Willi Lemke (Ehrenmitglied ✝)

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Werder den Umbruch noch nicht vollzogen hat. Umbruch bei SV Werder heißt, dass man bei einem ausgeglichenen Haushalt sportlich die Klasse hält. Das hat man nicht hinbekommen.
Es war doch glasklar, dass im Falle von Nichtinvestitionen, die ich im übrigen für absolut unter o.g. Kautelen nachvollziehen kann, in schwere See kommt.
Jetzt wird sich zeigen, ob der SVW mit seinem leckgeschlagenen Schiff den Sturm übersteht oder absäuft? Neue Segel alleine werden da nicht ausreichen, wenn der Rumpf keine Stabilität hat. Der Steuermann scheint auch den Kurs nicht zu finden...
 
Und Mittschiffs einern die Blinden Passagiere rum...getarnt als Vollmatrosen. Ob das alles besser wird, wenn der Reeder demnächst unter Billigflagge fahren lässt. Und dann besteht noch Gefahr, dass der Galionsfigur der Kopf abgetrennt und der Pott sogar umbenannt wird.
 
Ich kann mir die Aussage, dass die Investoren Lemke weghaben wollen, nur so erklären, dass die lieber Leute an der Spitze des Vereins haben wollen, denen es um persönliche Beziehungen geht als jemanden, der das Kleingedruckte liest und auch bereit ist, sich mit jemandem anzulegen, wenn ungereimtheiten auftreten, anstatt das wegzukumpeln. Es geht also darum, dass die sanitär- und Bauleute den Verein so umkrempeln wollen, dass sie im Endeffekt der Martin Kind von Werder Bremen werden.
 
Ich kann mir die Aussage, dass die Investoren Lemke weghaben wollen, nur so erklären, dass die lieber Leute an der Spitze des Vereins haben wollen, denen es um persönliche Beziehungen geht als jemanden, der das Kleingedruckte liest und auch bereit ist, sich mit jemandem anzulegen, wenn ungereimtheiten auftreten, anstatt das wegzukumpeln. Es geht also darum, dass die sanitär- und Bauleute den Verein so umkrempeln wollen, dass sie im Endeffekt der Martin Kind von Werder Bremen werden.

So verstehe ich das auch. Und genau da wird eine Grenze überschritten, die man auch bei einer Investorenlösung einfach nicht überschreiten darf. Werder Bremen würde dadurch einfach nur noch ein belibiger "Verein" sein. Und das würde die Marke zerstören.
 
So sehr ich der Ansicht bin, dass die Zeit der "alten Garde" (Lemke, Fischer, Müller, Born, Schulz und Co.) beendet gehört, so wenig halte ich davon, Investoren da mitreden zu lassen. Und es ist sehr bedenktlich, dass wir offenbar eine intrigante Geschäftsführung haben, die solche Details lanciert, um den Aufsichtsrat wegzumobben. Das scheinen mir Methoden zu sein, die man bei Borns Demission Lemke vorgeworfen hat.

Derzeit stehen wir sportlich am Abgrund. Worauf es jetzt ankäme, wäre ein Konzept, wie es sportlich wieder in sicheres Fahrwasser gehen kann. Dazu können auch Verstärkungen in der winterpause gehören, da ein Abstieg in der Tat teurer wäre. Aber das muss man nicht jetzt diskutieren, weil man damit der Mannschaft 0,0 weiterhilft in dieser schweren Lage. Und man muss es nicht öffentlich diskutieren.

Was aber Werder und das Herz betrifft, sehe ich es so: Wenn mir als Geschäftsmann derzeit das Wasser am Hals stünde und es kämen Investoren, denen ich aber erstmal meine Großmutter verkaufen oder meinen Schwiegervater opfern müsste, die ich zwar nicht besonders leiden kann, die aber trotzdem zur Familie gehören, dann würde ich lieber in Ehre untergehen oder mich gesundschrumpfen und dann eben nur noch in der zweiten Liga mitmischen, als mich auf solche Erpressungen einzulassen und meine Würde zu verkaufen. Wenn Werder Bremen etwas von dem verkörpert, was mir am Herzen liegt, dann schmeißen sie Zech und Co. mit solchen Forderungen achtkant raus.

Denn welcher Bauunternehmer hat an den viel zu teuren Stadionumbauten immer bestens verdient? Und wem wurde nachgesagt, Vize Fischer sein klein Häuschen sehr günstig gebaut zu haben? Diesen Zech-Aasgeier brauche ich nicht bei Werder.

Hallelujah, man möchte am Liebsten alles fett markieren und anpinnen! :applaus:

Ich kann mich nur vollumfänglich, insbesondere dem hervorgehobenen Teil, anschließen!

Diese neuen Entwicklungen machen mir wirklich Sorge und könnten zu einem Meilenstein/Wendepunkt in unserer Vereinshistorie werden... hoffentlich nicht zu einem negativen, oder gar unserem Untergang!
 
Tja, der Fisch stinkt vom Kopf her. Ich weiß, wie in christlich demokratischen MdL-Privathaushalten über den "Sozi" hergezogen wird. WL stört die Konservativen "Unternehmer" allein durch sein Dasein. Ich denke, WL sollte aufhören bei Werder und sich seinen anderen weltweiten Ambitionen widmen, oder er sollte mit dem aufhören und sich nur noch um Werder kümmern.
Leicht wird das nicht.
 
Ich kann mir die Aussage, dass die Investoren Lemke weghaben wollen, nur so erklären, dass die lieber Leute an der Spitze des Vereins haben wollen, denen es um persönliche Beziehungen geht als jemanden, der das Kleingedruckte liest und auch bereit ist, sich mit jemandem anzulegen, wenn ungereimtheiten auftreten, anstatt das wegzukumpeln. Es geht also darum, dass die sanitär- und Bauleute den Verein so umkrempeln wollen, dass sie im Endeffekt der Martin Kind von Werder Bremen werden.

Bitte jetzt nicht ein Bild von WL zeichnen, dass ihn als einen über jeden Zweifel erhabenen Vollblutpolitiker und Werderverantwortlichen darstellt.
Und wenn in Bremen gemauschelt wird, dann wegen des Parteifilzes. Dafür ist Bremen wie jedes andere Bundesland, in dem eine Partei hegemonial über Jahre am Ruder ist, auch bekannt.
Wenn ein Unternehmer Geld gibt, will er auch mitbestimmen oder zumindest am Entscheidungsprozess beteiligt sein. Das ist sein gutes Recht.
Nur sehe ich diese Entwicklung auch kritisch. Da sind wir einer Meinung.
 
Bitte jetzt nicht ein Bild von WL zeichnen, dass ihn als einen über jeden Zweifel erhabenen Vollblutpolitiker und Werderverantwortlichen darstellt.
Und wenn in Bremen gemauschelt wird, dann wegen des Parteifilzes. Dafür ist Bremen wie jedes andere Bundesland, in dem eine Partei hegemonial über Jahre am Ruder ist, auch bekannt.
Wenn ein Unternehmer Geld gibt, will er auch mitbestimmen oder zumindest am Entscheidungsprozess beteiligt sein. Das ist sein gutes Recht.
Nur sehe ich diese Entwicklung auch kritisch. Da sind wir einer Meinung.

Über den Parteifilz braucht man in Bremen nicht zu diskutieren. Allerdings sind da diverse Bremer Unternehmer sicher ganz gut eingebunden.

Davon mal ab werden potentielle Investoren ja einmal durch ihren Stimmanteil, den sie durch den Kauf von Unternehmensanteilen eben erhalten, an den Entscheidungen beteiligt. Zudem ist ja vorgesehen, dass diese Sitze im AR einnehmen können. Eine Beteiligung ist also gegeben. Allerdings darf diese darüber nicht hinausgehen. Sonst haben wir eben das, was du ja weiter oben zu recht kritisierts, nämlich die Konterkarierung der 50+1-Regel. Und das wäre gerade für das Image, welches sich Werder über Jahrzenhnte aufgebaut hat, tödlich.
 
Über den Parteifilz braucht man in Bremen nicht zu diskutieren. Allerdings sind da diverse Bremer Unternehmer sicher ganz gut eingebunden.

Davon mal ab werden potentielle Investoren ja einmal durch ihren Stimmanteil, den sie durch den Kauf von Unternehmensanteilen eben erhalten, an den Entscheidungen beteiligt. Zudem ist ja vorgesehen, dass diese Sitze im AR einnehmen können. Eine Beteiligung ist also gegeben. Allerdings darf diese darüber nicht hinausgehen. Sonst haben wir eben das, was du ja weiter oben zu recht kritisierts, nämlich die Konterkarierung der 50+1-Regel. Und das wäre gerade für das Image, welches sich Werder über Jahrzenhnte aufgebaut hat, tödlich.

100% Zustimmung.
Nur ich will einwerfen, dass wir alle im Grunde genommen im Trüben fischen. Wir kennen doch gerne nicht die Internas und wissen darum nicht, ob so apodiktisch die Demission von WL gefordert worden ist oder wir nur den Zeitungen und deren Schlagzeilen aufsitzen?
Gerade die Person Lemke polarisiert. Das sollte man immer mit einkalkulieren.
Ich würde auch die nächste Generalversammlung abwarten, auf der zB Herr Lemke Werder 2015 vorstellen kann. Dann müssen die GF und der ASR eine klare Linie vorgeben.
Zurzeit scheinen sie um diese Linie zumindest zu ringen. Leider gelangen Informationen an die Öffentlichlkeit, was niemals hilfreich ist. Den Entscheidungsprozess sollte man intern behandeln und dann das Ergebnis publizieren. So war es in der Vergangenheit in Bremen. Andernorts wird es öffentlich gemacht, was nie einen guten Eiundruck hinterlässt.
 
KDF hat der KZ ein Interview gegeben in der er bestimmte Dinge doch ziemlich klar ausspricht. Natürlich bleibt Raum für Interpretationen. Leute wie KDF sind den Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit gewohnt und wissen genau ihre Worte abzuwägen.

Was eben erstaunlich ist, dass das ganze jetzt öffentlich diskutiert wird. Von Werder war man es in der Vergangenheit gewohnt, dass solche Fragen intern diskutiert wurden und dann nach einer Entscheidung gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Und ich bin mir sicher, dass bei uns auch in der Vergangenheit in der verschlossenen Türen ordentlich die Fetzen geflogen sind.
 
@Syker

Ich sehe Willi Lemke eben anders als Du.

Für mich ist er weder Vollblutpolitiker noch ein klassischer Mann des Bremer Klüngels oder des SPD-Filzes. Er ist Parteimitglied und war, nach seiner Tätigkeit als Werdermanager, eine zeitlang in Bremen als Seiteneinsteiger Politiker. Als es darum ging, wer die Nachfolge von Scherf antritt, war der Manager Lemke, der nie durch den Filz der Niederungen der Parteiarbeit in Bremen gegangen ist, dem Klüngel-Mann Börnsen klar unterlegen und ab dann in der Bremer SPD kaltgestellt. Ich verstehe nicht, warum also der Fußballmanager Lemke unbedingt als Politiker oder Mann des Filzes dargestellt wurde. So hat er sich weder als Politiker noch als Manager oder Aufsichtsrat bei Werder verhalten, sondern er hat überall versucht, Dinge so umzusetzen, wie er es für richtig hält, statt sich beliebt zu machen. Genau und gerade weil er keinen solchen Filz betreibt, ist er so unbeliebt.
 
Was eben erstaunlich ist, dass das ganze jetzt öffentlich diskutiert wird. Von Werder war man es in der Vergangenheit gewohnt, dass solche Fragen intern diskutiert wurden und dann nach einer Entscheidung gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Und ich bin mir sicher, dass bei uns auch in der Vergangenheit in der verschlossenen Türen ordentlich die Fetzen geflogen sind.

Wieso "jetzt"? Daß sogar bei Werder verletzte Eitelkeiten nach Außen getragen werden, weiß man doch spätestens seit dem öffentlichen Lamentieren von KA, als der AR anfangs nicht die 500.000 € Leihgebühr für Sokratis gewähren konnte/wollte.
 
@Syker

Ich sehe Willi Lemke eben anders als Du.

Für mich ist er weder Vollblutpolitiker noch ein klassischer Mann des Bremer Klüngels oder des SPD-Filzes. Er ist Parteimitglied und war, nach seiner Tätigkeit als Werdermanager, eine zeitlang in Bremen als Seiteneinsteiger Politiker. Als es darum ging, wer die Nachfolge von Scherf antritt, war der Manager Lemke, der nie durch den Filz der Niederungen der Parteiarbeit in Bremen gegangen ist, dem Klüngel-Mann Börnsen klar unterlegen und ab dann in der Bremer SPD kaltgestellt. Ich verstehe nicht, warum also der Fußballmanager Lemke unbedingt als Politiker oder Mann des Filzes dargestellt wurde. So hat er sich weder als Politiker noch als Manager oder Aufsichtsrat bei Werder verhalten, sondern er hat überall versucht, Dinge so umzusetzen, wie er es für richtig hält, statt sich beliebt zu machen. Genau und gerade weil er keinen solchen Filz betreibt, ist er so unbeliebt.

@maddin

Mag ja so sein. Nur wer sagt denn, dass WL Meinung die richtige und die der Anderen die falsche ist? Er polarisiert nun einmal und hat in Werders guten Zeiten nach 2004 gerne diesen Verein als das klassische Gegenbeispiel zu seinem bajuwarischen Intimfeind medial dargestellt.
Das kann er auch gerne machen, nur dass die Entwicklung insgesamt an Werder vorbeigezogen ist. Das mögen viele bedauern, aber so ist es nun einmal. Mit dem WM-Gewinn ist zudem noch mehr der Fokus auf den Kommerz gelegt worden.
Werder hat sich dem gerne verweigert und ist seinen Weg gegangen. Das Ergebnis sehen wir jetzt. Der ist er nicht alleine daran schuld, keine Frage! Nur im ASR sitzen und saßen immer seine Spezis. Wo war Herr Lemke, als Werder mit KATS in ungeahnte Tiefen vorstieß?
Wie war sein Krisenmanagement nach Allofs Abgang? Lebenslanger Vertrag für TS, was er monatelang propagiert hat. Und das hat er durchgezogen bis ins Frühjahr 2013, als längst klar war, dass TS die Mannschaft kaum noch erreicht.
So handelt kein Visionär, sondern jemand der sich in die vermeintliche Wohlfühloase zurückzieht.
 
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