Diego (Laufbahn beendet)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Detendo
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@Sofatester
Ein Duo Marin/Hunt kann es. Ich würde inzwischen sogar so weit gehen (was ich noch vor einem Dreivierteljahr nicht für möglich gehalten hätte), dass Marin gestalterische Fähigkeiten mitbringt, wenn auch nicht unbedingt zentral, die stärker sind oder zumindest werden können als die Özil`s und erst recht als die Diego`s. Dazu Hunt, ein Wesley, der eine völlig neue Komponente ins Bremer Spiel bringt und ein Arnautovic, der mich jetzt schon begeistert, was Zweikampfstärke, Willen und Balltechnik angeht. Ich tippe, wir werden Özil in keinster Weise vermissen.
 
Mal ganz abgesehen davon, dass ich es weiter nicht verstehen kann, was Leute hier motiviert, ständig gegen einen Spieler wie Diego nachzutreten - die vorstehende Analyse der Spielsituation, die zum 1:0 im Pokalfinale führte, ist eine freie Interpretation der Marke "was wäre wenn, und überhaupt".

Hier wurde ein wichtiges Tor vorbereitet (remember: "Scorer-Punkte" ...). Es wurde ein Mitspieler bedient, der frei auf's Tor schießen konnte. Und dann wird hier eine solche Szene herausgepickt, um weiter mit Dreck auf eben jenen Spieler zu werfen, der diesen Assist geleistet hat !? Solch eine Art ist mir einfach zuwider - tut mir Leid. Wie tief muss da eine Antipathie sitzen, um so verbohrt zu sein ?

By the way sehe ich die Szene komplett anders. Der große Freiraum für Özil - in den er gut gestartet ist - entstand gerade und nur deshalb, weil Diego einen Moment gewartet hat. Dies konnte er natürlich nur deshalb machen, weil er in der Lage ist, einen Ball auch mal gegen 2-3 Mitspieler zu behaupten. Nur die individuelle Klasse eines Diego hat hier bewirkt, dass sich gleich mehrere Abwehrspieler auf ihn stürzten und so der Freiraum für Özil überhaupt erst geschaffen wurde. Exakt im Moment des - toll in den Lauf gespielten - Passes war die Spielsituation soweit, dass eine Weiterleitung des Balles tatsächlich erfolgversprechend war.

Mesut Özil ist ein anderer Spielertyp. Er hätte die Option, sich gegen 2-3 Gegenspieler durchzusetzen, nicht gehabt - wenn er das versucht hätte, wäre der Ball wahrscheinlich weg gewesen. Ihm wäre nur eine direkte Weiterleitung möglich gewesen. In diesem Fall hätte aber die defensiv-Abteilung des Gegners noch wesentlich mehr Möglichkeiten gehabt, einzugreifen bzw. die Mitspieler hätten noch nicht so in Position gelaufen sein können, wie dies Özil durch die leichte Verzögerung möglich war. Gerade bei der direkten Weiterleitung wäre in diesem Fall eine Spielsituation entstanden, auf die die Leverkusener Abwehr viel besser hätte reagieren können.

Für mich ist das eine Szene, die die ganze Klasse von Diego zeigt. Einen langen weitergeleiteten Abschlag trotz Bedrängnis unter Kontrolle zu bringen, den Ball behaupten, bis ein bis zwei Mitspieler erfolgversprechend anspielbar sind und dann den maßgenauen Pass spielen - einfach erstklassig ! So sehe ich diese Szene.

Aber - der perspektivische Ausblick auf Diego's Wirken in Wolfsburg zeigt ja schon, wie "objektiv, sachlich" man auch künftig seine Leistungen bewerten wird. Die Ankündigung a la: "Er wird wahrscheinlich klasse Szenen haben und gefeiert werden - ist und bleibt aber trotzdem scheiße !" zeigt ja recht deutlich, was da weiter an fachkundigen Analysen auf uns zukommen wird.
 
Ich sehe das ganze wie Mick und Werderaner.
Ohne Diego abwerten zu wollen (genialer Fussballer, torgefährlich und ein Mann für besonders spektakuläre Momente), so waren mMn gerade diese Dinge im Zusammenhang mit seinen Schwächen, die er mE im Gestalten und lenken eines Spiels hat, die Probleme, die Bremen mit ihm hatte. Nichtsdestotrotz hat er enorm viele wichtige Tore und Vorlagen gemacht.

Was für mich aber bleibt, wenn ich Özil und Diego bzw. deren Zeit bei uns vergleichen möchte (auch wenn das mMn nur schwer geht) so kann ich für mich sagen, dass mir der Fussball, der mit Özil und gespielt wurde (und ja, auch Marin und Hunt), wesentlich besser gefallen hat, als das was mit Diego geboten wurde. Diese Rückentwicklung im Bremer Spiel nahm mit Jahr zu Jahr zu, die Diego die Raute auf der Brust trug. Klar kann man darüber streiten, inwieweit das auch an den Mitspielern lag, aber es ist doch bezeichnend, dass er in vier europäischen Clubs spielte, in zwei (porto und juve) scheiterte, in einem zu scheitern droht (auch wenn das noch sehr früh ist, um das zu bewerten, aber die Richtung ist klar) und eigentlich nur bei Werder erfolgreich spielen konnte, unter der Beschränkung dass das Mannschaftsspiel litt. Also scheiterte er in 2 von 3 europäischen Stationen und bei einer dritten deutet es sich ganz zaghaft an, unabhängig davon, wer die Mitspieler waren.
Dagegen steht für mich Özil mit dem das Spiel wieder an "alte" Zeiten anknüpfen konnte. Sicher noch mit Schwächephasen (was ja auch in dessen Thread nie ernsthaft bestritt) und sicher kein Micoud, aber mMn mit ähnlichen Anlagen und ähnlichem Potential was das Gestalten eines Spiels angeht. Özil und Micoud waren für mich richtige Spielmacher. (auch wenn Micoud, zumindest für mich, über allem steht) Der Abgang von Misimovic und Kauf von Diego erinnert schon stark an unsere Situation. Misimovic geht eher in die Richtung von Özil und Micoud.

Abschliessend: Ich wünsche Diego alles gute, und wenn er es in Wolfsburg findet... so what? Allein mir fehlt der Glaube aus o.g. Gründen.
 
Mal ganz abgesehen davon, dass ich es weiter nicht verstehen kann, was Leute hier motiviert, ständig gegen einen Spieler wie Diego nachzutreten - die vorstehende Analyse der Spielsituation, die zum 1:0 im Pokalfinale führte, ist eine freie Interpretation der Marke "was wäre wenn, und überhaupt".

Hier wurde ein wichtiges Tor vorbereitet (remember: "Scorer-Punkte" ...). Es wurde ein Mitspieler bedient, der frei auf's Tor schießen konnte. Und dann wird hier eine solche Szene herausgepickt, um weiter mit Dreck auf eben jenen Spieler zu werfen, der diesen Assist geleistet hat !? Solch eine Art ist mir einfach zuwider - tut mir Leid. Wie tief muss da eine Antipathie sitzen, um so verbohrt zu sein ?

Du legst eine Doppelmoral an den Tag, bei der ich mittlerweile nicht mehr weiss, ob ich darüber lachen oder weinen soll:

Die gleichen Leute, die sich mächtig aufregen, wenn jemand dem kommenden Weltfußballer Özil nicht ewig dankbar ist für dessen (abgefälschten Glücksschuss zum) 1:0 im Pokalfinale 2009 machen den Spieler mit Genuss zur Sau, der diese Torchance in genialer Art und Weise überhaupt erst ermöglicht und vorbereitet hat. Völlig "merkbefreit" nenne ich sowas.

Ich kommentiere Deinen Beitrag mal mit Deinen Worten:

Mal ganz abgesehen davon, dass ich es weiter nicht verstehen kann, was Dich hier motiviert, ständig gegen einen Spieler wie Özil nachzutreten - die vorstehende Analyse der Spielsituation, die zum 1:0 im Pokalfinale führte, ist eine freie Interpretation der Marke "was wäre wenn, und überhaupt".

Hier wurde ein wichtiges Tor erzielt, dass uns sogar einen Titel brachte. Solch eine Art ist mir einfach zuwider - tut mir Leid. Wie tief muss da eine Antipathie sitzen, um so verbohrt zu sein ?


Hör bitte auf hier immer bei Diego einen auf moralisch zu machen und auf die Tränendrüse zu drücken, während Du (und sonst niemand) als einziger genau diese Dinge tust, die Dir ja angeblich ganz allgemein zuwider sind.
 
Mal ganz abgesehen davon, dass ich es weiter nicht verstehen kann, was Leute hier motiviert, ständig gegen einen Spieler wie Diego nachzutreten - die vorstehende Analyse der Spielsituation, die zum 1:0 im Pokalfinale führte, ist eine freie Interpretation der Marke "was wäre wenn, und überhaupt".

Wo wird denn ernsthaft nachgetreten? Es wird lediglich geschrieben, dass eben nicht alles Gold war was glänzt. Dass er die Situationen (z.B. klasse Pass aus der Bedrängnis gg. Leverkusen), die er so glänzend löste, oft selber verursacht hat!
Wie würdest du denn die Situation in Wolfsburg, sowie die Stationen Porto und Juve analysieren? Hat es auch da nicht so funktioniert, weil auch dort die Mitspieler "blind" waren/sind?


Aber - der perspektivische Ausblick auf Diego's Wirken in Wolfsburg zeigt ja schon, wie "objektiv, sachlich" man auch künftig seine Leistungen bewerten wird. Die Ankündigung a la: "Er wird wahrscheinlich klasse Szenen haben und gefeiert werden - ist und bleibt aber trotzdem scheiße !" zeigt ja recht deutlich, was da weiter an fachkundigen Analysen auf uns zukommen wird.

Wer sagt, dass er scheisse bleibt bzw. überhaupt ist? Vllt. passts ja doch und er findet sich in dem System zurecht. Allerdings erinnert die Situation in Wolfsburg doch sehr stark an die "Ablösung" Micouds. Misimovic geht eher in die Richtung von Micoud. Ebenso ähnelt zumindest in der Grundausrichtung (schnelles, gradliniges Offensivspiel und schnelles Überbrücken des Mittelfelds) das Spiel von Wolfsburg (wovon Dzeko in den letzten Jahren unheimlich profitierte und seine Stärken einbringen konnte und so zu einem Top-Stürmer Europas wurde) unserem Spiel vor Diego.


Was die Analyse der genannten Szene angeht: Sicher, er hat das Spiel verzögert und dafür den Raum für Özil in gewisser Weise erst geschaffen (auch wenn der vorher schon bestanden hat) und die Situation, die er selbst(!!!) geschaffen hat, glänzend gelöst. Er hat sich dabei aber auch zwei weiterer Optionen beraubt.
Und warum eine Mannschaft schlechter auf einen verzögerten Angriff reagieren kann, als bei einem schnellen mit Kurzpassspiel und direkter weiterleitung vorgetragenen Angriff (zumal Bayer ja noch in der Rückwärtsbewegeung war) musst du mir mal erkären.
 
Abgesehen davon, dass die Szene nicht zuerst von mir "rausgepickt" wurde, abgesehen davon, dass schon wieder unnötige Özil-Vergleiche angestellt werden, abgesehen davon, dass die Analyse einer Spielsituation - mit allen Zusammenhängen, die augenscheinlich sind, nie im Konjunktiv stattfindet: Paul Tergat hat recht. Teilweise. Natürlich ist Diego ein individuell hochbegabter Akteur und natürlich ist, um auf diese Szene zurückzukommen, das mehr ein Indiz seiner Klasse, als ein Indiz seiner Schwächen. :tnx: Aber es zeigt eben auch Schwächen, die in der Zweitanalyse von PT fehlen (oder fehlinterpretiert werden):
Ball gut behauptet? Unter Bedrängnis? :confused: Musste Diego denn den Ball "behaupten" oder konnte er direkt spielen? Hat ihn - mit Platz - gut angenommen, der Raum war sofort frei, zumal Hugo anzeigt, dass er gleich steil geht. Die "Verzögerungstaktik" hat den Ball letztlich ein wenig näher zum Tor und dort Freiraum gebracht, das stimmt. Andererseits gab es genannte Optionen (und das ist nicht im Konjunktiv ;)), um die Situation mit mehreren Leuten auszuspielen. Ohne dieses Dribbling. Und das ist das, was mich bei Diego immer unglaublich genervt hat.

Noch was: Leute lasst doch den Özil Vergleich, das führt zu nichts. Hier geht`s um Diego.
 
Im Özil-Thread hab' ich jetzt gemeint, zu erkennen, dass die Ex-Spieler-Threads tendenziell wohl eher positive "Abfeier-Threads" sind (ein Ort, wo sich schwerpunktmäßig die Leute versammmeln, die es schade finden, dass ein Spieler gegangen ist). Deswegen hab' ich mich da jetzt auch ausgeklinkt, weil das für die dort versammelten Abfeierer einfach nur nervig sein muss, wenn da jemand postet, dass er heilfroh ist, dass Özil weg ist und dass er seine Leistung zumindest in der letzten Rückrunde beim SV Werder gar nicht so toll fand. Dass sowas dort keiner hören (lesen) mag, hab' ich verstanden und mich da vom Acker gemacht.

Wenn ich jetzt aber im Diego-Thread sehe, dass es sehr wohl ganz ok. ist, wenn Ex-Spieler, die durchaus - sagen wir mal - nicht als "völlige Transfer-Flops" in die Werder-Geschichte eingegangen sind, mal nachträglich so richtig in den Dreck gezogen werden - und man sich gegenseitig dabei auf die Schulter klopft - dann werde ich wohl auch mal wieder im Özil-Bejubel-Thread "rumstinken".

Wenn einer meint, dass Diego "überbewertet" ist/war, dass er dem Werder-Spiel "nicht gut getan" hat, dass er Mitspieler "in deren Entwicklung gehemmt hat" oder was sonst noch für Schwachsinn (in meinen Augen) - dann kann er das auch gern für sich behalten. Was hier mal wieder stattfindet, spottet jeder Beschreibung.

Die gleichen Leute, die sich mächtig aufregen, wenn jemand dem kommenden Weltfußballer Özil nicht ewig dankbar ist für dessen (abgefälschten Glücksschuss zum) 1:0 im Pokalfinale 2009 machen den Spieler mit Genuss zur Sau, der diese Torchance in genialer Art und Weise überhaupt erst ermöglicht und vorbereitet hat. Völlig "merkbefreit" nenne ich sowas.

Ich habe in Berlin auch die mehreren Minuten das "Diego-Lied" mitgesungen - das wird mir ewig eine tolle Erinnerung bleiben, als er sich vor dem Spiel dankend Richtung Kurve verneigte und diese unglaubliche Wertschätzung der (großen Masse der) Fans dann anschließend auf dem Rasen eindrucksvoll zurückkgegeben hat - und das war beileibe nicht nur die entscheidende Vorarbeit zum Siegtreffer.

Von daher habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn sich Werder-Fans über positive Momente im weiteren Verlauf Diego's Karriere mit ihm freuen. So, wie ich mich stets freue, wenn z.B. Schuuulz ein Tor für 96 schießt oder vorbereitet (weil ich ihn in seiner Zeit bei Werder einfach klasse fand), so hab auch ich mich für Diego gefreut, als sein Tor auf der Anzeigetafel erschien. Was soll daran falsch sein ???

Wenn Özil bei Real ein Assist gelingt, machen sich alle die Hosen nass vor Begeisterung - und wenn Diego ein Tor für Wolfsburg schießt, ist (und bleibt) er trotzdem eine Knitte - und das muss man auch der Werder-Welt täglich um die Ohren hauen.

Ich weiß, dass diese ebenso unnötige wie dumpfe Diego-Runtermacherei, die hier z.T. betrieben wird, nicht mit dem Empfinden eines Großteils der Werder-Fans übereinstimmt. Von daher könnte man sagen: "was kratzt's die deutsche Eiche ...". Aber es nervt wirklich langsam gewaltig. Es mag ja vielleicht auch z.T. nervig rüberkommen, wenn Ex-Spieler in der "verklärenden" Rückschau zu sehr "überhöht" werden - aber viel, viel nerviger finde ich dieses übertriebene nachträgliche Niedermachen. Braucht man sowas als Fan ? Kann man die Leute nicht in Ruhe lassen, die positive Erinnerungen an einen Spieler austauschen und dessen weiteren Weg positiv begleiten ?

Klasse Beitrag, sehe ich genau so. Im Übrigen ist es völlig lächerlich, jetzt das 1:0 aus Berlin zu analysieren und zu dem Schluss zu kommen, es sei doch gar nicht so gut gewesen bzw. glücklich oder was auch immer. Ich wollte mich nach der Diskussion mit dem Werderaner eigentlich hier heraushalten, aber ja, so langsam nervt es. Kommt mal wieder runter, geht ein wenig in euch und erinnert euch an die drei Jahre mit Diego; schaut euch seine Quoten an, denkt an Berlin, an die Spiele, um nur einige zu nennen, gegen Aachen, den KSC, den HSV, Milan, Udinese, welche auch immer, in denen Diego gezaubert und Werder im Alleingang zu Siegen geschossen hat, und dann überlegt mal, ob die Schadenfreude, die Häme und der Spott wirklich angemessen sind. Ich wette darauf, dass keiner von euch so gesprochen hat, als Diego noch da war. Ja, klar, man hat sich oft über das statische Spiel aufgeregt, darüber, dass Diego zu spät bzw. gar nicht abgespielt hat, und meinetwegen ist es auch besser für Werder, dass Diego mittlerweile nicht mehr hier spielt. Die Schlüsse, die ihr jedoch daraus zieht, sind in meinen Augen nur noch albern und lassen ziemlich tief blicken - Missgunst, die kein individuelles Glück, nur noch die große, ganze, heile, kuschelige Werder-Familie wahrhaben will. Dann sucht ihr euch irgendwelche neuen Projektionsflächen für eure Phantasien vom treuen Werderprofi (Beispiel: Werderaner - Pizarro), bis dieser das zarte Gemüt aufs Neue enttäuscht und ihr ihn dann abermals verbal verdreschen könnt, ohne endlich einmal zu akzeptieren, dass das "Recht auf Vereinswechsel zum Wesen des Professionalismus" gehört.

Ok, vielleicht ein bißchen viel Küchenpsychoanalyse, aber anders kann ich mir euer Rumgezicke Diego gegenüber echt nicht mehr erklären.
 
Aber der größte Treppenwitz ist, Diego mit Micoud zu vergleichen oder gar auf eine Stufe zu stellen.

Da hast Du in der Tat den Nagel auf den Kopf getroffen. Man kann es sich in dem Punkt sogar ganz einfach machen: Neben allen völlig verschiedenen Fähigkeiten, die die Spieler Micoud und Diego hier hatten, hat sich auf allerhöchstem Niveau, nämlich in der Champions League, gezeigt, dass die beiden Spieler auch von der Klasse her weit auseinander lagen. Micoud ist in der CL regelmässig zur Höchstform aufgelaufen, während Diego, sagen wir mal, eher "mitgeschwommen" ist. Auch bei Juve ist er in diesem Wettbewerb mit untergegangen. Mit Diego haben wir es nicht einmal geschafft, die CL-Vorrunde zu überstehen, mit Micoud zweimal in Folge. Der Vergleich zwischen Micoud und Diego ist in der Tat, und nicht nur aufgrund der geschilderten Tatsache, ein Treppenwitz. Und zwar ein verdammt schlechter!
 
@prettygirlsmakegraves und Paul Tergat
Klasse Beiträge :tnx:

Ich habe in Berlin auch die mehreren Minuten das "Diego-Lied" mitgesungen - das wird mir ewig eine tolle Erinnerung bleiben, als er sich vor dem Spiel dankend Richtung Kurve verneigte und diese unglaubliche Wertschätzung der (großen Masse der) Fans dann anschließend auf dem Rasen eindrucksvoll zurückkgegeben hat - und das war beileibe nicht nur die entscheidende Vorarbeit zum Siegtreffer.

Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich zurückdenke :knutsch:
 
Klasse Beitrag, sehe ich genau so. Im Übrigen ist es völlig lächerlich, jetzt das 1:0 aus Berlin zu analysieren und zu dem Schluss zu kommen, es sei doch gar nicht so gut gewesen bzw. glücklich oder was auch immer. Ich wollte mich nach der Diskussion mit dem Werderaner eigentlich hier heraushalten, aber ja, so langsam nervt es. Kommt mal wieder runter, geht ein wenig in euch und erinnert euch an die drei Jahre mit Diego; schaut euch seine Quoten an, denkt an Berlin, an die Spiele, um nur einige zu nennen, gegen Aachen, den KSC, den HSV, Milan, Udinese, welche auch immer, in denen Diego gezaubert und Werder im Alleingang zu Siegen geschossen hat, und dann überlegt mal, ob die Schadenfreude, die Häme und der Spott wirklich angemessen sind. Ich wette darauf, dass keiner von euch so gesprochen hat, als Diego noch da war. Ja, klar, man hat sich oft über das statische Spiel aufgeregt, darüber, dass Diego zu spät bzw. gar nicht abgespielt hat, und meinetwegen ist es auch besser für Werder, dass Diego mittlerweile nicht mehr hier spielt. Die Schlüsse, die ihr jedoch daraus zieht, sind in meinen Augen nur noch albern und lassen ziemlich tief blicken - Missgunst, die kein individuelles Glück, nur noch die große, ganze, heile, kuschelige Werder-Familie wahrhaben will. Dann sucht ihr euch irgendwelche neuen Projektionsflächen für eure Phantasien vom treuen Werderprofi (Beispiel: Werderaner - Pizarro), bis dieser das zarte Gemüt aufs Neue enttäuscht und ihr ihn dann abermals verbal verdreschen könnt, ohne endlich einmal zu akzeptieren, dass das "Recht auf Vereinswechsel zum Wesen des Professionalismus" gehört.

Ok, vielleicht ein bißchen viel Küchenpsychoanalyse, aber anders kann ich mir euer Rumgezicke Diego gegenüber echt nicht mehr erklären.

Warum rumgezicke? Genauso wie während seiner Zeit bei uns, (und ja uach zu der Zeit wurde so über Diego und seine Art zu spielen gesprochen) wird auch hier im Nachgang die Leistung bei Juve betrachtet. Und siehe da, sie zeigt Parallelen auf zu der bei Werder.
Ebenso sehe ich nicht, wo hier Häme oder Spott "ausgeteilt" wird?

Keiner, bzw. kaum einer, hat Diego seine Klasse, seine Leistungen für Werder oder ähnliches abgesprochen. Es wird lediglich versucht, das ganze einzuordnen.
 
Kommt mal wieder runter, geht ein wenig in euch und erinnert euch an die drei Jahre mit Diego; schaut euch seine Quoten an, denkt an Berlin, an die Spiele, um nur einige zu nennen, gegen Aachen, den KSC, den HSV, Milan, Udinese, welche auch immer, in denen Diego gezaubert und Werder im Alleingang zu Siegen geschossen hat,

Gegen den KSC muss ich eher an eine Aktion von Diego denken, die ich gar nicht mal sooo toll fand...
Und alleine hat Diego nicht ein einziges Spiel für den glorreichen SV Werder gewonnen.
Genau solche Sätze sind es, die so schrecklich nerven.


und dann überlegt mal, ob die Schadenfreude, die Häme und der Spott wirklich angemessen sind.

Die kann ich hier nirgends lesen/erkennen. Sorry.


Dann sucht ihr euch irgendwelche neuen Projektionsflächen für eure Phantasien vom treuen Werderprofi (Beispiel: Werderaner - Pizarro), bis dieser das zarte Gemüt aufs Neue enttäuscht und ihr ihn dann abermals verbal verdreschen könnt, ohne endlich einmal zu akzeptieren, dass das "Recht auf Vereinswechsel zum Wesen des Professionalismus" gehört.

Ich dachte, dass hatte ich Dir erklärt/erläutert?
 
[...]in denen Diego gezaubert und Werder im Alleingang

Genau das ist doch seine größte Stärke, die gleichzeitig auch sein größte schwäche für den Mannschaftssport Fußball bedeutet. Diego im Alleingang, immer und immer wieder. Das ist ja das Absurde.

Diego wäre sicherlich der hervorragende Spieler in einer Solosportart. Würde Fußball nur mit 4 gegen 4 gespielt, wäre er der gefragteste Spieler überhaupt, aber es spielen nunmal 11 gegen 11.
 
Im Übrigen ist es völlig lächerlich, jetzt das 1:0 aus Berlin zu analysieren und zu dem Schluss zu kommen, es sei doch gar nicht so gut gewesen bzw. glücklich oder was auch immer.
Kurzer Einwand: DAS kam von Paul, der damit die "Extra-Klasse" Diego`s hervorhob. Dass darauf dann näher eingegangen wird, liegt doch wohl in der Natur der Sache, oder?
....und erinnert euch an die drei Jahre mit Diego;...
Nichts anderes wird hier gemacht.
......in denen Diego gezaubert und Werder im Alleingang zu Siegen geschossen hat,,,
DER Punkt. Da fällt mir noch was ein: Kennst Du einen Strategen/zentralen Spielgestalter, der mehr Tore schiesst als vorbereitet?
:tnx:
Ich wette darauf, dass keiner von euch so gesprochen hat, als Diego noch da war.
Da liegst Du leider falsch. Beweise kannst Du bei Interesse bekommen.
... ohne endlich einmal zu akzeptieren, dass das "Recht auf Vereinswechsel zum Wesen des Professionalismus" gehört.
Wird vollkommen akzeptiert. :tnx:
 
das Erste, was Diego in Turin erzählte, war, dass die Mitspieler bei "seinem Lieblingsverein" dort weitaus mehr taugten. Bemerkenswert war auch, dass Diego sich bei der Olympia-Sache über Vereinsvorgaben hinwegsetzte und sich damit die größte Verfehlung der Vereinsgeschichte leistete/leisten durfte. Zwischendurch in der selben Zeit sich innerhalb von zehn Monaten zweimal durch Tätlichkeit (Frankfurt, Karlsruhe) komplett unnötig und damit auch das Team "außer Gefecht" setzte, welches er extra von sich abhängig gemacht hatte. Von Fahren mit Alkohol oder ohne Führerschein ganz zu schweigen. Und erst die "loyale", weil völlig uneigennützige Vertragsverlängerung.
Ok - da hab ich dann wenigstens mal Erklärungsansätze, worauf sich diese tiefe Antipathie gründet.
Ein solches Verhaltensmuster kann ich durchaus nachvollziehen. Wenn ich bei einem Werder-Spieler die "größte Verfehlung der Vereinsgeschichte" ausgemacht hätte, könnte ich mir auch vorstellen, dass ich von da an quasi zwanghaft jedes gute Wort über diesen Spieler "relativieren" "müsste". Und wenn man sich richtig Mühe gibt, kann man das ja sogar relativ sachlich aussehen lassen.

Zu der damals so heiß diskutierten "Olympia-Dramatik" kann ich noch sagen, dass ich damals vollstes Verständnis für Diego geäußert habe. Im übrigen hat seine Teilnahme dort dem SV Werder auch nicht irgendwie sportlich geschadet hat, soviel weiß man ja inzwischen auch.
Wenn das für dich "die größte Verfehlung in der Vereinsgeschichte" ist - na dann mal zu. Wenn du dich an die damaligen Diskussionen erinnerst, wirst du aber schon noch wissen, dass es da durchaus zwei oder mehrere Meinungen dazu gab. Das Wort "größte Verfehlung" sollte m.E. schon etwas beschreiben, was zumindest der überwiegende Teil der Werder-Anhänger scheiße fand. Sicher haben sich damals einige Leute vehement gegen ihn geäußert - aber mindestens ebenso viele haben Verständnis und Zustimmung kund getan.
War z.B. das Geheimtreffen Klose's mit den Bayern-Verantwortlichen kurz vor einem wichtigen Europacup-Auswärtsspiel eine "geringere Verfehlung" für dich ?

Aber gut - ich hab's jetzt verstanden. Es sind Diego's alte "Olympia-Freunde", die einfach keine Ruhe finden können.
 
Ich habe keine Lust, jetzt alle Beiträge herauszusuchen, in denen meiner Meinung nach Häme und Spott über Diego ausgeschüttet wird. Aber mir wird doch niemand absprechen, dass der Tenor der letzten Seiten dieses Threads einem "Wir haben es doch immer schon gewusst" gleichkommt.

Diego hat jetzt in Dortmund nachgetreten - klar, der kann sich ja auch nicht beherrschen, konnte er bei uns ja auch schon nicht - sinngemäß. Ohne dabei zu bedenken, dass Fussballer eben auch nur Menschen sind und sich in manchen Situationen eben nicht unter Kontrolle haben. Meine Güte, Micoud hat auch mal nem Typen in die Eier gegriffen (fand' ich sehr lustig) oder Ernst im Training mit ner Kopfnuss ne Platzwunde, die mit 8 Stichen genäht werden musste (!), verpasst - ich will nicht sagen "so what?", aber sowas passiert nun mal.

Und ja, Diegos Stärke ist seine individuelle Klasse. Nebenbei wird aber vergessen, dass zum Einen 43 Assists in 132 Spielen keine so schlechte Quote sind, er also durchaus auch mannschaftsdienlich spielen konnte, und dass zum anderen individuelle Klasse durchaus auch zum Fussball gehört. Wie oft verdribbelt sich etwa ein Marko Marin? Gerade Thomas Schaaf wird ihn jedoch sicher dazu anhalten, es immer wieder zu versuchen, da gerade er nicht müde wird zu betonen, dass es im Mannschaftssport Fussball auch auf die individuellen Stärken eines jeden Einzelnen ankommt. "Ich verlange von dir die Pflicht, dann erlaube ich dir die Kür" - so ähnlich drückte er es aus. Und dass Diego durchaus auch nach hinten gekämpft hat, wird hier meiner Meinung nach zu oft vergessen. Klar, mit Micoud war Werder erfolgreicher. Dieser hatte jedoch ebenso Spiele, in denen er lustlos abgetaucht ist, und er war zudem ein gestandener Profi mit unendlicher Erfahrung, während Diego fast noch als Jugendlicher Werder zumindest in den ersten zwei Jahren unglaublich viel gegeben hat.

Klar, es war nicht alles Gold, was glänzte. Aber fussballerischer Erfolg wird nun mal auch durch Individualisten erzielt, beispielsweise im Verwandeln von direkten Freistößen. Und bei aller Liebe zur neuen Werder-Mannschaft: In dieser Hinsicht vermisse ich Diego, und kann, wenn auch "Häme und Spott" etwas übertrieben sein mögen", so doch eure Schadenfreude und eben das "Wir wussten es schon immer, eigentlich kann er nix, macht alles nur allein, ist Gift für jedes Team" einfach nicht nachvollziehen - ohne Diego zum Gott zu machen, wie es manche Groupies meinetwegen tun.
 
Oder zum Beispiel das Geheul, wie Diego denn im UEFA-Finale fehlte. Dabei wurde von jenen Leuten unterschlagen, dass wir a) gerade mit Diego gegen genau solche Gegner wie Donezk (gut organisiert, konterstark) oft genug "alt ausgesehen" haben, b) Gegentore durch schlechte Antizipation der Spielsituation und falsches Stellungsspiel bekamen, eben genau den Dingen, wo Mertesacker unersetzbar ist und c) Diego dieses "Fehlen" gewissermaßen selbst zu verantworten hatte.
Was ist das wohl anderes als - völlig unqualifiziertes - Nachtreten ?
Diego hat es also "gewissermaßen selbst zu verantworten", wenn ihn sein Gegenspieler angeht und er (der er das absolut ohne Gegenreaktion erduldet) dafür eine völlig ungerechtfertigte gelbe Karte sieht ? Wo genau lag seine Schuld ?

Aber ok. - die Schuld lag wohl eher "bei Olympia" ...
 
Wenn ich bei einem Werder-Spieler die "größte Verfehlung der Vereinsgeschichte" ausgemacht hätte, könnte ich mir auch vorstellen, dass ich von da an quasi zwanghaft jedes gute Wort über diesen Spieler "relativieren" "müsste". Und wenn man sich richtig Mühe gibt, kann man das ja sogar relativ sachlich aussehen lassen.

Zu der damals so heiß diskutierten "Olympia-Dramatik" kann ich noch sagen, dass ich damals vollstes Verständnis für Diego geäußert habe. Im übrigen hat seine Teilnahme dort dem SV Werder auch nicht irgendwie sportlich geschadet hat, soviel weiß man ja inzwischen auch.
Wenn das für dich "die größte Verfehlung in der Vereinsgeschichte" ist - na dann mal zu. Wenn du dich an die damaligen Diskussionen erinnerst, wirst du aber schon noch wissen, dass es da durchaus zwei oder mehrere Meinungen dazu gab. Das Wort "größte Verfehlung" sollte m.E. schon etwas beschreiben, was zumindest der überwiegende Teil der Werder-Anhänger scheiße fand. Sicher haben sich damals einige Leute vehement gegen ihn geäußert - aber mindestens ebenso viele haben Verständnis und Zustimmung kund getan.
War z.B. das Geheimtreffen Klose's mit den Bayern-Verantwortlichen kurz vor einem wichtigen Europacup-Auswärtsspiel eine "geringere Verfehlung" für dich?
Ich war damals bei den Diskussionen zugegen. Und, auch wenn Dich das jetzt wundern wird, ich habe Diego als Person in gewisser Weise verstanden. Und wie ich schon schrieb - es sei ihm verziehen. Was ich nicht verstanden habe, war das Vorgehen des Vereins in dieser Sache - disziplinarisch! Das wollte ich ausdrücken. Vor finanziellen Hintergründen, wenn das so war, könnte ich Werder allerdings noch verstehen.
Wenn Du genau weisst, dass der "überwiegende Teil der Werder-Anhänger es nicht scheiße fand", dann muss ich Dir zustimmen. Nur war mein Eindruck ein anderer.
Was die Geschichte mit dem "U" angeht - das war das Mieseste überhaupt. :tnx: Nur für Werder nicht zu verhindern gewesen.
Ok - da hab ich dann wenigstens mal Erklärungsansätze, worauf sich diese tiefe Antipathie gründet.
Ein solches Verhaltensmuster kann ich durchaus nachvollziehen.
Antipathie würde ich es vielleicht nicht nennen. Mir ging nur seine Spielweise gewaltig auf den Zeiger und da kann ich und konnte noch nie nachvollziehen, wie Leute, zumindest die sich ernsthaft für den Fussball an sich und Werder interessieren, das im Gesamtbild derart hochjubeln können. Wir freuen uns ja alle über Tore und gönnen es den Torschützen sowie denen, die daran beteiligt waren. Aber dieser völlig übertriebene (und unsachliche) Heldenstatus, vor allem weil gerne gepaart mit Abwertungen anderer Spieler, bleibt mir angesichts der Begebenheiten ein Rätsel...

Wo wir schon mal bei Antipathie und Erklärungsansätzen sind - wie erklärst Du dir, was manchmal in Spielerthreads abgeht?
 
Ich habe keine Lust, jetzt alle Beiträge herauszusuchen, in denen meiner Meinung nach Häme und Spott über Diego ausgeschüttet wird. Aber mir wird doch niemand absprechen, dass der Tenor der letzten Seiten dieses Threads einem "Wir haben es doch immer schon gewusst" gleichkommt.

Diego hat jetzt in Dortmund nachgetreten - klar, der kann sich ja auch nicht beherrschen, konnte er bei uns ja auch schon nicht - sinngemäß. Ohne dabei zu bedenken, dass Fussballer eben auch nur Menschen sind und sich in manchen Situationen eben nicht unter Kontrolle haben. Meine Güte, Micoud hat auch mal nem Typen in die Eier gegriffen (fand' ich sehr lustig) oder Ernst im Training mit ner Kopfnuss ne Platzwunde, die mit 8 Stichen genäht werden musste (!), verpasst - ich will nicht sagen "so what?", aber sowas passiert nun mal.

Und ja, Diegos Stärke ist seine individuelle Klasse. Nebenbei wird aber vergessen, dass zum Einen 43 Assists in 132 Spielen keine so schlechte Quote sind, er also durchaus auch mannschaftsdienlich spielen konnte, und dass zum anderen individuelle Klasse durchaus auch zum Fussball gehört. Wie oft verdribbelt sich etwa ein Marko Marin? Gerade Thomas Schaaf wird ihn jedoch sicher dazu anhalten, es immer wieder zu versuchen, da gerade er nicht müde wird zu betonen, dass es im Mannschaftssport Fussball auch auf die individuellen Stärken eines jeden Einzelnen ankommt. "Ich verlange von dir die Pflicht, dann erlaube ich dir die Kür" - so ähnlich drückte er es aus. Und dass Diego durchaus auch nach hinten gekämpft hat, wird hier meiner Meinung nach zu oft vergessen. Klar, mit Micoud war Werder erfolgreicher. Dieser hatte jedoch ebenso Spiele, in denen er lustlos abgetaucht ist, und er war zudem ein gestandener Profi mit unendlicher Erfahrung, während Diego fast noch als Jugendlicher Werder zumindest in den ersten zwei Jahren unglaublich viel gegeben hat.

Klar, es war nicht alles Gold, was glänzte. Aber fussballerischer Erfolg wird nun mal auch durch Individualisten erzielt, beispielsweise im Verwandeln von direkten Freistößen. Und bei aller Liebe zur neuen Werder-Mannschaft: In dieser Hinsicht vermisse ich Diego, und kann, wenn auch "Häme und Spott" etwas übertrieben sein mögen", so doch eure Schadenfreude und eben das "Wir wussten es schon immer, eigentlich kann er nix, macht alles nur allein, ist Gift für jedes Team" einfach nicht nachvollziehen - ohne Diego zum Gott zu machen, wie es manche Groupies meinetwegen tun.

Das stimmt nicht - das wurde nie gesagt!
Bei so ziemlich jedem Beitarg kannst du lesen, dass Diego Werder natürlich auch viel gegeben hat. UNvergessen bleiben solche Tore wie gg. Aachen und die 43 Scorerpunkte natürlich auch.
Was aber bleibt, wenn man seine bisherige Karriere betrachtet: Diego spielte in Porto (was ihm in diesem jungen Alter ja auch hoch anzurechenen ist) schaffte da aber nicht wirklich den Durchbruch sondern kam als Tribünengats zu uns. Bei uns schaffte er diesen dann, auch wenn (und ja, darüber und über die Systemfrage wurde bereits damals diskutiert, auch wenn ich da nur Leser war) das Mannschaftsspiel, was uns bis zu dessen Verpflichtung auszeichnete. von Jahr zu Jahr litt. Dann ging er nach Juve und scheiterte... als nichts anderes kann man den Wechsel nach einem(!!!) Jahr in Italien zu Wolfsburg nennen. Hier kommt er in eine Mannschaft, deren Spiel eben nicht auf große Einzelkönner ausgerichtet war/ist, sondern auf ein schnelles und effektives Offensivspiel ohne viele Ballkontakte bzw. ohne langes Ballhalten. (ähnlich unserem vor Diego).
 
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