Der Amokläufer von Winnenden hat in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen am Computer verbracht. Zu seinen Hobbys gehörte auch das Schießen mit Softairwaffen. "Das kann ich bestätigen", sagte Polizeisprecher Klaus Hinderer in Waiblingen. "Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counterstrike gefunden."
Einen Tag nach dem Massaker mit 16 Toten will die Polizei das Motiv des Täters Tim K. finden. Dazu werde der Computer des ehemaligen Schülers ausgewertet, sagte Hinderer. Drei verletzte Opfer seien inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Gegen den Vater des Täters wird offenbar wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht ermittelt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte Tim K. die Tatwaffe aus dem Schlafzimmer der Eltern entwendet. Alle anderen Waffen des Vaters lagen sicher in einem Tresor. "Es deutet alles darauf hin, dass der Vater hier nachlässig war, was das Verwahren dieser einen Waffe anbelangt", sagte der leitende Kriminaldirektor Ralf Michelfelder.
Er deutete zugleich an, dass die Ermittler einen Tag nach dem Massaker mit 16 Toten einen Schritt vorangekommen seien: "Wir haben das Umfeld des Täters ausgeleuchtet und haben in diesem Zusammenhang bereits erste Anhaltspunkte für ein Motiv." Näheres soll auf einer Pressekonferenz "gegen Mittag" bekanntgegeben werden.
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