Robert Enke

kurzer Abriss der PK:

Enke hatte schon 2003 Probleme, war seitdem, zur Zeit seines Engagements in Barca und Istanbul erstmals in psychologischer Behandlung

nach seinem Wechsel zu 96 ging es ihm besser. Er war froh und glücklich wieder spielen zu können/dürfen.

Seine Frau sagte, sie hofften dass sie es schaffen, so wie nach der Zeit in Barca und wie nach dem Tod von Lara, sie hofften dass die Liebe es schafft.

Durch die Verletzungen der letzten Zeit ging es ihm sehr viel schlechter. Er war sehr engmaschig wieder in Behandlung, bes in den letzten 6 Wochen.

Enke wollte unbedingt verhindern dass es die Öffentlichkeit erfährt. Er hatte Angst seine Karriere, sein Privatleben und auch seine Adoptivtochter zu verlieren.

Er hat den Selbstmord vorbereitet, seine Familie und seinen Arzt vorgemacht es ginge ihm besser, damit er in Ruhe vorbereiten konnte. Dafür hat er sich in seinem Abschiedsbrief entschuldigt.

Seine Frau war sehr gefaßt, hat erzählt wie das Leben mit Robert war wenn es ihm schlecht ging. Auch die Leute von 96 waren sehr einfühlsam. Das ganze war sehr bewegend, vor allem der Schluß.

Ich hab echt geheult.
 
Depressionen, Homosexualität. Als Profi Sportler hältst du dich 2/3 deines Lebens in Bereichen auf, in denen du Dinge, die wichtiger sind als alles andere, nicht mitteilen kannst.

Das ist für JEDEN Menschen hart, egal ob er dazu auch noch an "physischer Depression" leidet.
Depressionen halte ich nicht generell für ein Tabu-Thema. Die Leute verdrängen das doch meist selbst und wollen gar nicht, dass sie deswegen behelligt werden. Womöglich wäre es sogar wie bei Deisler noch schlimmer für ihn gewesen, wenns öffentlich geworden wäre.
Und Homosexualität wird so oder so auf ewig ein Tabuthema sein, wenn man so manche Stimmen von Spielern hört, gerade wenn sie aus streng gläubigen Ländern kommen.
 
Leute... Die ganze Sache ist gerade mal ein paar Stunden her.
In diesem Thread jetzt vielleicht einfach mal ein bisschen runterschalten. Über scheinbar langsam reagierende Onlineredaktionen und die gesellschaftlichen Probleme wie Voyerismus kann man sich immer noch aufregen die nächsten Tage.
 
wirklich sehr bewegende pressekonfernz. das blitzlichtgewitter bei der kleinsten regung von frau enke war schon mehr als übel...

es ist schon sehr bedauerlich das er scheinbar eine behandlung ablehnte um seine selbstmordpläne voranzutreiben und ihm keiner in der weise beeinflussen konnte das er sich zumindest ambulant in H behandeln lässt (trotz der vermittlungsversuche seines arztes aus köln)...

eins gab mir dann doch noch zu denken. die worte von herrn schmadtke zu frau enke "bleib bei uns". irgendwie kann man das in zweierlei hinsicht verstehen :(
 
Ich ziehe meinen Hut vor der Frau !

respekt sich dem Blitzlichtgewitter zu stellen und dann so gefasst doch zu reden !

zum Schluss konnte sie es dann nicht mehr zurückhalten. verständlich ich an ihrer stelle hätte mich erst garnicht da hingesetzt !

Ich wünsche ihr alle Kraft dieser Welt um dies Durchzustehen !

R.I.P Robert Enke
 
Also ich finds beschämend und ziemlich engstirnig wenn nicht mal eine Anmerkung auf der Werder-Homepage zum Tod von Robert Enke zu finden ist.
So viel Respekt sollte man vor dem Menschen und dem betroffenen Verein schon zeigen. Die Meldungen auf der Titelseite könnten heute nicht banaler wirken. :o:stirn:
 
Unser Verein könnte wenigstens wie die anderen eine Kurzmitteilung auf die Homepage tun. Wäre schon besser. Enke war vor allem privat ein herausragender Mensch.
 
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