Vom Haake-Beck Bauch zum Waschbrettbauch

Von den meisten Diäten würde ich einfach abraten, denn sie schränken die Kalorienzufuhr viel zu stark ein.
Man glaubt es gar nicht, aber durchschnittlich 56% aller Diät-Machenden essen ZU wenig um abzunehmen ;)

Wie meinst du das, sie essen zu wenig? Ich dachte immer weniger Kalorienzufuhr = weniger Hüftgold. Also wenn ich weniger esse als mein Umsatz beträgt = nehm ich ab.

Oder bin ich dann im Sparmodus und lege alles sofort in Fett an, meinst du das? Aber was ist, wenn ich gar nicht mehr Hunger habe?
 
Zitat von Stürmerbraut;1614289:
Wie meinst du das, sie essen zu wenig? Ich dachte immer weniger Kalorienzufuhr = weniger Hüftgold. Also wenn ich weniger esse als mein Umsatz beträgt = nehm ich ab.

Oder bin ich dann im Sparmodus und lege alles sofort in Fett an, meinst du das? Aber was ist, wenn ich gar nicht mehr Hunger habe?

Du hast einen Grundumsatz...das ist das, was dein Körper verbraucht, um dich ohne Aktivität am Leben zu erhalten...und einen Gesamtumsatz...das ist der Grundumsatz plus die Energie, die du durch rumlaufen, denken usw usw (kein Sport!) verbrauchst.

Wenn du nur 3Tage unter deinem Grundumsatz liegst, gerät dein Körper in den Hunger-Stoffwechsel. Es ist nicht nur so, dass er sich verzweifelt an jede kcal klammert, die du ihm zuführst. Er baut vorallem deine Muskeln ab, damit du weniger Energie verbrauchst (und das vollkommen egal wieviel Eiweiß du isst, um mal diesem Irrtum vorzubeugen).
Außerdem fährt er jede nicht überlebensnotwendige Körperreaktion runter und erschwert die Fettverbrennung durch bestimmte Prozesse.

Mangelerscheinungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. treten zwar recht spät auf und vorallem wenn man deutlich drunter liegt, aber der Körper kann seinen Energieverbrauch im Hunger-Stoffwechsel um bis zu 50% senken. Dann macht man plötzlich eine 1400kcal-Diät und nimmt nicht nur nicht ab, sondern sogar zu, obwohl man doch weniger isst.

Um dem vorzubeugen sollte man also versuchen, IMMER über den Grundumsatz zu bleiben.
Das nötige Kaloriendefizit entsteht allein durch die Differenz zum Leistungsumsatz bzw. durch zusätzlich verbrannte Energie in Form von Sport.
 
Du hast einen Grundumsatz...das ist das, was dein Körper verbraucht, um dich ohne Aktivität am Leben zu erhalten...und einen Gesamtumsatz...das ist der Grundumsatz plus die Energie, die du durch rumlaufen, denken usw usw (kein Sport!) verbrauchst.

Wenn du nur 3Tage unter deinem Grundumsatz liegst, gerät dein Körper in den Hunger-Stoffwechsel. Es ist nicht nur so, dass er sich verzweifelt an jede kcal klammert, die du ihm zuführst. Er baut vorallem deine Muskeln ab, damit du weniger Energie verbrauchst (und das vollkommen egal wieviel Eiweiß du isst, um mal diesem Irrtum vorzubeugen).
Außerdem fährt er jede nicht überlebensnotwendige Körperreaktion runter und erschwert die Fettverbrennung durch bestimmte Prozesse.

Mangelerscheinungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. treten zwar recht spät auf und vorallem wenn man deutlich drunter liegt, aber der Körper kann seinen Energieverbrauch im Hunger-Stoffwechsel um bis zu 50% senken. Dann macht man plötzlich eine 1400kcal-Diät und nimmt nicht nur nicht ab, sondern sogar zu, obwohl man doch weniger isst.

Um dem vorzubeugen sollte man also versuchen, IMMER über den Grundumsatz zu bleiben.
Das nötige Kaloriendefizit entsteht allein durch die Differenz zum Leistungsumsatz bzw. durch zusätzlich verbrannte Energie in Form von Sport.

:tnx:
Jetzt ist mir das endlich mal klar.

Kann man, bzw. wie kann man denn seinen Grundumsatz bestimmen (lassen)?

Ich befürchte nämlich, dass ich derzeit in so einem reduzierten Stoffwechsel bin.
 
Zitat von Stürmerbraut;1615700:
:tnx:
Jetzt ist mir das endlich mal klar.

Kann man, bzw. wie kann man denn seinen Grundumsatz bestimmen (lassen)?

Ich befürchte nämlich, dass ich derzeit in so einem reduzierten Stoffwechsel bin.

Da gibt es relativ komplizierte Formeln zur Berechnung.
Wenn du mir per PN Größe, Gewicht, Alter und für den Leistungsumsatz deinen normales Bewegungspensum schickst, rechne ich es dir gern aus ;)
Aber ich weiß, dass das ein heikles Thema bei uns Frauen ist.
 
Ist der Grundumsatz so standartisierbar, dass man ihn einfach per Formel ausrechnen kann? Ich dachte dafür muss man erstmal bestimmen, was geht rein und dann was geht raus ;)
 
Ist der Grundumsatz so standartisierbar, dass man ihn einfach per Formel ausrechnen kann? Ich dachte dafür muss man erstmal bestimmen, was geht rein und dann was geht raus ;)

:confused:
Auf die kcal genau kann man den sowieso nicht bestimmen, da auch Denk- und vorallem Verdauungsprozesse einen Hauptanteil darstellen.
Außerdem müsste man natürlich auch ausschließen, ob ihre Atem- oder Herzfrequenz durch irgendwelche Ursachen pathologisch erhöht sind.

Aber da ich bei einer normalen Ernährung davon ausgehe, dass sie nicht alles analysieren wird, dürfte es ihr egal sein, ob er bei 1634 oder 1654 liegt ;)

Zum Thema "Denken" fand ich letztens interessant...
Bei angestrengtem Denken/Lernen kann sich der Energieverbrauch etwa dem von NordicWalking anpassen :D
 
Meine Frage bezog sich dann eher auf die Befürchtung, dass ein reduzierter Stoffwechsel vorliegt. Ist der auch mit der Standardtformel zu erheben?

Das mit dem Denken ist in der Tat interessant. Leider ist der Kalorienverbrauch nicht daran gekoppelt, also muss man doch wieder Sport treiben statt ne runde zu denken.
 
Dann wäre ja angestrengtes Nachdenken während des Joggens super-effektiv, oder? ;)
Nee, im Ernst: beim joggen bin ich gerade froh, den Kopf frei zu bekommen.
 
Meine Frage bezog sich dann eher auf die Befürchtung, dass ein reduzierter Stoffwechsel vorliegt. Ist der auch mit der Standardtformel zu erheben?

...

Also, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, kann kastemato meinen Grundumsatz berechnen, und wenn ich dann daraus ableite, dass ich weniger esse als es dieser Grundumsatz erfodert, wüsste ich dann ja, dass ich mich in so einem reduzierten Stoffwechsel befinden müsste. :confused: Oder?


@kastemato

Ich schick dir mal ne PN, ich hab da keine Probleme damit, Haupsache, du pinnst meine Daten nicht ans Schwarze Brett! :D
 
Meine Frage bezog sich dann eher auf die Befürchtung, dass ein reduzierter Stoffwechsel vorliegt. Ist der auch mit der Standardtformel zu erheben?

Das mit dem Denken ist in der Tat interessant. Leider ist der Kalorienverbrauch nicht daran gekoppelt, also muss man doch wieder Sport treiben statt ne runde zu denken.

HÖ?? Wovon sprichst du? :D
Wenn sie unter dem normalen Grundumsatz ist, dann ist sie wahrscheinlich im Hunger-Stoffwechsel...wo dann ihr Grundumsatz liegt, wird kein Mensch errechnen können.

Und doch...der Kalorienverbrauch ist sogar massiv dran gekoppelt. Nicht weil das Gehirn so viel Energie dabei verbraucht, sondern weil man herausgefunden hat, dass beim konzentrierten Lernen unbewusst verschiedene Muskelgruppen statisch angespannt werden.

Aber Sport muss man natürlich trotzdem machen, weil bevor ich 5h konzentriert lerne, gehe ich lieber 30min richtig joggen :lol:
 
Innerer Schweinehund... kenn ich zu gut. war ne zeit lang regelmäßig joggen und dann ließ man sich immer ausreden einfallen (meist keine lust mehr gehabt, da gegen 17 o 18 uhr feierabend) jetzt würde ich gern laufen, darf es nur nicht (Steißbein OP 01/2011) aber ende märz gehts dann wieder, will dann mind. 3 mal die woche laufen. wird ja auch bald wieder sommer, hach wat freu ich mich. sonnenschein, warmes wetter und laufen :applaus::applaus:
 
Hab wohl in die falsche richtung gedacht. :D
Und das mit den Muskelgruppen war dann der entscheidende Hinweis, weil ich bisher immer nur gelernt habe, dass das Gehirn an sich seinen Umsatz nicht wesentlich steigert.
 
Moah. für alle Bewegungsmuffel empfehle ich doch einfach: Nachts mal den Bus verpassen.

6 km mitten in der Nacht durch Bremen zu laufen ist echt gut. Tempo noch schön hoch gehalten - und dann ist meine tägliche Sportstunde halt mal zwischen 3 und 4 Uhr morgens. :applaus:
 
Grundvoraussetzung für eine Gewichtsreduktion ist natürlich ein Kaloriendefizit, sprich weniger Kal. zu sich zu nehmen als sein Körper verbraucht.
Der Körper braucht "zum Leben" Energie. Für diese Energiegewinnung stehen verschiedene Quellen zur Verfügung.
Ganz grob ist es so...
Die einfachste Energiequelle für den Körper sind zugefügte Kohlehydrate hierbei unterscheidet man Lebensmittel nochmal nach ihrer blutzuckersteigernden Wirkung, dem sogenannten Glyx-Index. Zucker (auch Fruchtzucker !) Schokolade, etc. haben einen sehr hohen Glyx, Vollkornprodukte einen eher niedrigen.
Wenn dem Körper Kohlehydrate zugefügt werden erhöht sich also der Insulinspiegel. Insulin ist ein hormon, dass die Aufgabe hat Blutzucker in die Zellen zu fördern zur Energiegewinnung.
kurzgesagt: stehen Kohlehydrate zur Energiegewinnung bereit werden die, und zwar fast ausschließlich, benutzt, die Fettreserven bleiben wo sie sind.

Fügt man dem Körper wenig (Stichwort low-Carb) oder nur zu bestimmten Tageszeiten Kohlehydrate zu (Stichwort Insolin-trennkost oder Schlank-im-Schlaf). dann ist der Körper gezwungen seine Energie aus den Fettreserven zu gewinnen.

Konkret im Falle Schlank-im-Schlaf sieht das so aus:

Morgens ist die Kohlehydrate Ladephase, hier gibt es Brot, Brötchen, Müsli, Marmelade, Nutella, Säfte, etc.
Mittags gibt es Mischkost bestehend aus Kohlehydraten und Eiweiß
Abends keine Kohlehydrate sondern nur Eiweiß (und Fett), also gerne Salat, Fisch, Fleisch, etc.

Es gibt keine Zwischenmahlzeiten (auch kein Obst) also nur 3 Mahlzeiten pro Tag und zwischen jeder Mahlzeit sollten 4-5 Std. liegen.

Durch die letztmalige Aufnahme von Kohlehydraten Mittags ist der Insulinspiegel also spätestens zum Abendessen unten und bleibt es durch den verzicht auch, die Energiegewinnung erfolgt also dann über die Fettreserven. Das Eiweiß abends ist wichtig, weil ansonsten das Fett nicht zur Energiegewinnung "befördert" werden kann.
Nachts, wenn der Körper dann für Regeneration und "Aufräumarbeiten" Energie benötigt steht im nur die Energie aus dem Körperfett zur Verfügung welches dann verbrannt wird... darum heißt diese Ernährungsform "Schlank-im-Schlaf"...
Wer dann Morgens vor dem Frühstück auf nüchternen Magen noch Sport treibt hat übrigens einen "Fettverbrennungs-Boost :p", da dann das reine Fett verbrannt wird.

Bei o.g. Ernährungsform handelt es sich allerdings um eine ernährungsumstellung und nicht um eine Diät, d.h. sobald man danach wieder anfängt Abends Kohlehydrate zu sich zu nehmen wird man aller voraussicht nach wieder zunehmen...

Ich ernähre mich seit rund 1 1/2 Jahren so, bin innerhalb 6 Monaten um 12 kg auf mein wunschgewicht runter und halte es seit dem konstant.
Positiver Nebeneffekt ist, dass auch das allgemeine Wohlbefinden steigt, da man ja i.d.R. Mittags die Kohlehydrate, die schwer im Magen liegen durch Arbeit oder Bewegung verbrennt, Abends, wenn man zur Ruhe kommt nimmt man keine zu sich, es liegt also auch nichts schwer im Magen.

So, ich habe fertig ;)

Sowas in der Art wurde glaube ich auch schonmal von der BLÖD als "Büro-Diät" angepriesen. Mal ein paar Fragen dazu:

1) Du schreibst: Kein Obst zwischendurch. Ist es denn zu den Mahlzeiten ok? Oder ganz weglassen?

2) Ist ein kleiner Joghurt nach dem Mittag ok? Oder auch lieber weglassen?

3) Wie verhält es sich mit kleinen "Sünden", also mal abends nen Riegel Schoki oder einmal die Wochen paar Bierchen beim Stammtisch? Ist das vertretbar oder wirft einen das gleich um Wochen zurück?
 
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