Daher muß man, um ein objektives Bild von Unfallzahlen auf Straßen mit und ohne Tempolimit zu bekommen, nur nur die Summe aller Unfallzahlen berücksichtigen, sondern auch diese ins Verhältnis zu den Längen der jeweiligen Streckennetzen setzen, denn je mehr Strecke vorhanden ist, desto höher ist auch die Unfallwahrscheinlichkeit. Für das Jahr 2011 ergibt sich dabei folgendes Bild:
Innerorts: 1,7 Mio. Unfälle /413.000 km Strecke = 4,1 Unfälle/km
Außerorts ohne Autobahn: 467.000 Unfälle / 218.000 km = 2,1 Unfälle/ km
Autobahn: 151.000 Unfälle / 13.000 km = je 11,6 Unfälle/km
Die Wahrscheinlichkeit auf einer Autobahn in einem Unfall verwickelt zu werden, ist also 2,8 bzw. 5,5 so hoch wie auf Straßen mit generellem Tempolimit.
Deine Rechnung passt nicht. Du hast deine Wahrscheinlichkeit berechnet anhand der Gesamtzahl aller Unfälle. In der von mir verlinkten Statistik sind die Unfälle mit Todesfolge nicht gesondert aufgeführt, sondern fließen in den Wert für Unfälle mit Personenschaden mit ein, aber für deine Berechnung hast du auch die Unfälle mit bloßen Sachschäden draufgeschlagen.
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass jeder Tote zu viel ist. Wenn man daran aber wirklich etwas ändern möchte, dann sollte man dort beginnen, wo man am meisten bewegen kann, aber das ist nach Lage der Dinge nicht die mögliche Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen.



Das allein ist für mich schon Grund genug. Mich würde auch brennend interessieren wie der Abgleich aussieht mit Leuten, die sich über hohe Spritpreise aufregen. Diejenigen, die mit schnellen Autos unterwegs sind und auch gerne auf der Autobahn ordentlich auf die Tube drücken, werden auch keine geringen Benzin- und Dieselkosten haben. Mich würde es nicht wundern, wenn die mit am lautesten gegen hohe Spritpreise motzen.
