Bremen
Moderator
Aber man kann ja so viel fachsimpeln....ich habe komischerweise ein gutes Gefühl für kommenden Sonntag. Da muss was gehen!![]()
Es muß, denn der letzte Sieg ist ja schon ein wenig her.

Follow along with the video below to see how to install our site as a web app on your home screen.
Hinweis: This feature may not be available in some browsers.
Aber man kann ja so viel fachsimpeln....ich habe komischerweise ein gutes Gefühl für kommenden Sonntag. Da muss was gehen!![]()

Richtig, nur wie kann so ein Plan aussehen, wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind? Auf den eigenen Nachwuchs setzen ist sicherlich eine Möglichkeit, nur hat man bei Werder auch hier in den letzten Jahren einiges verschlafen, denn vor einigen Jahren mußten z.B. die 2. Mannschaften von Wolfsburg und Hannover noch mit einem Teleskop nach oben blicken, um die 2. Werder-Mannschaft zu erblicken, im Herbst 2013 wird Werder II. von denen mit 6:1 und 9:2 abgefiedelt...

Naja, in der letzten Saison haben wir mit einer offensiveren Taktik und einem KdB auch erst am 33. Spieltag zum Klassenerhalt mit 14 sieglosen, überwiegend desolaten Spielen in Folge gezittert. An der aktuellen Defensivtaktik kann es daher allein nicht liegen.
Wir haben seit Jahren zu viele Defizite in den Basics: die Paßquote unterirdisch schlecht und ebenso lange sind wir nicht in der Lage, sowohl im Defensiv- als auch im Offensivverhalten kontinuierlich Druck auf den Gegner auszuzüben, um überhaupt die Grundlage für einen geordneten Spielaufbau zu schaffen. Und wenn es uns dies Phasenweise gelingt, dann scheitert ein geordneter Spielaufbau u.a. an den fehlenden Ideen im OM und der bereits erwähnten unsäglichen Paßquote. Dadurch verliert der Gegner den Respekt, weil er genau weiß, daß der Widerstand von Werder taktikübergreifend relativ leicht zu überwinden ist.

Wenn das verloren geht, werden sie auf einem Abstiegsplatz die RR beginnen und ob sie ihre Nerven bei mangelnder Qualität bewahren, darf dann bezweifelt werden.
Von einem Abstiegsplatz zu Beginn der RR möchte ich noch nicht reden.
Unbestritten ist jedoch, daß wie in der Vorsaison die Wahrscheinlichkeit eines Nervenflattern mit jedem nicht gewonnen Spiel steigt und somit einen Beitrag zu einer Fortsetzung Abwärtsspirale leisten kann. Und gerade in so einer Situation braucht man Typen, die einen moralischen Ruck in der Mannschaft bewirken können, die wir leider nicht mehr haben.
Ich könnte mir vorstellen, dass gerade die Neuzugänge Garcia und auch di Santo dazu in der Lage sein könnten!
Natürlich ist das nicht schön, wenn es kaum Toraktionen gibt und noch weniger Tore. Aber das finde ich nicht so schlimm, wenn man die Umgebungsbedingungen betrachtet. Wir haben einen Schnitt gemacht, ein deutlich spürbarer Neuanfang. Natürlich klappen die komplizierten Dinge dann nicht schnell.
Enttäuschend ist aber, dass die einfachen Dinge nicht klappen. Das Pass- und Aufbauspiel ist eine Katastrophe. Sowas kann man nach knapp vier Monaten durchaus erwarten, finde ich. Wenn man einen Neuanfang macht, dann fängt man mit dem Fundament an. Das sehe ich aber nicht. Bisher haben wir hier und da schöne Puzzle-Teile gesehen. Aber eine Entwicklung, eine Perspektive wohin es gehen könnte? Die sehe ich leider nicht.
Stimme weitesgehend mit dir überein. Woran es an dem (nicht er seit dieser Saison sichtbaren) lausigen Paßspiel liegt, ist allerdings ein Rätsel. So grottig kann das Paßspiel eines jeden einzelnen im Werder-Kader grundsätzlich nicht sein, weil sonst wohl kaum einer einen Vertrag in der Fußball-Bundeslige bekommen hätte. Daher liegt die Vermutung nahe, daß durch die vielen Mißerfolge der letzten Jahre und dem daraus fehlenden Selbstvertrauen beim Ballbesitz regelrechte Angst grassiert, etwas falsch zu machen. Und wer nur über wenig Selbstvertrauen verfügt, bei dem steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlern - ein Teufelskreis.

Stimme weitesgehend mit dir überein. Woran es an dem (nicht er seit dieser Saison sichtbaren) lausigen Paßspiel liegt, ist allerdings ein Rätsel. So grottig kann das Paßspiel eines jeden einzelnen im Werder-Kader grundsätzlich nicht sein, weil sonst wohl kaum einer einen Vertrag in der Fußball-Bundeslige bekommen hätte. Daher liegt die Vermutung nahe, daß durch die vielen Mißerfolge der letzten Jahre und dem daraus fehlenden Selbstvertrauen beim Ballbesitz regelrechte Angst grassiert, etwas falsch zu machen. Und wer nur über wenig Selbstvertrauen verfügt, bei dem steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlern - ein Teufelskreis.
Reine Gegentor-Verhinderungs-Taktik, ohne eigene Bemühungen, selbst ein Tor zu erzielen, wird das Selbstvertrauen der Spieler nicht gerade erhöhen. Hinzu kommt, dass ihnen offensichtlich eine zusätzliche "Angst" durch übertriebene Vorsichtsmaßnahmen/-vorgaben auch noch ständig "eingeredet", bzw. "vorgelebt" wird! Das kann so eigentlich nicht gutgehen!![]()
...Doch, kann meiner Meinung nach schon gut gehen!
Hinten sicher stehen, gefährliche Konter und gefährliche Standards - diese drei Elemente sind vergleichsweise simpel, vergleichsweise einfach und schnell zu implementieren. Und damit kann man ziemlich schnell gute Erfolge erzielen bzw. in günstigen Fällen (siehe Hannover 96) sogar eine Saison mit einer Top-Platzierung beenden. Darauf kann man dann kompliziertere Spielzüge aufbauen, die vielleicht eher den Vorstellungen von Dutt (und uns erfolgsverwöhnten Fans) ensprechen. Aber wer lernt schon Stabhochsprung bevor er laufen lernt?
Gemessen an unserem Kader müssen wir mMn besser sein als Augsburg, Nürnberg, Freiburg, Braunschweig, Hertha, Mainz und im sicheren Mittelfeld je nach Tagesform mit Hoffenheim, Stuttgart und Co. konkurrieren können.
Ich glaube nicht, dass wir vor Hertha und Mainz landen werden. Für die anderen (Braunschweig, Nürnberg, Freiburg, Augsburg) müsste es eigentlich und wird es hoffentlich reichen!
Reine Gegentor-Verhinderungs-Taktik, ohne eigene Bemühungen, selbst ein Tor zu erzielen, wird das Selbstvertrauen der Spieler nicht gerade erhöhen.

Nicht? Dann erkläre doch mal bitte, warum man mit einer dem Selbstvertrauen nicht förderlichen Defensiv-Taktik über Jahrzehnte erfolgreich sein kann: z.B. gewann der "Vater" des Catenaccio, Helenio Herrera, damit in den 1960er Jahren mit Inter Mailand u.a. 2x den EC der Landesmeister und Otto Rehhagel 2004 mit Griechenland die Fußball-EM. Hat etwa keiner der großen Fußball-Gelehrten diese Makel der reinen Gegentor-Verhinderungs-Taktik erkannt...?
Nicht? Dann erkläre doch mal bitte, warum man mit einer dem Selbstvertrauen nicht förderlichen Defensiv-Taktik über Jahrzehnte erfolgreich sein kann: z.B. gewann der "Vater" des Catenaccio, Helenio Herrera, damit in den 1960er Jahren mit Inter Mailand u.a. 2x den EC der Landesmeister und Otto Rehhagel 2004 mit Griechenland die Fußball-EM. Hat etwa keiner der großen Fußball-Gelehrten diese Makel der reinen Gegentor-Verhinderungs-Taktik erkannt...?

Griechenland konnte 2004 aber tatsächlich wenigstens Standards. Das ist etwas, das uns schon seit Jahren abgeht. Nichts kann man besser trainieren und einstudieren als Standard-Situationen (zumindest in der Offensive). Dass das jetzt seit Jahren völlig vernachlässigt wird, kann man mittlerweile nur noch als Arroganz deuten, finde ich. Wir können schließlich auch die schönen, herausgespielten Tore machen, warum sollten wir uns also erniedrigen die dreckigen Tore nach Ecken und Freistößen zu trainieren? Das ist doch was für's Fußvolk. - So einen Eindruck muss man seit drei, vier Jahren doch von uns haben, oder? Vor drei, vier Jahren hatten wir diese Durchschlagskraft ja tatsächlich noch. Heute ist es einfach nur noch dumm, auf gute Standard-Varianten zu verzichten.
Wenn Du bei defensiver Ausrichtung nicht ab und an gefährliche Konter fährst, wenn Du keine Standards erzwingst, wenn Du diese nicht nutzt, wirst Du kaum reüssieren und auch das Selbstvertrauen kaum steigern können.
Ein Otto Rehhagel hat stets drauf geachtet, die Defensive auch zu entlasten, (bei Werder hieß das kontrollierte Offensive), er hat versucht, auch mit limitierten Mannschaften bestimmte Spielzüge zu automatisieren, Standards gefährlich vors Tor zu bringen und zu verwerten. Rehhagels Mannschaften haben meistens "funktioniert", seine Taktiken gingen meistens auf. Insofern hinkt dieses Beispiel im Vergleich zu unserer jetzigen Situation.
Herreras Catenaccio kenne ich nur aus Aufzeichnungen!![]()
Ein Otto Rehhagel hat stets drauf geachtet, die Defensive auch zu entlasten, (bei Werder hieß das kontrollierte Offensive), er hat versucht, auch mit limitierten Mannschaften bestimmte Spielzüge zu automatisieren, Standards gefährlich vors Tor zu bringen und zu verwerten. Rehhagels Mannschaften haben meistens "funktioniert", seine Taktiken gingen meistens auf. Insofern hinkt dieses Beispiel im Vergleich zu unserer jetzigen Situation.