Allgemeiner Politik Thread

Im Grunde ist es mir auch egal. Mir ging es auch mehr darum, dass man diese Verkehrspolitik nicht mit "Umweltschutzaspekten" begründen kann.

1899% Zustimmung :tnx:

Und dieser Stumpfsinn wird quer durch die Parteien praktiziert. Man erinnere sich z.B. nur an die "Umweltprämie" i.H. von 2.500 €, die 2009 für den Kauf eines Neuwagen gezahlt wurde; wobei doch hinlänglich bekannt ist, daß bei der Produktion eines Neuwagen mehr Ressourcen verbraucht werden und mehr die Luft verpestet wird, als dies selbst ein kat-loser "alter Stinker" mit einer Laufleistung von mehreren 100.000 km jemals schaffen könnte.
 

Der hatte doch keinen 1,9er TDI...



1899% Zustimmung :tnx:

Und dieser Stumpfsinn wird quer durch die Parteien praktiziert. Man erinnere sich z.B. nur an die "Umweltprämie" i.H. von 2.500 €, die 2009 für den Kauf eines Neuwagen gezahlt wurde; wobei doch hinlänglich bekannt ist, daß bei der Produktion eines Neuwagen mehr Ressourcen verbraucht werden und mehr die Luft verpestet wird, als dies selbst ein kat-loser "alter Stinker" mit einer Laufleistung von mehreren 100.000 km jemals schaffen könnte.

:tnx:

Jupp! Genauso wie die angeblich ach so tolle Umweltfreundlichkeit von Hybrid- oder Elektroautos. Sie verbrauchen zwar weniger bzw. gar keinen Sprit, aber der extreme Mehraufwand zur Herstellung der modernen Batterien ist schon heftig. Vom Abbau bestimmter seltener Erden bis zu deren Herstellung wird soviel Energie aufgewand und so viel Dreck in die Umwelt gehauen, dass ich gar nicht wissen will wie viel 100.000 Kilometer so ein Fahrzeug fahren muss, bis sich das amortisiert hat.

Und die "Abwrackprämie" war ja auch mehr ein Konjunkturprogramm für die insbesondere deutsche Autoindustrie.
 
Jupp! Genauso wie die angeblich ach so tolle Umweltfreundlichkeit von Hybrid- oder Elektroautos. Sie verbrauchen zwar weniger bzw. gar keinen Sprit, aber der extreme Mehraufwand zur Herstellung der modernen Batterien ist schon heftig. Vom Abbau bestimmter seltener Erden bis zu deren Herstellung wird soviel Energie aufgewand und so viel Dreck in die Umwelt gehauen, dass ich gar nicht wissen will wie viel 100.000 Kilometer so ein Fahrzeug fahren muss, bis sich das amortisiert hat.

Dabei muss fairerweise aber nicht nur die Amortisierung berücksichtigt werden. Auch die positive langfristige Entwicklung sollte dabei beachtet werden. Das Bestreben sich Alternativen zu Öl, Kohle und Atomenergie zu schaffen ist richtig.
 
Dabei muss fairerweise aber nicht nur die Amortisierung berücksichtigt werden. Auch die positive langfristige Entwicklung sollte dabei beachtet werden.

Unter dem Aspekt hat du Recht. Innovationen sind i.d.R. zu Beginn nicht kostendeckend und können es nur dann werden, wenn sich diese Technologien durchsetzen. Gerade in der Verkehrstechnik gibt es dafür zahlreiche Beispiele.
 
Dabei muss fairerweise aber nicht nur die Amortisierung berücksichtigt werden. Auch die positive langfristige Entwicklung sollte dabei beachtet werden. Das Bestreben sich Alternativen zu Öl, Kohle und Atomenergie zu schaffen ist richtig.

Ich weiss nicht, was daran langfristig positiv ist, wenn ganze Landstriche mit Chemikalien verseucht werden, um seltene Erden oder andere seltene Metalle zu Herstellung von Batterien (oder Solarmodulen) zu gewinnen. Mir Leuchtet das einfach nicht ein.

Man könnte es aber auch als Wahlkampfhilfe für die damalige Bundesregierung titulieren... :ugly: Aber wie auch immer, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch war diese Prämie unsinnig - und sogar Beihilfe zur Kriminalität.

Als kriminell würde ich das jetzt nicht bezeichnen, aber es hatte ein deutliches "Geschmäckle".

Unter dem Aspekt hat du Recht. Innovationen sind i.d.R. zu Beginn nicht kostendeckend und können es nur dann werden, wenn sich diese Technologien durchsetzen. Gerade in der Verkehrstechnik gibt es dafür zahlreiche Beispiele.

Deswegen werden neue Technologien ja auch eigentlich zunächst in Fahrzeugen der Oberklasse als "Extra" angeboten. Irgendwann wird das dann serienmäßig verbaut und als Extra in den unteren Fahrzeugklassen angeboten, bevor es dann dort irgendwann Serie wird.
 
Ich weiss nicht, was daran langfristig positiv ist, wenn ganze Landstriche mit Chemikalien verseucht werden, um seltene Erden oder andere seltene Metalle zu Herstellung von Batterien (oder Solarmodulen) zu gewinnen. Mir Leuchtet das einfach nicht ein.

Unter diesem Aspekt müßte die Menschheit wieder in die Steinzeit zurückkehren, denn Abgase von Verkehrsmitteln mit Verbrennungsmotoren, Industrie und Kohlekraftwerken, oder die Abfälle aus indutriellen Fertigungsprozessen oder auch strahlender Atommüll u.v.m. verursachen ebenfalls eine langfristige Verseuchung.



Als kriminell würde ich das jetzt nicht bezeichnen, aber es hatte ein deutliches "Geschmäckle".

Ich habe ja auch nicht die Abwrackprämie als kriminell bezeichnet, sondern daß sie eine Beihilfe dazu war. Denn das darin enthaltene Verschrottungsgebot konnte relativ leicht umgangen werden, so daß Kriminelle mit dem Verkauf der für den Schrott vorgesehenen KfZ Geld verdienen konnten.
 
Unter diesem Aspekt müßte die Menschheit wieder in die Steinzeit zurückkehren, denn Abgase von Verkehrsmitteln mit Verbrennungsmotoren, Industrie und Kohlekraftwerken, oder die Abfälle aus indutriellen Fertigungsprozessen oder auch strahlender Atommüll u.v.m. verursachen ebenfalls eine langfristige Verseuchung.

Grundsätzlich gebe ich dir recht. Mir geht es vielmehr darum, dass ich das albern finde es als umweltfreundlich zu bezeichnen, wenn man schlicht die Umweltverschmutzung einfach von Deutschland nach China oder in den Kongo verlagert.
 
Ich vermute ohnehin eher, dass die Energiewende und der damit verbundene Ausstieg aus der Atomkraft und weg von den fossilen Energien eher technologische und strategische Begründung haben (hintergründig), vordergründig aber selbstverständlich der ökologische Aspekt betont wird.

technologisch: Zukunftstechnologien, die bei endlichen fossilen Brennstoffen und steigendem Energiebedarf, die dann mit erheblichem Wissensvorsprung Made/Engineerd/Designed in Germany vertickt werden können

strategisch: Die Abhängigkeit von so Ländern wie Russland vermindern
 
Aus geostrategischer Sicht ist der Atomausstiegt dann allerdings Nonsens. Denn zum einen haben wir sehr umfangreiche Uran vorkommen im Erzgebirge. Sind dort also theoretisch nicht auf Importe angwiesen. Des weiteren sind wir technologisch in Deutschland ohne Probleme in der Lage Wiederaufbereitung zu betreiben bzw. Brüter zu bauen, die letztendlich mehr Brennstoffe erzeugen als zu verbrauchen. Letztendlich würde weitere Forschung uns auch in der Kernfusion weiter bringen.
Gerade die Kernengie hat uns unabhängiger gemacht und würde uns weiterhin einen große Unbahängigkeit in Fragen der Energie bringen.

Die sicherheitstechnischen Aspekte habe jetzt natürlich nicht beachtet, allerdings bin ich da ja ohnehin entspannter als so manch Anderer.
 
Keine Ahnung, wie sich die deutschen Uranvorkommen belaufen. Ebenfalls keine Ahnung, ob dieses Kernfusionsversuchskraftwerk überhaupt weiter verfolgt wird und wann es denn "marktreife" hätte (50-70 Jahre?!). Des weiteren ist ja das strategische Argument eher bei den fossilen Brennstoffen zu sehen, als beim Atomausstieg. Dort überwiegt eher die Lagerproblematik, denn auch beim brüten bleiben Reste mit langer Zerfallszeit übrig.

Vielleicht ist der Atomausstieg auch nur an anbiedern an Volkes Stimme (Union und FDP) und für die Union die Gleisung für schwarz-grün in ein paar Jahren.
 
Des weiteren sind wir technologisch in Deutschland ohne Probleme in der Lage Wiederaufbereitung zu betreiben bzw. Brüter zu bauen, die letztendlich mehr Brennstoffe erzeugen als zu verbrauchen.

Es wurde sogar zumindest einer gebaut, und zwar der "Schnelle Brüter" in der Nähe der niederrheinischen Kleinstadt Kalkar. Ans Netz gegangen ist er jedoch nie, heute befindet sich auf dem Gelände ein Freizeitpark.
 
Es wurde sogar zumindest einer gebaut, und zwar der "Schnelle Brüter" in der Nähe der niederrheinischen Kleinstadt Kalkar. Ans Netz gegangen ist er jedoch nie, heute befindet sich auf dem Gelände ein Freizeitpark.

Ich weiss! Eine der größten Investitionsruinen Deutschlands. Wobei wenn man die energiepolitische Entwicklung sieht, dann ist mal ganz gut gewesen, dass man das Ding nicht in Betrieb genommen hat. Das Ding hätte sich in 20 Jahren Betriebszeit ohnehin nicht amortisiert, insbesondere, wenn man die Abbruchkosten berücksichtig. Wird ohnehin noch ein Spaß unsere AKW alle "zurückzubauen"
 
Ich weiss! Eine der größten Investitionsruinen Deutschlands. Wobei wenn man die energiepolitische Entwicklung sieht, dann ist mal ganz gut gewesen, dass man das Ding nicht in Betrieb genommen hat. Das Ding hätte sich in 20 Jahren Betriebszeit ohnehin amortisiert, insbesondere, wenn man die Abbruchkosten berücksichtig.

Ironischerweise hat die Engergiewirtschaft Ende der 70er/Anfgang der 80er Jahre ja selbst das Interesse an dem Brüter verloren. Nicht nur wegen dem politischen Gezeter, sondern auch wegen der hohen Uranvorkommen und weil der Energiebedarf seinerzeit nicht deren Erwartungen entsprach.
 
Vor allem das AKW Mülheim-Kärlich, welches nie ans Netz gegangen ist, weil es wegen der Errichtung auf (wenn auch nur leicht) erdbebengefährdeten Vulkaneifelgestein erbaut wurde...
:ugly:

Die Vulkaneifel liegt nur ein paar km davon entfernt. Die Erdbeben entstehen in/nahe der Rheinschiene. Die letzten schweren Erdbeben, darunter eins von 6,1 ,
hatten ihren Ursprung übrigens in Holland !
Übrigens hat eines der letzten Erdbeben in der Lüneburger Heide, bei Neunkirchen, seinen Ursprung !
Gefährlicher als diese Beben sind für die Wissenschaftler die Vulkane !
Gefährdet sind alle Kraftwerke übrigens bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen in ganz Deutschland.
Nur mal so nebenbei, ob Atomkraft oder andere Kräfte um Energie zu erzeugen !
 
Ironischerweise hat die Engergiewirtschaft Ende der 70er/Anfgang der 80er Jahre ja selbst das Interesse an dem Brüter verloren. Nicht nur wegen dem politischen Gezeter, sondern auch wegen der hohen Uranvorkommen und weil der Energiebedarf seinerzeit nicht deren Erwartungen entsprach.

Das politische Gezeter nach Tschernobyl spielte aber schon eine große Rolle. Was die wirtschaftliche Seite angeht, so wird doch immer gejammert um irgendwie noch irgendwo ein bei Subventionen abzugreifen.

Wo ich wieder bei meine Lieblingsthema wäre: Nehmt diesem Staat unser Geld weg! :D
 
Weil es in Mülheim-Kärlich trotzdem noch radioaktives Material gibt, ist dort jemand angestellt, der alle paar Tage die Strahlung messen muß. Das wird auch noch ein paar Jahrhunderte dauern !
 
Das politische Gezeter nach Tschernobyl spielte aber schon eine große Rolle. Was die wirtschaftliche Seite angeht, so wird doch immer gejammert um irgendwie noch irgendwo ein bei Subventionen abzugreifen.

Wo ich wieder bei meine Lieblingsthema wäre: Nehmt diesem Staat unser Geld weg! :D

Da ja die Staatsgewalt vom Volke ausgeht, würden wir uns unser eigenes Geld nehmen. Dann wäre der Staat pleite ! Also auch wir.
 
Weil es in Mülheim-Kärlich trotzdem noch radioaktives Material gibt, ist dort jemand angestellt, der alle paar Tage die Strahlung messen muß. Das wird auch noch ein paar Jahrhunderte dauern !

Die Dinger werden nach und nach bis zur "grünen Wiese" zurückgebaut. Das wird in den nächsten Jahrzehnten Milliarden verschlingen.

Da ja die Staatsgewalt vom Volke ausgeht, würden wir uns unser eigenes Geld nehmen. Dann wäre der Staat pleite ! Also auch wir.

Verquehre Logik! Ich wills mal anders ausdrücken: Ich möchte mit dem weit überwiegenden Teil des Geldes, welches verdienen machen dürfen, was ich möchte.
 
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