So sehr ich der Ansicht bin, dass die Zeit der "alten Garde" (Lemke, Fischer, Müller, Born, Schulz und Co.) beendet gehört, so wenig halte ich davon, Investoren da mitreden zu lassen. Und es ist sehr bedenktlich, dass wir offenbar eine intrigante Geschäftsführung haben, die solche Details lanciert, um den Aufsichtsrat wegzumobben. Das scheinen mir Methoden zu sein, die man bei Borns Demission Lemke vorgeworfen hat.
Derzeit stehen wir sportlich am Abgrund. Worauf es jetzt ankäme, wäre ein Konzept, wie es sportlich wieder in sicheres Fahrwasser gehen kann. Dazu können auch Verstärkungen in der winterpause gehören, da ein Abstieg in der Tat teurer wäre. Aber das muss man nicht jetzt diskutieren, weil man damit der Mannschaft 0,0 weiterhilft in dieser schweren Lage. Und man muss es nicht öffentlich diskutieren.
Was aber Werder und das Herz betrifft, sehe ich es so: Wenn mir als Geschäftsmann derzeit das Wasser am Hals stünde und es kämen Investoren, denen ich aber erstmal meine Großmutter verkaufen oder meinen Schwiegervater opfern müsste, die ich zwar nicht besonders leiden kann, die aber trotzdem zur Familie gehören, dann würde ich lieber in Ehre untergehen oder mich gesundschrumpfen und dann eben nur noch in der zweiten Liga mitmischen, als mich auf solche Erpressungen einzulassen und meine Würde zu verkaufen. Wenn Werder Bremen etwas von dem verkörpert, was mir am Herzen liegt, dann schmeißen sie Zech und Co. mit solchen Forderungen achtkant raus.
Denn welcher Bauunternehmer hat an den viel zu teuren Stadionumbauten immer bestens verdient? Und wem wurde nachgesagt, Vize Fischer sein klein Häuschen sehr günstig gebaut zu haben? Diesen Zech-Aasgeier brauche ich nicht bei Werder.