@ Cem
Natürlich wünscht sich ein Trainer immer gute Spieler, ist doch auch völlig normal.
Aber Allofs muss die Spieler eben nicht "einfach trainieren" (womit ich jetzt auf keinen Fall sagen möchte das dies einfach wäre!), sondern muss sich auch um die finanzielle Seite Gedanken machen.
Und was das angeht ist deine Sichtweise eben mehr als eindimensional, zumal ich es auch wirklich witzig finde was du so hineininterpretierst. Deiner Meinung nach liegt es ja nur am Geld, was sich nur komischerweise durch nichts belegen lässt. Das Özil sich eher dahingehend äußert zur Zeit kein großes Interesse an einer Verlängerung zu haben (was dann doch eher gegen die Geld-Theorie sprechen dürfte) lässt du da aber mal schön außen vor - eben immer so wie es dir gerade in deine Argumentation passt. Stattdessen sprichst du dann trotz dieser Aussage Özils hier dann allen ernstes davon das sich eine Seite nicht ernsthaft bemühen würde und meinst damit scheinbar Allofs! Absurd.
Zustimmung zu der "moralischen" Bewertung der Sachlage.
Allerdings würde ich vermuten, dass sich die Frage, ob Özil verlängert, wenn nicht, wann er geht, schon hauptsächlich um Geld dreht.
Das ist nicht die Schuld von Özil, noch weniger allerdings von Werder. Sondern das ist das Geschäft.
Es ist Özils gutes Recht, zu versuchen, bei seinem nächsten Vertrag das Beste für sich rauszuholen. Und da es wahrscheinlich Interessenten gibt, die sowohl sportlich finanziell und sportlich attraktiv sind, kann es gut sein, dass er spätestens 2011 geht
Und nebenbei ist es auch gar nicht mal unrealistisch, dass sich Özil sozusagen bei einem Abgang 2011 die gesparte Ablöse mindestens anteilig einstecken könnte, das ist gang und gäbe. Dass dadurch ein abgebender Verein ein Stückweit erpressbar wird, den Spieler auch an tatsächlichen Ablösesummen zu beteiligen, liegt dann auf der Hand. Siehe die Tatsache, dass wohl Diego an der Ablöse beteiligt war, die Werder von Juve kassierte.
Ob das alles gut für ihn und seine sportliche Entwicklung wäre, wird man sehen, da gibt es solche und solche Beispiele.
Auch bei der Frage, ob es Özil charakterlich ein gutes Zeugnis ausstellen würde, wenn er ginge, kann man sich streiten. Auf jeden Fall kann man aber sagen, dass es nicht ganz unüblich im Fußballgeschäft wäre. Von daher finde ich die Anwürfe an Cem teílweise übertrieben.
Keinesfalls kann man aber sagen, dass ein Weggang Özils per se vermeidbar und Allofs`Schuld wäre. Allofs und Schaaf haben natürlich möglicherweise in dieser Frage unterschiedliche Interessenlagen. Während Schaaf selbstverständlich einen Spieler wie Özil gern weiter in seiner Mannschaft sähe (wie wohl jeder Fan auch und ebenso Allofs), muss Allofs auch auf die wirtschaftlichen Aspekte gucken. Und da macht man es sich viel zu leicht, wenn man aus dem blauen Dunst erzählt, wann alles Werder mit Özil hätte verlängern können und noch kann. Vielleicht stimmt das sogar, aber die entscheidenden Fragen: Zu welchen Summen?? darf man nicht ganz weglassen.
Ohne Hintergrundwissen macht eine solche Diskussion überhaupt keinen Sinn. Es sei denn, man verlangt von Allofs, Özil buchstäblich um jeden Preis zu halten. Und dann macht eine Diskussion auch wieder keinen Sinn.
Die Diskussion zuletzt leidet neben dem Diskussionsverhalten mancher User leider vor allem unter der Tatsache, dass zu wenig Teilnehmer bereit sind einzusehen, dass beide Seiten legitime Interessen haben. Wenn das zur Trennung führt, dann muss das nicht in der Bösartigkeit oder Naivität einer Seite begründet sein.
MFG dkbs


)
