FC St. Pauli

Ich würde es nicht "auf der Nase rumtanzen lassen" nennen, sondern die EU hat sich im Gesamten erpressbar gemacht, anstatt sich mit der Flüchtlingsthematik anständig und gemeinschaftlich auseinander zu setzen. Ganz davon ab, dass ein beitritt der Türkei unter den derzeitigen Bedingungen völlig hanebüchen wäre. Solange es aber keine einheitlich Richtung in Europa gibt, was die Finanz-, Handels-, "Verteidigungs"-Politik und ganz besonders die Flüchtlingsthematik betrifft, macht dieses Konstrukt wenig Sinn. Zumal immer mehr Staaten dazukommen. Man mag davon halten was man will, aber so, wie es in den letzten 10 Jahren läuft, macht die EU wenig Sinn.

Dazu kommen dann natürlich die Nasen Trump im Westen und Putin, sowie Jinping im Osten... auch hier wäre es für Europa gut, wenn man eine einheitlich Richtung einschlagen könnte.


Zum Thema: Finde die Konsequenz von Pauli gut. Wenn man sieht, dass die Solidaritätsbekundungen für Erdogan und dessen Syrien-Politik bis in die Kreisliga reichen, dann kann man die Entscheidung von Pauli eigentlich gar nicht hoch genug bewerten.
Auf den Punkt
 
Glaub mal dran, der steht sich in der Türkei nicht schlechter. Der wird jetzt schön durch die Propagandarollegedreht.
Mir ist schon klar, dass er jetzt in der Türkei ein "Held" ist. Wie auch immer man Held definieren mag. Dennoch dürften Vereine außerhalb der Türkei zukünftig etwas weniger interessiert an ihm sein. Falls Basaksehir ihn irgendwann nicht mehr beschäftigen will.
 
Mir ist schon klar, dass er jetzt in der Türkei ein "Held" ist. Wie auch immer man Held definieren mag. Dennoch dürften Vereine außerhalb der Türkei zukünftig etwas weniger interessiert an ihm sein. Falls Basaksehir ihn irgendwann nicht mehr beschäftigen will.

Ich glaube nicht, dass ihn das groß interessiert.
Wenn der wirklich nach Basakdingens wechseln will, nehmen die ihn vermutlich mit Kusshand, hab jetzt aber auch keine Ahnung wie gut er ist.
St.Pauli, zweite deutsche Liga, okay.
Da wird er sich unter Umständen bei denen sogar gehaltstechnisch verbessern.
Da spielen so Altinternationale, wie Skrtel, Inler, Robinho, Elia (!)....vermutlich auch nicht für nen kleinen Döner mit Alles.
 
Was genau ergibt denn aus deiner Sicht keinen Sinn? Personenfreizügigkeit? Offene Grenzen? Kultureller Austausch? Freihandel? Der europäische Gerichtshof? Währung? Oder, ich traue es mich kaum auszusprechen, Frieden? Aber sag mir bitte nicht, dass du ein Projekt wie die EU in Zweifel ziehst wegen Knallchargen wie Orban und dem Irren Zwilling aus Polen. Nicht die EU oder ihre Idee ist ein Problem. Wir sind es. Eine unangenehme Regelung? Machen wir nicht in Berlin, machen wir in Brüssel, dann können wir auf "die da" schimpfen. Eine notwendige Reform? Bringt nichts, geht nur Gesamteuropäisch, Schuld ist Brüssel. Es ist ziemlich erbärmlich was der größte Profiteur der EU im Sinne der Einigung seit Jahren veranstaltet. Solltest du das meinen, dann stimme ich zu. Denn es braucht MEHR Einigung, nicht weniger.
Den ersten teil hätte es gar nicht gebraucht, auch wenn es zu dir passt, erst mal ein bisschen provozieren zu wollen... :)
denn es ging mir einzig und allein um den letzten Satz. Man muss nicht alles toll finden, was aus Brüssel kommt, aber wenn man von der Idee Europa überzeugt ist, sollte man das beste daraus machen und dann auch eng zusammen arbeiten - im übrigen: Ich bin ein absolut überzeugter Europäer.


P.S. In punkto gemeinsamer Außenpolitik bin ich ganz bei dir. Was Finanzen und Handel angeht, das ist ein Kernthema der EU. Sieht man doch auch seit drei Jahren bezüglich Brexit.

Joa, man zeigt bisher "harte" Kante gegen die Briten... das passt.
Aber es bestehen mMn immer noch zu viele nationale Souveränitäten, die nicht aufgegeben werden wollen. Dementsprechend haben wir zwar eine gemeinsame/europäische Geldpolitik, aber von einer gemeinsamen Finanzpolitik bis hin zu einem "europäischen Budget", über das eine europäischer Finanzminister Rechenschaft ablegen muss, haben wir meines Wissens nicht... Die Solidarität innerhalb der EU ist mE viel zu gering, als dass so was aktuell überhaupt denkbar wäre.

Und die letzte Erweiterung der EU war glaube ich vor 12 Jahren, oder? Kroatien 2007? Oder waren Bul/Rum später? Anyway, das Thema steht auf hold, erst recht wenn es um die Türkei geht.

Ok, da gebe ich dir Recht. Die letzte Erweiterung ist schon etwas her, aber es stehen doch weitere Staaten an der Tür und klopfen an....ich würde es für einen Fehler halten die EU weiter zu vergrößern, wenn sich die vorhandenen Mitglieder in so vielen zentralen Dingen noch nicht einig sind. (was aber schon länger gilt)


P.S.: wir sollten uns dem eigentlichen Thema wieder zuwenden, denn das hier ist ja kein neuer Politik-Thread!
 
Um das ganze abzuschließen: Es fehlen auch gemeinsame Energiepolitik, gemeinsame Außenpolitik, gemeinsame Flüchtlingspolitik, gemeinsame Umwelt- und Klimapolitik und, wie schon gesagt, gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik u. u. u.
 
Den ersten teil hätte es gar nicht gebraucht

Bei dir in der Tat nicht, sorry :)

Das Thema Europa ist halt so vielschichtig und komplex, daß ein einfaches "so kann es nicht weitergehen" dem Thema nicht gerecht wird. @Euagoras bringt zb noch die Punkte Energie, Umwelt, Flüchtlinge und Klima. Alles richtig, aber da sind wir ja sogar auf nationalem Level, also zwischen den Ländern, uneins. Also soll es die EU lösen? Schön wär's, aber das ist utopisch. Denn genau diesen Top-Down-Ansatz hat man ja versucht. Mit dem Ergebnis, dass alle auf "die da" in Brüssel schimpfen und die Briten sich selbst versenken. Ist so als wenn die DFL die Pyromanen bei St.Pauli und Co (Achtung, on-topic :D ) unter Kontrolle bringen soll und wenn die dann Stress machen hebt man entschuldigend die Arme und sagt: Sorry Fans, wir können da nichts für, die DFL wars ;)
 
Momentan läuft es ganz gut.
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Vier Siege aus den letzten fünf Spielen. Ohnehin nur eine Niederlage in den letzten sieben Spielen und die war eine knappe Niederlage gegen gute Bochumer. Freut mich, dass sich Pauli auch tabellarisch etwas freigeschwommen hat. Zudem ist Zander mittlerweile wieder dabei.
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