[Diskussion] Stadionumbau

Habe ich damals nicht gelesen...

Am besten finde ich die Aussage....

Die Freude bei den Fans wird aber nicht ungeteilt sein. Immerhin wurden die zusätzlichen 8000 Plätze gestrichen.

"Natürlich kann ich die Enttäuschung bei denen verstehen, die keine Karten bekommen. Der Großteil wird sich aber über das neue Stadion richtig freuen. Die Fans sitzen viel dichter am Geschehen. Das Stadion bekommt noch mehr Eventcharakter. Und durch die Neugestaltung des Gästebereichs können pro Saison rund 15000 Werder-Fans mehr ins Stadion kommen als bisher. Auch wenn das für viele nur ein schwacher Trost ist."

Macht ca.800 Plätze mehr pro Spiel für 60 Millionen:D

Ich habe gerade keine Lust, die Sache mit der Amortisierung nochmal breitzulatschen - denn die ist nicht nur eine Sache der Kapazität. ;)
 
Auch wenn es nur 5 Millionen mehr gewesen wären, wäre die erste Lösung nicht möglich gewesen. Hintergrund sind die gesellschaftsrechtlichen Strukturen der Weserstadion GmbH, wie Müller gut verständlich und für mich neu (hatte das so noch nicht gelesen) erklärte: Die Banken hatten für die erhöhten Kosten auch höhere Einlagen in die GmbH der Gesellschafter (als zusätzliche Sicherheit) verlangt. Da sowohl Werder als auch Bremen 50% halten, hätten auch beide hälftig die zusätzlichen Einlagen leisten müssen. Und wenn die Stadt sagt, wir zahlen null ein, dann wird es keine zusätzlichen Einlagen (in das Stammkapital, darum geht es aber wenn ich es richtig verstanden habe) geben, ohne dass sich die Gesellschaftsanteile verschieben (Stichwort Verwässerung). Und da hat die Stadt natürlich etwas dagegen. Im Endeffekt wäre es also bei der Haltung der Stadt auch an 10 Euro gescheitert.
 
Auch wenn es nur 5 Millionen mehr gewesen wären, wäre die erste Lösung nicht möglich gewesen. Hintergrund sind die gesellschaftsrechtlichen Strukturen der Weserstadion GmbH, wie Müller gut verständlich und für mich neu (hatte das so noch nicht gelesen) erklärte: Die Banken hatten für die erhöhten Kosten auch höhere Einlagen in die GmbH der Gesellschafter (als zusätzliche Sicherheit) verlangt. Da sowohl Werder als auch Bremen 50% halten, hätten auch beide hälftig die zusätzlichen Einlagen leisten müssen. Und wenn die Stadt sagt, wir zahlen null ein, dann wird es keine zusätzlichen Einlagen (in das Stammkapital, darum geht es aber wenn ich es richtig verstanden habe) geben, ohne dass sich die Gesellschaftsanteile verschieben (Stichwort Verwässerung). Und da hat die Stadt natürlich etwas dagegen. Im Endeffekt wäre es also bei der Haltung der Stadt auch an 10 Euro gescheitert.

Anlässlich des politischen Hintergrundes, den das ganze bekommt, frage ich mich erstens, warum Willi Lemke seine politischen Kontakte nicht nutzt um in der oben beschriebenen Thematik was zu unternehmen. Die sollten doch schließlich gerade zur Bremer SPD-Spitze durchaus vorhanden sein...

Zweitens frage ich mich, wann der erste Manfred-Müller-Kritiker hier mal ein zartes Entschuldigung zum Ausdruck bringen will. Schließlich war der bisher an nahezu allem beteiligt, was dem einen oder anderen hier nicht in den Kram passte, ob nun ein kurzes Dach, oder schlecht ins Gesamtbild passende Tribünen.

Wenn es jetzt gar nicht Müller ist der so unfähig ist, sondern die Stadt das Problem zu sein scheint (Ich spreche bewusst im Konjunktiv...) dann könnte man sich ja an der Stelle mal dazu äußern...
 
Erstens ist Willi Lemke bei der derzeitigen SPD-Führung nicht zwingend beliebt. Schließlich gehört Willi Lemke zu einem anderen Flügel der SPD als die derzeitige Führungsrige. Man sollte eben bedenken, dass Lemke damals gegen Böhrnsen versucht die Nachfolge von Scherf für sich zu entscheiden.

Dazu kommt, dass Bremen schlicht und einfach völlig pleite ist. Diese Stadt hat kaum Geld Straßen oder Schulen zu sanieren. Wie soll die Politik es da rechtfertigen mal eben Millionen in die Stadiongesellschaft nachzuschießen.
 
Dazu kommt, dass Bremen schlicht und einfach völlig pleite ist. Diese Stadt hat kaum Geld Straßen oder Schulen zu sanieren. Wie soll die Politik es da rechtfertigen mal eben Millionen in die Stadiongesellschaft nachzuschießen.

Das gleiche könnte man auch für Gelsenkirchen sagen, die habe aber Schalke trotzdem unter die Arme gegriffen, zudem gibt es in Bremen durchaus Projekte die weniger populär waren, in denen eine ganze Menge Geld versenkt wurde...
 
Das gleiche könnte man auch für Gelsenkirchen sagen, die habe aber Schalke trotzdem unter die Arme gegriffen, zudem gibt es in Bremen durchaus Projekte die weniger populär waren, in denen eine ganze Menge Geld versenkt wurde...
Werder ist aber ein gesunder Verein. Wenn man hier kurz vor der Pleite wäre, dann kann die Stadt/das Land einen Millionenzuschuss ganz anders begründen.
 
Das gleiche könnte man auch für Gelsenkirchen sagen, die habe aber Schalke trotzdem unter die Arme gegriffen, zudem gibt es in Bremen durchaus Projekte die weniger populär waren, in denen eine ganze Menge Geld versenkt wurde...

Das brauchst du mir nich sagen. Es gibt immernoch Dinge in denen weiter Geld versenkt wir, wie beispielsweise in der "Botanika", dem "Siemens-Hochaus", dem "Space Park" etc. Die Liste lässt sich fast unendlich fortsetzen. Gleichzeitig fehlen in Bremen aber Polizisten und Lehrer. Straßen können nicht saniert werden. Schulen sehen teilweise aus wie Abrissbuden.
Halte die Argumentation aber generell für falsch zu sagen, dass hier und dort Geld "versenkt" wurde also kann man nun auch Geld fürs Stadion rausrücken. Bin eher der Meinung, dass Bremen seine Ausgaben eher nochmal einer genauen Kritik unterziehen sollte.
 
Das gleiche könnte man auch für Gelsenkirchen sagen, die habe aber Schalke trotzdem unter die Arme gegriffen, zudem gibt es in Bremen durchaus Projekte die weniger populär waren, in denen eine ganze Menge Geld versenkt wurde...

Nicht Gelselnkirchen hat Schalke unterstützt sondern ein Unternehmen, welches ein Unternehmen der Stadt ist. Soetwas macht einen gewaltigen Unterschied, nicht nur politisch.
 
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