Es war schon während der WM klar, dass Özil nicht verlängern würde. Da muss man sich dann schonmal überlegen, ob man ihn verkaufen will oder nicht. Wenn ja, dann sollte man auch bereits die Fühler nach einem Nachfolger ausstrecken. Wenn nein, dann sollte ein nein auch ein nein sein, basta. Und selbst wenn man wirklich nicht wollte (was ich bezweifle), dann hätte man spätestens in der Hinrunde die Fühler nach einem Ersatz zur Winterpause ausstrecken müssen. Hat man nicht getan.
Also, dein Argument ist ziemlich schwach, wie ich finde.
Ersatz heisst doch deiner Argument folgend, dass dieser Spieler die Lücke die MÖ gerissen hat, mehr oder weniger erfolgreich schließen sollte, oder?
Es war diesen Sommer aber kein Spieler auf dem Markt, der in Ablöse und Gehalt finanzierbar gewesen wäre und der auch Lust gehabt hätte zu Werder zu kommen. Deshalb ja auch die Idee von KATS, die Lücke mit AH, MM und MA im Kollektiv aufzufangen.
Herzog wurde durch Micoud ersetzt (wenn auch nicht zeitlich nahtlos), Micoud durch Diego und Diego durch MÖ. Bei den letzten Dreien hatte Werder das große Glück, dass die Spieler günstig zu haben waren, da sie im alten Verein massive Probleme hatten und deshalb die Chance Werder Bremen erkannt und genutzt haben.
Gab es so einen glücklichen Umstand aber diesen Sommer? Leider nein.
Werder kann eben keinen Superspielmacher vom Schlage einen Micoud oder MÖ mal eben für einen zweistelligen Millionenbetrag verpflichten und ihm dann noch das nötige Gehalt bezahlen. Schaut mal, was alleine ein Jurado auf Schalke gekostet hat und was er dort verdient und der ist Meilenweit von der Klasse eines Micoud, Diego und auch einem MÖ entfernt.
Ich möchte an dieser Stelle aus dem Kommentar zum letzten Geschäftsbericht zitieren:
Auf regionaler Ebene ist zusätzlich zu beachten, dass das Einzugsgebiet der Werder Bremen GmbH & Co KG aA im Vergleich zu anderen Städten eine wesentlich geringere Ansiedlungsdichte großer und auch mittelständischer Unternehmen vorzuweisen hat. Insofern ist es für die KG aA im Vergleich zu anderen Bundesligisten aus Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg oder dem Ruhrgebiet wesentlich schwieriger, regionale Sponsoren zu akquirieren.
Trotz dieser schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelingt es dem Konzern Werder Bremen seit Jahren, die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.
Wisst ihr eigentlich womit Werder dieses Handicap seit 2004 ausgleicht und sich im Spitzenfeld der Liga halten kann?
Mit der umsichtigen wirtschaftlichen Vereinspolitik, gepaart mit der sportlichen Kompetenz von KATS, die hier mit wenig viel erreicht haben. Zudem das nötige glückliche Händchen bei Transfers, das man aber fairerweise nicht jedes Jahr erwarten darf und kann.
Auch durch die CL-Millionen konnte Werder das kompensieren, was durch das Umfeld nicht gegeben ist. Ohne KATS würden wir jetzt nicht darüber jammern, dass wir aus der Spitzengruppe abgestürzt sind, dann hätten wir diese Position überhaupt nie erreicht. Ein blinder Aktionismus, bei dem ohne Sinn und Verstand auf die Schnelle die Rücklagen verfeuert werden, würde alles noch viel schlimmer machen und vielleicht sogar alles aufs Spiel setzen, was der Verein sich in den letzten 11 Jahren mit KATS aufgebaut hat.


vor allem in der jetzigen Situation wird keine von beiden Seiten ein neuen Vertrag aufsetzen....MIt welchen Zielen? Wie lange? Gültigkiet? und und