Robin Dutt

Hier Dutts Originalaussage aus dem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten:
"Frage: Sie haben mit Ihrem Vorgänger Thomas Schaaf schon gesprochen?
Dutt: Ja, und er ist äußerst kooperativ und hilfsbereit. Das habe ich so noch nie erlebt. Dafür bin ich sehr dankbar."

Im Grunde sind doch ganz viele der Aussagen in dem Interview schon kurz nach seinem Amtsantritt so gefallen, oder? Hatte irgendwie das Gefühl, dass Interview konnte kaum etwas neues bieten.Daß Thomas Schaaf hier jetzt ständig aktive Hilfe leistet, kann ich mir nicht vorstellen. Hier wurde doch nur alter Brei wieder aufgewärmt, das ganze Interview sollte man denke ich nicht überbewerten.
 
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Also: Dutt ist mit Sicherheit ein Trainer, der sehr professionell arbeitet, über großes fachmännisches Wissen verfügt, taktisch gut geschult ist und es versteht, junge Nachwuchsspieler in die Profimannschaft zu integrieren und zu fördern. Auch scheint Dutt jemand zu sein, der bereit ist, sich mit dem Verein und Umgebung zu identifizieren, was man schon an seinem Versuch, die Reporter mit einem herzlichen "Moin, Moin!" bei seiner Vorstellung begrüssen zu wollen, erkennen konnte. :D Ich gehe davon aus, dass Dutt seine neue Aufgabe hier in Bremen höhst konzentriert angehen wird und er sich tatsächlich darüber freut, hier zu sein. Angeblich soll er sich ja bereits nach ersten Gesprächen zwischen ihm und Werders Geschäftsführern Thomas Eichin, Klaus-Dieter Fischer und Klaus Filbry auf Werder festgelegt und einem Engagement hier zugestimmt haben.

Dass er von Anfang an Topkandidat Werders gewesen ist, kommt, wenn man sich das damals entwurfene Anforderungsprofil ansieht, eigentlich gar nicht allzu überraschend. Dutt ist jemand, der noch jung ist, aber dennoch schon ausreichend Erfahrung in der 1.Bundesliga hat sammeln können, jemand, der hungrig und motiviert ist, der Nachwuchsarbeit großschreibt und fördert, also genau der, der gesucht worden ist.

Dieses Anforderungsprofil hat mir schon damals, als ich es das erste Mal vernommen habe, gut gefallen, jedoch bin ich dennoch skeptisch, ob Dutt sich hier in Bremen gut zurechtfinden wird. Das ruhige Umfeld hier wird ihm auf jeden Fall entgegenkommen, ebenso, dass er seine beiden Assistenten hat mitbringen dürfen und es ihm erlaubt ist, einen weiteren Mitarbeiter einzustellen, um die Kommunikation in den Nachwuchsbereich fördern zu können. Insgesamt wirkt Dutt in meinen Augen, übrigens ebenso wie seine Assistenten Buric und Lagner, ruhig und besonnen, ebenso bodenständig und gut geschult. Es ist mit Sicherheit auch kein Zufall, dass er den Trainerschein mit dem besten Notendurchschnitt seiner Gruppe erhalten hat.

Aber, wie gesagt: Ich bin trotz dieser zahlreichen positiven Faktoren recht skeptisch ihm gegenüber. Ersteinmal ist es in meinen Augen fraglich, ob Dutt sich hier zurechtfinden wird und dann stellt sich die Frage, wie er mit der Situation umzugehen weiss. In Freiburg damals mag er sehr gute Arbeit gemacht haben, dort hat er aber auch in aller Ruhe arbeiten und sein Konzept entwickeln können. In Leverkusen war das nur bedingt der Fall, das Resultat ist bekannt. Und auch in Bremen bei Werder nun wird der Druck zu spüren sein, denn: die Erwartungen Dutt gegenüber werden groß sein. Werder ist seit drei Spielzeiten nur noch eine graue Maus, konnte nicht an Erfolge aus der Vergangenheit anknüpfen und soll jetzt natürlich schnell wieder den Anschluss nach oben herstellen. Zumal Dutt in große Fußstapfen tritt, nämlich in die Thomas Schaafs, der sich hier ein Denkmal errichtet hat. Dutt selbst will ja keine Kopie Schaafs darstellen, sondern einen neuen Weg einschlagen und sein eigenes Konzept durchbringen, die dafür benötigte Zeit wird er von der Geschäftsführung mit Sicherheit auch erhalten. Fraglich ist nur, wie Medien und Fans reagieren, wenn Erfolg ersteinmal ausbleibt. Mit Sicherheit kein leichtes Erbe, was Dutt hier antritt.

Anfängliche Pluspunkte hat er sich bei mir im Übrigen auf Grund einiger Aussagen, wie bspw. das Lob Ekicis, schon verspielt. Ich bin gespannt, was Dutt zu leisten fähig ist und werde die Geschehnisse ersteinmal kritisch verfolgen. Er darf mich aber auch gerne eines besseren belehren. Ein Konzept scheint er auf jeden Fall vor Augen zu haben, ich halte es auch für möglich, dass er gemeinsam mit Eichin ein gutes Duo bilden wird.

Achso, fast vergessen: "Mogn, Mogn", wie Dutt jetzt sagen würde, "Moin, Moin", wie es der norddeutsche zu sagen pflegt und ein "herzliches Willkommen", wenn auch etwas verspätet, auf hochdeutsch und viel Glück und Erfolg hier.
 
"Wenn der Erfolg ausbleibt....":unfassbar:
Was soll das denn? Die letzten 13 Spiele sieglos! Und dann redest du so?
Hatten wir denn die letzten 3 Spielzeiten so viele Erfolge zu feiern??
Ich glaube, Robin Dutt konnte keinen besseren Zeitpunkt erwischen. Ich glaube, und das ist sehr realistisch ; dass wir die letzten 3 Jahre selten ansehnlichen Fussball geniesen durften( erfolgreichen schon gar nicht, die Abschlusstabellen lügen nicht).
Wenn Robin Dutt es nur schafft, unsere chronischen Probleme zu beheben( Abwehrschwäche, Konteranfälligkeit, Zuordnung und Laufwege, Spielaufbau, Umschalten, Standardsituationen ), sollte die Werder-Welt wieder rosiger aussehen.
Ich denke, ein Nachtreten (gegen seinen Vorgänger)erübrigt sich! Diese Ära sollte abgeschlossen sein! Nun sollte einfach der Blick nach Vorne gerichtet sein. Und Dutt gilt als ehrgeiziger Arbeiter, der etwas (Neues) aufbauen kann. Wenn wir besser Fussball spielen, werden wir auch Werder Siege bejubeln dürfen. Mit dem Abstieg sollten wir dann nichts zu tun haben.
 
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Also: Dutt ist mit Sicherheit ein Trainer, der sehr professionell arbeitet, über großes fachmännisches Wissen verfügt, taktisch gut geschult ist und es versteht, junge Nachwuchsspieler in die Profimannschaft zu integrieren und zu fördern...

Deine Skeptik scheint mir mehr ein Bauchgefühl von dir zu sein, als dass du sie rationell begründest. Ich glaube eher auch, dass Dutt großes Vertrauen und Zeit von Fans und Verein bekommen wird und sich die Akte Dutt, im Gegensatz zu Leverkusen, nicht an einigen Negativerlebnissen messen wird. Der Anspruch ist in Bremen ganz erheblich gesunken. Die Mehrzahl der Fans wird mit einem Platz zwischen 8 und 12 zu frieden sein. Und das wird auch Robin Dutt schaffen.
 
Ich denke auch, dass die Situation ideal für einen Trainerwechsel ist. In den letzten drei Jahren waren KATS nicht bereit mal einen Schritt zurückzugehen und die Ansprüche von Werder zurückzuschrauben. Ziel war immer das internationale Geschäft. Wahrscheinlich hätte man ihnen auch nichts anderes durchgehen lassen. Die Transfers der letzten Jahre waren deshalb immer so angelegt, dass man sich wenigstens vorstellen konnte, dass die Mannschaft fähig ist, das internationale Geschäft zu erreichen. Im dritten Jahr war dies nur noch mit Leihen möglich. Problem dieser Transferpolitik war, dass wir erstens in Ermangelung von Geld immer mehr schwierige Charaktäre gekauft haben (gute und charakterlich starke Spieler kosten mehr). Zweitens (sicherlich auch als Folge von ersterem) gab es eine starke Fluktuation in der Mannschaft, was zur Folge hatte, dass es TS nie gelungen ist, einen Teamgeist zu schaffen. Dies führte dazu, dass die Mannschaft nach Gegentoren nicht selten komplett zusammengebrochen ist.
Diese Strategie hätte funktionieren können, wenn man in den drei Jahren einmal im internationalen Geschäft gelandet wäre.
Dass dies nicht geschehen ist, hat jetzt zur Folge, dass ein kompletter Neuaufbau nötig wird und der kann nur einhergehen mit einem Zurückschrauben der Erwartungen.
Das sind meiner Meinung nach die besten Voraussetzungen für einen neuen Trainer, das die Erwartungshaltung jetzt nur noch ist, dass die Mannschaft besser abschneidet als diese Saison.
 
Ich habe bei Dutt im Moment nur eine Sorge: wie wird er als Süddeutscher mit der norddeutschen Mentalität klar kommen und wie lange wird es gut gehen, von seiner Frau getrennt zu leben, die ja in Stuttgart einen Friseursalon (?) betreibt und sicher nicht so schnell mal eben alles aufgibt, um zu ihrem Mann nach Bremen zu kommen? So, wie er sich beim DFB getäuscht hat, was die Aufgabenstellung und das Fehlen des Trainingsplatzes angeht, so sehr könnte er jetzt auch daneben liegen, was die private Situation angeht.

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber das könnte evt. irgendwann mal zu einem Problem werden.
 
Ich habe bei Dutt im Moment nur eine Sorge: wie wird er als Süddeutscher mit der norddeutschen Mentalität klar kommen und wie lange wird es gut gehen, von seiner Frau getrennt zu leben, die ja in Stuttgart einen Friseursalon (?) betreibt und sicher nicht so schnell mal eben alles aufgibt, um zu ihrem Mann nach Bremen zu kommen? So, wie er sich beim DFB getäuscht hat, was die Aufgabenstellung und das Fehlen des Trainingsplatzes angeht, so sehr könnte er jetzt auch daneben liegen, was die private Situation angeht.

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber das könnte evt. irgendwann mal zu einem Problem werden.


Naja.. seine Frau könnte expandieren. Den Laden im Süden franchisen und in Bremen neu eröffnen. Falls RD auch noch erfolgreich arbeitet, dann hat ihr Friseursalon auch gleich eine starke Lobby kann ich mir vorstellen. Da gehen dann doch bestimmt viele hin und lassen sich kurz den Pelz mähen.
 
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