Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Den Wunsch nach einer defensiveren Taktik habe ich während des EL-Spiels der 96er in der Ukraine ad acta gelegt, weil dort trotz ihrer Konterstärke die Instabilität im Abwehrbereich offensichtlich wurde, was sich bei unserem Spiel in Hannoi auch bestätigte, denn die 96er wirkten trotz eines zweimaligen 2-Tore-Vorpsungs und Überzahlspiel in der Schlußphase hinten alles andere als sicher.

Deshalb kann man auch nicht behaupten, daß Slomkas Taktik aufgegangen ist - zumindest nicht, weil seine Taktik besser war als die von Thomas Schaaf, oder weil unsere Spieler darauf nicht ausreichend vorbereitet wurden. Wir haben verloren, weil unsere Spieler durch eine beinahe unerträgliche Häufung von eigenen Fehler zu „blind“ (O-Ton Thomas Schaaf lt. Weser Kurier) gewesen sind. Und dagegen hilft auch die beste Taktik nicht.

Slomka hat mal seine Taktik im DSF dargestellt. Das was Du mit individuellen Fehlern beschreibst, ist das, worauf Hannovers Spiel ausgerichtet ist. Die Hannoveraner haben unsere Schwachstellen genutzt.

Deshalb sage ich, dass Hannovers Taktik voll und ganz aufgegangen ist. Ich behaupte nämlich, dass Hannover die Bargfredes Fehler forciert hat und uns so schonungslos aufzeigt, welchen Malus Bargfrede hat. Er verliert bisweilen die Kontrolle über Ball und Spielgeschehen.
 
@Mick 666
Meinst du Harttgen? :D

Bei Allofs führten seine Knieprobleme dazu, schnell anzunehmen und wieder abzugeben. Hat aus der Not ne Tugend gemacht. Allein der Pass für Rufer durch die hohe Abwehr von Monaco ist Sahne. Situation erfasst - Monaco presst und durch die Viererkette zum zum durchstartenden Rufer den Ball transportiert, den sich Votava auf seine unmißverständliche Art und weise vorher eroberte und Allofs zuschob nach dem Motto: Ich kann nur Grob mach du mal fein!

Ist leider Businessmäßig zu ausgebucht und seine Knie gebens nicht mehr her (Rufer schrieb ja immer von "Klaus`Holzbein"). Techniktrainer - ist das nicht bei Köln Icke Häßler? - das ist ja noch keine Idee die sich bislang durchsetzte.

Seit Aad de Mos Trainer wurde war es mit Werders sprichwörtlicher defensivstärke vorbei. Dafür waren wir Jahrzehntelang berühmt (Bremer Beton) sogar zu Ottos erfolgreichen Zeiten. So richtig Hammer wars 1987/1988. Die Gegentore in dieser Saison sind dem geschuldet noch nicht eingespielt zu sein. Das gibt sich. Und dann haben wir den Abwehrriegel (hoff!).

@Firedangerboy
Deswegen kommt Mick 666 ja auch zum Ergebnis, das man mit Doppelsechs spielen sollte. Schon Frings war letzte und vorletzte Saison unsere Schwachstelle - nicht weil er Frings war, sondern weil er nach hinten keine Absicherung und neben sich keine hatte - wenn er derjenige war, der die Spieleröffnung machen mußte. Da gingen die Gegner "rauf" und auf die Abwehr zu. (er versuchte sich durch den Fringskreisel zu retten, guckt mal Bargi an: der macht es beinahe identisch!) Dann siehst du als Viererkette "alt" aus. Einer öffnet den Riegel, dann kommt der Diagonalpass und schon ist der Riegel ausgehebelt, der Ball wird kurz zurückgelegt und der Ball kommt aufs Tor geflammt und das Vier Mann da was machen können.
Man siehe sich mal Auswärtsspiele der jüngeren Zeit gegen Stuttgart an - grausamst. Die spielen Antifußball der allerübelsten Sorte und bomben Werder 6:2 aus das Stadion.
Immer dann wenn wir "kommen lassen" sogar mit einer 6 dann sind unsere Gegner irritiert - weil sie sich total auf Werder mit 4-Raute + zwei Stürmer einstellen und Spiele wie vorgestern als Anschauungs DVD vorgezeigt bekommen.
 
...dass man mit Doppelsechs spielen sollte.
Nein. Nicht zwingend.
Schon Frings war letzte und vorletzte Saison unsere Schwachstelle - nicht weil er Frings war, sondern weil er nach hinten keine Absicherung und neben sich keine hatte - wenn er derjenige war, der die Spieleröffnung machen mußte. Da gingen die Gegner "rauf" und auf die Abwehr zu. (er versuchte sich durch den Fringskreisel zu retten, guckt mal Bargi an: der macht es beinahe identisch!).
:tnx:
Auch der erhöhte Laufaufwand des gesamtem Teams hat mit dem Frings-Abgang zu tun, weil der zwar immer selbst mit am meisten lief, aber als zentraler, immer präsenter ZM/DM weder ein kluger Ballverteiler, noch ein Tempo- und Strukturgeber war, was letztlich kontraproduktiv für die Laufbereitschaft/ Bewegung der Nebenleute ist. Das war aber weniger Frings selbst als dem Umstand geschuldet, dass er eben kein Rautensechser ist, demzufolge falsch eingesetzt bzw. verpasst wurde, hier eine sinnige Alternative zu verpflichten oder wenigstens aus dem vorhandenen Personal zu fördern/ einzubauen.

Dies ist aber nur die eine Seite, denn was bspw. Bargfrede komplett und den anderen Mf-Akteuren grösstenteils abgeht, sind die langen Diagonalbälle oder Seitenwechsel von Frings. Da war wenigstens irgendein Aufbau, wenn auch der Rest oft sehr langsam und unstrukturiert, jetzt seh ich da so gut wie gar keinen.
Immer dann wenn wir "kommen lassen" sogar mit einer 6 dann sind unsere Gegner irritiert - weil sie sich total auf Werder mit 4-Raute + zwei Stürmer einstellen und Spiele wie vorgestern als Anschauungs DVD vorgezeigt bekommen.
:tnx:
 
...Siehe zuletzt das Interview von Hunt in der Kreiszeitung:
Quelle
Irgendwie führst Du dieses, wohl als Pro-Argument gedachtes, ad absurdum.

Erstens ist das
Zitat von Aaron Hunt:
Im Moment ganz klar. Wenn man so spielt wie wir, kann man sagen, dass das System funktioniert.
...alles andere als vielsagend und ohne Hintergrund (hätte wahrscheinlich fast jeder im Interview genauso erzählt), zweitens sieht es von aussen betrachtet, wer die Spiele einmal zugrunde legt, eben anders aus und drittens wäre es ein Trainer-Armutszeugnis, wenn der nicht mehr als das eine System vermitteln kann (noch schlimmer wäre es doch, wenn Spieler sowas noch öffentlich aussagen würden).
 
Das was Du mit individuellen Fehlern beschreibst, ist das, worauf Hannovers Spiel ausgerichtet ist. Die Hannoveraner haben unsere Schwachstellen genutzt.

Deshalb sage ich, dass Hannovers Taktik voll und ganz aufgegangen ist. Ich behaupte nämlich, dass Hannover die Bargfredes Fehler forciert hat und uns so schonungslos aufzeigt, welchen Malus Bargfrede hat. Er verliert bisweilen die Kontrolle über Ball und Spielgeschehen.
:tnx: Wie bereits hier erwähnt.
Hinzu kommt, dass gut organisierte Teams wie Hertha oder Hannover gestern diese Schwäche natürlich lesen und folglich oft über diese Position spielen.
;)

Für mich hatte das Ganze jedoch zuvorderst mit der falschen, strategischen Spielführung zu tun, also das nicht klappte, was in den 4 Spielen zuvor sehr gut funktionierte.

Rückstand durch einen Doppel-Fehler (Iggy, Bargy) in der zweiten Minute, von nun weiss das Team, dass H96 voll in die Karten spielt wurde. Die wissen aber auch, dass noch 88 Minuten zu spielen sind.
Vorausgesetzt, der Gegner spielt in den Überlegungen eine Rolle, geht es unabhängig davon doch nun darum, Hannover` s Stärken (gute Organisation und Staffelung, gezielte Konter, in der Regel steil über aussen) möglichst nicht zum Tragen kommen zu lassen und deren Schwächen (IV, Spielgestaltung) auszuloten und zu nutzen. Die hätten auch bei 0:0 nicht anders gespielt/ spielen können.

Das hat Werder in HZ 1 nicht hinbekommen, sondern hauptsächlich auf Spielkontrolle über Ballbesitz und fussballerische Mittel agiert. Glücklicherweise gelingt der Anschlusstreffer praktisch mit dem Halbzeitpfiff.

Nun lagen doch drei Dinge in der Pause klar auf der Hand. 1.) die Defensivschwächen (besonders links) abstellen, dann 2.) anders spielen (denn wir hatten bei allem Spielen um des Spielens Willen keinen Raumgewinn), Schwächen des Kontrahenten gezielter nutzen, 3.) es waren noch 45 Minuten zu spielen, um wenigstens den einen Treffer zu erzielen, eben um 1.) und 2.) umzusetzen. Wie aber lässt sich 1.) und 2.) am besten verknüpfen?

Möglichkeit: eine bessere Raumbeherrschung durch Scheinpassivität und austariertere Staffelung mittels geschicktem Verschieben erreichen. Bspw. dem Gegner die spielgestaltende Zone im Mittelfeld (scheinbar) überlassen, um gerade einer Truppe wie Hannover, die wenig spielerische Mittel hat, genau zu dem zu zwingen, was sie nicht kann. Nebenbei kannst Du auf diese Weise den eigenen Defensivverbund stabilisieren (der in der 1.HZ Schwächen zeigte), wenn Du die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen kürzer und die Räume enger hälst. Theoretisch schlimmstenfalls, geht H96 sich nicht darauf ein, wird es ein Grottenspiel und bleibt am Ende 1:2 (aber dann kannst Du auch noch in den letzten 10 Minuten aufmachen).
Gelingt obiges allerdings einigermaßen, nicht zuletzt weil ein durch den EC müder werdender Gegner Konzentration und folglich Kräfte lässt, hast Du in der Regel die Lücken, um durch variables und schnelles Passen zu überbrücken, ohne dabei die Kontrolle abzugeben und den eigenen Verband zu lockern. Denn das wäre nicht nur erfolgversprechender in der Offensive, sondern auch sicherer bei Ballverlust.
Es geht darum geduldig zu spielen.

Doch Werder machte genau das Gegenteil zu Beginn der zweiten Hälfte: die Abwehrschwächen der 1. HZ ignoriert, Abstände zwischen DM und Viererkette nicht verringert, teils noch grösser werden lassen, versucht über mehr Offensivwucht den Gegner reinzudrücken. Also alles das, was schon 1. HZ nicht funktionierte, weiterhin und gar nur mit höherer Intensität betrieben. Und damit dem Gegner weiterhin geholfen.
Das kann natürlich auch gutgehen, z. Bsp. wenn Pizarro`s Ding sitzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese dumme Spielweise bestraft wird, ist aber erfahrungsgemäß weitaus höher. Wie eben in Hannover.

Spieltaktisch war die Partie in Hannover von Werder (wieder mal) ganz schwach geführt. Aber Aussagen wie vom Käpt`n …
Zitat von Clemens Fritz:
In den vergangenen Wochen haben wir Vieles richtig gemacht, heute haben wir viel falsch gemacht
…geben Hoffnung, dass Mannschaft und Trainer sich dahingehend endlich weiterentwickelt haben. Jede Mannschaft hat solche Spiele mal in der Saison. Entscheidend ist die Häufigkeit, in der diese vorkommen und da war Werder in den letzten Jahren zwar BL-Spitze, in dieser Saison aber (bisher!) zum Glück nicht.
 
Erstens ist das ...alles andere als vielsagend und ohne Hintergrund (hätte wahrscheinlich fast jeder im Interview genauso erzählt), zweitens sieht es von aussen betrachtet, wer die Spiele einmal zugrunde legt, eben anders aus und drittens wäre es ein Trainer-Armutszeugnis, wenn der nicht mehr als das eine System vermitteln kann (noch schlimmer wäre es doch, wenn Spieler sowas noch öffentlich aussagen würden).

Erstens: Was ist an der Aussage so verkehrt? Hunt bewertet das System als das derzeit beste, schließt aber nicht aus, dass es in Zukunft ein noch besseres geben könnte. Wo ist das Problem?

Zweitens: Ich weiß, dass du ein leidenschaftlicher Von-außen-Betrachter der Schaafschen Arbeit bist, und diesen Spaß will ich dir auch gar nicht nehmen. Hunt (und einige andere Werderspieler, die sich schon zu der Raute geäußert haben) betrachten das System von innen, weil sie damit spielen müssen. Ohne dir zu nahe treten zu wollen - mir persönlich erscheint die Innenbetrachtung in diesem Fall kompetenter.

Drittens: Ja, und? Weder habe ich Schaaf unterstellt, dass er nur ein System vermitteln könnte, noch habe ich dir unterstellt, dass du selbiges Schaaf unterstellen wolltest, und aus dem Hunt-Interview kann ich so etwas auch nicht herauslesen...

Letztlich ging es mir mit dem Zitat nur darum aufzuzeigen, dass du zwar die Raute leidenschaftlich verurteilst, aber dass es dennoch Fürsprecher dieses Systems gibt, die in ihrer Eigenschaft als Profifußballer als durchaus kompetent gelten können. Dass du auch weiterhin mit Verve die Raute ablehnen wirst, ist mir klar, aber deine Haltung dazu ist - wie meine auch - eben nur eine von vielen möglichen.
 
Ich bin nicht gegen die Raute. Es ist nur....
Die Spieler die es besser spielen könnten, spielen nicht mehr Fußball (Micoud z.B.) oder sind einfach zu teuer für uns.
...:tnx:
Erstens: Was ist an der Aussage so verkehrt? Hunt bewertet das System als das derzeit beste, schließt aber nicht aus, dass es in Zukunft ein noch besseres geben könnte. Wo ist das Problem?
Von "verkehrt" oder Problem war nicht die Rede. Lediglich vom Inhalt dieses Teils des Hunt-Interviews, welcher vieles zulässt, aber wenig sagt. Clevere Öffentlichkeitsarbeit eben.
Zweitens: ....Ohne dir zu nahe treten zu wollen - mir persönlich erscheint die Innenbetrachtung in diesem Fall kompetenter.
Es sei Dir gegönnt. Darf ich das trotzdem anders sehen?
Drittens: Ja, und? Weder habe ich Schaaf unterstellt, dass er nur ein System vermitteln könnte, noch habe ich dir unterstellt, dass du selbiges Schaaf unterstellen wolltest, und aus dem Hunt-Interview kann ich so etwas auch nicht herauslesen...
Drittens war einzig ein argumentativer Bezug auf das Interview, von Unterstellungen oder sonstigem kann nicht die Rede sein. Was Du rauslesen kannst und was nicht, ist Deine Sache.
 
Was ich mal noch positiv anmerken möchte ist, wie selbstkritisch und offen TS die schwache Leistung und Fehler nach dem Spiel zugegeben hat. Wenn ich da an das Schönreden von Dutt nach der 0:3 Niederlage in München denke, dann fand ich unsern Tommy diesbezüglich mal wieder Spitze.

Das allgemein hier nach einer Niederlage wieder vieles in Frage gestellt wird, hat mich wenig überrascht. Das ist ja allgemein im Fussball so heutzutage. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass die Niederlage zwar sehr unnötig war, aber ich nicht damit gerechnet habe, dass wir jetzt alles gewinnen. Und das die individuellen Fehler irgendwann man bestraft werden, war ja klar. Über ein System will ich bei solch einer Partie jedoch nicht allzuviel diskutieren, da dies nach dem Elfmeter und nach 2 Minuten gegen die Kontermannschaft Hannover hinfällig war.
 
Was ich mal noch positiv anmerken möchte ist, wie selbstkritisch und offen TS die schwache Leistung und Fehler nach dem Spiel zugegeben hat. Wenn ich da an das Schönreden von Dutt nach der 0:3 Niederlage in München denke, dann fand ich unsern Tommy diesbezüglich mal wieder Spitze.

Das allgemein hier nach einer Niederlage wieder vieles in Frage gestellt wird, hat mich wenig überrascht. Das ist ja allgemein im Fussball so heutzutage. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass die Niederlage zwar sehr unnötig war, aber ich nicht damit gerechnet habe, dass wir jetzt alles gewinnen. Und das die individuellen Fehler irgendwann man bestraft werden, war ja klar. Über ein System will ich bei solch einer Partie jedoch nicht allzuviel diskutieren, da dies nach dem Elfmeter und nach 2 Minuten gegen die Kontermannschaft Hannover hinfällig war.

Ich denke es stellt hier niemand alles in Frage, aber es sind eben einige Dinge, die nicht erst seit gestern falsch laufen. Bsp. das Thema Wechsel - Ich hatte mir mal vor einiger Zeit die Auswechslungen zu Gemüte geführt und es war geradezu erschreckend warum in 90 % der Fälle erst um die 60. Minute gewechselt wird. Warum geschieht das erst so spät? Auf was wird da so lange gewartet?! :confused: Ich wiederhole mich zwar, aber wenn ich als Trainer sehe, dass es bei dem und dem Spieler nicht läuft, dann muss ich reagieren. Bargfrede hätte schon nach dem 2. Tor ausgewechselt gehört. Dann hätte man eben mal Iggy auf die 6er Position ziehen können - viel schlechter kann es doch kaum werden (Zumal der Junge wirklich gute Spiele auf dieser Position bei 1860 gezeigt hat). Was mich konkret stört: Hier bekommen Spieler z.T. 60 Minuten Zeit, um sich zu zeigen und spielen ihren Stiefel runter und Andere hocken viel zu lange auf der Bank und sollen dann in einer halben Stunde das Spiel rumreissen... Das kann es einfach nicht sein. Andere Trainer (auch ich) würden einen Spieler viel früher vom Platz nehmen, wenn es nicht läuft. Und wenn das schon nach 15 Minuten der Fall sein sollte. Aber das ist genauso wie das z.T. sture Festhalten an einigen Spielern, was nicht nachvollziehbar ist. Ich weiss nicht wie da jemals ein vernünftiger Konkurrenzkampf entstehen soll - Einige denken sich doch bestimmt "Im Grunde kann ich spielen wie ich will, der oder der steht in der Startelf..." - und das finde ich persönlich absolut nicht gut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das auf Dauer gut für den Mannschaftsgeist ist.
 
Slomka hat mal seine Taktik im DSF dargestellt. Das was Du mit individuellen Fehlern beschreibst, ist das, worauf Hannovers Spiel ausgerichtet ist. Die Hannoveraner haben unsere Schwachstellen genutzt.

Das ein Gegner auf Schwachstellen/Fehler lauert, gehört zu jeder Taktik dazu, egal ob man "Fußball total" zelebriert oder sich mit widerlichem Catenaccio hinten reinstellt, denn ohne eigene Schwachstellen und Fehler würde es dem Gegner auch nicht gelingen, in die Nähe des Tores zu geraten geschweige denn welche zu erzielen.
 
Was ich mal noch positiv anmerken möchte ist, wie selbstkritisch und offen TS die schwache Leistung und Fehler nach dem Spiel zugegeben hat. Wenn ich da an das Schönreden von Dutt nach der 0:3 Niederlage in München denke, dann fand ich unsern Tommy diesbezüglich mal wieder Spitze.

Jepp, diesbezüglich hat TS erfreulicherweise in den letzten Jahren dazugelernt. In seiner Anfangszeit als Coach hörte man nach einem schlechten Spiel sehr oft die Floskel "wir haben uns gut präsentiert", worauf man sich dann oft gedacht hat, wie man z.B. bei einer 0:3-Heimniederlage gegen Hansa Rostock von einer guten Präsentation sprechen kann.
 
@Mick
Bargi versucht den Ball als Sechser so schnell es geht zu Fritz oder Hunt also in die Halbposition zu bringen, wie mir jetzt bei den Heimspielen gegen Hertha und Hamburg auffiel. Beim Spiel gegen Hertha hatte er das Problem, das er Ekici "mit Durchschleppen" mußte - der hatte da den rabenschwarzen Tag, wie Bargi gegen Hannover.
So offensiv wie letzte Saison kann er nicht mehr spielen, da er nun "feste" sechs und nicht mehr Halbposition spielt. Das ist in Werders taktischer Grundausrichtung n Himmelweiter Unterschied. Ich würd nicht sagen daß bei Bargi nichts mehr kommt, er muß diese Position erst noch verinnerlichen.

Ich glaube manche würden sagen befürchte, daß Ignjowski nicht mehr auf die Sechs kommen wird (viele dachten ja auch Schulle würde "irgendwann" dann "auf sseiner stärksten Position" spielen - der spielt die noch ncitmals bei hannover und deren DM sind ja nun keinesfalls Wunderknaben).

Desweiteren - und das habe ich wahrscheinlich sehr exklusiv - würde ich statt Philipp Bargfrede, Hunt auf die Sechs stellen. Ebenso wie Löw den Kroos aus der OM in die DM stellte, würde ich das unseren Filigrantechniker auch zutrauen - die Laufbereitschaft dafür hat er diese Saison entdeckt und von dort kann er effektiver spielen. Seine Wunderpässe kommen bei unseren Stürmern nicht an. Wenn er das Spiel vor sich hat, hat er mehr Möglichkeiten. Zudem: Ekici muß irgendwas im Tee haben - der rennt immer dahin wo Hunt schon ist als ob er sein Hund wäre.
Nur reines ackern und rumbolzen reicht nicht auf der Sechs - egal ob sie innerhalb des Abwehrverbundes, vor der Abwehr oder im Mittelfeld integriert interpretiert wird.

Jedenfalls: Wenn Bargi das weiter spielen soll (und er wird es, Schaaf bricht Experimente nicht so schnell ab) dann bedeutet das eine andere Laufbereitschaft der anderen Jungs im Mittelfeld. das berühmte Wort "Abstand". Insbesondere in der Arbeit gegen den Ball stimmen diese oft nciht bei unseren JUngs - weil die halbpositionen und OM nicht hinterherkommen. Fritz verfällt dann ewig in das hinterhergewiesele.
Man kann den Gegner aber auch mit den Ball erstmal laufen lassen. Fritz suggeriert durch seine nach Hinten Arbeit dem Verteidiger, daß er die Sach im Griff hat. Dann kriegt Fritz den Mann aber nciht, der Verteidiger ist nciht eingerückt und der IV weil Fritz so spielte mußte rausrücken - schon ist alles im Eimer in der Defensive.
Hunt läßt abreißen und überläßt den Gegnern den abwehrspielern und sucht sich eine schon mal ne freie Position um Anspielberei zu sein, gleichzeitih verhndert er so, daß der ballführende einen Spieler mitnehmen kann.
Fritz kommt von der reinen Manndeckung (ist typisch für umgeschulte Stürmer) Hunt ist im Grunde OM, da denkt man einen Spielzug voraus (oder zwei)
 
@Schmolle
Inkl. Vorbereitung habe ich nun 8 Spiele in den jeweiligen Stadien live gesehen und das schnelle Weiterleiten von Bargfrede fiel mir im Grunde mindestens in allen diesen Partien auf. Ich denke, dass das eine Anweisung von Schaaf ist, er will dort ein schnelleres Spiel sehen.

Nur hat es so, wie Bargy das zelebriert, ganz wenig mit strukturiertem Spielaufbau zu tun. Glaub hab ich schon mal geschrieben, was mir bspw. auf den Zeiger geht, ist dieses Zurückspielen zu dem Mann, von dem der Ball kam - meist grober Unfug, aber mangelndem Spielverständnis geschuldet.
Dieses "schnelle Weiterleiten" von Bargfrede hat halt nicht viel mit One-Touch im eigentlichen Sinne und gar nichts mit Spieleröffnung-/ Verlagerung zu tun. Ist alles aus der Not geboren und daher nicht Sinn und Zweck der Sache.

Dabei ist Bargfrede lauffreudig, geht weite Wege und technisch ordentlich, dadurch oft anspielbar und obendrein mit vernünftiger An- und Mitnahme. Er kann den Ball trotzdem seltenst konstruktiv verarbeiten, weil Übersicht, Intuition und dadurch Handlungsschnelligkeit total fehlen. Gerade darauf kommt es aber in diesem System auf der Position entscheidend an. Mit der Erfahrung kann sich das durchaus noch verbessern, aber vom Talent her ist PB nun mal kein Instinktfussballer oder Stratege. Ich vermute, das wird für DEN Sechser nicht reichen.

Hunt auf der Sechs siehst Du bei weitem nicht exklusiv, diese Diskussion führen wir mit vielen Leuten seit mindestens 1,5 Jahren, wenn nicht hier (glaub aber doch), dann auf jeden Fall im worum.

Dass Fritz nicht über Spielzüge denken kann, ist nicht neu. Deshalb ist die Mischung mit Bargy/ Fritz im Mf zwar defensiv-destruktiv im Normalfall relativ sicher, aber es fehlt an Spielintelligenz.
 
@Mick:
Zunächsteinmal auf die Schnelle.

Hunt ist da wo er ist, mE richtig. Er gefällt mir da überaus gut, vor allem, seit dem er resolut in die Zweikämpfe geht und auch klar zum Ausdruck bringt, dass er den Ball haben will und diesen eben nicht dem Gegner überlassen wird. Keine Ahnung, wo dieser Wandel herkommt, aber es ist überaus erfrischend, Hunt so spielen zu sehen. Ekici würde ich im Übrigen so auch gerne spielen sehen.

Zur 6: Trybull, auch wenn er noch solch ein junger Hüpfer ist.

Zu Schmitz: Warum ist der keine Option im Mittelfeld? Warum hat der nicht als linker Verteidiger gespielt?

Zu Hannover:
Ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass Hannovers Taktik schon so recht realisiert wird.

@Mick: Hast Du noch auf dem Schirm, wo wir über Hannovers Spieltaktik philosophiert haben und schon damals uns darüber unterhalten haben, wie man gegen die spielen müsste?

Zur Spielweise Werders:

Mir hat unsere Spielweise generell sehr gut gefallen, würde gerne noch mehr vertikale Bälle sehen und einen Spieler auf der 6, der schon in der Frühphase des Spielaufbaus zezierende Pässe spielen kann.
 
Hast also verstanden, wie`s gemeint war? ;)

@Fdb
Trybull hab ich auch auf der Liste, sogar Kroos im DM immer noch, aber gerade wenn wir über ersteren reden, dann solltest Du bedenken, dass bei Iggy viel mit Unerfahrenheit zu tun hat und auch der in Testspielen alle Ansätze eines guten Sechsers zeigte. BL ist aber nun mal was anderes.
Unerfahren ist Trybull noch viel mehr als Iggy.

Btt das mit Hannover hab ich nicht mehr auf dem Schirm.
 
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