



Wenn keiner das Heft in die Hand nimmt, ist das m.E. eher eine Mentalitätsfrage innerhalb der Gruppe, bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass dieser Gruppe der EINE handelnde Kopf fehlt. Der alleine könnte heute auch innerhalb dieser Gemeinschaft viel weniger bewegen, als er es früher gekonnt hätte. Das hat sich meinen Beobachtungen und Erfahrungen nach doch ziemlich verändert.[/QUOTE]
 
Deshalb ist heutzutage so oft von Doppeln, Verschieben und anderen Begriffen die Rede, was früher kein Schwein interessiert hat. Und deshalb kam`s auch nicht von ungefähr, dass der Schaafsche Individualistenfussball auf Dauer gescheitert ist, fast zwangsläufig scheitern musste.

Sehe ich nicht so. Bei aller mannschaftlichen Geschlossenheit sind es immer noch die Gareth Bales dieser Welt, die mit einem Wahnsinnssprint in der 87. Minute die Spiele entscheiden, verschieben hin, Hierarchien her.
 
Sehe ich nicht so. Bei aller mannschaftlichen Geschlossenheit sind es immer noch die Gareth Bales dieser Welt, die mit einem Wahnsinnssprint in der 87. Minute die Spiele entscheiden, verschieben hin, Hierarchien her.

Ja, sicher richtig. Wer außer den Top-Clubs kann sich diese Spieler Bale, Messi, CR7 usw leisten.
Der Fußball hat sich mehr und mehr in Richtung Kollektiv zurück entwickelt. Natürlich braucht man auch herausragende Könner zudem. Vereine wie Werder können nur über das Kollektiv kommen. Mit dem Misserfolg und den schwindenden finanziellen Ressourcen müssen Werder und seine Fans dies jetzt schmerzlich erlernen. Die Zeit der Pizarros, Naldos etc ist in Bremen vorbei.
 
Auch das ist nur bedingt richtig, viele kleine Clubs haben immer wieder, wenn sie ihn denn finden oder ausbilden, den einen Könner, der das ganze Team hebt. Gerade bei durchschnittlichen, kollektiv arbeitenden Teams macht der eine Offensivspieler, sei es der vollstrecker oder vorbereiter, oft den Unterschied zwischen oben mitspielen und Abstiegskampf.
 
Auch das ist nur bedingt richtig, viele kleine Clubs haben immer wieder, wenn sie ihn denn finden oder ausbilden, den einen Könner, der das ganze Team hebt. Gerade bei durchschnittlichen, kollektiv arbeitenden Teams macht der eine Offensivspieler, sei es der vollstrecker oder vorbereiter, oft den Unterschied zwischen oben mitspielen und Abstiegskampf.

Na ja. In Nürnberg ist es ein Drmic, wobei der Rest auch nicht funktioniert. Und der wird den Verein wohl verlassen.
In Mainz oder Augsburg ist es nicht der Spieler, der die Mannschaft nach vorne treibt. Auch ein Hahn reisst in Augsburg zurzeit nicht viel und ist nur durch das Kollektiv so in den Vordergrund gekommen.
In Bremen wird nun mit Hunt der letzte Mohikaner die Werderkogge verlassen. Einen Ersatz werden sie nicht groß verpflichten können.
Es ist schon bezeichnend, dass Spieler wie Hahn und Traore in Gladbach anheuern und nicht in Bremen. Das tun sie nicht nur aus finanziellen Gründen.
Übergangssaison! Übergang wohin???
 
Es ist schon bezeichnend, dass Spieler wie Hahn und Traore in Gladbach anheuern und nicht in Bremen. Das tun sie nicht nur aus finanziellen Gründen.
Abgesehen davon, daß ich einen Traore nicht unbedingt haben müsste, müssen die Entscheidungen der Spieler auch nicht zwangsläufig richtig sein, denn grade BMG seh ich auf Dauer noch nicht wirklich da oben und bei einer evtl positiven Entwicklung unserer Truppe, müssten wir uns sicher nicht vor BMG verstecken.
 
Auch das ist nur bedingt richtig, viele kleine Clubs haben immer wieder, wenn sie ihn denn finden oder ausbilden, den einen Könner, der das ganze Team hebt. Gerade bei durchschnittlichen, kollektiv arbeitenden Teams macht der eine Offensivspieler, sei es der vollstrecker oder vorbereiter, oft den Unterschied zwischen oben mitspielen und Abstiegskampf.
Glaube ich nicht. Meinen Eindrücken nach hebt eher das ganze Team diesen Spieler auf den Status des "einen Könners" bzw. lässt ihn erst als einen solchen aussehen. Dieser Effekt wird m. E. gerne mal unterschätzt.

Früher war das öfter so mit den Einzelspielern, die das in "kleinen Teams" schafften, heute mMn bei weitem nicht mehr so oft. Weil das Team als Team wichtiger geworden ist. Gerade in insgesamt durchschnittlichen, kollektiv arbeitenden Teams ist es umso wichtiger, nicht von einem abhängig zu sein. Als Cisse in Freiburg ging, sind die nicht abgestürzt, im Gegenteil. Als Reus aus Gladbach wegging, sind die alsbald wieder zurückgekommen und nur kurzzeitig abgestürzt, weil neben Reus eben auch Dante und Neustädter gingen. Für Freiburg war der Verlust einer Achse aus nominell eher weniger überragenden Spielern trotzdem gravierender als damals der Cisse-Abgang. Mit Demba Ba verlor Hopp nach langem Hickhack den Topstürmer, trotzdem sind die zu dem Zeitpunkt nicht schlechter geworden.
Stuttgart hingegen konnte den Khedira-Abgang nie wirklich auffangen, allerdings war Khedira ein enorm wichtiger Mannschaftsspieler.
Aber wir können bei Werder bleiben. Abgänge von überragenden Individualisten wie Frings 2002, Ailton 2004 oder Diego 2009 haben wir regelmäßig relativ gut weggesteckt. Viel mehr zu knabbern hatten wir an den Abgängen von Micoud, Klose oder Baumann, zuletzt wenn auch mit Abstrichen an denen von Özil und Mertesacker, Abgänge von Spielern eben, die für das Funktionieren eines Teams sehr wichtig waren.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohnehin nie ein Anhänger der These der "einen Individualisten, die den Unterschied ausmachen" war, ist das inzwischen auch erwiesenermaßen nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die Mannschaft als funktionierende Mannschaft macht den Unterschied und das ist nicht zuletzt der natürlichen Entwicklung in einer Mannschaftssportart geschuldet.
 
Glaube ich nicht. Meinen Eindrücken nach hebt eher das ganze Team diesen Spieler auf den Status des "einen Könners" bzw. lässt ihn erst als einen solchen aussehen. Dieser Effekt wird m. E. gerne mal unterschätzt.

Früher war das öfter so mit den Einzelspielern, die das in "kleinen Teams" schafften, heute mMn bei weitem nicht mehr so oft. Weil das Team als Team wichtiger geworden ist. Gerade in insgesamt durchschnittlichen, kollektiv arbeitenden Teams ist es umso wichtiger, nicht von einem abhängig zu sein. Als Cisse in Freiburg ging, sind die nicht abgestürzt, im Gegenteil. Als Reus aus Gladbach wegging, sind die alsbald wieder zurückgekommen und nur kurzzeitig abgestürzt, weil neben Reus eben auch Dante und Neustädter gingen. Für Freiburg war der Verlust einer Achse aus nominell eher weniger überragenden Spielern trotzdem gravierender als damals der Cisse-Abgang. Mit Demba Ba verlor Hopp nach langem Hickhack den Topstürmer, trotzdem sind die zu dem Zeitpunkt nicht schlechter geworden.
Stuttgart hingegen konnte den Khedira-Abgang nie wirklich auffangen, allerdings war Khedira ein enorm wichtiger Mannschaftsspieler.
Aber wir können bei Werder bleiben. Abgänge von überragenden Individualisten wie Frings 2002, Ailton 2004 oder Diego 2009 haben wir regelmäßig relativ gut weggesteckt. Viel mehr zu knabbern hatten wir an den Abgängen von Micoud, Klose oder Baumann, zuletzt wenn auch mit Abstrichen an denen von Özil und Mertesacker, Abgänge von Spielern eben, die für das Funktionieren eines Teams sehr wichtig waren.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohnehin nie ein Anhänger der These der "einen Individualisten, die den Unterschied ausmachen" war, ist das inzwischen auch erwiesenermaßen nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die Mannschaft als funktionierende Mannschaft macht den Unterschied und das ist nicht zuletzt der natürlichen Entwicklung in einer Mannschaftssportart geschuldet.

Sehe ich nur zum Teil so. Werder ist deshalb nicht abgestürzt, weil man die Abgänge immer kompensieren könnte. So war man mit Diego 06/07 stärker als mit Micoud im Jahr zuvor. Frings ging und Micoud kam. Baumann wurde durch Frings ersetzt. Und so weiter und so fort. Lediglich für Klose gab es keinen adäquaten Nachfolger. Sanogo was das wohl eher nicht :-). Trotzdem schoss man so viele Tore wie im Jahr zu vor und wurde sogar 2....

Nein. Es war imo immer der Umstand, dass man die Qualität mit Qualität ersetzen konnte. Und individuelle Klasse sticht auch immer heraus undwar für Werder auch enorm wichtig. Micoud, Diego, Pizarro, Klose, Özil waren alles Spieler, die für individuelle Klasse standen. Spieler, die eben durch ihre besonderen Fähigkeiten Spiele entscheiden konnten.

Dass hierfür auch ein funktionierendes Team nötig ist, ist klar. Und auch die Mischung muss stimmen. So funktionierte Diego und Özil nicht sonderlich gut. Aber ohne diese Spieler hätte Werder nie diese Erfolgsgeschichte gehabt, wie man sie bis vor einigen Jahren hatte.
 
http://www.bild.de/sport/fussball/werder-bremen/so-will-eichin-garcia-halten-35340204.bild.html

Herr Eichin begibt sich hoffentlich nicht auf dünnes Eis. Alles Gute wird bei Werder verscheuert und wenn man einen , ich sage mal , wirklich guten Jungen und " Publikumsliebling" wie Garcia fest verpflichten kann und auch möchte, sollte man nicht >Geiz ist geil spielen<. Das Pokern um die Ablösesumme muß ja nicht unbedingt sein. :unfassbar::motz:

Die Aussage ist von ein paar Wochen und völlig neutral. Der Rest ist von der Bild ausgedacht....
 
http://www.bild.de/sport/fussball/werder-bremen/so-will-eichin-garcia-halten-35340204.bild.html

Herr Eichin begibt sich hoffentlich nicht auf dünnes Eis. Alles Gute wird bei Werder verscheuert und wenn man einen , ich sage mal , wirklich guten Jungen und " Publikumsliebling" wie Garcia fest verpflichten kann und auch möchte, sollte man nicht >Geiz ist geil spielen<. Das Pokern um die Ablösesumme muß ja nicht unbedingt sein. :unfassbar::motz:
Warum mußt du eigentlich immer alles doppelt und dreifach posten? :zzz:
 
Naja die Kaufsumme wird bei sowas ja eigentlich schon vorher verhandelt. Aber ich finde es auch gut, dass Eichin nochmal nachverhandelt.. im Zweifel sollte man ihn aber auch für 2 Mio kaufen.

Das ist nicht richtig. Verhandelt wurde die Kaufoption und nicht die Transfersumme.

Die KO soll ja auch bei 1,5 Mio liegen. Die Bild macht halt bei Werder immer gerne etwas negativer...
 
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