Ich kann die Forderungen nach Einsätzen für Moreno nicht nachvollziehen. In den bisherigen Spielen wirkte er wie ein Fremdkörper im Bremer Spiel, auch wenn er ein paar Buden gegen unterklassige Gegner gemacht hat. Sowohl gegen St. Pauli als auch gegen Lautern und Funchal war Rosenberg deutlich spritziger, beweglicher und kombinationssicherer. Und das muss bei Rosenbergs sonstigen Leistungen schon was heißen. Die Forderungen nach Moreno ("Schlechter als mit Rosenberg geht es nicht") erinnern mich an die Forderungen nach Jakub Wierzchowski ("Schlechter als mit Borel geht es nicht"). Und es ging damals doch schlechter.
Nun gibt es zwei Gründe, warum es mit Moreno weder bei Donezk noch in Bremen funktioniert haben konnte. Entweder haben die Scouts beider Vereine da völlig versagt. Dass zwischen der brasilianischen und der deutschen Liga Welten in Sachen Spielverständnis und Tempo liegen, ist hinlänglich bekannt. Selbst Naldo hatte in den ersten Spielen Anpassungsprobleme (ich erinnere an seinen Katastrophenauftritt in der CL-Qualifikation gegen Basel). Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Scouts beider Vereine derart daneben gelegen haben. Auch ist es - schwächere Liga hin oder her - schon ein Zeichen der Qualität, im Nationalteam und in der südamerikanischen Copa Libertadores regelmäßig zu treffen.
Der zweite Grund, warum es mit Moreno nicht geklappt haben könnte, ist der, dass Moreno zu den vielen Südamerikanern gehört, die sich in Europa nicht akklimatisieren können. Stellt euch mal vor, ihr würdet von heute auf morgen nach Brasilien wechseln und dort eure Arbeit verrichten. Dort erwartet euch dann nicht nur ein völlig anderes Klima und eine völlig andere Mentalität. Ihr müsst auch eure Freunde und die Familie in Deutschland lassen und seht sie nur noch sehr selten. Das ist schon noch etwas anderes als ein zweisemestriges Auslandsstudium, zumal die wenigsten Brasilianer englisch sprechen.
Moreno ist doch kein Einzelfall.
Breno war DAS Abwehrtalent in Brasilien und Bayern eine Ablösesumme von über 12 Mio. Euro wert. Jetzt spielt Breno in Nürnberg und Bayern subventioniert wahrscheinlich auch noch das Gehalt des Spielers, nur damit Breno Spielpraxis bekommt.
Der HSV hat mit Alex Silva einen brasilianischen Nationalspieler verpflichtet und - aus deren Sicht zum Glück - nur 50 Prozent der Transferrechte für 6,5 Mio. Euro erworben. Jetzt wurde Alex Silva bis 2011 kostenlos nach Brasilien zurückverliehen. Die Ablöse für Thiago Neves hätte der HSV auch abschreiben müssen, wenn sich nicht ein dämlicher Scheich gefunden hätte.
Bei Argentiniens Supertalent Sosa, der Bayern ebenfalls eine hohe Millionen-Ablöse wert war, ist es ähnlich gelaufen.
Bei Carlos Alberto ist Werder froh, dass man sich nicht mehr am Gehalt des Spielers beteiligen muss.
Schalke wird Ze Roberto II nicht los, obwohl der 38-Mann-Kader dringend verkleinert werden muss. Grossmüller konnte man wenigstens wieder in Uruguay unterbringen.
Hertha versucht gerade verzweifelt, Andre Lima (3 Mio. Ablöse) irgendwo unterzubringen. Herthas Erfahrungen mit Südamerikanern wie Alves (waren es 8 oder 9 Mio. Ablöse) waren fast ausnahmslos negativ.
Sicher sind Verallgemeinerungen unangebracht und es gibt auch Südamerikaner wie Naldo oder Bordon, die in Brasilien keine großen Stars waren, sich in Europa aber als Volltreffer erwiesen. Bei Südamerikanern ist immer eine gewisse Phantasie vorhanden, dass sie groß einschlagen werden.
Aber die Anzahl derer, die in Europa überhaupt nicht zurechtkommen (bzw. allenfalls in Portugal, wo deren Sprache gesprochen wird), ist doch erschreckend hoch. Deshalb halte ich es für sinnvoller, in Zukunft mehr in anderen Regionen zu scouten.
Nun gibt es zwei Gründe, warum es mit Moreno weder bei Donezk noch in Bremen funktioniert haben konnte. Entweder haben die Scouts beider Vereine da völlig versagt. Dass zwischen der brasilianischen und der deutschen Liga Welten in Sachen Spielverständnis und Tempo liegen, ist hinlänglich bekannt. Selbst Naldo hatte in den ersten Spielen Anpassungsprobleme (ich erinnere an seinen Katastrophenauftritt in der CL-Qualifikation gegen Basel). Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Scouts beider Vereine derart daneben gelegen haben. Auch ist es - schwächere Liga hin oder her - schon ein Zeichen der Qualität, im Nationalteam und in der südamerikanischen Copa Libertadores regelmäßig zu treffen.
Der zweite Grund, warum es mit Moreno nicht geklappt haben könnte, ist der, dass Moreno zu den vielen Südamerikanern gehört, die sich in Europa nicht akklimatisieren können. Stellt euch mal vor, ihr würdet von heute auf morgen nach Brasilien wechseln und dort eure Arbeit verrichten. Dort erwartet euch dann nicht nur ein völlig anderes Klima und eine völlig andere Mentalität. Ihr müsst auch eure Freunde und die Familie in Deutschland lassen und seht sie nur noch sehr selten. Das ist schon noch etwas anderes als ein zweisemestriges Auslandsstudium, zumal die wenigsten Brasilianer englisch sprechen.
Moreno ist doch kein Einzelfall.
Breno war DAS Abwehrtalent in Brasilien und Bayern eine Ablösesumme von über 12 Mio. Euro wert. Jetzt spielt Breno in Nürnberg und Bayern subventioniert wahrscheinlich auch noch das Gehalt des Spielers, nur damit Breno Spielpraxis bekommt.
Der HSV hat mit Alex Silva einen brasilianischen Nationalspieler verpflichtet und - aus deren Sicht zum Glück - nur 50 Prozent der Transferrechte für 6,5 Mio. Euro erworben. Jetzt wurde Alex Silva bis 2011 kostenlos nach Brasilien zurückverliehen. Die Ablöse für Thiago Neves hätte der HSV auch abschreiben müssen, wenn sich nicht ein dämlicher Scheich gefunden hätte.
Bei Argentiniens Supertalent Sosa, der Bayern ebenfalls eine hohe Millionen-Ablöse wert war, ist es ähnlich gelaufen.
Bei Carlos Alberto ist Werder froh, dass man sich nicht mehr am Gehalt des Spielers beteiligen muss.
Schalke wird Ze Roberto II nicht los, obwohl der 38-Mann-Kader dringend verkleinert werden muss. Grossmüller konnte man wenigstens wieder in Uruguay unterbringen.
Hertha versucht gerade verzweifelt, Andre Lima (3 Mio. Ablöse) irgendwo unterzubringen. Herthas Erfahrungen mit Südamerikanern wie Alves (waren es 8 oder 9 Mio. Ablöse) waren fast ausnahmslos negativ.
Sicher sind Verallgemeinerungen unangebracht und es gibt auch Südamerikaner wie Naldo oder Bordon, die in Brasilien keine großen Stars waren, sich in Europa aber als Volltreffer erwiesen. Bei Südamerikanern ist immer eine gewisse Phantasie vorhanden, dass sie groß einschlagen werden.
Aber die Anzahl derer, die in Europa überhaupt nicht zurechtkommen (bzw. allenfalls in Portugal, wo deren Sprache gesprochen wird), ist doch erschreckend hoch. Deshalb halte ich es für sinnvoller, in Zukunft mehr in anderen Regionen zu scouten.



