Gesamtsituation der Mannschaft

Bin da ganz bei dir. Ich würde mir hier auch einen anderen Ton und eine andere Atmosphäre wünschen.
Allerdings spielt ja nun ein großer Teil der Fans dieses Spiel mit, indem die Spieler nach grottenschlechten Auftritten nicht entsprechen mit Pfiffen oder ähnlichem "gestraft" werden, sondern noch Trostschokolade bekommen.
Da muss insgesamt ein ganz anderer Druck rein.

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:tnx:
Genau das ist es.
Bevor jemand meckert, es geht nicht darum jemanden durch Pfiffe fertig zu machen sondern um mal mehr Druck zu erzeugen.
Unsere Mannschaft muss ja den Eindruck haben das es eh egal ist was sie machen, da ihnen das Bremer Publikum eh alles verzeiht.
Wenn die Mannschaft sich so wie gegen Freiburg und Wolfsburg präsentiert ist einfach klatschen nach dem Spiel nicht angesagt.
Man kann nicht immer vom Bremer Publikum alles erwarten aber nie etwas zurück geben.
Dieser Schmusekurs regt mich schon lange auf.
Damit meine ich keine Hxv-Zustände sondern einfach mal der Mannschaft mitteilen, "das was ihr da Woche für Woche, Jahr für Jahr treibt ist einfach gelinde gesagt Dreck und nicht mehr zu akzeptieren".
 
Es geht auch nicht darum während des Spiels zu pfeiffen. Das sollte man die Mannschaft schon versuchen zu pushen. Aber man sollte nach schlechten Auftritten durchaus zur Halbzeit oder nach dem Spiel ordentlich zusammenpfeiffen und nicht noch bejubeln bzw. ihnen Trostschoki geben, sodass die denken, dass das alles nur am bösen Karma liegt und sie nichts dafür könnten.
 
Es geht auch nicht darum während des Spiels zu pfeiffen. Das sollte man die Mannschaft schon versuchen zu pushen. Aber man sollte nach schlechten Auftritten durchaus zur Halbzeit oder nach dem Spiel ordentlich zusammenpfeiffen und nicht noch bejubeln bzw. ihnen Trostschoki geben, sodass die denken, dass das alles nur am bösen Karma liegt und sie nichts dafür könnten.

Diesen Eindruck hat man in der Tat recht häufig.
Ich finde man versucht der Mannschaft oft ein Alibi zu geben.
Naja, warten wir ab was morgen passiert.
So oder so will ich morgen Ergebnisse sehen.
Entweder auf oder neben dem Platz.;)
 
Daran hege ich erhebliche Zweifel. Denn diese an der Ehre gepackt fühlen habe ich für diese Saison besonders von den Spielern erwartet, die den Trainerwechsel begrüßt haben. Aber diese Herren Fußballprofis machen und RD so weiter, wie sie es schon unter TS getan haben - Werders Wohlfühlamtmosphäre macht es möglich.

"Wohlfühlatmosphäre" scheint das neue Feindbild geworden zu sein.

Das ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, denn die gibt es u.a. in Freiburg auch. Der dort beheimatete SC spielt trotzdem guten Fußball. Es muss also auch noch an etwas anderem liegen.
 
@ Felissilvestris, SVW-Matt

Jetzt könnte man natürlich mit dem Argument kommen, daß Pfiffe oder andere Unmutsäußerungen eine verunsicherte Mannschaft noch mehr verunsichern.

Aber ich sehe es zu 1899% so wie ihr. Wenn eine Mannschaft nicht das Gefühl vermittelt, daß sie sich den A... aufreißt, dann ist Applaus das vollkommen falsche Mittel. Aber das es so passiert, ist eben auch ein Teil der Werder-Wohlfühlatmosphäre, die einen nicht unerheblichen Beitrag zum Status Quo geleistet hat.
 
"Wohlfühlatmosphäre" scheint das neue Feindbild geworden zu sein.

Das ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, denn die gibt es u.a. in Freiburg auch. Der dort beheimatete SC spielt trotzdem guten Fußball. Es muss also auch noch an etwas anderem liegen.

Das kannst du nicht ganz vergleichen.
Für Freiburg ging es seitdem Aufstieg nur nach oben.
Wir sind ein großer Verein der Jahre CL gespielt hat und dermaßen abgestürzt ist.
Bei uns habe ich das Gefühl man geht so einer "Trennung", sei es vom Trainer oder Spieler aus dem Weg um des lieben frieden Willen.
Auf Dauer ist das ein Todesurteil.
 
@ Felissilvestris, SVW-Matt

Jetzt könnte man natürlich mit dem Argument kommen, daß Pfiffe oder andere Unmutsäußerungen eine verunsicherte Mannschaft noch mehr verunsichern.

Aber ich sehe es zu 1899% so wie ihr. Wenn eine Mannschaft nicht das Gefühl vermittelt, daß sie sich den A... aufreißt, dann ist Applaus das vollkommen falsche Mittel. Aber das es so passiert, ist eben auch ein Teil der Werder-Wohlfühlatmosphäre, die einen nicht unerheblichen Beitrag zum Status Quo geleistet hat.

Wenn du bei deiner Arbeit nur shice baust und der Chef dich trotzdem immer lobt und beklatscht denkst du dir auch, bei diesem Idioten kann ich machen was ich will.
Weiterhin alles falsch machen, denn für alle gilt der Welpenschutz.
 
Wenn man sich die Ergebnisse der Konkurrenz anguckt, kann man nur sagen, wir haben mehr Glück als Verstand und das nicht zum ersten Mal. Hoffentlich auch nicht zu letzten Mal.
Die jetzige Platzierung haben wir sicherlich nicht durch unseren Fußball, noch wegen der taktischen Raffinessen von Dutt erreicht.

Aber was rede ich, er macht immer noch einen guten Job.....am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;)!
 
Wenn ich sehe, wie sich Teams wie Freiburg oder Nürnberg und Braunschweig reinhängen und Fußball spielen können, wird mir Angst und Bange bei unserer Truppe. Wie kann es sein, dass sogar Schlusslicht Braunschweig 1000x attraktiveren Fußball zeigt als wir? Wie geht das?
 
Kritik an der Wohlfühlatmosphäre zum Feindbild Wohlfühlatmosphäre hochzustilieren, ist exakt jene Auswirkung eines solches "Klimas": Kritik wird am liebsten unter dem Teppich kehren oder es wird martialisch darauf reagiert. Dies ist schon seit Jahrzehnten bei Werder Bremen zu beobachten.

Allein die Häufung dieses Begriffes innerhalb der letzten Beiträge zeigt deutlich, dass es über reine Kritik hinausgeht. Es wird offensichtlich versucht, einen neuen Popanz zu entfachen, weil viele ehemalige Deutungsmuster nicht mehr ziehen. Insbesondere das letztjährige, dass mit neuem Trainer alles besser und erfolgreicher würde.

Ich glaube kaum, dass es diese von Euch kritisierte "Wohlfühlatmosphäre" in anderen Vereinen nicht gibt. Fragt mal in Freiburg, in Augsburg, in Mainz, in Nürnberg nach. Das sind alles Vereine, die für sich ein ruhiges Umfeld schaffen möchten.

Das Beispiel Hamburg, das Du selbst gern und häufig bemühst, zeigt, dass Unruhe eben auch abträglich sein kann. ;)
 
Kann doch auch einfach sein, dass diesen Spielern alles egal ist, weil sie eh wissen, dass sie am längeren Hebel sitzen. Sichs eben erlauben können. Wie gesagt in Hoffenheim und in Wolfsburg kann man da anders mit umgehen. Auch in München werden Spieler dann gnadenlos aussortiert.

Aber wie du es sagst, können die es sich eben leisten. Wir nicht. Natürlich ist es richtig in unserer Situation, einen Zwei-Mio-Mann zu verkaufen, wenn möglich. Aber 10+ Spieler ins Schaufenster zu stellen... sowas geht bei uns nicht. Sowas ging auch in Gladbach nicht. Da hatte Favre auch teure Graupen in seinem Kader wie Camargo oder Bobadilla. Der hat auch nicht die Mannschaft umgekrempelt (umkrempeln können). Wenn man sich keine Trainingsgruppe II leisten kann, ist es mMn besser, wenn man mit dem vorhandenen Material arbeitet. Erzwingen können wir nix.
 
Wenn ich sehe, wie sich Teams wie Freiburg oder Nürnberg und Braunschweig reinhängen und Fußball spielen können, wird mir Angst und Bange bei unserer Truppe. Wie kann es sein, dass sogar Schlusslicht Braunschweig 1000x attraktiveren Fußball zeigt als wir? Wie geht das?

Weil die Spieler haben, die sich nicht nur für 3 oder 4 Spiele den A... aufreißen und sie verinnerlicht haben, daß Abstiegkampf auf der letzten Silbe betont wird. Und demzufolge fehlt es uns auch an vorne weg gehenden Führungsspielern - was nebenbei bemerkt Fabian Ernst im heutigen Weser-Kurier auch zum Ausdruck brachte.
 
Es geht doch nicht darum ein chaotisches Umfeld wie in Hamburg zu schaffen oder ein irgendwie gearteter FC Hollywood des Nordens. Es geht viel mehr darum die Balance zu finden zwischen einem ruhigem Umfeld und dem nötigen Erfolgsdruck.

Und es ist auch nicht die einzige und alleinige Erklärung für den Abstieg der letzten Jahre. Es gibt da sehr viele Faktoren. Alle sind hier schon mal angesprochen worden. TS war einer. KA war einer. Diverse Spieler sind es und auch andere Verantwortliche. Genauso die Atmosphäre und das wirtschaftliche wie infrastrukturelle Umfeld. Bei uns liegt sehr viel im Argen. Und das muss alles nach und nach abgearbeitet werden.

Nur darf es hier auch für die Spieler keine Alibis mehr geben. Es gibt da so einige Herren denen dringend mal vor Augen geführt werden muss, dass man mit solch einer Einstellung auch bei Werder nichts mehr wird.
 
Weil die Spieler haben, die sich nicht nur für 3 oder 4 Spiele den A... aufreißen und sie verinnerlicht haben, daß Abstiegkampf auf der letzten Silbe betont wird. Und demzufolge fehlt es uns auch an vorne weg gehenden Führungsspielern - was nebenbei bemerkt Fabian Ernst im heutigen Weser-Kurier auch zum Ausdruck brachte.

Das Thema "A...aufreißen" war in den meisten Spielen der Saison sicher nicht das spielentscheidende Thema bei Werder.

Hat das Fehlen von Führungsspielern DMn. auch etwas mit "Wohlfühlatmosphäre" zu tun?
 
Aber wie du es sagst, können die es sich eben leisten. Wir nicht. Natürlich ist es richtig in unserer Situation, einen Zwei-Mio-Mann zu verkaufen, wenn möglich. Aber 10+ Spieler ins Schaufenster zu stellen... sowas geht bei uns nicht. Sowas ging auch in Gladbach nicht. Da hatte Favre auch teure Graupen in seinem Kader wie Camargo oder Bobadilla. Der hat auch nicht die Mannschaft umgekrempelt (umkrempeln können). Wenn man sich keine Trainingsgruppe II leisten kann, ist es mMn besser, wenn man mit dem vorhandenen Material arbeitet. Erzwingen können wir nix.

Gladbach und Favre sind das absolut Idealbeispiel. Es gibt hunderte Gegenbeispiele. Zumal Gladbach damals einen ganz gute Truppe hatte. Vor allem hat die Einstellung gestimmt. Aber einen Dante oder Reus sehe ich bei uns weit und breit nicht.
 
Das Thema "A...aufreißen" war in den meisten Spielen der Saison sicher nicht das spielentscheidende Thema bei Werder.

Doch! Es war in Freiburg und auch gegen Wolfsburg das spielentscheidende Thema. Diese Einstellung mit der man in beide Spiele gegangen ist war eine Katastrophe. Erst nach dem Anschlusstreffer gegen die Radkappen hatte man das Gefühl, dass die Mannschaft dann doch vielleich mal gewillt ist etwas zu tun.
 
Es geht doch nicht darum ein chaotisches Umfeld wie in Hamburg zu schaffen oder ein irgendwie gearteter FC Hollywood des Nordens. Es geht viel mehr darum die Balance zu finden zwischen einem ruhigem Umfeld und dem nötigen Erfolgsdruck.

MMn hat man sich genau darum in Bremen meistens bemüht.

Letztes Jahr wurde von vielen von Euch die Zielvorgabe "Mitspielen um die EL-Qualifikation" massivst kritisiert. Heute wird mangelnder Erfolgsdruck angemahnt. Wie passt das zusammen? :confused: :unfassbar:

Vielleicht habt Ihr mit Letzterem ja aber tatsächlich Recht. Dass TERD die Mannschaft von Saisonbeginn an öffentlich für zu schwach und limitiert befunden haben, hat dem Team in der Tat ein nicht zu verantwortendes Alibi verschafft.
 
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