Das beantwortet doch die Frage überhaupt nicht. Warum verlieren wir dann gegen solche Gegner eigentlich nicht? Wollen die gar nicht gegen uns gewinnen?
Man sollte einfach nur mal in der Lage sein zu differenzieren. In einigen Spielen diese Saison haben wir es geschafft hinten eben
nicht offen wie ein Scheunentor zu stehen. Gegen Hannover und Freiburg sicher die Meiste Zeit gar nicht.
Dann gibt es aber auch Spiele die man sicher nicht so einfach in eine der Kategorien einteilen kann:
Gegen Augsburg sah das in der ersten Halbzeit schlecht aus, in der zweiten dann deutlich besser. Ausgelassen wird sich hier aber komischerweise nur über Halbzeit 1.
Gegen Dortmund war das in Halbzeit 1 auch ordentlich und über das gesamte Spiel hat man defensiv nicht viel zugelassen. Nach vorne aber, war das richtig schwach. Trotzdem wird sich auch in diesem Spiel darüber ausgelassen das wir defensiv offen wie ein Scheunentor stehen. Warum?
Ist man hier nicht mehr in der Lage zu differenzieren?
Kann man oder will man das nicht sehen?
Stattdessen wird hier Gebetsmühlenartig wieder und wieder die Selbe Kritik vorgetragen auch wenn sie entweder gar nicht oder nur teilweise zu den Spielen passt.
Für mich ergibt sich eher das Bild das die Mannschaft nach wie vor nicht in der Lage ist das gewünschte Spiel über 90 Minuten aufzuziehen, sondern oft eben nur teilweise bzw. eine Halbzeit. Zudem lässt man sich relativ leicht von "äußeren Faktoren" wie einem plötzlichen Überzahlspiel völlig aus dem Konzept bringen. Die Mannschaft scheint also nicht wirklich gefestigt.
Die Frage lautet für mich also vielmehr: Werden TS und die Mannschaft es schaffen diese schlechten Phasen zu minimieren? Nicht nur eine Halbzeit sondern 90 Minuten konzentriert und kompakt zu stehen?
Mir fehlt schlichtweg die Konstanz in unseren Spielen. In der Tat fällt die Mannschaft Phasenweise in den alten Trott zurück. Phasenweise allerdings nur. Für mich bleibt abzuwarten ob das nachhaltig abgestellt werden kann, Ansätze dafür sind durchaus vorhanden.