Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Fährt etwa ganz Bremen durch Brookhuchting? ;)

Wie auch immer, wenn die Bequemlichkeit größer ist als der Wille, den inneren Schweinehund zu überwinden, nützt auch die beste Fahrradinfrastruktur nichts. Und damit sind wir wieder bei einem der allerersten Posts der heutigen Diskussion, dass man nicht nur nach dem Staat schreien darf, sondern auch Eigeninitiative zeigen muss.
Hier kann ich, sorry, nur mit dem Kopf schütteln.
 
Wow... Einmal unterwegs und seitenweise nachzulesen, da hoffe ich mal, ich vergesse keinen Beitrag, auf den ich reagieren möchte.

Mir ist bewusst, dass Öffis nicht überall eine Alternative zum Auto sind, weil es sie vielfach gar nicht oder kaum gibt. Ich bin derart ländlich aufgewachsen, dass Bremen-Huchting eine Metropole ist. @Nicole s Beschreibung dagegen kommt dem sehr nahe. Nächster Bahnhof knapp 30 km entfernt, Busse nur wenige Male täglich, und am Wochenende gar nicht (die Busse sind parallel Schulbusse und halten an jeder Milchkanne). Sprich, in meiner Heimat geht ohne Auto gar nichts. Aber selbst in so einer Situation denke ich, dass es Einsparmöglichkeiten gibt, sei es zu überlegen, größer einzukaufen und dafür seltener zu fahren, sei es, in Fahrgemeinschaften zur Arbeit zu fahren (und sich für Fahrten ggf. über Facebook, WhatsApp oder etc. zu organisieren) oder sei es, das Fahrrad (oder das E-Bike) zu nehmen, wenn möglich oder sei es, zu überlegen, welche Fahrten wirklich zwingend sind. Beispiel: wir sind früher mit dem Rad zur Schule gefahren (Radweg etc. vorhanden), heute werden die Kinder selbstverständlich gebracht. In meiner Heimat steigt nahezu jeder wie selbstverständlich ins Auto, und das auch für jedes Mal Brötchen vom Bäcker, die auch mit dem Rad oder gar zu Fuß geholt werden könnten. Von daher ja, es gibt unvermeidliche Fahrten, aber auch viele, die man reduzieren oder vermeiden kann, und das auch auf dem Land. Wer dazu nicht bereit ist, weil es ggf. unbequemer und weniger flexibel ist (Abstimmung für Fahrgemeinschaften, Einkäufe planen etc.), der sollte mMn auch nicht allzu laut meckern.

@Fliegenfänger -
Wenn der öPNV eine ernsthafte Alternative, sprich auch zeitlich sinnvolle Alternative darstellt, (von den aktuellen Coronazeiten ganz zu schweigen) wird dieser auch genutzt.
Das stimmt so nicht. Ich wohne in Essen innerstädtisch, Bus, U-Bahn und S-Bahn (fährt bis Düsseldorf oder Köln) um die Ecke. Nachts ist das Angebot für die Größe der Stadt zu dünn, aber tagsüber absolut ausreichend, es sei denn, man möchte/muss regelmäßig in bestimmte Stadtrandgebiete, da besteht ebenfalls Nachholbedarf. Will sagen, wer hier wohnt und in Essen innerstädtisch oder nicht in den genannten Randgebieten arbeitet oder wer innerstädtisch in Bochum, Mülheim, Duisburg, Gelsenkirchen oder Dortmund beschäftigt ist, bräuchte für den Weg zur Arbeit kein Auto und wäre mit Öffis auch nicht wesentlich langsamer mit Blick auf die täglichen Staus. Als Argument gegen die Öffis kommt von denjenigen, die dennoch Auto fahren (und das sind viele), "zu voll", "nervige Mitfahrer" etc. Das ist alles nicht von der Hand zu weisen, aber in all diesen Fällen ist für mich das Auto eine bewusst getroffene Entscheidung, und die hat dann eben den Nachteil, dass es teuer ist. Die eierlegende Wollmilchsau gibt's nun einmal nicht...

@Bremen -
"Grundsätzlich" heißt aber auch, dass es Ausnahmen gibt. Zum Beispiel für die Menschen, deren beruflichen Existenz vom Auto abhängig ist. Wie z.B. Arbeiter und Pflegepersonal mit geringem Einkommen, die auch nachts arbeiten müssen, so dass es für diese Berufsgruppen auch in Ballungszentren schwierig ist, mit Öffis zur Arbeit bzw. nach Hause zu gelangen. Diesen Menschen muss vom Staat geholfen werden.
:tnx: Von daher finde ich Überlegungen, gezielt Menschen mit geringem Einkommen unter die Arme zu greifen, deutlich sinnvoller als eine Steuersenkung auf Sprit per Gießkannenprinzip. Denn eine solche Steuersenkung per Gießkannenprinzip unterstützt auch alle, die zu bequem sind, aufs Auto zu verzichten bzw. weniger zu fahren, obwohl sie die Möglichkeit hätten.

@mezzo19742 -
Ich rufe auch nach dem Staat, zumal Deutschland bereits ein Land mit einer enorm hohen Steuerlast ist und Arbeitnehmer sehr viel später in Rente gehen als anderswo.
Das ist für mich eine Milchmädchenrechnung. Denn jede Unterstützung, die an diejenigen fließt, die unter hohen Spritpreisen leiden, muss auch gegenfinanziert werden, d. h. es werden andere Steuern angehoben. Und mit einer FDP in der Regierung erwarte ich da eher nichts in Richtung Vermögende...

Aber zumindest der Weg zur Arbeit sollte berücksichtigt werden.
. Wenn es so gemacht wird, dass Leute, die Öffis nutzen und Leute, die mit dem Auto fahren, gleich gestellt sind, fein für mich.

@FatTony -
Ganz ehrlich: Wofür braucht es eine Nachtlinie zu einem Flughafen mit Nachtflugverbot? Die paar Leute die es betrifft, leisten sich halt ein Taxi. Die letzte reguläre 6 kommt ca. 00:46 Uhr am Flughafen an.
:tnx: - zumal es ja in der Regel auch nicht günstig ist, sein Auto am Flughafen zu parken.
 
Ebenso für eine "PS-Leiter nach Alter" - sprich, das jemand der gerade Führerschein gemacht hat, nicht direkt mit 150 PS aufwärts fahren darf.
Sondern erst nach und nach mit mehr Erfahrung höher klettert. Und ich meine auch fahren, nicht kaufen.
Das ließe sich ja umgehen.
In Bezug auf Fahranfänger ohne Frage ein guter Ansatz. Doch um den Gedanken weiterzuspinnen: was ist mit denjenigen, die keine Fahranfänger mehr sind und trotzdem "Bleifuß" fahren?
 
@opalo Schön wäre es, wenn so einfache Sachen wie Fahrgemeinschaften klappen. Hätte Einsparpotenzial. Bei mir hat es nicht geklappt - leider. Dabei bin ich sehr einfach gestrickt, was das Fahren angeht. Mein Tag ging derzeit immer verlässlich von 06:00-15:00 Uhr. Selten krank, nie verschlafen und immer verlässlich. Die Person, mit der ich gefahren bin, sah es als Chance sich zu bessern an, weil sie dann ja zuverlässig sein muss. Das hat vielleicht 2 Wochen geklappt. Und dann hatten wir die Fahrgemeinschaft noch an 3 Tagen pro Woche, von denen sie zum Ende 0x pro Woche teilgenommen hat. Jeden Morgen eine andere Ausrede. Und während ich zuverlässig zur Arbeit fuhr und immer Plusstunden hatte, soff sie mit -40 Stunden ab. Sie stand auf, um mir abzusagen, weil sie verschlafen hatte. Dann legte sie sich wieder hin und kam um 10:00 Uhr zur Arbeit. Ein Trauerspiel, aber wenn der Arbeitgeber das mitmacht. Ist aber ne andere Geschichte…

Gerade jetzt bin ich froh, dass ich dort nicht mehr arbeite. Mein Arbeitsweg beträgt nun 5 Kilometer. Wenn ich nicht so viele Ordner und Kisten schleppen muss, fahre ich mit dem Rad.

Zum Volleyballtraining muss ich mit dem Auto, da fährt kein Bus. Und da es rund 30 Minuten mit dem Auto sind, scheidet das Rad aus.

Ich fahre einen Diesel. Eine Spritpreisbremse halte ich für abgemessen. Die Pendlerpauschale liegt bei 0,30 Euro pro Kilometer für die einfache Entfernung. Da sollte der Liter Super bei 1,45 Euro und der Liter Diesel bei 1,30 Euro begrenzt sein. Dann passen Preis/Aufwand zueinander. Und da finde ich, sollte der Staat eingreifen.

Was sagte der CDU-Vogel noch? Ich bekomme es nicht ganz zusammen, aber: „sonst war nur der Geringverdiener von den hohen Spritpreisen betroffen. Heute trifft es auch die hart arbeitende Bevölkerung.“

Aber ernsthaft: 2,30 Euro für einen Liter Diesel kann ich wohl noch verkraften, aber viele andere eben nicht. Deswegen muss der Staat gleichermaßen eingreifen. Denn von einer höheren Pendlerpauschale haben Geringverdiener, Rentner, Minijobber usw nichts. Bei einer Spritpreisbremse würde es anders aussehen. Und nun mal an die Leute denken, die mit Öl heizen - übelste Sorte…
 
da kannst du dagegen halten wie du gern möchtest. Das macht deine Aussage nicht richtiger. Mit der Strassenbahnlinie 1 spricht du genau das an, was ich meinte, ein vollkommen unnötiger Quatsch, der in der Ursprungsplanung (ohne die vorhandenen Ringbusse), absolut keinen Mehrwert bringt. Im Gegenteil es schneidet ein Gewerbegebiet, eine Kita und einiges mehr vom Nahverkehrsnetz ab. So das man am Ende die Ringbusse, nun doch belässt und nicht wie ursprünglich geplant einstellt. Da hätte man sich die Strassenbahn auch sparen können und das Geld lieber in eine vernünftige Anbindung des GVZ`s stecken können.
Als ehemaliger Huchtinger habe ich mir das mal angeschaut. Macht die Strassenbahn so Sinn, zusammen mit den Ringbussen?
 
Mir sind die Spritpreise ziemlich Wurst.
Kein Auto, nicht mal ein Führerschein.
Ich wohne hier so zentral (5 Minuten Fußweg zum Duisburger Hauptbahnhof) dass ein Führerschein und ein Auto ein Luxus wäre, den ich mir nicht leisten möchte.
Das Verkehrsnetz hier ist exzellent.
30 Minuten von Tür zu Tür zur Arbeit, mit Auto wäre ich 5-10 Minuten eher da, wenn kein Stau ist.
Meine Eltern hatten auch kein Auto, das spielt da sicher auch mit rein.
Ich vermisse da nichts
Ich kenne das von meinem Sohn in Bremen. Der hatte auch lange keinen FS, demnach auch kein Auto. Er kam überall mit Bahn und Bus hin.
Erst als er berufsbedingt einen FS brauchte, hat er sich bequemen müssen. Ein Auto hat er aber immer noch nicht.
 
Darüber hinaus ist Huchting auch ein "Durchgangsvorort" für viele Pendler aus dem Umland, alleine wenn man sich die B75 morgens anguckt gegen 08:00 oder abends so 16-17 Uhr... 20.000 Autos rein und abends wieder raus. leben eben viele im Umland, die in Bremen arbeiten, wo die Verbindung nach Bremen rein mit dem öPVN entweder gar nicht oder ebenfalls extrem bescheiden ist.
Ja, Huchting ist ein stauträchtiger Durchgangsvorort für Pendler. Genauso wie es z.B. Kattenturm, Arsten, Osterholz, Horn-Lehe oder Oslebshausen sind. Und dass das so ist, hängt auch damit zusammen, dass die ÖPNV-Anbindung der Umlandgemeinden an Bremen nicht vorhanden bzw. besch... sind. Aber genau deshalb wurde die Linie 4 vor Jahren bis nach Lilienthal verlängert bzw. sollen in Kürze die Linien 1 und 8 von Huchting nach Stuhr und Brinkum ausgebaut werden. Doch das geht nun einmal nicht von heute auf morgen, auch weil solche Bauvorhaben von Anwohnern, Einzelhändlern etc. juristisch aus durchaus nachvollziehbaren Gründen (losgelöst davon, wie man sie als Betrachter bewertet) verzögert werden.

Doch auch mit einer besseren ÖPNV-Infrastruktur ist das Problem alleine noch nicht gelöst. @opalo hat vorhin das Beispiel Düsseldorf / Ruhrgebiet genannt. Oder Hamburg. Das ÖPNV-Netz dort gilt eines der am besten ausgebauten in Deutschland und trotzdem sind die Straßen dort v.a. zur Rushhour vollgestopft. Inklusive der Autobahnen, die oft so dicht sind, dass man für die knapp 25 km vom Dreieck HH-Nordwest bis zum Dreieck HH-Südwest mehr Zeit braucht als für die ca. 85 km vom Dreieck HH-Südwest zum Bremer Kreuz.


Sodass selbst wenn alle Huchtinger, die im GvZ arbeiten mit Rad fahren würden, die PKW Schlange nicht nennenswert kleiner wäre.
Deswegen werden die Radwege hier ja auch auf die Straße gelegt, anstatt die Radwege zu sanieren...
In Bezug auf Huchting reden wir meines Wissens nur von einem (!) auf die Straße verlegten Radweg. Aber im Grundsatz stimme ich dir zu, dass im Verhältnis zu wenig Geld für Bau / Instandhaltung von Radwegen investiert wird. Aber das beschränkt sich nicht allein auf Bremen, sondern ist ein generelles Problem in Deutschland.

Wie eine gute Fahrrad-Verkehrsinfrastruktur aussehen kann, zeigen die Niederlande, wo z.B. separate Fahrrad-Ampeln mindestens schon seit den 1970er Jahren existieren. Oder wer schon mal in Amsterdam war, erinnert sich vermutlich an den dem riesigen Fahrrad-Parkhaus nahe des Bahnhofs Amsterdam Centraal. Aber ob eine annährend so gute Fahrrad-Verkehrsinfrastruktur alleine ausreicht, dass ein größerer Teil des deutschen Michels zumindest in der milden Jahreszeit von seinem beliebten, bequemen Auto umsteigt?
 
@Nicole - weil die Fahrgemeinschaft bei Dir einmal nicht geklappt hat, muss das ja nicht heißen, dass es generell nicht funktioniert ;)

Deinen Punkt, dass die Pendlerpauschale Geringverdienern, Rentnern etc. nicht hilft, sehe ich. Allerdings würde ich dann immer noch eher Hilfen speziell für Gruppen mit geringem Einkommen erwägen als eine Spritpreisbremse = Gießkanne. Wie weiter oben schon geschrieben, am Ende zahlen wir alle an anderer Stelle für eventuelle Hilfen, da der Staat das Geld dafür irgendwo herbekommen muss. Und daher sollten eventuelle Hilfen mMn so effizient wie möglich sein.

Stichwort Öl - oder auch Gas. Auch da - ja, ich sehe das Thema. Aber hier ist in einem ersten Schritt aus meiner Sicht Eigeninitiative gefragt. Bei mir im Arbeitszimmer, wo ich jetzt sitze, sind es aktuell ca. 19 Grad. Ich könnte die Heizung höher stellen, habe mich aber für den Kuschelpulli entschieden, denn den größten Teil des Abends werde ich im Wohnzimmer verbringen, und das ist warm :) Und wenn schon Hilfe, dann auch hier wohlüberlegt für Leute mit schmalem Budget. Denn jemanden zu unterstützen, der sein teures, offen gestaltetes Penthouse mit Öl oder Gas heizt, ergibt keinen Sinn.
 
@Nicole - weil die Fahrgemeinschaft bei Dir einmal nicht geklappt hat, muss das ja nicht heißen, dass es generell nicht funktioniert ;)

Deinen Punkt, dass die Pendlerpauschale Geringverdienern, Rentnern etc. nicht hilft, sehe ich. Allerdings würde ich dann immer noch eher Hilfen speziell für Gruppen mit geringem Einkommen erwägen als eine Spritpreisbremse = Gießkanne. Wie weiter oben schon geschrieben, am Ende zahlen wir alle an anderer Stelle für eventuelle Hilfen, da der Staat das Geld dafür irgendwo herbekommen muss. Und daher sollten eventuelle Hilfen mMn so effizient wie möglich sein.

Stichwort Öl - oder auch Gas. Auch da - ja, ich sehe das Thema. Aber hier ist in einem ersten Schritt aus meiner Sicht Eigeninitiative gefragt. Bei mir im Arbeitszimmer, wo ich jetzt sitze, sind es aktuell ca. 19 Grad. Ich könnte die Heizung höher stellen, habe mich aber für den Kuschelpulli entschieden, denn den größten Teil des Abends werde ich im Wohnzimmer verbringen, und das ist warm :) Und wenn schon Hilfe, dann auch hier wohlüberlegt für Leute mit schmalem Budget. Denn jemanden zu unterstützen, der sein teures, offen gestaltetes Penthouse mit Öl oder Gas heizt, ergibt keinen Sinn.

Habe ich das behauptet? Nein. Ich kann. Ur von MEINEN Erfahrungen sprechen, was ich auch getan habe.

Wie stellst Du Dir das vor? Wie soll die Auszahlung laufen? Wer soll es machen? Vieles geht über die Steuererklärung. Und als Geringverdiener wird das mau. Geringverdiener zahlen kaum Steuern. Ich halte es auch für schwierig größere Unternehmer zB zu benachteiligen. Denn das wirkt sich wieder auf seine Arbeitnehmer und auf seine eigenen Moneten aus. Und wo fängt man an, wo hört es auf? Ist der Hausbesitzer dann zu benachteiligen, weil er ja Reichtum besitzt? Dabei war er einfach nur klug, um im Alter abgesichert zu sein. Ich denke, das schafft zu viel Ungerechtigkeiten. Dann lieber eine Spritpreissperre, von der alle profitieren.

Das mit dem Heizen stellst Du so einfach dar, dass ich es für übertrieben einfach halte. Ich weiß nicht, was Du als normalen Haushalt vor Augen hast. Wir heizen 1-3 Räume. In geheizten Räumen sind es meist so 18-19 Grad. Sprich die Räume, in denen wir uns aufhalten. Sonst gingen monatlich 250 Euro an die Stadtwerke, ab April 320 Euro. Angefangen sind wir mit 180 Euro und haben was wiederbekommen. Und wir werden trotz hoher Vorauszahlungen nachzahlen. Das ist verdammt viel Geld monatlich, das kann nicht jeder. Ich glaube, Du gehst bei Deinen Aussagen von zu hohen Parametern aus und deckst damit nicht den Normalo ab. 320 Euro mtl. + Nachzahlung nur für den Grundbedarf eines einfachen Haushalts. Setze 80 Euro drauf und Du hast die monatliche Miete für ne kleine Wohnung. Eigentum sichert ab, Eigentum ist aber verdammt teuer geworden. Beziehe das ein und gehe nicht davon aus, dass der Normalo in einer 24 Grad warmen Wohnung lebt. Der Normalo heizt ähnlich wie Du und ich. Wo ist da noch Einsparpotenzial? Frieren?

In einem teuer gestalteten Penthouse wirst Du keine Ölheizung finden. Es ist das kleine Einfamilienhaus aus den 70‘ern und älter. Dort findest Du auch die Ergas-Heizung mit Therme. Die Geldleute im teueren Penthouse haben sich die Wärmepumpe und die ähnlichen Alternativen gegönnt, weil diese teuren Alternativen ja vom Staat unterstützt werden.

Wie gesagt, ich glaube Du hast ein falsches Bild vom Ottonormalverbraucher.
 
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Hallo miteinander,
Ist hier jemand aus Hamburg bzw Kölln-Reisiek oder näheren Umgebung?
Würde gerne von dort ein Auto kaufen, aber ich kann mal nicht eben vorbeischauen, da ich aus Österreich bin..
 
Für mich überhaupt nicht. Denn die Straßenbahn fährt ja nicht großartig anders als die Busse. Nur mehr durch das Wohngebiet, wo man aber auch gut zum Bus kommt.
Ich erinner mich, als ich Huchting-Sodenmatt gewohnt habe. Die Haltestellen waren binnen 10 Minuten erreichbar, und wenn die Strassenbahn in etwa die gleiche Strecke fährt, wie der Bus, verbessert sich nichts.
 
.@Nicole - warum "brüllst" Du mich mit Fettgedrucktem an? Entweder sind Deine Argumente überzeugend, oder sie sind es nicht. Der Fettdruck ändert mMn daran nichts, stattdessen empfinde zumindest ich ihn als störend, und mit Blick auf den Corona-Thread weiß ich, dass nicht nur mir das so geht ;)

@opalo Schön wäre es, wenn so einfache Sachen wie Fahrgemeinschaften klappen. Hätte Einsparpotenzial.
Wenn Du es nicht so pauschal gemeint hast, warum dann Konjunktiv? So, wie Du den Satz geschrieben hast, kam er bei mir negativ bis ablehnend basierend auf Deiner schlechten Erfahrung an.

250 Euro pro Monat für Heizung bei 1-3 Räumen klingt für mich extrem teuer. Dass das Standard ist, kann ich mir nicht vorstellen. Ich wohne in einer 3-Zimmer-Wohnung (plus Küche, Diele, Bad), Altbau, nicht gedämmt, locker 30 Jahre alte Fenster, und habe bisher ca. 800-850 Euro Heizkosten jährlich (Gas, Gaszentralheizung für das ganze Haus). Das sind ca. 70 Euro im Monat. Da frage ich mich schon, woher der signifikante Unterschied kommt, und welcher Betrag näher an der Realität liegt.

Und, ja, ein teuer gestaltetes Penthouse in einer (Groß)stadt, kann, wenn es sich nicht in einem Neubau befindet, durchaus mit Öl oder Gas - vorwiegend Gas, Öl ist hier generell selten - geheizt werden (manchmal auch Fernwärme). Ich weiß, wovon ich spreche, weil sich in dem Haus, in dem ich lebe, ein solches Penthouse unterm Dach befindet - mit eigenem, separaten Aufzug und allem Drum und Dran ;). Hier gibt es viele vergleichbar gestaltete ältere Häuser mit einem offen gestalteten Penthouse im Dachgeschoss oder anderweitig offen gestalteten Wohnungen. Allein schon, weil diese Wohnungen zum Teil in alten Industriegebäuden eingerichtet wurden. Und, ganz ehrlich, wer sich so etwas leisten kann, dem gönne ich es von Herzen, einen Heizkostenzuschuss fände ich aber definitiv unangebracht.
 
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Wie oft fährst Du zu Stoßzeiten durch Huchting?

[...]

Bei der Vehemenz, mit der Du Deinen Standpunkt hier hinsichtlich des Radfahrens in Huchting und umzu vertrittst, scheint das Deine tägliche Fahrtroute zu sein. Vielleicht hast Du ja Tipps hinsichtlich alternativer Fahrtrouten.
Dies wird dir in Teilen Post #911 beantworten. Ich nehme an, dass du ihn bereits gelesen hat, weil sonst wahrscheinlich deine o.a. Formulierung einer Vehemenz meinerseits nicht gefallen wäre. ;)

Um die Tipps nach Alternativrouten zu vervollständigen: Entscheidend ist, aus welcher Richtung man kommt bzw. hin möchte. Von Huchting nach Obervieland bzw. zurück ist die Strecke Park links der Weser, den an der Ochtum entlang (Kladdinger Wiesen) bis zum Obervieland gehörenden Ortsteil Kattenesch größtenteils im Grünen.

Um von der Innenstadt Neustadt nach Huchting zu kommen, bietet sich z.B. ein gepflasteter Radweg in Richtung Flughafendamm an. Wenige Meter nach der Unterquerung der A281 beim Hauptdepot der Bremer Straßenbahn AG hat man die Wahl einer Weiterfahrt durch die Siedlung Bochumer Str. (im weiteren Verlauf Westlandweg) oder als aus dem parallel verlaufenden, autofreien Fuß- und Radweg, dem Helgolandgraben. Diese beiden Wege führen zum Grollander Ochtumdeich, der zum ebenfalls autofreien Grollander Rundgraben führt, an dessen Ende man an einer Bedarfsampel die Norderländer Straße überquert und den Park Links der Weser erreicht, an dem Huchting angrenzt.


Mit dem Rad durch Bremen zu Stoßzeiten stelle ich mir heftig vor.
Ist sicher nicht ganz ohne. Aber die Radwege an den Hauptstraßen sind i.d.R. hochgepflastert. Aber es gibt auch viele Routen, die autoarm bzw. autofrei sind. Z.B. vom Bremer Westen ab der Überseestadt über die Schlachte den Osterdeich ins östliche Bremen. Oder am Werdersee entlang Richtung Obervieland (Diese Route bin ich einige Jahre lang gefahren - um auf dem Rückweg nach Feierabend manchmal an der Schlachte anzuhalten um 1-2 Bier zu zischen :D ) Oder wie oben beschrieben City-Huchting. Und seit ca. 2 Jahren führt ein neuer breiter Radweg am Neustädter Bahnhof vorbei, der momentan zwar an der Kreuzung Woltmershauser Straße endet, aber so wie von der B75 aus betrachtet die Baustelle zwischen Woltmershauser Straße und Senator-Apelt-Straße aussieht, könnte dort eine Verlängerung dieser Trasse entstehen.



Wie sind Deine Erfahrungen mit den Radwegen?
Wie ich in Post #970 bereits geschrieben habe, sehe ich Sanierungsbedarf. Aber nicht zuletzt aufgrund der Größe des Radwegenetzes steht mMn Bremen im Vergleich zu den Städten ähnlicher Größe noch recht gut da. Und dieser rein subjektive Eindruck wurde von dem in Post #949 verlinkten Ergebnis nicht nur bestätigt, sondern auch übertroffen. ;)
 
@Nicole - warum "brüllst" Du mich mit Fettgedrucktem an? Entweder sind Deine Argumente überzeugend, oder sie sind es nicht. Der Fettdruck ändert mMn daran nichts, stattdessen empfinde zumindest ich ihn als störend, und mit Blick auf den Corona-Thread weiß ich, dass nicht nur mir das so geht ;)

Wenn Du es nicht so pauschal gemeint hast, warum dann Konjunktiv? So, wie Du den Satz geschrieben hast, kam er bei mir negativ bis ablehnend basierend auf Deiner schlechten Erfahrung an.

250 Euro pro Monat für Heizung bei 1-3 Räumen klingt für mich extrem teuer. Dass das Standard ist, kann ich mir nicht vorstellen. Ich wohne in einer 3-Zimmer-Wohnung (plus Küche, Diele, Bad), Altbau, nicht gedämmt, locker 30 Jahre alte Fenster, und habe bisher ca. 800-850 Euro Heizkosten jährlich (Gas). Das sind ca. 70 Euro im Monat. Da frage ich mich schon, woher der signifikante Unterschied kommt, und welcher Betrag näher an der Realität liegt.

Und, ja, ein teuer gestaltetes Penthouse in einer Großstadt, kann, wenn es sich nicht in einem Neubau befindet, durchaus mit Öl oder Gas geheizt werden (manchmal auch Fernwärme). Ich weiß, wovon ich spreche, weil sich in dem Haus, in dem ich lebe, ein solches Penthouse befindet ;) Hier gibt es viele vergleichbar gestaltete ältere Häuser mit einem offen gestalteten Penthouse im Dachgeschoss oder anderweitig offen gestalteten Wohnungen. Allein schon, weil diese zum Teil in alten Industriegebäuden eingerichtet wurden. Und, ganz ehrlich, wer sich so etwas leisten kann, dem gönne ich es von Herzen, einen Heizkostenzuschuss fände ich aber definitiv unangebracht.

Ernsthaft? Geht das schon wieder los?

Ein Wort oder eine Zeile markieren ist kein „Brüllen“. Ich habe lediglich ein Wort markiert und herausgestellt, weil Du mir eine falsche Aussage unterstellt hast. In meinem Einkommensteuergesetz und in meiner AO sind ganze Passagen markiert. Und stell Dir vor, da ist nichts gebrüllt. Da ich hier keinen Textmarker nutzen kann, bleibt mir nur das Markieren. Warum empfindest Du das Markieren eines Wortes quasi als Angriff gegen Dich? Warum so empfindlich. Hättest Du mir nicht das falsche Wort „generell“ in den Mund gelegt, hätte ich nichts markieren brauchen. ;)

Im Konjunktiv geschrieben, weil ich von „so Sachen wie Fahrgemeinschaften“ geschrieben habe. Es muss ja auch passen. Denn nur weil 2 Personen aus Dorf A kommen und in Stadt B arbeiten, ist das kein Garant für eine funktionierende Fahrgemeinschaft. Befassen wir uns mit dem richtigen Leben. Es kann mit einer Fahrgemeinschaft super laufen, alle sind glücklich und sparen. Aber nicht alle haben gleiche Arbeitszeiten. Sogar in großen Betrieben wie VW klappt das nicht, weil ganz unterschiedliche Schichten mit unterschiedlichen Zeiten geschoben werden. Und ich rede hier nicht von Früh-, Spät-, Tag- oder Nachtschicht. Ich wenn alle Schichten noch in sich unterschiedliche Zeiten haben, wird es schwieriger. Und wenn dann der VW‘ler aus Dorf A von 06:00-13:00 Uhr arbeitet, während der Mitarbeiter der Tochtergesellschaft von 05:30-13:30 Uhr arbeitet, dann werden mangels Überschneidung keine Fahrgemeinschaften gebildet. Dort, wo ich arbeite, ist Funktionszeit. Es muss passen. Wenn es passt und zwei (oder mehrere) zuverlässige Personen miteinander fahren können, kann man sparen. Aber es braucht Zuverlässigkeit und ein paar andere Faktoren… Und das ist nicht immer so einfach, wie es in Deiner Phantasie abläuft.

Kannst Du nicht einfach mal etwas hinnehmen, wenn jemand seine eigenen Erfahrungen schreibt? Du glaubst doch nicht, dass ich mit der Absicht losgezogen bin und mir bewusst den allerteuersten Anbieter rausgesucht habe - meine Güte :facepalm: Es handelt sich um einen „grünen Vertrag“ unseres städtischen Anbieters. Denn so habe ich die Sicherheit, dass mein Anbieter von Gas, Wasser und Strom nicht in die Insolvenz geht und ich meine Vorauszahlungen verliere. Ich verstehe nicht, warum Du selbst solche Aussagen von mir infrage stellst, obwohl Du keinen einzigen Anhaltspunkt dafür hast, dass ich etwas Falsches schreibe. Das ist schlechter Stil. Wenn man nicht gerade in einer Wohnung oder in einem Reihenhaus lebt, wo mal von der Wärme des Nachbarn profitiert, zahlt man nunmal mehr. Wenn man ein Haus aus den 70‘ern oder älter hat, das nicht bestmöglich gedämmt ist und über Wärmepumpe, neuester Technik oder sonst was verfügt, bezahlt man nunmal mehr.

Dein letzter Absatz zeigt mir, woher Du Deine abgedrehten Vorstellungen des Ottonormalverbrauchers hast. Kurze Geschichte: Meine Tante und mein Onkel haben Grundstücke mit Millionenwert geerbt. Ich schließe daraus nicht, dass es dem Ottonormalverbraucher auch so geht. Der Ottonormalverbraucher erbst mit Glück etwas Bankguthaben, vielleicht mit
Glück unbelastetes Eigentum, aber eben nicht groß. M Aber das unterscheidet uns voneinander. Ich mache nicht mehr aus den Gegebenheiten als nötig. Meine Berufs- und meine Lebenserfahrung helfen mir dabei. Und aufgrund dieser Erfahrung ist für mich auch eindeutig, dass eine kurze Markierung kein Gebrüll ist. Aber das liegt bei Dir wohl Daten, dass ich und nicht einer Deiner Kumpels hier den Beitrag verfasst habe.


P.S: hättest Du Dich weniger angegriffen gefühlt und mehr einfach nur das gelesen, das ich geschrieben habe, hättest Du die markierte markierte Frage sogar beantwortet ;). Manchmal ist weniger einfach mehr.
 
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Als ehemaliger Huchtinger habe ich mir das mal angeschaut. Macht die Strassenbahn so Sinn, zusammen mit den Ringbussen?
Allein auf HB-Huchting betrachtet ist das Mumpitz. Aber es geht um die Gesamtbetrachtung. Denn die Linie 8 soll ja über Stuhr bis nach Weyhe-Lesste verlängernd werden. Auch Hinsicht des allumfassenden Themas Klimaschutz / Klimaziele. Dazu ist erforderlich, den Pendlern den Umstieg vom Auto in die Öffis schmackhaft zu machen, sprich mit möglichst durchgehenden Verbindungen zu mindestens einem den ÖPNV-Knotenpunkten Hauptbahnhof, Am Brill + Domsheide anzubieten. Und die Gemeinden Stuhr und Weyhe scheinen darin auch Vorteile für sich und den dort lebenden (und ggf. auch durch diese Verbindung in Zukunft zuziehenden) Menschen zu sehen, denn sonst würden sie sich ja nicht daran beteiligen.
 
@Bremen. Danke für den Hinweis auf Beitrag 911. Den hatte ich nicht gelesen. Hier ist in kurzer Zeit so viel geschrieben worden, dass ich nicht jeden einzelnen Beitrag nachgelesen habe.

Aber sollte ich nochmal nach OHZ müssen, weiß ich nun, wen ich ggfs. fragen kann. Die nächsten Lehrgänge sind wohl in Oldenburg oder Nienburg - mal schauen wohin sie mich schicken…

Ich bin nie mit dem Rad in Bremen unterwegs. Als Autofahrerin schaue ich aber mehrfach hin, weil ich die Straßen und die Radwege nicht als gut und übersichtlich ansehe. Das liegt auch an den vielen Autos, den parkenden Fahrzeugen und dem großen Verkehrsaufkommen, das ich von hier nicht so gewohnt bin.

In Münster stellt sich das Radfahren ganz anders dar. Dort gibt es farblich markierte Radwege, extra Ampeln usw. Das Nonplusultra sind meine Nachbarn von der anderen Emsseite - aber das ist ja bekannt.


Allgemein:

Es bleibt so, wie Peggy es geschrieben hat. Es ist oft einfach gesagt. Man muss eben alle Seiten einbeziehen und sollte nicht von sich auf andere schließen. Ich hätte auch nicht mehr die Muße nach einem körperlich harten Arbeitstag weite Strecken mit dem Rad zu fahren. Und wenn ich die Möglichkeit habe, verbinde ich zB auch Abläufe, um Zeit zu sparen. Jeder hat seinen Alltag und der ist erstmal nicht gleichzusetzen mit dem der anderen, weil wir alle unterschiedlich sind. Und wenn jemand einen körperlich harten Job hat, kann ich mich in ihn/sie hineinversetzen und nachvollziehen, dass er/sie dann einfach zu kaputt ist und es nicht salopp „dahergesagt“ am inneren Schweinehund oder an der Einstellung liegt. Ich empfehle an dieser Stelle immer den Blick über den Tellerrand und dass man selbst nicht das Maß aller Dinge darstellt. Dann ist es auch mal gut sich zurückzunehmen und Worte und Aussagen einfach mal stehen zu lassen.
 
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