Weil es der richtige Zeitpunkt ist, möchte ich diejenigen die unter die geplante
Wehrpflicht fallen, folgende Bücher dringend empfehlen:
Die beiden Standardwerke zu diesem Thema, die insgesamt
600 Seiten von Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ und dem darauf aufbauende „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, sollte man gelesen haben. Für die, die nicht so gerne lesen, gibt es auch mehrere Verfilmungen zur Auswahl.
In Stahlgewittern ist das
erste Buch des deutschen Schriftstellers und Offiziers Ernst Jünger, das seine Erlebnisse an der Westfront des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 beschreibt. Es basiert auf seinen
Tagebuchaufzeichnungen und wurde erstmals 1920 veröffentlicht. Das bekanntere Werk (Roman) von Remarque baut darauf auf (1929) und ist einer der bekanntesten
Antikriegsromane der Weltliteratur. Er schildert aus der Perspektive des jungen Soldaten
Paul Bäumer die grausamen Erfahrungen an der Westfront des Ersten Weltkriegs.
Bevor man sich also (noch) freiwillig für die Armee entscheidet, sollte man sich unbedingt die Mühe machen, die beiden Werke zu lesen (oder zumindest überfliegen) um zu verstehen, wie grausam der Krieg ist und jegliche Verherrlichung oder andere Propaganda nicht weiter von der Realität entfernt sein könnten.
Ebenfalls lesenswert, aber bezogen auf den 2. Weltkrieg, ist das Buch von Kurt Vonneguts Roman
Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug, aus 1969, Der Roman ist stark autobiographisch geprägt und basiert auf Vonneguts eigenen Erlebnissen als amerikanischer Kriegsgefangener während des Zweiten Weltkriegs. Er überlebte 1945 die Luftangriffe auf Dresden im Keller des städtischen Schlachthofs, in dem er mit rund 100 anderen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern den Feuersturm überlebte. Der Titel bezieht sich direkt auf diesen Schlachthof, der als Unterkunft diente und der Kinderkreuzzug, auf das sehr junge Alter der Soldaten.
Dann noch der Roman "
Catch-22" einem Begriff, der in der deutschen Sprache hauptsächlich als
Zwickmühle,
Teufelskreis,
ausweglose Situation oder
paradoxe Situation übersetzt wird. Er stammt vom Titel des 1961 erschienenen satirischen Kriegsromans des amerikanischen
Autors Joseph Heller und beschreibt eine Situation, in der eine Regel oder Bedingung die Erfüllung der Voraussetzungen für ihre eigene Aufhebung unmöglich macht. Es handelt sich ebenfalls um einen Antikriegsroman
Der zentrale Held des Romans ist der Bomberpilot Captain John Yossarian, der auf der kleinen Mittelmeerinsel Pianosa stationiert ist. Yossarian ist überzeugt, dass der Krieg sinnlos und grausam ist und möchte unbedingt aus dem Einsatz herauskommen. Sein Hauptziel ist es, sich als geistig krank diagnostizieren zu lassen, um nach Hause geschickt zu werden. Die militärischen Vorschriften sehen vor, dass ein Soldat, der geisteskrank ist, vom Kriegsdienst befreit werden kann – aber nur, wenn er selbst diesen Antrag stellt.
Alle 4 Bücher sind absolut lesenswert, aber die Nr. 1 ist wohl "Im Westen Nichts Neues". Die Zeit sollte man sich unbedingt nehmen.
Wer keine Lust auf die super interessanten Bücher hat, dem empfehle ich die aktuellste Verfilmung von
Im Westen nichts Neues (2022)