Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Ist wohl unter die Marketing-Berater gegangen, was?

Naja, aber selbst die müssten besser wissen, wie man einen Sportverein vermarktet, insofern würde ich es als Dilettantismus bezeichnen, was noch schlimmer ist.
 
Werder Bremen ist nun mal ein Produkt zumindest aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Das gilt es an den Mann zu bringen egal ob Fan, Unternehmen, Stadt, Region usw.


Hier wird sich mittlerweile über Dinge aufgeregt bzw. diskutiert da fehlt mir grundsätzlich die Verhältnismäßigkeit.

Finde Eichen hat sich mal wieder gut präsentiert und scheint einen klaren Plan und ein Ziel zu haben.
 
Ohhhh, wie grausam... Er hat gesagt, dass man Elia und Proedl bereit waere zu verkaufen, auch wenn man sie eigentlich halten moechte.

Was wollt Ihr eigentlich? Eichin macht gute Arbeit. Er versucht frischen Wind in den Laden zu bringen. Ich hoffe auf eine lange Zusammenarbeit mit ihm. Bremen hat da echt nen guten Sportdirektor an Land gezogen.

BTW: cooler Play-offs Bart!
 
Es kann durchaus sein, dass man einen Prödl und Elia zwar nicht verkaufen will, aber es muss. Ich bleibe dabei, dass der Kader für die Performance über die Saison gesehen einfach zu teuer ist.
Der Umbruch ist noch lange nicht vollzogen. Werder hat nicht die Möglichkeiten wie andere Vereine.
TE muss eine Mannschaft zusammenstellen, die eine realistische Chance auf den Klassenerhalt hat. Mehr ist nicht drin. Die müssen erst einmal wieder einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen und dann kann man peu a peu einen Kader zB mit Talenten über Jahre aufbauen.
Andere Vereine können sich verstärken und Werder muss Jahr für Jahr seine besten Spieler abgeben, siehe Hunt.
Ich empfehle mal den Blick nach Hoffenheim, wo man mal eben mit Firmino und Volland die Verträge für "kleines Geld" verlängert, einen Baumann für 6 Mio€ aus Freiburg holt und evtl. einen Schwegler aus F? Wer weiß, wer dort noch so kommt? Womit wird das alles bezahlt? Mit den Milliarden eines D. Hopp.
Gegen solche Konkurrenten auf vermeintlicher Augenhöhe muss Werder antreten und ist schon vor dem ersten Spieltag an im Hintertreffen in wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht.
 

Muss man nicht so eng sehen, ich denke nicht, dass er damit den totalen Ausverkauf meint. "Produkt" definiert man übrigens wie folgt:

"Ein Produkt ist laut Produktionstheorie das Ergebnis (engl.: Output) eines vom Menschen bewirkten Transformationsprozesses, in dem Produktionsfaktoren (engl.: Input; namentlich: Güter, Dienstleistungen, Energie) unter Berücksichtigung von Wissen und unter Beachtung soziokultureller Nebenbedingungen in einen Output (Güter, Dienstleistungen, Energie, Abfall) umgewandelt werden."

Das ist einfach nur BWL-Deutsch für: "Man steckt am einen Ende was rein, das wird dann verarbeitet und kriegt am anderen Ende wieder was raus."
Die weitere Entwicklung von Werder Bremen wäre das Produkt seiner Arbeit als Geschäftsführer und aller anderen Beteiligten. Ich denke, viel mehr steckt da nicht unbedingt hinter und es ist auch legitim, das so auszudrücken.
 
Meine Frage war auch mehr rethorischer Natur.

TE ist ein großer Gewinn für Werder Bremen. Das kristallisiert sich nach nun gut 1 1/2 Jahren Amtszeit immer mehr heraus. Mir gefällt es auch, dass er die Dinge insgesamt offen und ehrlich anspricht auch auf die Gefahr hin sich nicht zwingend damit Freunde zu machen.
Für Werder verwendet er übrigens den Begriff "Marke" und für den Fussball, den wir Spielen, den Begriff "Produkt". Zumindest im WK-Interview ging es ja immer wieder um den attraktiven Fussball der Vergangenheit und dem, was man in Zukunft zunächst mal den Fans anbieten und diesen eben dann auch "verkaufen" muss.
 
TE ist ein großer Gewinn für Werder Bremen. Das kristallisiert sich nach nun gut 1 1/2 Jahren Amtszeit immer mehr heraus. Mir gefällt es auch, dass er die Dinge insgesamt offen und ehrlich anspricht auch auf die Gefahr hin sich nicht zwingend damit Freunde zu machen.

Das wird sich noch zeigen, bisher stand für Werder Abstiegskampf auf dem Programm, kein wirklicher Fortschritt gegenüber der letzten Saison. Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.

Für Werder verwendet er übrigens den Begriff "Marke" und für den Fussball, den wir Spielen, den Begriff "Produkt". Zumindest im WK-Interview ging es ja immer wieder um den attraktiven Fussball der Vergangenheit und dem, was man in Zukunft zunächst mal den Fans anbieten und diesen eben dann auch "verkaufen" muss.

Moderator: Das ist ja Manager-Sprache, Werder ist für Sie das Produkt?
TE: Ja, das ist ein tolles Produkt

Ich höre da nichts von Marke. Wenn er Werder als Marke bezeichnen würde, wäre das für mich völlig in Ordnung. Aber einen Verein, der seit zwei Jahren im Wesentlichen von seinen tollen Fans lebt, als Produkt zu bezeichnen, ist schon etwas strange. Eichin hat sicherlich jede Menge betriebswirtschaftliche Kompetenzen, aber ich bin mir nicht so sicher, ob er um die Besonderheiten von Werder Bremen weiß und diese in seine Arbeit mit einfließen lässt.
 
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