Klimapolitik, Energiewende, Fridays For Future....

Zum Strompreis. Für die Industrie wurde erst dieses Jahr ein Industriepreis eingeführt. Sollte eigentlich bekannt sein.

Augenwischerei. Der Industriestrom kostet in Deutschland im Schnitt 15,5ct pro kWh.
Die Förderung wird aber von einem fiktiven Basispreis von 8,7ct berechnet. Zielwert ist 5ct.
Somit werden 3,7ct pro kWh erstattet. Allerdings nur auf maximal 50% der verbrauchten Strommenge.
Also effektiv sinkt der reale Preis von 15,5ct auf ca. 13,7ct pro kWh und bleibt damit mehr als doppelt so teuer wie z.B. in den USA.

Und gegen Teuren Strom kann man selbst was machen PV auf das Fabrikdach und schon sinken die Energiekosten automatisch.

Sorry, aber ich glaube du hast keinerlei Vorstellung was so ein Chemiestandort für einen Energiebedarf hat.

Mal wieder was aus der Praxis:
Der Chemiepark Marl (Flächengröße 6 Quadratkilometer) hat einen Jahresstromverbrauch von 3,5 Terrawattstunden.
Um diese Energie aus Solarenergie abzudecken, benötigst du eine Flächen von 770 Quadratkilometern. Das ist 1/6 der Fläche des gesamten Ruhrgebiets. Da sind die Umsiedlungen des Braunkohletagebaus ein Dreck dagegen. Also nix mal eben ein paar Platten aufs Fabrikdach.
 
Mal wieder was aus der Praxis:
Der Chemiepark Marl (Flächengröße 6 Quadratkilometer) hat einen Jahresstromverbrauch von 3,5 Terrawattstunden.
Um diese Energie aus Solarenergie abzudecken, benötigst du eine Flächen von 770 Quadratkilometern. Das ist 1/6 der Fläche des gesamten Ruhrgebiets. Da sind die Umsiedlungen des Braunkohletagebaus ein Dreck dagegen. Also nix mal eben ein paar Platten aufs Fabrikdach.
Ich lese aus Rudis Beitrag nicht heraus, dass der Energiebdarf in toto durch PV angedeckt werden soll.
Allerdings wäre eigene Stromerzeugung durch PV ein (erster) Schritt in Richtung Senkung der Energiekosten.
 
Das die CO2 Steuer für die Chimiindustrie ein Problem ist mir bekannt und möchte ich nicht abstreiten.

Woher kommt das eigentlich, lässt sich Erdgass nicht durch Wasserstoff ersetzen?

Man braucht im Durchschnitt 3-fachen Volumenstrom für gleiche Energie, bestehende Leitungen transportieren 10–20% weniger Energie bei reinem H2 und der Kompressoraufwand steigt. Hinzu kommen einmalige Umstellungskosten (Prüfung, Zähler, Armaturen, Spülung) sowie laufende Mehrkosten für Verdichtung. Die bestehende Infrastruktur ist weitgehend nutzbar (Stahl, PE bis 16 bar), aber mit höheren Verlusten verbunden.

Zum Strompreis. Für die Industrie wurde erst dieses Jahr ein Industriepreis eingeführt. Sollte eigentlich bekannt sein.

Stimmt, für die großen Konzerne gilt das auch, nicht jedoch für den Mittelstand. Das ist gestaffelt, bei kleinere Unternehmen 16,7 ct/kWh, mittlere Industrie 15,9 ct/kWh und Großindustrie 14,4 ct/kWh abzüglich der 5 ct/kWh Subventionen für die Großkonzerne.

Zum Vergleich liegen wir in den USA und China bei 8 ct/kWh, man liegt immer noch in der Masse deutlich über dem Weltmarkt.
Und gegen Teuren Strom kann man selbst was machen PV auf das Fabrikdach und schon sinken die Energiekosten automatisch.

Hilft, aber mit hohen Investitionen verbunden und der Frage der Amortisation. Mit Speicher oder ohne und für sehr energieintensive Industriezweige nicht umsetzbar (können wir gerne diskutieren).
Wie ich schon geschrieben habe, der Preis für Erneuerbare ist der Günstigstigste Preis pro kWh. Zudem fällt der Strompreis weiter.

Kann man aber nicht isoliert sehen, denn die Netzentgelte, Systemkosten und Steuern sind zu hoch.
Das ist also kein Wettbewerbsnachteil mehr.
Es werden andere Gründe wegen einen Geringeren Absatzmarkt geben.

Auch Personalkosten können nicht das Problem sein.

Personalkosten sind ein massiver Standortfaktor. Lohnstückkosten sind die höchsten in Europa (lt. OECD und IW Köln). Lohnnebenkosten liegen bei ca. 21 %, dem absoluten internationalem Spitzenwert. Dazu Fachkräftemangel (1,7 Millionen) und die niedrigste Produktivität (letzter Platz der G7).
Ein klein Wenig muss sich der Konzern auch selber bewegen und sich erkundigen, wie man Produktionskosten senkt.

Ja, sie bewegen sich ins Ausland, wo die Energiepreise und Lohnstückkosten niedrig sind.
 
Ja: Energieintensive Grundstoffindustrie steht massiv unter Druck.
Ja: BASF ist ein ernstzunehmendes Signal für Standortprobleme.
Nein: Das bedeutet nicht automatisch einen vollständigen industriellen Kollaps oder irreversible Abhängigkeit.

Wenn der Industriestrompreis als Beleg für Standortnachteile und/oder "Deindustrialisierung" gilt:
Welche Größenklasse ist gemeint, welche Vergünstigungen sind eingerechnet, und ist es ein Neuabschluss oder ein Bestandsvertrag?
Ohne diese Angaben ist die Zahl ein politischer Anhaltspunkt, kein harter Beweis.
(Aussagen wie „der Industriestrompreis liegt bei x Cent“ sind oft nur dann seriös, wenn klar dazugesagt wird, für welche Kundengruppe und unter welchen Annahmen gerechnet wurde. Branchenverbände, Unternehmen und politische Akteure verwenden solche Zahlen teils strategisch, weil schon kleine Änderungen bei Vergünstigungen die Wahrnehmung stark verschieben können.)
 
Die 1,7-Millionen-Zahl ist eher als politisch zugespitzte Hochrechnung denn als harte Arbeitsmarktstatistik zu sehen.
Sie übertreibt einen Mangel-Befund, ist aber als exakte Messgröße nicht wirklich seriös.

 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, sie bewegen sich ins Ausland, wo die Energiepreise und Lohnstückkosten niedrig sind.
Beispiel BASF Ludwigshafen: ein Warnsignal, aber kein Totalausfall,
Die BASF-Entscheidungen sind tatsächlich ein starkes Signal, aber man sollte sie einordnen:
Stillgelegt wurden vor allem hoch energieintensive Basischemikalien (z.B. Ammoniak).
Gleichzeitig investiert BASF weiter in Spezialchemie und höherwertige Produkte in Europa, auch in DE.
Ludwigshafen bleibt ein zentraler Verbundstandort – aber mit veränderter Struktur.

Das Muster dahinter:
Commodity-Chemie → wandert tendenziell in günstigere Regionen,
Spezialchemie / High-Margin → bleibt eher in Hochlohnländern.
Das ist kein neuer Trend, sondern beschleunigt sich durch Energiepreise.
 
Augenwischerei. Der Industriestrom kostet in Deutschland im Schnitt 15,5ct pro kWh.
Die Förderung wird aber von einem fiktiven Basispreis von 8,7ct berechnet. Zielwert ist 5ct.
Somit werden 3,7ct pro kWh erstattet. Allerdings nur auf maximal 50% der verbrauchten Strommenge.
Also effektiv sinkt der reale Preis von 15,5ct auf ca. 13,7ct pro kWh und bleibt damit mehr als doppelt so teuer wie z.B. in den USA.



Sorry, aber ich glaube du hast keinerlei Vorstellung was so ein Chemiestandort für einen Energiebedarf hat.

Mal wieder was aus der Praxis:
Der Chemiepark Marl (Flächengröße 6 Quadratkilometer) hat einen Jahresstromverbrauch von 3,5 Terrawattstunden.
Um diese Energie aus Solarenergie abzudecken, benötigst du eine Flächen von 770 Quadratkilometern. Das ist 1/6 der Fläche des gesamten Ruhrgebiets. Da sind die Umsiedlungen des Braunkohletagebaus ein Dreck dagegen. Also nix mal eben ein paar Platten aufs Fabrikdach.

Wie kommst du darauf, das PV sowenig zum Energiebedarf beitragen können?

Wenn du von Balkon Modulen ausgehst, dann wird das wohl so sein. Aber doch nicht die Module die aufs Dach kommen.

Wenn der selbst erzeugte Strom nicht ausreicht, dann kann man auch nichts an Strom verkaufen.

Gehen wir mal zurück auf ein Privathaushalt
Mieter mit Balkon: Da bin ich mir sicher das man nicht mehr Strom produzieren kannst als du Verbrauchst. Doch dein Durchschnitlicher Strompreis für den Verbrauch sinkt im Durchschnitt. Je nach Stromverbrauch bis um die Hälfte, je nach nutzbare Fläche am Balkon kann sogar ein Überschuss am Tag entstehen.

Bei einen Chemiekonzern reicht eine PV nicht aus, dabraucht es locker die gesamte Dachfläche. Selbst das wird nicht den Energiebedarf decken. Aber die von dir beanspruchte Fläche kann nicht stimmen.

Der Strompreis sinkt dadurch das der selbst erzeugte Strom nichts kosten. Dazu dann der Strom denn man dazu kaufen müsste, kommt ein deutlich geringerer Preis pro kWh heraus und damit deutlich geringere Produktionskosten.
 
Strom Paradoxon:

Das deutsche Stromnetz steht vor einem fundamentalen Widerspruch, je mehr volatile Einspeisung (Wind, PV) ins Netz kommt, desto mehr konventionelle Regelkapazität wird gleichzeitig benötigt und nicht weniger. Die Reservekraftwerkskosten steigen, die Netzengpässe verlagern sich zunehmend in die Verteilnetze, und der Netzausbau hinkt dem Zubau erneuerbarer Anlagen strukturell hinterher. Die bisher ausgebliebenen Blackouts sind kein Beweis von Systemrobustheit, sondern Ergebnis eines kostspieligen Parallelbetriebs fossiler Absicherung, der mit jedem weiteren Kohle- und Kernkraftwerksabgang fragiler wird.

Weil es heute schon erwähnt wurde, möchte ich ein wenig auf die PV Anlagen eingehen. Die massenhafte Zuschaltung privater und gewerblicher Photovoltaikanlagen erzeugt zunehmend Probleme im Verteilnetz:. So mussten 2025 um 94 Prozent der PV Anlagen mehr abgeregelt werden als im Vorjahr. Der Anteil hierdurch notwendigen Redispatch-Maßnahmen stieg von einem Viertel (2024) auf ein Drittel (2025), im zweiten Quartal 2025 sogar auf 49 Prozent (Rekordwert). In Bayern wurden allein im zweiten Quartal 2025 mehr als die Hälfte aller Abregelungen durchgeführt, ein Anstieg um 247 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2023.
Das Problem sind die Verteilnetze (Niederspannungsebene, Ortsnetze), da diese nicht für bidirektionalen Stromfluss konzipiert wurden. Viele private PV-Anlagen speisen bei Sonnenschein mehr ein, als das lokale Netz transportieren kann, mit destabilisierender Wirkung auf die Netzfrequenz rund um den 50-Hz-Sollwert.

Nur zur Erinnerung, das öffentliche Stromnetz in Deutschland und Europa läuft mit einer Netzfrequenz von 50 Hz, Bei Abweichungen unter 47,5 Hz oder über 51,5 Hz werden automatisch Schutzmechanismen aktiviert, die bis zum Abschalten von Kraftwerken und einem Brownout/Blackout reichen können.

... über die Re-Dispatch Problematik müssen noch sprechen, denn die sorgen dafür im erheblich steigendem Maße, dass das Netz (noch) nicht zusammengebrochen ist ...
 
Ich weiss ja nicht, was du dir unter einen Chemiekonzern vorstellst, aber ich rate dir dringend mal so ein Werk zu besichtigen, dann wirst du sehen, dass es dort 1. kaum Dachflächen gibt und 2. der Vergleich mit einer privaten Anlage völlig absurd ist.
Jetzt weiß ich ja bescheid, also eine Fabrik ohne Dach. Also sind die Produkte Wind und Wetter ausgesetzt ? Super !

Also auch Bürogebäude ohne Dach. Lagerhaltung ohne Dach. Wahnsinn.

Du glaubst echt das ich dir das glaube?
 
Jetzt weiß ich ja bescheid, also eine Fabrik ohne Dach. Also sind die Produkte Wind und Wetter ausgesetzt ? Super !

Also auch Bürogebäude ohne Dach. Lagerhaltung ohne Dach. Wahnsinn.

Du glaubst echt das ich dir das glaube?

Schade dass Du nicht zuhören möchtest, gerade die BASF als größtes Chemiewerk Deutschlands ist Paradebeispiel für Wunschdenken und Realität.

BASF plant auf einer 100 bis 120 Hektar großen Fläche nördlich des Werksgeländes in Frankenthal einen Solarpark mit einer installierten Leistung von bis zu 130 MWp. Die jährliche Stromerzeugung ist mit 140.000 MWh kalkuliert und ursprünglich sollte dieser Strom sowohl ins öffentliche Netz als auch in das Werk selbst fließen, mit einem Baubeginn im Herbst 2026 und Inbetriebnahme 2027.

Das Vorhaben ist bereits jetzt an der Realität des Stromnetzes gescheitert, zumindest in seiner ursprünglichen Form. Die Pfalzwerke Netze AG (der Verteilnetzbetreiber) hat den beantragten Netzanschluss über ~140 MW Einspeiseleistung an einem einzigen Netzverknüpfungspunkt mit der Begründung verweigert, dass das regionale Verteilnetz diese Strommenge bei hoher Sonneneinstrahlung nicht sicher aufnehmen kann und Überlastungen, Spannungsprobleme und Rückwirkungen auf höhere Netzebenen drohen. Somit wurde der Baubeginn gestoppt, da sich das Problem weder kurz-, noch mittelfristig lösen lässt.

Das BASF-Projekt ist im Übrigen kein Einzelfall, sondern das Paradebeispiel für das Kernproblem. Der Strom kann gebaut, aber nicht transportiert werden. Selbst wenn der Solarpark als Eigenverbrauchsprojekt wirtschaftlich sinnvoll ist, löst er weder BASF's strukturelles Energieproblem (fehlende Grundlastfähigkeit im Winter) noch das der Region.

Wir operieren am offenen Herzen und riskieren den Tod des Patienten (Deutschland).
 
Strom Paradoxon:

Das deutsche Stromnetz steht...
Der Text nutzt reale aktuelle Probleme, um mit verkürzten oder technisch nicht ganz sauberen Schlussfolgerungen zu dramatisieren (mal wieder).

1) „Mehr Erneuerbare ⇒ mehr konventionelle Regelkapazität“
Das ist nur teilweise richtig.
Korrekt ist: Mit wachsendem Anteil volatiler Einspeiser steigt der Bedarf an Flexibilität im System (Regelenergie, Redispatch, Speicher, Lastmanagement).
Nicht korrekt ist die implizite Gleichsetzung mit „mehr fossile Kraftwerke“:
Flexibilität kann auch kommen von:
Batteriespeichern, Pumpspeichern, Lastverschiebung (Industrie), Netzkuppelstellen (EU-Verbund), perspektivisch Wasserstoffkraftwerken.
Der Bedarf an rotierender Masse (Trägheit) sinkt nicht automatisch, aber kann durch synthetische Trägheit (Wechselrichterregelung, Grid Forming) teilweise ersetzt werden.
Realistisch formuliert: Der Bedarf an steuerbarer Leistung bleibt – aber deren Technologie-Mix verschiebt sich.

2) „Parallelbetrieb macht das System nur scheinbar stabil“
Das ist übertrieben/dramatisierend.
Ja: Der aktuelle Betrieb ist ein Übergangssystem mit:
Redispatch, Reservekraftwerken, Engpassmanagement.
Aber: Das ist kein „Trick“, sondern normale Netzbetriebsstrategie in Transformationsphasen.

Die Aussage „kein Beweis von Robustheit“ übertreibt/dramatisiert:
Das europäische Verbundnetz ist tatsächlich eines der stabilsten Systeme weltweit.
Die Eingriffe zeigen eher, dass das Regelungssystem funktioniert, nicht dass es kurz vor dem Kollaps steht.

3) Redispatch und PV-Abregelung (die angegebenen Zahlen)
Die Richtung stimmt, aber Kontext fehlt:
Redispatch-Zunahme ist gut dokumentiert. PV-Abregelung im Verteilnetz nimmt zu, besonders in:
Bayern, Baden-Württemberg, Regionen mit viel Zubau und schwachem Netzausbau.
Wichtig:
Ein Anstieg von „+94 %“ klingt dramatisch, der hoher Zuwachs liegt aber eher am niedrigen Ausgangsniveau. (Bsp.: Von 1 auf 4 sind +400 %...)
Anteil am Gesamtstrom ist weiterhin relativ klein (typisch wenige Prozent der EE-Erzeugung).
Richtig ist: Engpässe verlagern sich ins Verteilnetz. PV ist ein Haupttreiber, weil stark dezentral.

4) „Verteilnetze sind nicht für bidirektionalen Fluss ausgelegt“
Das ist im Kern korrekt, aber historisch verkürzt.
Ursprünglich: Top-down-Struktur (Kraftwerk → Verbraucher).
Heute: Prosumer, Einspeisung auf Niederspannungsebene.
Aber: Netzbetreiber rüsten bereits massiv nach:
regelbare Ortsnetztransformatoren, Spannungsbandsteuerung, Einspeisemanagement, Smart Meter / §14a EnWG Steuerbarkeit.
Es ist also kein „Systemfehler“, sondern Teil der Transformation.

5) „PV destabilisiert die Netzfrequenz“
Frequenz (50 Hz) wird primär durch das Gleichgewicht von Erzeugung und Last im gesamten Verbundnetz bestimmt, nicht lokal im Ortsnetz.
Verteilnetzprobleme äußern sich typischerweise als: Spannungsprobleme (z. B. > 253 V), Leitungsüberlastung, nicht als Frequenzabweichung.
PV-Anlagen:
sind heute fast immer netzgeführt (grid-following), schalten sich bei Frequenzproblemen automatisch ab, tragen aktuell wenig zur Frequenzhaltung bei, destabilisieren sie aber auch nicht direkt.
Kurz: Photovoltaik verursacht lokale Spannungs- und Kapazitätsprobleme, nicht primär Frequenzinstabilität.

6) Frequenzgrenzen (47,5–51,5 Hz)
Formal korrekt, aber: Diese Extremwerte sind Notfallbereiche, nicht operative Realität. Es wird dramatisiert.
Typischer Betrieb: ±0,02–0,05 Hz im Normalfall.
Bereits bei ~49,8 Hz greifen erste Maßnahmen (Regelenergie, automatische Lastabwürfe in Stufen).
Technisch - für die seltenen Randbereiche - korrekt, aber eben damatisiernd. Der Schreiber sucht 'die karierten Maiglöckchen'.
 
...gerade die BASF als größtes Chemiewerk Deutschlands ist Paradebeispiel für Wunschdenken und Realität.

Wir operieren am offenen Herzen und riskieren den Tod des Patienten (Deutschland).

Entscheidend ist: Das Problem ist offenbar nicht „Solarpark unmöglich“, sondern zunächst die konkrete Netzanschlussform mit sehr hoher Einspeisung an einem einzelnen Punkt.
Es wird mal wieder dramatisiert.

Das Projekt ist weiterhin in der Planung und nicht einfach „abgeschrieben“. Die Stadt Frankenthal beschreibt den Solarpark als laufendes Planungsprojekt; der Baubeginn war bzw. ist für 2026 anvisiert, und im Juni 2026 hieß es bei BASF noch, man prüfe Alternativen.
BASF prüft ausdrücklich, wie viel Strom ins öffentliche Netz gehen kann und wie viel direkt im Werk genutzt werden kann.
Das spricht gegen die These, das Vorhaben sei insgesamt an der Realität gescheitert.
Auch die ursprüngliche Projektlogik war nicht nur „Netzeinspeisung“, sondern die Versorgung von BASF und des regionalen Umfelds; also ein gemischtes Nutzungskonzept, nicht zwingend ein reines Einspeiseprojekt.
Die Planungsunterlagen zeigen, dass das Projekt politisch und verwaltungsseitig weiter bearbeitet wird, also kein endgültiges Aus vorliegt.

Fazit;
Nicht der Solarpark als solcher scheitert an der Realität, sondern ein bestimmtes Anschluss- und Vermarktungsmodell.
Und der letzte Satz ist einfach Bullshit.
 
Die Hitzewelle im Moment liegt übrigens daran, dass die Solarpanels in der Sonne über 1000 Grad Hitze erzeugen und damit die Luft aufheizen.

Kein Witz, heute gelesen.

So ähnlich wie mit den Windparks, die den ganzen Wind absaugen, sodass Wetter nicht weiterziehen kann und somit lokal hohe Temperaturen entstehen.
 
Die Hitzewelle im Moment liegt übrigens daran, dass die Solarpanels in der Sonne über 1000 Grad Hitze erzeugen und damit die Luft aufheizen.

Kein Witz, heute gelesen.

So ähnlich wie mit den Windparks, die den ganzen Wind absaugen, sodass Wetter nicht weiterziehen kann und somit lokal hohe Temperaturen entstehen.
Und, hat das Luka Modric Double schon Klage eingereicht gegen die Sonne? :)
 
Irgendwie sind wir hier gar nicht mehr beim menschengemachten Klimawandel und dessen Anzweiflung. Die Ausführungen hier haben mich in keinster Weise vom Gegenteil überzeugt. Jedes einzelne Argument habe ich schon zig mal gelesen und es wurde mindestens genauso oft widerlegt. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass es komplett sinnlos ist über dieses Thema zu diskutieren. Das hat man hier im Thread ja ganz gut beobachten können. Auf zahlreiche Posts wurde schlichtweg nicht eingegangen. Gut, muss man dann auch mal akzeptieren, dass man da nicht weiter kommt.

Jetzt sind wir beim Thema Energie. Da bin ich nicht so tief im Thema. Dennoch ist es logisch, die Energie, die uns die Sonne frei Haus liefert auch zu nutzen. Ähnlich wie Wind- und Wasserkraft. Atomkraft hingegen ist extrem teuer. Quasi überall auf der Welt übersteigen die Entstehungskosten von Atomstrom denen von PV Strom. Auch in den USA wurden (Mini-) AKW Projekte bereits abgebrochen, weil zu teuer (https://www.spiegel.de/wirtschaft/u...r-sind-a-48acf8f6-5447-4966-bfd4-439315f0ff7c). Die Briten haben ähnliche Probleme. In China sieht das irgendwie ein bisschen anders aus. Keine Ahnung warum, aber deren AKW Strom (bei Neubauten wohlgemerkt) scheint nicht viel teuer als PV zu sein. Vermutlich haben die da etwas andere Standards. Bleibt immer noch das Zeug übrig, dass niemand in seinem Garten haben will.

Dass wir sehr energieintensive Industrien haben ist unstrittig. Ich kann mir auch Gebäude vorstellen, die keine geeignete Dachflächen für PV haben ;-) Da hab ich wirklich keine Ahnung, was der richtige Weg ist.

btw: In Frankreich musste dieser Tage bereits 3 AKW abgeschaltet werden. Auch uncool irgendwie.

Kleiner Nachtrag zu China:
Während in den westlichen Ländern AKW wohl eher Einzelprojekte sind, werden in China die Dinger "in Serie" gebaut . Dadurch senken sich natürlich diverse Kosten. Dann ist die Regierungsform natürlich eine andere. Finanzierungen sind da irgendwie günstiger und der Staat springt mehr ein. Viele Materialien wie z.B. Stahl produziert China sich selbst auch günstiger.
 
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