[Diskussion] Stadionumbau

Erstens ist Willi Lemke bei der derzeitigen SPD-Führung nicht zwingend beliebt. Schließlich gehört Willi Lemke zu einem anderen Flügel der SPD als die derzeitige Führungsrige. Man sollte eben bedenken, dass Lemke damals gegen Böhrnsen versucht die Nachfolge von Scherf für sich zu entscheiden.

Dazu kommt, dass Bremen schlicht und einfach völlig pleite ist. Diese Stadt hat kaum Geld Straßen oder Schulen zu sanieren. Wie soll die Politik es da rechtfertigen mal eben Millionen in die Stadiongesellschaft nachzuschießen.

Auseinandersetzungen und Niederlagen gehören zum Leben und zur Politik dazu. Das es an der Beliebtheit von Lemke in der SPD-Führung scheitern soll, ein vernünftiges Gespräch über nachvollziehbare Vorhaben eines der wichtigsten bremer Werbe-Träger zu führen, halte ich für ziemlich fragwürdig.

Wie kann die Politik es rechtfertigen, das man auf Gedeih und Verderb unbedingt Anteile an der Stadion-Gesellschaft halten muß? Der Zweck erschließt sich mir nicht! Wenn man das Anteilsverhältnis zu gunsten von Werder verschieben würde, wäre dabei allerdings sehr wohl ein Zweck...
 

Das Unternehmen, dem die STADT hätte Geld zuführen müssen, was in GE nicht passiert ist.

Jo. Es ging mir nur darum, dass behauptet wurde, die Situation in GE sei völlig anders und nicht vergleichbar. Das ist in meinen Augen nicht so.

Natürlich ist die Situation anders (nicht völlig, aber anders) deine Beispiel wäre passend gewesen, wen die Weserstadion GmbH hätte mehr Geld geben müssen ohne das die Stadt Einlagen tätigt, dann wäre es ähnlich wie in GE. Hier hätte aber die STADT und nicht das Unternehmen Geld zahlen müssen.
 
Niemand. Ging mir nur darum aufzuzeigen, dass die Stadt durchaus auch schon dem SV Werder unter die Arme gegriffen hat. Hört sich teilweise so an, als wenn der Stadt der Verein egal wäre.

Nunja, diese Hilfe ist aber schon relativ lange her. Regierungen und deren Mitglieder ändern sich nunmal. Und wenn ich mir ansehe, wofür Geld in letzter Zeit bereitwillig rausgeschleudert wurde, auf der anderen Seite aber ein fast lächerlicher Betrag (selbst für Bremen) ein gesamtes Projekt scheitern lässt, dann komme ich nicht umhin anzunehmen, dass seitens der momentanen Regierung nicht nur eine Gleichgültigkeit dem Verein gegenüber besteht, sondern eher schon eine Abneigung (beschissener Satzbau). Ob es nun "nur" wegen Lemke so ist oder wegen des Vereins an sich, ist mir da völlig egal.

Ich finde es ehrlich gesagt auch in dem Fall nicht überzeugend, wenn man sagt, dass man die Verschwendung von Steuergelder an anderer Stelle nicht als Argument heranziehen sollte. Anders als bei anderen Großprojekten hätte man hier nämlich die Gewissheit gehabt, dass man wirklich mal etwas Sinnvolles für den Steuerzahler tut. Außerdem wäre die Stadt an den Mehreinnahmen durch den Ticketverkauf beteiligt gewesen. Man muss sich an der Stelle aber auch gar keine Gedanken machen, dass die Stadt um eine Antwort verlegen gewesen wäre. Die haben schon völlig ungeniert ganz andere Dimensionen von "Investitionen" gerechtfertigt.
 
Wie kann die Politik es rechtfertigen, das man auf Gedeih und Verderb unbedingt Anteile an der Stadion-Gesellschaft halten muß? Der Zweck erschließt sich mir nicht! Wenn man das Anteilsverhältnis zu gunsten von Werder verschieben würde, wäre dabei allerdings sehr wohl ein Zweck...

Auch dazu hat Müller was gesagt, das es aus steuerlicher Sicht nicht in Werders Interesse wäre, die Anteilsverhältnisse zu verschieben. Wie das genau aussieht, weiss ich nicht, aber es scheint ja Gründe zu geben. Und das die stadt nicht einfach verkaufen kann, könnte ja in der Satzung stehen?!
 
Das Unternehmen, dem die STADT hätte Geld zuführen müssen, was in GE nicht passiert ist.



Natürlich ist die Situation anders (nicht völlig, aber anders) deine Beispiel wäre passend gewesen, wen die Weserstadion GmbH hätte mehr Geld geben müssen ohne das die Stadt Einlagen tätigt, dann wäre es ähnlich wie in GE. Hier hätte aber die STADT und nicht das Unternehmen Geld zahlen müssen.

Im Ergebnis macht das doch keinen Unterschied. Es ist in beiden Fällen eine politische Entscheidung gewesen. Woher die Stadt das Geld dann nimmt, spielt eine eher untergeordnete Rolle. Wenn es so sein sollte, dass die GEW (das ist diese Gesellschaft) so viel Geld über hat, dann hätte dieses zurück in die Kommune geführt werden müssen. Die hat nämlich gar nichts über...
 
Nunja, diese Hilfe ist aber schon relativ lange her. Regierungen und deren Mitglieder ändern sich nunmal. Und wenn ich mir ansehe, wofür Geld in letzter Zeit bereitwillig rausgeschleudert wurde, auf der anderen Seite aber ein fast lächerlicher Betrag (selbst für Bremen) ein gesamtes Projekt scheitern lässt, dann komme ich nicht umhin anzunehmen, dass seitens der momentanen Regierung nicht nur eine Gleichgültigkeit dem Verein gegenüber besteht, sondern eher schon eine Abneigung (beschissener Satzbau). Ob es nun "nur" wegen Lemke so ist oder wegen des Vereins an sich, ist mir da völlig egal.

Ich finde es ehrlich gesagt auch in dem Fall nicht überzeugend, wenn man sagt, dass man die Verschwendung von Steuergelder an anderer Stelle nicht als Argument heranziehen sollte. Anders als bei anderen Großprojekten hätte man hier nämlich die Gewissheit gehabt, dass man wirklich mal etwas Sinnvolles für den Steuerzahler tut. Außerdem wäre die Stadt an den Mehreinnahmen durch den Ticketverkauf beteiligt gewesen. Man muss sich an der Stelle aber auch gar keine Gedanken machen, dass die Stadt um eine Antwort verlegen gewesen wäre. Die haben schon völlig ungeniert ganz andere Dimensionen von "Investitionen" gerechtfertigt.

Den kann man nur zustimmen:tnx:
 
Im Ergebnis macht das doch keinen Unterschied. Es ist in beiden Fällen eine politische Entscheidung gewesen. Woher die Stadt das Geld dann nimmt, spielt eine eher untergeordnete Rolle. Wenn es so sein sollte, dass die GEW (das ist diese Gesellschaft) so viel Geld über hat, dann hätte dieses zurück in die Kommune geführt werden müssen. Die hat nämlich gar nichts über...

Natürlich macht das einen gravierenden Unterschied. Nämlich in der Entscheidungsfindung! Ob man es hätte zurückführen müssen und wie die Entscheidungsfindung für Investitionen ist, hängt doch von der Satzung ab. Die kenne ich bei der GEW nicht. Also ist es doch nicht zu beurteilen geschweige denn zu vergleichen.
 
Anders als bei anderen Großprojekten hätte man hier nämlich die Gewissheit gehabt, dass man wirklich mal etwas Sinnvolles für den Steuerzahler tut. Außerdem wäre die Stadt an den Mehreinnahmen durch den Ticketverkauf beteiligt gewesen. Man muss sich an der Stelle aber auch gar keine Gedanken machen, dass die Stadt um eine Antwort verlegen gewesen wäre. Die haben schon völlig ungeniert ganz andere Dimensionen von "Investitionen" gerechtfertigt.

Ist das so?
Woher die Gewissheit? Hohe Wahrscheinlichkeit, ja. Gewissheit? Nein!

An den Ticketmehreinnahmen wäre die Stadt ja nun nur indirekt beteiligt gewesen (z.b. durch höhere Miete). Nur wenn jemand pleite ist, kann er eben auch in noch so profitable Projekte nicht investieren, da er sich kaum das notwendige leisten kann.
 
Natürlich macht das einen gravierenden Unterschied. Nämlich in der Entscheidungsfindung! Ob man es hätte zurückführen müssen und wie die Entscheidungsfindung für Investitionen ist, hängt doch von der Satzung ab. Die kenne ich bei der GEW nicht. Also ist es doch nicht zu beurteilen geschweige denn zu vergleichen.

Es gibt aber angeblich eine Gewinnabführungspflicht der GEW an die Kommune. Auf diese hat die Stadt verzichtet. Nicht umsonst wird gefordert, dass sich die Kommunalaufsicht der Sache annimmt.
 
Natürlich macht das einen gravierenden Unterschied. Nämlich in der Entscheidungsfindung! Ob man es hätte zurückführen müssen und wie die Entscheidungsfindung für Investitionen ist, hängt doch von der Satzung ab. Die kenne ich bei der GEW nicht. Also ist es doch nicht zu beurteilen geschweige denn zu vergleichen.

Was geht uns jetzt GE an?Hier in Bremen wer vielleicht mehr möglich gewesen,wenn alle an einem Strang gezogen hätten.Dem ist leider nicht so,aber ich kann das gejammer das die Stadt so pleite ist,die Schulen Ruinen sind, nicht mehr hören.In Bremen wird seit Jahrzenten fast immer die gleiche Politik gemacht und was ändert sich?Nicht viel,und ich kann es als Niedersachse nicht verstehen, daß in Bremen nicht mal ein komplett neuer Wind in die Regierung kommt.Oder gibt es dort keine Demokratie und man muß immer Rot wählen.:confused:Gehört hier aber auch nicht hin...
 
Ist das so?
Woher die Gewissheit? Hohe Wahrscheinlichkeit, ja. Gewissheit? Nein!
Mit dieser hohen Wahrscheinlichkeit hat der Verein ja auch die Notwendigkeit einer Kapazitätserhöhung begründet. Natürlich kann man da nur Prognosen anstellen. Das liegt in der Natur der Sache (des sportlichen Erfolges). Irgendwann ist die Situation aber so (und so ist sie momentan), dass selbst solide agierende Unternehmen (wie der Verein) einen solchen Schritt wagen (müssen), um weiterhin das Maximum erreichen zu können. Und es wäre ziemlich abstrus, wenn man eher vom Misserfolg ausgehen würde.

An den Ticketmehreinnahmen wäre die Stadt ja nun nur indirekt beteiligt gewesen (z.b. durch höhere Miete). Nur wenn jemand pleite ist, kann er eben auch in noch so profitable Projekte nicht investieren, da er sich kaum das notwendige leisten kann.
Die Stadt war auch schon "Pleite" als sie andere wesentlich teurere Investitionen getätigt hat. Das ist der Vorteil, den so eine große Stadt wie Bremen hat. Sie kann gar nicht richtig Pleite sein. Die Banken können gar keine besseren Darlehensnehmer haben als eine (große) Stadt mit Länderfinanzausgleich im Rücken. Wenn die eine Bank erst ein Darlehen gewährt, nachdem das Stammkapital erhöht wurde, dann besorgt man sich eben notfalls das nötige Geld bei einer anderen Bank. Natürlich ist das eine katastrophale Praxis, aber so wirds gemacht. Es ging mir ja auch nur darum, dass die Möglichkeit allemal bestanden hätte.
 
Wie wird im West-Oberrang eigentlich der Gäste-Block von den "normalen" Blöcken getrennt? Viel Platz für einen Zaun o.ä. wird auf den relativ schmalen Treppenaufgängen ja nicht sein oder sehe ich das falsch?
Wenn ich mich recht errinere wurden ja Plätze direkt neben dem Zaun des alten Gästeblocks gesperrt damit wohl eine Art "Sicherheitsabstand" gewährleistet wird. Wird das dann auch wieder so sein?
 
Back
Top