Wenn man sich das Ganze Szenario mit ihm und TS vor dem Hintergrund der noch recht frischen Vertragsverlängerung so anschaut und dabei einfließen lässt, daß er desöfteren von TS aufgrund seiner Mannschaftsdienlichkeit und Teamfähigkeit gelobt wurde, werde ich einfach das Gefühl nicht los, das dort tatsächlich etwas vorgefallen sein muß, was so abrupt zu diesem "Bruch" zwischen den beiden geführt hat.
Allein sportliche Gründe kann ich mir nicht vorstellen. Schließlich hätte er spätestens jetzt den Vorzug vor Borowski erhalten müssen und auch das Vorziehen von Tziolis seinerzeit drängte sich nicht unbedingt auf.
Ich kann es nachvollziehen wie frustrierend es ist, plötzlich in den Planungen keine Rolle mehr zu spielen, aber Juri lässt hier leider (wie auch schon bei seinen anderen Ex-Clubs) jegliche Form von Selbstkritik vermissen.
Man sollte doch nämlich mal die Entwicklung der ganzen Sache nicht außen vor lassen.
Zunächst war es ja so, dass Juri´s Vertrag aufgrund solider Leistungen, seiner Mannschaftsdienlichkeit usw. verlängert wurde. Man darf trotz Verlängerung aber nicht vergessen, dass er wohl kaum für die Bank verpflichtet wurde, dass man sich schon eine Entwicklung von ihm verprochen hatte. Diese blieb allerdings nachweislich aus. Ich will Juri´s Leistung keinesfalls schmälern, man braucht auch solide Backups, aber er hat sich in all den Jahren nicht wirklich gesteigert.
Wenn ich dann einen jüngeren Spieler(Tziolis) ausleihe, der sich möglicherweise noch entwickeln kann und der vorallem in Training Ähnliches zeigt wie das vorhandene Personal (Juri) ist es doch nachvollziehbar, dass ich diesen spielen lasse.
Dazu kam dann, dass Juri´s Leistung nach Vertragsverlängerung bergab ging. Er hat auch selbst zugegeben, dass er sich im Training nicht mehr reingehängt hat (wo bleibt das eigentlich in diesem Interview?)
Tziolis konnte dann leider nicht bestätigen, dass er besser ist als Juri und wurde folgerichtig nicht verpflichtet. Dennoch reichen die Gründe:
- schlechte Trainingsleistungen inkl. frust-bedingten Disziplinlosigkeiten
- katastrophale Vorbereitung
- öffentliche Auseinandersetzungen mit dem Trainer
- und vorallem eben ausbleibende Entwicklung über mehrere Jahre
mMn schon als die viel zitierten "sportlichen Gründe" um ihm keine großen Einsatzzeiten mehr zu garantieren. Dass TS da stur ist, dass diese harte Linie dann sehr plötzlich kam, kann ich alles verstehen. Auch kann man sich über die Vertragsverlängerung an sich streiten, wenn sich Werder offensichtlich von einem kurzen Hoch noch blenden ließ, obwohl klar war, dass wohl keine langanhaltende Leistungssteigerung mehr zu erwarten ist.
Aber Aussagen wie "Wenn es nur nach den Trainingsleistungen der Spieler ginge, dürften 60, 70 Prozent nicht spielen." sind aber schlicht frech.
Wenn ich mich in die Mannschaft spielen will, sollte ich mich nicht mit jungen Spielern vergleichen, die öfter mal einen Hänger haben, aber dennoch über wesentlich mehr Potential verfügen als ich...frei nach dem Motto "ja, aber die anderen"...sondern mir vielleicht selber einfach den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern
aufreißen.Ob es evtl. etwas mit der Klasnic-Geschichte zu tun hat - wer weiß. Das die beiden "best Buddies" waren ist unstrittig. Ein seltsamer Beigeschmack lässt sich jedenfalls nicht leugnen.
Natürlich können wir hier alle nur spekulieren, aber diese ganzen Andeutungen sind doch meist der einseitigen Berichterstattung geschuldet (nix jetzt gegen dich im Speziellen)
Zunächst ist immer noch das Gegenargument zu bedenken, dass Ivan selbst auch nach seinen Anschuldigungen noch spielen durfte.
Außerdem gibt es bei Werder neben Juri auch noch andere Spieler, die in sehr regelmäßgen Kontakt zu Ivan stehen, sich mit ihm treffen. Diese stehen komischerweise fast bei jedem Spiel auf dem Platz. Wieso sollte gerade Juri dann ganz ohne sportlichen Hintergrund nur deshalb ausgebootet werden?



