du weißt aber schon dass er sehr lange nicht gespielt hat vor der saison, davor aus der 2 liga gespielt hat (wo er am anfang büerings bei Duisburg extrem üerzeugte) und sich nun erst an die Liga/das höhere Niveau gewöhnen muss oder ?
Ich denke auch das es am Alter - 23 Jahre - und dem Niveauunterschied von der 1. zur 2. Liga liegt. Mangelnde Technik kann man ihm nun wirklich nicht vorwerfen. Auch ein anderer junger Stürmer aus der Zweiten Liga hatte bei Werder so seine Schwierigkeiten.
Man denke nur an Rudi Völler als er mit 22 Jahren von 1860 aus der 2 Liga zu Werder gewechselt ist. In der ersten Bundesligasaison für Werder hat er in 31 Spielen gerade mal 23 Tore gemacht und ist nur knapp Bundesliga-Torschützenkönig geworden. Davon ist Sandro nicht mehr weit entfernt.
Besonders wenn man nun bedenkt, dass nach der Winterpause die Verletzung von Sandro ein halbes Jahr auskuriert ist und er sich auch in der Hinrunde in der 1. Liga eingewöhnen konnte, bin ich davon überzeugt, dass er die Marke von Rudi Völler noch einholen kann. Außerdem ist der Druck bei ihm nicht so groß wie damals bei Völler. Bei Sandro erwartet nach der Hinrunde ja niemand das er trifft.Außerdem stimmt zuversichtlich, dass Völler in der gesamten ersten Saison bei uns ziemlich auf gleichen Niveau gespielt hat. Im Gegensatz dazu wird Sandro aber von Spiel zu Spiel besser.
Im letzten Spiel hätte er, wenn das Tor nicht in Bezug auf seinen Abschluss falsch gestanden hätte, schon wieder ein Tor erzielen können. Das ist aber nicht seine Schuld, sondern es in der Größe des Tores bzw. in der ungünstigen, weil falschen Positionierung des Tores auf dem Spielfeld begründet. Rudi Völler hat im Gegensatz zu Sandro Wagner das Glück, dass er die Flugbahn des Balles so beeinflussen konnte, dass sich das Tor nach seinem Abschluss nicht in Ballnähe bewegen musste, sondern es ruhig auf der Stelle ausharren konnte und der Ball den Weg ins Tor vor allein gefunden hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn das Tor sich im Fall von Sandro seiner Schusstechnik anpassen würde, und sich zum Ball hinbewegen würde und nicht umgekehrt, seine Trefferquote auch steigen würde. Es wird ja sowieso über den Einsatz von mehr Technik in Fußballstadien gesprochen. Meine Idee wäre zum Beispiel eine Infarotfernbedienung mit der ein Stürmer nach Schuss die Position des Tores auf dem Spielfeld verändern kann. Das wäre für Sandro auch eine feine Sache.
Auch die Materialbeschaffenheit des neuen Spielballes darf natürlich nicht unberücksichtigt bleiben. Zu Zeiten von Rudi Völler spielte man noch mit einem Ball der nur unwesentlich unterschiedlich zum WM-Ball von 1954 war, und durch sein Gewicht quasi am Fuß kleben blieb. Besonders das bewässern des Spielfeldes, wie bei Werder üblich, trug immer dazu bei, dass der Ball einige Kilo schwerer war als normal und so die Gefahr des Verspringens nicht bestand. Bei den heutigen leichten Spielbällen ist eine vernünftige Ballannahme, ohne das der Ball verspringt, doch überhaupt nicht mehr möglich. Es ist doch quasi so, als wenn man mit dem Ball aus Rudi Völlers Zeiten auf dem Mond Fußball spielen würde und sich wundert wieso der Ball bei der Ballannahme immer 10 Meter weit weghüpft.
Also bitte den Ball flachhalten uns sich in der Rückrunde positiv von Sandro überraschen lassen. :thumb: