Willi Lemke (Ehrenmitglied ✝)

Wieso "jetzt"? Daß sogar bei Werder verletzte Eitelkeiten nach Außen getragen werden, weiß man doch spätestens seit dem öffentlichen Lamentieren von KA, als der AR anfangs nicht die 500.000 € Leihgebühr für Sokratis gewähren konnte/wollte.

Was aber äußersten Seltenheitswert hatte. Jetzt ist es eben schon das zweite mal binnen kurzer Zeit, dass solche Dinge in die Öffentlichkeit gelangen.
 
Trotz meiner Abneigung gegen Lemke muss ich da wirklich sagen, dass das ganz großes Kaka ist, wenn Investoren Köpfe fordern. Das ist ein Punkt, den ich bei Werder nicht sehen will. Investoren sollten strategische Partner sein und mit Werder an einem Strang ziehen. Mäzen und Diktatoren können da bleiben wo sie hingehören, nach Hoppenheim und Hamburg.
 
Ich kann mir die Aussage, dass die Investoren Lemke weghaben wollen, nur so erklären, dass die lieber Leute an der Spitze des Vereins haben wollen, denen es um persönliche Beziehungen geht als jemanden, der das Kleingedruckte liest und auch bereit ist, sich mit jemandem anzulegen, wenn ungereimtheiten auftreten, anstatt das wegzukumpeln. Es geht also darum, dass die sanitär- und Bauleute den Verein so umkrempeln wollen, dass sie im Endeffekt der Martin Kind von Werder Bremen werden.

:tnx:

So verstehe ich das auch. Und genau da wird eine Grenze überschritten, die man auch bei einer Investorenlösung einfach nicht überschreiten darf. Werder Bremen würde dadurch einfach nur noch ein belibiger "Verein" sein. Und das würde die Marke zerstören.

:tnx:
 
@maddin

Mag ja so sein. Nur wer sagt denn, dass WL Meinung die richtige und die der Anderen die falsche ist? Er polarisiert nun einmal und hat in Werders guten Zeiten nach 2004 gerne diesen Verein als das klassische Gegenbeispiel zu seinem bajuwarischen Intimfeind medial dargestellt.
Das kann er auch gerne machen, nur dass die Entwicklung insgesamt an Werder vorbeigezogen ist. Das mögen viele bedauern, aber so ist es nun einmal. Mit dem WM-Gewinn ist zudem noch mehr der Fokus auf den Kommerz gelegt worden.
Werder hat sich dem gerne verweigert und ist seinen Weg gegangen. Das Ergebnis sehen wir jetzt. Der ist er nicht alleine daran schuld, keine Frage! Nur im ASR sitzen und saßen immer seine Spezis. Wo war Herr Lemke, als Werder mit KATS in ungeahnte Tiefen vorstieß?
Wie war sein Krisenmanagement nach Allofs Abgang? Lebenslanger Vertrag für TS, was er monatelang propagiert hat. Und das hat er durchgezogen bis ins Frühjahr 2013, als längst klar war, dass TS die Mannschaft kaum noch erreicht.
So handelt kein Visionär, sondern jemand der sich in die vermeintliche Wohlfühloase zurückzieht.

Ich würde es nicht als Rückzug in die Wohlfühloase bewerten, sondern als ein Verschließen der Augen vor der Realität nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf" bzw. "was gestern richtig war, kann heute nicht verkehrt sein".

Ansonsten 1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:
 
Für mich waren das rein taktische Aussagen im Abstiegskampf. Geschwätz von gestern.

Ohne Lemke im AR wäre Allofs vermutlich noch im Amt und hätte noch mehr Geld verbraten. Er war der einzige im Verein, der dagegen war. Fischer, Born und die Foristen waren doch alle Allofs-Jünger, bis er in den Sack gehauen hat.

Die strategischen Fehler seit 1999/2000 hat Lemke nun einmal nicht zu verantworten, sondern Fischer und die restlichen GF.
 
Trotz meiner Abneigung gegen Lemke muss ich da wirklich sagen, dass das ganz großes Kaka ist, wenn Investoren Köpfe fordern. Das ist ein Punkt, den ich bei Werder nicht sehen will. Investoren sollten strategische Partner sein und mit Werder an einem Strang ziehen. Mäzen und Diktatoren können da bleiben wo sie hingehören, nach Hoppenheim und Hamburg.

Jepp, das kann nicht der Sinn einer strategischen Partnerschaft sein, auch wenn die Gründe für eine solche Forderung plausibel, ggf. sogar gerechtfertigt scheinen.
 
http://www.kreiszeitung.de/werder-b...her-vorstoss-voellig-ueberrascht-4071203.html

Antwort von Lemke Werder-like. Überrascht aber nichts in der Öffentlichkeit, grundsätzlich bereit mit Investoren zu reden, hält es für bedenklich wenn diese an personelle Dinge geknüpft sind.

Lemke reagiert hier inhaltlich mMn genau richtig. Allerdings hätte er das auch lieber intern klären sollen. Diese öffentliche Debatte gefällt mir überhaupt nicht.
 
@maddin

Mag ja so sein. Nur wer sagt denn, dass WL Meinung die richtige und die der Anderen die falsche ist? Er polarisiert nun einmal und hat in Werders guten Zeiten nach 2004 gerne diesen Verein als das klassische Gegenbeispiel zu seinem bajuwarischen Intimfeind medial dargestellt.
Das kann er auch gerne machen, nur dass die Entwicklung insgesamt an Werder vorbeigezogen ist. Das mögen viele bedauern, aber so ist es nun einmal. Mit dem WM-Gewinn ist zudem noch mehr der Fokus auf den Kommerz gelegt worden.
Werder hat sich dem gerne verweigert und ist seinen Weg gegangen. Das Ergebnis sehen wir jetzt. Der ist er nicht alleine daran schuld, keine Frage! Nur im ASR sitzen und saßen immer seine Spezis. Wo war Herr Lemke, als Werder mit KATS in ungeahnte Tiefen vorstieß?
Wie war sein Krisenmanagement nach Allofs Abgang? Lebenslanger Vertrag für TS, was er monatelang propagiert hat. Und das hat er durchgezogen bis ins Frühjahr 2013, als längst klar war, dass TS die Mannschaft kaum noch erreicht.
So handelt kein Visionär, sondern jemand der sich in die vermeintliche Wohlfühloase zurückzieht.

Dass er Allofs´Pläne irgendwann hinterfragt hat, Schaaf dagegen gern weiter an Werder binden wollte, hatte Gründe! Und die sind/waren keinesfalls nur auf die ewig vorgebrachten "Wagenburg"- und "Wohlfühloasen"-Theorien zurückzuführen.
 
Für mich waren das rein taktische Aussagen im Abstiegskampf. Geschwätz von gestern.

Ohne Lemke im AR wäre Allofs vermutlich noch im Amt und hätte noch mehr Geld verbraten. Er war der einzige im Verein, der dagegen war. Fischer, Born und die Foristen waren doch alle Allofs-Jünger, bis er in den Sack gehauen hat.

Die strategischen Fehler seit 1999/2000 hat Lemke nun einmal nicht zu verantworten, sondern Fischer und die restlichen GF.

Also, das ist mir jetzt eindeutig zu schwarz-weiß gedacht. Lemke gegen den Rest der (Werder-)Welt? :unfassbar:
 
Nein.

Lemke ist bei Werder erstmals 1995 zurückgestellt worden und seit 1999 in den AR geschickt worden. Er ist also bei Werder seit 15 Jahren kein wirklich gestaltend tätiger Mann mehr. Er kontrolliert die Einhaltung von Budgets und hat in all den Jahren hin und wieder gemahnt. Das war es im Wesentlichen. Er ist nicht mehr Werder, seit langem nicht.
 
Natürlich steht Lemke schon lange nicht mehr im operativen Geschäft Werders. Wenn er aber als Aufsichtsratsvorsitzender so wenig Einfluss auf das Geschehen bei Werder hätte, dann wundert es mich, warum sein Name so oft auftaucht, wenn es um startegische Entscheidungen bei Werder geht. Und auch unabhängig von seiner offiziellen Rolle wird Lemke zu 100% noch einiges an internen Einfluss haben.

Nein, Lemke ist sicher alleine am Niedergang Werders Schuld, aber die Statistenrolle, die du ihm jetzt zuschreiben willst, hat er ganz sicher auch nicht.
 
Definitiv nicht!! Da unterschätzen wir den Lemke, seine Seilschaften und seine Erfahrung vor allem in der Politik. Er hat und wird noch Einfluss nehmen. Dessen bin ICH mir vollkommen sicher.
 
Es ist schon erstaunlich, von allen größeren Fußball-Klubs in Deutschland ist exakt EINER als durchgängig wirtschaftlich seriös einzustufen und das ist Werder Bremen. Und dort ist ein Mann über drei Jahrzehnte fast durchgängig am Werk und das ist Willi Lemke. Warum wird der so viel angefeindet?
Und: Platz 18 ist durch die Sparpolitik wohl kaum ganz zu erklären. Man vergleiche unsere Ausgaben mit denen von Paderborn, Augsburg, Mainz etc.
Klar, aus der sportlichen Talsohle müssen wir raus, aber gelingt das, steht Werder ansonsten hervorragend dar, tolle Fans, tolles Stadion, tolle Unternehmenskultur.
Anders formuliert: Gelingt uns die Bewältigung der Krise, ohne verdiente Persönlichkeiten zu beschädigen, können wir stolz sein, ohne Schuldenberge (u.a. Dortmund), komische Investoren (Kühne beim HSV), fette Unternehmen im Hintergrund (Wolfsburg, HSV, Leipzig), kriminelle Strukturen und Betrug im dreistelligen Millionenbereich (Bayern) weiter mithalten zu können!
 
Aufgepasst juri.

Welche kriminiellen Strukturen bei Bayern?

Wie gross sind die Schulden beim BvB und was wurde im letzten Jahr zurückgeführt?

Warum ist Hr. Kühne als Investor komisch?

Platz 18 spiegelt fast auf den Kopf unseren Marktwert verglichen mit dem rest der Liga wieder.Unter uns sind nur Köln, Paderborn, Freiburg und Augsburg. Mainz, weil von dir genannt, liegt im Mittelfeld.

Paderborn ist für mich ein Ausreißer, der vom sportlichen Aufstieg und Oberwasser lebt sowie eingespielten Automatismen auf dem Platz.
 
,... Er ist nicht mehr Werder, seit langem nicht.

Naja, gerade nach der letzten Hauptversammlung mit Allofs, nach dessen Verkündung eines 13,9 Mio Verlustes, nach Allofs`Abgang und damit dem Ende einer sportlich sehr erfolgreichen Ära, ist Lemke ja eindeutig wieder in den Vordergrund grückt. Er war es, der dem scheidenden Manager noch ein paar freundliche Worte hinterhergeschickt hat, der Schaaf geschützt hat, der bei der Suche nach einem Nachfolger für Allofs eine "smarte Lösung" propagierte, usw.. Er war damals in seiner Funktion als AR-Vorsitzender nicht nur offiziell für Werder tätig (Einstellung eines neuen Geschäftsführers), sondern hat ganz bewusst auch die Öffentlichkeitsarbeit Werders übernommen und seinen Visionen nach "eingefärbt".

Er wird sowohl von Medien als auch von Fans anderer Vereine als eines der Gesichter Werder Bremens wahrgenommen,
 
Die Marktwerte sind so schlecht, weil der Trainer zu wenig aus den Spielern herausholt. Spielt die Mannschaft besser, steigen diese auch.
 
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