...Nur ist es in Deutschland halt nur eine Manschaft die wirklich von allen, ausser den eigenen Fans, gehasst wird...
Das liegt insbesondere daran, dass der FC Bayern jahrelang einfach das "weggekauft" hat, was andere Vereine mühsam aufgebaut haben.
Es gehört(e) jahrzehntelang zur Philosophie dieses Vereins, die Gegner gezielt zu schwächen! Diese Losungen wurden, ähnlich wie der Slogan "....forever number One..." in den 70er Jahren von den Präsidenten und Managern Neudecker und Schwan ausgegeben und sind noch heute gültig. Derzeit durch den Status als "weltbester Verein" nicht ganz so auffallend. Aber, ein Lewandowski wird nicht nur geholt, weil man ihn unbedingt braucht!
Eine identische Vorgehensweise ist jetzt übrigens auch bei den "neureichen" FC-Bayern-Basketballern zu beobachten. Deren "Beliebtheit" hat sich in den letzten Monaten exorbitant verändert!
(Hier übrigens ein interessanter Bericht über die "Förderung" der Basketballer durch Herrn Hoeneß:
www.berliner-zeitung.de/sport/alba-...ner-willi-sagte--egal-,10808794,24944254.html )
Erst mit der Verpflichtung Hermann Gerlands vor einigen Jahren änderte sich ein wenig die Strategie der Bayern, weil man sah, wie erfolgreich der FC Barcelona mit der Jugendausbildung, jahrelanger Förderung und Entwicklung von Automatismen war. Ein Phänomen, was bei Bayern bis dato durch ständige Zukäufe von Stars praktisch unmöglich war.
Für mich ist es "der Hauptgrund" für den derzeitigen Erfolg des FC Bayern, dass man mit Schweinsteiger, Lahm, Müller, Kroos, Alaba derzeit viele Spieler aus der eigenen Jugend im Team hat. Spieler, die anders als diverse zugekaufte Stars, den Verein im Herzen tragen, die Philosophie verinnerlicht haben und ihr "letztes Hemd" für den Erfolg opfern würden. Genau das, was Werder jahrelang ausgemacht hat und uns derzeit fast vollständig abgeht!
Und wie stellst du dir das vor? Also mal ganz abgesehen davon, dass der derzeitige Erfolgszyklus natürlich auch wieder vorbeigehen wird.
Die Bayernspieler können sich nicht mehr auf das Spiel konzentrieren, weil der geliebte Präsident abgeschoben wird? Oder Bayern werden zig Punkte und das Triple aberkannt, weil der damalige Manager vor 15 Jahren ein paar Millionen von damaligen Adidas-Manager angenommen hat?
Nein, das meinte ich zunächst eher nicht sportlich. Wenn sich im Fall Hoeneß demnächst rausstellen sollte, dass auch bei Kreditvergaben für den Verein Unregelmäßigkeiten aufgetreten sind (Kann man das noch vollkommen ausschließen?) werden Funktionäre (Aufsichtsräte), Politiker (Verwaltungsbeirat) und Sponsoren von Hoeneß und ggf. vom Verein abrücken. Die "Herrlichkeit", sprich der derzeitige "sportliche Glanz" wäre schnell von belastenden Schlagzeilen überschattet.
Mittelfristig wird der FC Bayern die Nachfolge Hoeneß` und anderer Protagonisten der letzten 40 Jahre (Beckenbauer, Rummenigge, Breitner) regeln müssen. Man darf gespannt sein, wie denen das gelingt. Es wird auch für Bayern einen "Umbruch" geben, wenn Hoeneß aufgeben muss. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass auch Bayern, wenn auch auf höherem Niveau, daran zu schlucken haben wird. Dann wird es auf die anderen Vereine ankommen, den Abstand zu verkürzen.