Wir waren vor allem darüber dominant, dass wir auf Ballkontrolle fixiert waren, so mein Eindruck. Geschickt wirkte es, weil es funktionierte und der Gegner nicht gut im Spiel war. Aber clever war es mMn ganz sicher nicht, weil wir den Gegner/ dessen Stärken praktisch nie einbezogen, sondern nur unser Spiel aufgezwungen haben. So etwas geht meistens nicht lange gut. Auch die Viererkette stand schon sehr hoch, fand ich. Nur die Abseitsfalle passte und die Twente-Stürmer schalteten falsch, waren gedanklich zu langsam. Nicht wie Bobadilla oder Reus....
Genau das ist der Punkt. Wir sind dann irgendwann zu naiv, statt ruhiger auf die Chance zu warten. Auch, weil wir einfach sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Spielführung haben. Tempo drosseln, Scheinpassivität, dem Gegner Mittelfeld und öfter den Ball überlassen, bleiben Fremdworte.
Selbst wenn wir uns tatsächlich einmal zurückziehen, ist das oft in der Ausführung ziemlich unclever, da wir dies weiterhin mit Ballbesitz und technischen Lösungen ausführen.
Ich seh schon den Punkt den du meinst. Aber ich denke, dass diese Taktik auch zum Erfolg hätte führen können, wenn man sie über 90 Minuten angewendet hätte, statt in der ersten halben Stunde. Klar hätte man deine vielzitierte Scheinpassivität vor allem im gegnerischen Stadion nutzen können, aber ich weiß auch nicht ob so ein alter Fuchs wie McClaren darauf reinfällt. Das Spiel über die erste halbe Stunde war meiner Meinung nach nicht sehr kraftintensiv, die Frage wäre eher gewesen wie lange Enschede das hätte mitmachen können, bevor sie die Kräfte verlassen.
Aber das ist Kaffeesatzleserei.


