Robert Enke

Ich fand die Aussagen von Frau Enke unglaublich bewegend...wie stark und gefasst sie sich gegeben hat. Genau wie er. Ich finde es einfach nur schrecklich, mir vorzustellen wie es sich anfühlt, wenn man eine richtige, manifeste Depression hat, total antriebslos ist und nach außen hin immer der Starke sein muss, aus Angst das bloß keiner was merkt. Das ist ja schon für normale Berufsgruppen total schwer, aber wenn man dann noch ständig Interviews geben muss und in der Öffentlichkeit steht, muss einen das ja förmlich zerreißen.

Es wäre so schön, wenn durch dieses tragische Schicksal vielleicht ein paar mehr Menschen begreifen, welchen Druck Spitzensport heutzutage aufbaut und dann eventuell mal daran denken, wenn sie sich mal wieder über Spieler aufregen, die "mental eben nicht die Voraussetzungen" mitbringen.
 
Depressionen halte ich nicht generell für ein Tabu-Thema.

Lieber Eisbaer, damit liegst du leider falsch. Ich selbst leide seit meine Pubertät an Depressionen. Habe es früher verschwiegen und mich versteckt. In normalem gesellschaftlichen Umfeld werden "psychische Krankenheiten" leider immernoch mit "der ist doch irre" oder "er gehört in die Klappse" gleichgesetzt.

Es war für mich eine riesen Überwindung mich vor ca. zwei Jahren endlich in Behandlung zu begeben, was in erster Linie damit zu tun hatte, dass diese Krankheit so schlimm wurde, dass ich viele Dinge nicht mehr so machen konnte, wie man musste. Habe Angstzustände gehabt. Ich bin politisch aktiv. Habe vor der Verschlimmerung der Krankheit ohne Probleme Reden halten können. Dann kam es zu Schweissausbrüchen, Blackouts und man bekam kein Wort mehr heraus. Im Übrigen bei einem angestrebten Beruf als Jurist, ist dieser Zustand eine Katasrophe.
Heute habe ich mit Hilfe einer Psychotherapie und der Einnahme eines vergleichsweise leichten Antirdpressivums (SSRI) die Depressionen einigermaßen im Griff, auch wenn es heute noch Tage gibt, an denen Wenig bis gar Nichts geht.

Mittlerweile gehe ich ganz offen mit dieser Krankheit um. Auch um anderen Menschen den Mut zu geben damit offen umzugehen. Es ist in der Gesellschaft ein Tabuthema und gerade bei Personen, die so in der Öffentlichkeit stehen wie ein Profifussballer, ist dies umso schlimmer.
 
Was ist an Deisler den schlimmer ? Das er noch mit Depression lebt ?
Bei Deisler wurde es öffentlich gemacht und das Ende vom Lied waren noch schlimmere Depressionen und das Karriereende. Das wollte sich Enke wohl ersparen. Im Endeffekt hätte das bei Deisler auch passieren können.

@Felissilvestris
Ein Tabu-Thema ist für mich dennoch etwas anders. Weiß jetzt auch nicht wie ich das erklären soll. *kratz*
 
Ich weiß nicht...so langsam...

er leiß sich nicht behandeln, um seine Karriere und seine Familie zu schützen, dafür bringt er sich aber um... Ich sag das jetzt hier mal in aller Deutlichkeit, und ich weiß, das sich wieder welche pikieren werden, aber, ohne über den Menschen Robert Enke Urteilen zu wollen, Selbstmord ist immer Egoistisch und Feige.
 
Lieber Eisbaer, damit liegst du leider falsch. Ich selbst leide seit meine Pubertät an Depressionen. Habe es früher verschwiegen und mich versteckt. In normalem gesellschaftlichen Umfeld werden "psychische Krankenheiten" leider immernoch mit "der ist doch irre" oder "er gehört in die Klappse" gleichgesetzt.

Es war für mich eine riesen Überwindung mich vor ca. zwei Jahren endlich in Behandlung zu begeben, was in erster Linie damit zu tun hatte, dass diese Krankheit so schlimm wurde, dass ich viele Dinge nicht mehr so machen konnte, wie man musste. Habe Angstzustände gehabt. Ich bin politisch aktiv. Habe vor der Verschlimmerung der Krankheit ohne Probleme Reden halten können. Dann kam es zu Schweissausbrüchen, Blackouts und man bekam kein Wort mehr heraus. Im Übrigen bei einem angestrebten Beruf als Jurist, ist dieser Zustand eine Katasrophe.
Heute habe ich mit Hilfe einer Psychotherapie und der Einnahme eines vergleichsweise leichten Antirdpressivums (SSRI) die Depressionen einigermaßen im Griff, auch wenn es heute noch Tage gibt, an denen Wenig bis gar Nichts geht.

Mittlerweile gehe ich ganz offen mit dieser Krankheit um. Auch um anderen Menschen den Mut zu geben damit offen umzugehen. Es ist in der Gesellschaft ein Tabuthema und gerade bei Personen, die so in der Öffentlichkeit stehen wie ein Profifussballer, ist dies umso schlimmer.

Dein Beitrag verdient wirklich Respekt!
 
kurzer Abriss der PK:

Enke hatte schon 2003 Probleme, war seitdem, zur Zeit seines Engagements in Barca und Istanbul erstmals in psychologischer Behandlung

nach seinem Wechsel zu 96 ging es ihm besser. Er war froh und glücklich wieder spielen zu können/dürfen.

Seine Frau sagte, sie hofften dass sie es schaffen, so wie nach der Zeit in Barca und wie nach dem Tod von Lara, sie hofften dass die Liebe es schafft.

Durch die Verletzungen der letzten Zeit ging es ihm sehr viel schlechter. Er war sehr engmaschig wieder in Behandlung, bes in den letzten 6 Wochen.

Enke wollte unbedingt verhindern dass es die Öffentlichkeit erfährt. Er hatte Angst seine Karriere, sein Privatleben und auch seine Adoptivtochter zu verlieren.

Er hat den Selbstmord vorbereitet, seine Familie und seinen Arzt vorgemacht es ginge ihm besser, damit er in Ruhe vorbereiten konnte. Dafür hat er sich in seinem Abschiedsbrief entschuldigt.

Seine Frau war sehr gefaßt, hat erzählt wie das Leben mit Robert war wenn es ihm schlecht ging. Auch die Leute von 96 waren sehr einfühlsam. Das ganze war sehr bewegend, vor allem der Schluß.

Ich hab echt geheult.


Und ich muss schon heulen, wenn ich das hier nur lese.
Es fällt schwer zu arbeiten. Man ist mit den Gedanken ganz woanders...
 
Lieber Eisbaer, damit liegst du leider falsch. Ich selbst leide seit meine Pubertät an Depressionen. Habe es früher verschwiegen und mich versteckt. In normalem gesellschaftlichen Umfeld werden "psychische Krankenheiten" leider immernoch mit "der ist doch irre" oder "er gehört in die Klappse" gleichgesetzt.
Es war für mich eine riesen Überwindung mich vor ca. zwei Jahren endlich in Behandlung zu begeben, was in erster Linie damit zu tun hatte, dass diese Krankheit so schlimm wurde, dass ich viele Dinge nicht mehr so machen konnte, wie man musste. Habe Angstzustände gehabt. Ich bin politisch aktiv. Habe vor der Verschlimmerung der Krankheit ohne Probleme Reden halten können. Dann kam es zu Schweissausbrüchen, Blackouts und man bekam kein Wort mehr heraus. Im Übrigen bei einem angestrebten Beruf als Jurist, ist dieser Zustand eine Katasrophe.
Heute habe ich mit Hilfe einer Psychotherapie und der Einnahme eines vergleichsweise leichten Antirdpressivums (SSRI) die Depressionen einigermaßen im Griff, auch wenn es heute noch Tage gibt, an denen Wenig bis gar Nichts geht.

Mittlerweile gehe ich ganz offen mit dieser Krankheit um. Auch um anderen Menschen den Mut zu geben damit offen umzugehen. Es ist in der Gesellschaft ein Tabuthema und gerade bei Personen, die so in der Öffentlichkeit stehen wie ein Profifussballer, ist dies umso schlimmer.

:tnx::tnx: zu dem Fettgedruckten, genauso so siehts aus. Es wird nicht als Erkrankung wahrgenommen, sondern man wird einfach als irre abgestempelt!
 
Lieber Eisbaer, damit liegst du leider falsch. Ich selbst leide seit meine Pubertät an Depressionen. Habe es früher verschwiegen und mich versteckt. In normalem gesellschaftlichen Umfeld werden "psychische Krankenheiten" leider immernoch mit "der ist doch irre" oder "er gehört in die Klappse" gleichgesetzt.

Es war für mich eine riesen Überwindung mich vor ca. zwei Jahren endlich in Behandlung zu begeben, was in erster Linie damit zu tun hatte, dass diese Krankheit so schlimm wurde, dass ich viele Dinge nicht mehr so machen konnte, wie man musste. Habe Angstzustände gehabt. Ich bin politisch aktiv. Habe vor der Verschlimmerung der Krankheit ohne Probleme Reden halten können. Dann kam es zu Schweissausbrüchen, Blackouts und man bekam kein Wort mehr heraus. Im Übrigen bei einem angestrebten Beruf als Jurist, ist dieser Zustand eine Katasrophe.
Heute habe ich mit Hilfe einer Psychotherapie und der Einnahme eines vergleichsweise leichten Antirdpressivums (SSRI) die Depressionen einigermaßen im Griff, auch wenn es heute noch Tage gibt, an denen Wenig bis gar Nichts geht.

Mittlerweile gehe ich ganz offen mit dieser Krankheit um. Auch um anderen Menschen den Mut zu geben damit offen umzugehen. Es ist in der Gesellschaft ein Tabuthema und gerade bei Personen, die so in der Öffentlichkeit stehen wie ein Profifussballer, ist dies umso schlimmer.

:tnx: Für diesen Beitrag.
Vielfach herrscht ja auch die Meinung, der Betroffene "müße sich nur mal zusammen reißen".
Gesunde Menschen können teilweise einfach nicht begreifen, dass Depression eine richtige Krankheit ist, dass es nicht so ist, dass man sich einfach hängen lässt und etwas traurig ist.
Sondern dass es eine richtige Fehlfunktion des Gehirns ist für die der Betroffene nichts kann und gegen die er auch nur mit langer, anstrengender Therapie vorgehen kann.
 
Ich kann mich denen nur anschließen, die sich über das Schweigen unseres Vereins wundern.
Sicher wird irgendwas irgendwann kommen, aber irgendeine kurze Geste einigermaßen zeitnah wäre schon angemessen gewesen.
Anderswo wird getrauert, bei den Verantwortlichen von Werder herrscht "Business as usual". Toll.


Mein Beileid den Hinterbliebenen, ich wünsche ihnen und auch dem Lokführer viel Kraft für die kommende schwere Zeit.
 
Zitat von Göttinger;705737:
Ich kann mich denen nur anschließen, die sich über das Schweigen unseres Vereins wundern.
Sicher wird irgendwas irgendwann kommen, aber irgendeine kurze Geste einigermaßen zeitnah wäre schon angemessen gewesen.
Anderswo wird getrauert, bei den Verantwortlichen von Werder herrscht "Business as usual". Toll.


Mein Beileid den Hinterbliebenen, ich wünsche ihnen und auch dem Lokführer viel Kraft für die kommende schwere Zeit.

:tnx:
 
Für mich ist das alles unfaßbar. Wirklich unfaßbar. Ich war gestern völlig von den Socken, als die Meldung kam und dann dieser, ich sag es ohne Wertung, lakonische Bericht im ZDF heute Journal (um gegen 22 Uhr) da war ich richtiggehend fertig.

Ich wünsche der Familie, seinen Angehörigen insbesondere Tochter und Frau alles erdenklich Gute in diesen schweren Stunden.

Rest in Peace, Robert.
 
Da ich ja nur 30 min. vom Unglücksort wohne und auch schon oft an seinem Bauernhof vorbei gefahren bin und auch von vielen gehört habe das er trotz Millionen immer ein "normaler" Mensch geblieben ist,macht mich das sehr sehr traurig.Werde bei dem Trauermarsch heute um 19Uhr auch teilnehmen und meine Trauer zeigen...

Machs gut Robert Enke...Nur die besten sterben jung:o
 
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