Grundwehrdienst

Gegen Zivildienst ist aber auch nichts einzuwenden.
Wer soll denn die ganze anstrengende und "schmutzige" Arbeit denn sonst machen, etwa die armen, schwachen Krankenschwestern? ;)

Wir brauchen sowohl Soldaten, um das Land zu verteidigen, als auch Zivis, um sie danach zu pflegen, jawohl, so siehts aus.

:svw_schal:
 
Zitat von [Sportfreund];238704:
Eine bestimmte Anzahl an Berufssoldaten, aber Wehrpflichtige?

Ich bitte dich, 3 Monate im Schlamm rumrutschen und dann den Rest der Zeit abwarten... :wall:



So ist das nun auch wieder nicht.


Denn ohne Wehrpflichtige könnten die Berufssoldaten ihren Dienst,speziell im Ausland erst gar nicht verrichten.Denn der Einsatz eines jeden Berufssoldaten bedarf auch einer gewissen Vorbereitung.
 
Zitat von [svwbadener];238730:
Aber du kannst dir aussuchen, ob du ein Kind willst. Ein (nicht - wie ich - untauglicher) Mann kann sich nicht aussuchen, ob er das Jahr beim Bund/als Zivi machen will. Man(n) muss einfach.

Das ist natürlich richtig. Aber wenn Frauen zusätzlich noch ein Jahr an Bund/Zivildienst verlieren würden, würden sich vermutlich noch weniger für Kinder entscheiden, und das ist politisch so nicht gewollt. Außerdem kann man schlecht verlangen, dass sie sich bereits mit 18 auf einen oder keinen Kinderwunsch festlegen ....

Oder die Kindergeschichte wird endlich auf mehr Schultern verteilt .....
 
Zitat von Stürmerbraut;238738:
Das ist natürlich richtig. Aber wenn Frauen zusätzlich noch ein Jahr an Bund/Zivildienst verlieren würden, würden sich vermutlich noch weniger für Kinder entscheiden, und das ist politisch so nicht gewollt. Außerdem kann man schlecht verlangen, dass sie sich bereits mit 18 auf einen oder keinen Kinderwunsch festlegen ....

Oder die Kindergeschichte wird endlich auf mehr Schultern verteilt .....

Das zweifel ich jetzt ganz einfach mal an (auch wenn es sicher einzelne Fälle gibt).
Wer Kinder haben möchte (kann ich nur empfehlen), wird sich meiner Meinung nach nicht von einem Jahr abhalten lassen. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um ein (unfreiwilliges) soziales Jahr handelt.


(kann natürlich sein, dass man dort mit Kindern zu tun hat und die Lust verliert...)
 
Und es sollen sich sogar auch welche das Leben genommen haben, was ich dann auch als Schaden bezeichnen würde...

Naja, dann muss man aber auch den genauen Grund hinterfragen.

Aber ich relativiere meine Aussage: Der Bund muss auch nicht schaden und hilft in nicht wenigen Fällen aus "Muttersöhnchen" eigenständige Erwachsene zu machen.

Zitat von [Sportfreund];238704:
Eine bestimmte Anzahl an Berufssoldaten, aber Wehrpflichtige?

Ich bitte dich, 3 Monate im Schlamm rumrutschen und dann den Rest der Zeit abwarten... :wall:

Man merkt, dass du nicht beim Bund warst!

@Stürmerbraut
Sag mir doch mal was daran fair ist, dass Männer zum Bund oder zum Zivi müssen, was auch noch im Grundgesetzt verankert ist, Frauen aber nicht?
 
Man merkt, dass du nicht beim Bund warst!

Vier aus meinem Jahrgang waren beim Bund - ziemlich gut verteilt. Hessen, NRW, Niedersachsen und in der Nähe von Kiel.

Jeder der Vier hatte anstrengende 3 Monate mit ständigen Geländeübungen, Sinnlosmärschen durch die Pampa und anschließend Restzeit, in der quasi nichts getan wurde, abgesehen von gelegentlichen Übungen.

Da finde 9 Monate soziale Arbeit sinnvoller und nützlicher.
 
Oder ein anderes Beispeil, wo bspw. eine komplette Kaserne geholfen hat, das Hochwasser mit Sandsäcken zu bekämpfen. Oder zählt das als "den Rest der Zeit abwarten"?

Wenn man selber nicht beim Bund war, dann kann man die Zeit auch nicht beurteilen, auch wenn sie noch so kurz war.
 
Naja, aber damit solche Aktionen stattfinden, muss es erst einmal Hochwasser oder ähnliche Dinge geben.

Wie gesagt, meine Kollegen waren wohl gerade zu einem Zeitpunkt im Einsatz, wo es nichts zu tun gab. Und das empfinde ich dann als Zeitverschwendung. Ebenso die Vier, die ihren Wehrdienst geleistet haben.
 
Richtig, es gibt sicherlich einige Beispiele, die die meiste Zeit der Zeit nicht viel gemacht haben, allerdings kenne ich nicht einen, der seinen Zivildienst als sinnvoll bezeichnet hat.

Bsp.:
Einer hat am Tag ca. 8 Mahlzeiten gefahren und den Rest der Zeit am PC gehangen.

Ein andere durfte sich täglich um 4 Patienten kümmern, um sie eine halbe Stunde vom Bett in den Park zu schieben. Die restlichen 3 Stunden saß er neben dem Empfang rum. Im Winter oder bei schlechtem Wetter fiel das ganz flach und er saß nur neben dem Empfang oder durfte 2x täglich im Lager zählen gehen.
 
Das liegt mitunter aber daran, dass sich viele diese "Nichtstun"-Aufgaben als Zivis suchen. Ich habe mir mit Absicht eine Stelle in einem Altenheim gesucht, damit ich was zu tun habe und damit die Zeit auch was bringt.

Wenn jeder gewissenhaft nach einer etwas aufwendigeren Stelle suchen würde, würde er auch fündig. Das Problem ist eben, dass viele die Zeit nur absitzen wollen und somit einfach den leichtesten Job nehmen.

Naja, jedem das Seine. Wenn ich schon zu 9 Monaten Bund / Zivi gezwungen werde, will ich die Zeit möglichst sinnvoll nutzen.
 
Das zweifel ich jetzt ganz einfach mal an (auch wenn es sicher einzelne Fälle gibt).
Wer Kinder haben möchte (kann ich nur empfehlen), wird sich meiner Meinung nach nicht von einem Jahr abhalten lassen. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um ein (unfreiwilliges) soziales Jahr handelt.


Ich meine jetzt damit eigentlich die biologische Uhr, die für Frauen dann tickt und tickt, und wer studiert hat, weiß, wie eng das alles dann mal wird. Studium, Praktikum, Beruf, Kinderwunsch und dann noch ein Jahr zusätzlich für FSJ/Zivi.

Ich wollte natürlich keinem die Freude an Kindererziehung absprechen .... aber ich finde, Kindererziehung ist nicht nur Privatsache, denn der Schutz der Familie ist im GG verankert, und der Staat hat sehr wohl ein Interesse daran, dass es weiterhin Kinder gibt. Deshalb muss er denjenigen, die dafür sorgen, dass es sie weiterhin gibt, entgegenkommen (könnte er noch viel mehr tun ...)Deshalb ist es in meinen Augen eine Ungleichbehandlung den Frauen gegenüber, die die meiste Zeit dafür hergeben. (bisher noch, vielleicht wirds ja auch mal anders...)


@Stürmerbraut
Sag mir doch mal was daran fair ist, dass Männer zum Bund oder zum Zivi müssen, was auch noch im Grundgesetzt verankert ist, Frauen aber nicht?

Ich sehe den Dienst beim Bund/Zivi gleichermaßen als staatsbürgerliche Pflicht wie den Erhalt unserer Gesellschaft durch Schwangerschaft und Geburt. Ich habe das auf eine Ebene gestellt. Deshalb wäre es für Frauen eine doppelte Pflicht, sozusagen.

Wenn du es für alle fair haben willst, brauchst du ein Berufsheer.

Da habe ich aber einerseits auch große Bedenken, denn das kann Sammelbecken werden (hauptsächlich natürlich bei den Mannschaftsteilen) für Desperados, Gescheiterte und Gewaltbereite jeglicher Couleur .....
Die jetzige Regelung der Allgemeinen Wehrpflicht bildet immerhin noch einen Querschnitt der Gesellschaft ab .... andereseits ist dann für jeden klar, der sich für das Berufsheer entscheidet, was auf ihn zukommen kann (Einsatz in Krisengebieten ...), aber das müssen, so weit ich weiß, Freiwillige zum Glück eh auch nicht.
 
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