Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Hier Einschätzungen eines Eishockey-Sympathisanten zu Thomas Eichin aus dem Worum:
Als eishockeyaffiner Rheinländer mit einer Vorliebe für die Düsseldorfer EG musste ich in den letzten Jahren die für Eishockey-Verhältnisse sensationelle Arbeit von Eichin in Köln immer anerkennen.

Der ist eigentlich ohne Eishockey-Sachverstand damals nach Köln gekommen und hat die Haie etabliert. Die Haie waren vor einigen Jahren tatsächlich schon weg vom Fenster, er hat es mit geschafft, dass der Verein jetzt wieder relativ gut da steht. Da man gerade im deutschen Eishockey auf Zuschauereinnahmen und TV-Gelder fast überhaupt nicht zählen kann (auf die Zuschauereinnahmen aber fast schon zählen muss), ist man fast ausschließlich auf Sponsoren angewiesen. Und da hat er die Haie neben dem FC recht gut positionieren können.

Ich hatte Eichin überhaupt nicht auf der Liste, bin aber gerade ziemlich begeistert. Er ist einer, der den viel beschworenen neuen Wind reinbringen kann, der aber - durch seine eigene Karriere im Fussball vernetzt ist, jemand, der von ausserhalb des Tellerrands kommt. Das ist positiv für Werder.

Doch, top

Jo, er ist durchsetzungsfähig. Hat sich in Köln sehr gut gegen den "Patriarchen" der Haie positioniert.

Man muss vielleicht das deutsche Eishockey (besonders hier im Rheinischen) etwas erklären, damit man auch die Arbeit von Eichin besser einschätzen kann: die Eishockey-Vereine waren jahrelang von Mäzenen abhängig. Dann wurde versucht, mit der DEL ein Abbild der NHL zu schaffen, eine geschlossene Veranstaltung (was u.a. an Streitigkeiten zwischen dem DEB und den Vereinen der damaligen 1. Bundesliga lag). Die "starken Männer" sind nach und nach alle ausgestorben, haben dem Sport den Rücken gekehrt oder haben ihr Engagement zurück gedreht. Da auch das TV-Interesse nachließ, musste man sich neue Modelle einfallen lassen, trotzdem an Geld zu kommen.

Dazu kam, dass die meisten Hallen mehr als marode waren, so dass neue Hallen gebaut werden mussten. Dies führte aber zu höheren Kosten, was aber nur anfangs mit den höheren Zuschauerzahlen kompensiert werden konnte. Ergo: kaum Geld aus TV-Verträgen, hohe laufende Kosten durch hohe Hallenmieten (ja, die meisten Vereine zahlen Hallenmiete), recht hohe Spielergehälter (Ausländer sind tatsächlich deutlich preiswerter als deutsche Spieler).

Eichin hat diesen Spagat hinbekommen, die Haie recht positiv aufzustellen, nach dem er sich gegen den Patriarchen durchgesetzt hatte. Dazu kommt, dass die Haie hier im Umland der Verein mit der besten Nachwuchsarbeit sind. Die "Junghaie" mischen nicht nur in der DNL (Nachwuchsliga) mit, sondern spielen auch nicht mal eine schlechte Rolle in der NRW-Liga (vierte Liga). Also mitten zwischen Senioren. Das ist durchaus auch ein Verdienst von Eichin.

Auch die Artikel, die man sonst im Internet über ihn findet, klingen alle sehr positiv. Einige Beispiele:

http://www.welt.de/print/die_welt/s.../Fussballprofi-macht-Koelner-Haie-scharf.html
http://www.tagesspiegel.de/sport/die-nachmacher/5334784.html
http://www.11freunde.de/interview/warum-thomas-eichin-aufs-eis-ging
http://www.express.de/koelner-haie/...eister-des-haie-gluecks,9303268,20960694.html

Eichin hat aus meiner Sicht einen entscheidenden Vorteil gegenüber Kosicke: Er kann eine erfolgreiche Tätigkeit als Manager eines Profiklubs vorweisen. Eichin hat bei den Kölner Haien unter extrem schwierigen Bedingungen (Ausstieg des langjährigen Mäzens) ein Spitzenteam aufgebaut. Seine Aufgabe dort war doch ungleich anspruchsvoller als die von Kosicke, Werbeverträge für Fußballtrainer auszuhandeln.

Dass Eichin erst nach dem Ende der Eishockeysaison kommt, sehe ich nicht als Problem. Zum einen zeigt das eine gewisse Loyalität Eichins gegenüber seinem Arbeitgeber (nicht wahr, Herr Allofs?). Zum anderen stehen in der Winter-Transferperiode ohnehin keine großen Transfers an und schließlich sind wir auch in der Besetzung Filbry/Baumann handlungsfähig.

Ob Eichin die Vorschusslorbeeren rechtfertigen kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall hat der Aufsichtsrat mit dieser Lösung, die ja auch die Beförderung von Frank Baumann beinhaltet, Mut bewiesen. Es wäre ein Leichtes gewesen, jemanden wie Kaenzig, Schindelmeiser, Hochstätter oder Schulte auszuwählen. Willi Lemke und seine Mitstreiter haben sich aber bewusst gegen die "üblichen Verdächtigen" und für einen Quereinsteiger entschieden.
 
In meinem Umfeld spielt Eishockey durchaus eine große Rolle, und von dort ist zu Eichin folgendes festzustellen:

1. Ihm wird großes Verhandlungsgeschick nachgesagt.

2. Er hat in Köln ein Konzept erfolgreich praktiziert. Er hat den KEC von einer grauen Maus wieder zu einem Spitzenverein gemacht, und zwar nicht primär mit Geld, sondern mit einem Leitfaden. 2 Jahre lang hat der KEC - neben den notwenigen Pflicht-Ausländern, die alle Vereine haben - junge Leute ausgebildet und aufgebaut, die jetzt mit den anderen zu einem Spitzenteam gewachsen sind.

Das ist ein Prinzip, das zu Werder passt. Es ist zu hoffen, dass er sich auch in der Bundesliga zurechtfindet und seine Fähigkeiten ausspielen kann.

Auf jeden Fall eine interessante Lösung, die zu Werder passt und durchaus zum Erfolg werden könnte.

Euagoras
 
Hier Einschätzungen eines Eishockey-Sympathisanten zu Thomas Eichin aus dem Worum:




Auch die Artikel, die man sonst im Internet über ihn findet, klingen alle sehr positiv. Einige Beispiele:

http://www.welt.de/print/die_welt/s.../Fussballprofi-macht-Koelner-Haie-scharf.html
http://www.tagesspiegel.de/sport/die-nachmacher/5334784.html
http://www.11freunde.de/interview/warum-thomas-eichin-aufs-eis-ging
http://www.express.de/koelner-haie/...eister-des-haie-gluecks,9303268,20960694.html

Eichin hat aus meiner Sicht einen entscheidenden Vorteil gegenüber Kosicke: Er kann eine erfolgreiche Tätigkeit als Manager eines Profiklubs vorweisen. Eichin hat bei den Kölner Haien unter extrem schwierigen Bedingungen (Ausstieg des langjährigen Mäzens) ein Spitzenteam aufgebaut. Seine Aufgabe dort war doch ungleich anspruchsvoller als die von Kosicke, Werbeverträge für Fußballtrainer auszuhandeln.

Dass Eichin erst nach dem Ende der Eishockeysaison kommt, sehe ich nicht als Problem. Zum einen zeigt das eine gewisse Loyalität Eichins gegenüber seinem Arbeitgeber (nicht wahr, Herr Allofs?). Zum anderen stehen in der Winter-Transferperiode ohnehin keine großen Transfers an und schließlich sind wir auch in der Besetzung Filbry/Baumann handlungsfähig.

Ob Eichin die Vorschusslorbeeren rechtfertigen kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall hat der Aufsichtsrat mit dieser Lösung, die ja auch die Beförderung von Frank Baumann beinhaltet, Mut bewiesen. Es wäre ein Leichtes gewesen, jemanden wie Kaenzig, Schindelmeiser, Hochstätter oder Schulte auszuwählen. Willi Lemke und seine Mitstreiter haben sich aber bewusst gegen die "üblichen Verdächtigen" und für einen Quereinsteiger entschieden.


Guter Post von dir :tnx:
 
Zitat von der Werder-Pfälzer;2503823:
Aus Angst mit leeren Händen da zu stehen hätte der Verein auch Cindy aus Marzahn genommen und gesagt sie hätte von Anfang an auf der Wunschliste gestanden. Jetzt kann ich gut verstehen warum KA den Verein verlassen hat, jahrelang immer nur die billigsten Angebote kaufen !!!!

Ey Addi, ich schwöre, deine Muddi is 'ne Göre.

Schönen Gruß. :wink:


Ich bin gespannt und freu mich auf ihn. Kann doch auch der Glücksgriff sein. Ich bin gespannt. :)
 
Na, das sind doch mal unerwartete und gute Nachrichten zwischen den Jahren. :daumen:
Mir sagte der Name bisher auch nichts, aber was ich jetzt auf die Schnelle gelesen habe, klingt doch schon mal vielversprechend. Klasse, dass nicht auf die interne Lösung Bode zurück gegriffen wurde, sondern wirklich jemand von außen kommt, der nicht nur nicht zur Werderfamilie gehört(e), sondern auch noch Erfahrungen als Sportdirektor in einer anderen Mannschaftssportart gesammelt hat. Und das Ganze ist über die Bühne gegangen, ohne dass ein einziges Gerücht durchgesickert ist.

Gut gemacht, Willi und Co. :applaus:

Jetzt wünsche ich Thomas Eichin einen guten Einstieg bei unserem geliebten SV Werder und ein glückliches Händchen, um Klaus Allofs so schnell wie möglich komplett verrgessen zu machen. :wink:
 
Mein Vater kennt ihn vom Gesicht her :D Das ist schon mal ein gutes Zeichen :p

Herzlich Willkommen im Verein, bin schon mal auf die Arbeit gespannt, die er leisten wird.
 
Hier Einschätzungen eines Eishockey-Sympathisanten zu Thomas Eichin aus dem Worum:




Auch die Artikel, die man sonst im Internet über ihn findet, klingen alle sehr positiv. Einige Beispiele:

http://www.welt.de/print/die_welt/s.../Fussballprofi-macht-Koelner-Haie-scharf.html
http://www.tagesspiegel.de/sport/die-nachmacher/5334784.html
http://www.11freunde.de/interview/warum-thomas-eichin-aufs-eis-ging
http://www.express.de/koelner-haie/...eister-des-haie-gluecks,9303268,20960694.html

Eichin hat aus meiner Sicht einen entscheidenden Vorteil gegenüber Kosicke: Er kann eine erfolgreiche Tätigkeit als Manager eines Profiklubs vorweisen. Eichin hat bei den Kölner Haien unter extrem schwierigen Bedingungen (Ausstieg des langjährigen Mäzens) ein Spitzenteam aufgebaut. Seine Aufgabe dort war doch ungleich anspruchsvoller als die von Kosicke, Werbeverträge für Fußballtrainer auszuhandeln.

Dass Eichin erst nach dem Ende der Eishockeysaison kommt, sehe ich nicht als Problem. Zum einen zeigt das eine gewisse Loyalität Eichins gegenüber seinem Arbeitgeber (nicht wahr, Herr Allofs?). Zum anderen stehen in der Winter-Transferperiode ohnehin keine großen Transfers an und schließlich sind wir auch in der Besetzung Filbry/Baumann handlungsfähig.

Ob Eichin die Vorschusslorbeeren rechtfertigen kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall hat der Aufsichtsrat mit dieser Lösung, die ja auch die Beförderung von Frank Baumann beinhaltet, Mut bewiesen. Es wäre ein Leichtes gewesen, jemanden wie Kaenzig, Schindelmeiser, Hochstätter oder Schulte auszuwählen. Willi Lemke und seine Mitstreiter haben sich aber bewusst gegen die "üblichen Verdächtigen" und für einen Quereinsteiger entschieden.


:tnx: Dem schließe ich mich an! Herzlich Willkommen und auf eine erfolgreiche Zeit!:schal:
 
In meinem Umfeld spielt Eishockey durchaus eine große Rolle, und von dort ist zu Eichin folgendes festzustellen:

1. Ihm wird großes Verhandlungsgeschick nachgesagt.

2. Er hat in Köln ein Konzept erfolgreich praktiziert. Er hat den KEC von einer grauen Maus wieder zu einem Spitzenverein gemacht, und zwar nicht primär mit Geld, sondern mit einem Leitfaden. 2 Jahre lang hat der KEC - neben den notwenigen Pflicht-Ausländern, die alle Vereine haben - junge Leute ausgebildet und aufgebaut, die jetzt mit den anderen zu einem Spitzenteam gewachsen sind.

Das ist ein Prinzip, das zu Werder passt. Es ist zu hoffen, dass er sich auch in der Bundesliga zurechtfindet und seine Fähigkeiten ausspielen kann.

Auf jeden Fall eine interessante Lösung, die zu Werder passt und durchaus zum Erfolg werden könnte.

Euagoras

Dazu passt ja, dass der Nachwuchsbereich und die U23 umstrukturiert wurde, würde ja zu diesem Weg passen.

Allerdings ist es mMn deutlich schwerer, aufgrund des flächendeckenden Scoutings Nationaler und Internationaler Vereine herausragende Fussballtalente zu verpflichten als Eishockey-Talente! Man muss einfach mal abwarten wie sich das entwickelt, allerdings sollte er sich wohl erstmal um Petersen, Hunt und Arnautovic kümmern.
 
Ich bin zwar überrascht, aber auch wenn ich lieber Fußball als Eishockey gucke ist mir der Name als Kölnerin keineswegs unbekannt. :daumen: Der Post von mabo spiegelt auch wieder, weas ich so gehört und gelesen habe.

Ich finde durchaus, dass das eine 'smarte' Lösung ist, die immer angekündigt wurde und bin gespannt was passiert.

Ob es nun Plan B ist oder nicht, tut doch überhaupt nichts zur Sache. Beiersdorfer und Kosicke haben abgesagt und dann muss man eben weitersuchen, es würde doch keinen Sinn machen weiter einem Plan A nachzutrauern, der abgesagt hat.
 
Ich sach ma: Herzlich Willkommen! (also nächstes Jahr dann).

Kenne Herrn Eichin und seine Arbeit nicht, aber finde es eine interessante Lösung. Wenn man fachfremd ist (also jetzt im Eishockey) und dann eine solche Arbeit leistet, dann ist man zumindest mal bereit neues zu lernen und Gas zu geben. Lustig ist aber, daß ich kürlich noch Radio hörte (komme aus der Mannheimer Adler Region) "blabla Adler wieder Tabellenführer vor den Haien" und mir noch dachte, daß es die Haie noch gibt, hab ich ewig nix von gehört. Verrückt.
Außerdem ist es keine interne Lösung. Das finde ich persönlich ganz gut. Hätte auch nichts gegen MB gehabt, aber ein wenig frisches Blut, kann auch bei Werder mal nicht schaden. Genauso wenig wie mal über den Fußballrand hinauszuschauen.

Glaube, daß das schon gut wird. Und wieso hier Leute von Billiglösung reden, verstehe ich nicht. Was wären denn (verfügbare) Alternativen gewesen? Und am billigsten wäre wohl was internes gewesen, womit man es auch nicht allen recht gemacht hätte. Zudem hat man schon jetzt eine Lösung gefunden und Herr Eichin hat noch bis nächste Saison Zeit sich einzuarbeiten, ist doch gut!
 
:applaus::schal: Herzlich Willkommen! :schal::applaus:

Ich halte diese Lösung für extrem gelungen!
Mit Eichin kommt jemand, der nachweislich mit einem klaren und funktionsfähigen Konzept einen Verein erfolgreich führen kann und das auch durch schwierige Zeiten und bei kleinem Budget.

Er verfügt über große BuLi-Erfahrung, kommt darüber hinaus aber atm aus einer anderen Sportart, hat über seinen Tellerrand geschaut.

Und er hat keinen Stallgeruch, sprich keine Seilschaften, hat allerhöchstens zu Baumi aufgrund der Nürnberger Zeit näheren Kontakt. Darüberhinaus hat er in Köln ja scheinbar bewiesen, dass er sich gegen mächtige Obere durchzusetzen versteht. Die "leichte Lösung" für Willi, die ich ihm ganz ehrlich unterstellt habe, ist das jedenfalls offensichtlich nicht. Und das finde ich gut.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass sein Konzept auf Jugendarbeit und Spielpraxis für junge Talente basiert, passt das doch einfach mal wie die sch... Faust auf´s Auge! :daumen:


Also ich hätte es mir schöner kaum malen können, wenn ich ehrlich bin. Das versöhnt mich grade mit einigem, was in den letzten drei Jahren so schief gelaufen ist.

Bring uns den frischen Wind und die Energie, die dieser Verein so dringend brauchen!
 
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