Carlos Alberto

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Leute, wir verpassen doch nicht jedem Dahergelaufenen ein Werder Trikot. Dieses Trikot muss man sich verdienen und in Ehren tragen. Ein Spieler der sagt, dass er nicht zum SV Werder will, ist nicht würdig das Werder Trikot zu tragen!

Auch wenn mein Beitrag nur am Rande mit CA zu tun hat und auch nicht dazu dienen soll, ihn an dieser Stelle zu verteidigen:

Ich glaube, viele hier haben eine (leider) zu romantisierte Vorstellung vom Profifußball.

Keiner unserer Jungs trägt das Werder Trikot, weil er unsere Einschätzung teilt, dass Werder ein unterstüzungswürdiger Verein ist, sondern weil wir ihm das für ihn attraktivste Angebot gemacht haben.

Nur mit einer solchen Einstellung ist man als Profi in der Lage, den Verein zu wechseln. Das können wir nicht, wir können allenfalls zu Hause bleiben.
 
Ich wollte ihn ja auch nicht verteidigen, ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen dass ich die Aufregung die hier bezüglich einiger Aussagen von CA herrscht nicht nachvollziehen kann. erinnert mich ein bischen an den Marinfred im GladbachForum...Und die Aussagen eines JUNGEN Herrn Pizarro oder Frings waren vor ihren ersten Abgängen aus Bremen nicht viel besser...von daher geb ich persönlich den ÖFFENTLICHEN Aussagen eines durchschnittlichen Fußballprofis keinen allzu großen Stellenwert.
Edit: @BremerLand:tnx:
 
Auch wenn mein Beitrag nur am Rande mit CA zu tun hat und auch nicht dazu dienen soll, ihn an dieser Stelle zu verteidigen:

Ich glaube, viele hier haben eine (leider) zu romantisierte Vorstellung vom Profifußball.

Keiner unserer Jungs trägt das Werder Trikot, weil er unsere Einschätzung teilt, dass Werder ein unterstüzungswürdiger Verein ist, sondern weil wir ihm das für ihn attraktivste Angebot gemacht haben.

Nur mit einer solchen Einstellung ist man als Profi in der Lage, den Verein zu wechseln. Das können wir nicht, wir können allenfalls zu Hause bleiben.

Es gibt ein Mittelding zwischen Spielern wie Carlos Alberto und Thomas Schaaf. Man muss nun als Spieler nicht gleich sein Herz an den Verein verlieren. Aber, ein wenig Anstand kann man doch einfordern, oder?

Ich gebe es zu, ich bin hoffnungslos romantisch! Und deshalb glaube ich, dass ein Spieler immer auch ein wenig Fan des Vereins ist. Er bekommt soviel Geld und Aufmerksamkeit und Liebe vom Verein und seinen Fans geschenkt, dass kann keinen Menschen kalt lassen. Ich glaube Diego, wenn er sagt, dass Werder und Bremen immer einen besonderen Platz in seinem Herzen haben werden! Er sucht nun eine andere Herausforderung, aber, keine(r) nimmt ihm das Übel! Es geht darum, wie man damit umgeht, was man bekommt, und was man zurückgibt!
 
@ Weser- Vezier

... jetzt steht dieses "Interview" hier noch mal drinne? Wieso?

weil hier auch über xxx Seiten wiederholt wird, dass er eine erste Chance verdient hätte. Dieses Interview ist mit Sicherheit nicht das Einzige, was hier wiederholt wird. Außerdem finde ich es insofern hervorholenswert, als dass es eine deutliche Haltung des Spielers aufzeigt. Und zwar eine unschöne "nach mir die Sintflut"-Einstellung!

@florida Ja, sorry, es wurde von meinem Kollegen übersetzt und ich habe nicht mehr jedes einzelne Wort überprüft. Dass es natürlich nicht eine Pistole im sondern am Kopf ist, sollte klar sein. Ich kann's dir aber nicht verübeln. Wortklauberei hat ja auch hin und wieder was Schönes.
 
ich wollte mich auch nicht ueber dich lustig machen, sondern ueber die uebersetzung. ich dachte es waere ein uebersetzungsprogramm.

sorry, wenn es falsch ruebergekommen ist.
 
Es gibt ein Mittelding zwischen Spielern wie Carlos Alberto und Thomas Schaaf. Man muss nun als Spieler nicht gleich sein Herz an den Verein verlieren. Aber, ein wenig Anstand kann man doch einfordern, oder?

Zugegeben, es gibt einige wenige Ausnahmen im Fußballgeschäft. Thomas gehört dazu, Uwe Seeler ist ein anderes Beispiel, wohl auch Barbarez, der zwar "seinen" Verein verlassen hat, aber fast geheult hat, als er gegen den HSV dann ein Tor geschossen hat.

Leider gibt es von diesem Schlage nur noch sehr wenige Profis. Mir ging es darum zu zeigen, dass meiner Meinung nach keiner unserer Spieler unserem Verein ewige Treue leisten wird, komme da was wolle.
Diego nehme ich durchaus ab, dass er Werder ins Herz geschlossen hat, aber niemals würde er, wenn schlechte Jahre kommen, Werder auch dann noch treu sein, wenn wir in der 3.Liga gegen Jahn Regensburg und Sandhausen spielen würden. Ich würde trotzdem noch immer Werder als meinen Lieblingsverein ansehen und nicht etwa der besseren Perspektive wegen als Fan zum HSV oder dem VfL Wolfsburg wechseln.

Und noch etwas: wenn Du (wie ich) die Verbundenheit eines Spielers zu seinem Verein als etwas postives schätzt; musst Du dann nicht gerade auch CA das Recht zugestehen, sich Vasco da Gama verbunden zu fühlen?

Immerhin ist das der Verein, bei dem er aus einer menschlich wie sportlich schwierigen Phase herausgefunden hat. Seine Psyche hatte vorher sehr gelitten. (Was, wie ich an anderer Stelle schon einmal geschrieben hatte, angesichts des modernen Sklavenhandels an den sog. Fußballschulen in Brasilien nicht unbedingt verwunderlich ist.) Viele dieser Probleme scheint er nun überwunden zu haben, und die Verantwortlichen in Rio haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen.

Dass er da nicht weg möchte, kann ich menschlich voll und ganz verstehen. Die Forderung, er solle sich an seinen Vertrag gebunden fühlen, ist doch gerade etwas, dass mit kritikwürdigen Profitum im Fußball zu tun hat.
 
...Dass er da nicht weg möchte, kann ich menschlich voll und ganz verstehen. Die Forderung, er solle sich an seinen Vertrag gebunden fühlen, ist doch gerade etwas, dass mit kritikwürdigen Profitum im Fußball zu tun hat.
Aha, das Profitum ist also "kritikwürdig"?!?
Ja, man hat`s schon nicht leicht in der Welt des geradezu skrupellosen Profifußball`s.
Es steht ihm ja frei, den Status des Profis zu verlassen. Nur sollte er dabei bedenken, daß er dadurch zeitgleich seine fürstliche Entlohnung verliert, mit der er erst seine zahlreichen Goldketten erwerben konnte und die dafür sorgt, daß er zu einem finanziell sehr, sehr priviligierten Menschen in Brasilien zählt!
Daher hinkt auch der immer wieder gerne genommene und hochgradig absurd-lächerliche Verweis auf den "modernen Sklavenhandel".
Soweit ich weiß, bekamen Sklaven seinerzeit Schläge und bestenfalls Brot und Wasser. Die heutigen Sklaven dagegen bekommen Kaviar, dicke Autos und baden in Schampus...
Hm, irgednwie Schade, daß die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde....:18:
 
ich denke das gilt für alle.

LIEBER CA; HOFFENTLICH SCHAFFST DU ES DIESMAL DEIN TALENT ZU BEWEISEN UND DICH IM DIENST DER MANNSCHAFT ZU STELLEN, ANDERNFALLS WERDE ICH DICH NICHT VERMISSEN...
 
Es gibt ein Mittelding zwischen Spielern wie Carlos Alberto und Thomas Schaaf. Man muss nun als Spieler nicht gleich sein Herz an den Verein verlieren. Aber, ein wenig Anstand kann man doch einfordern, oder?

Ich gebe es zu, ich bin hoffnungslos romantisch! Und deshalb glaube ich, dass ein Spieler immer auch ein wenig Fan des Vereins ist. Er bekommt soviel Geld und Aufmerksamkeit und Liebe vom Verein und seinen Fans geschenkt, dass kann keinen Menschen kalt lassen. Ich glaube Diego, wenn er sagt, dass Werder und Bremen immer einen besonderen Platz in seinem Herzen haben werden! Er sucht nun eine andere Herausforderung, aber, keine(r) nimmt ihm das Übel! Es geht darum, wie man damit umgeht, was man bekommt, und was man zurückgibt!

ich war auch mal so wie Du...aber spätestens mit dem Abgang Ailtons und Krstajics zu Schalke war das vorbei. Die Spieler sind heutzutage nur noch ein Produktionsfaktor des Vereins. Mehr nicht. Und ich glaube das einzige was Diego an Werder vermissen wird ist sein Stellenwert den er hier hatte. In Turin weht ihm ein anderer Wind entgegen. Ich glaube ihm auch das er Werder nie vergessen wird, da wir ein sehr gutes Sprungbrett für ihn waren. Aber wenn er sagt er liebt Werder Bremen halte ich das für populistischen Schwachsinn. Dafür ist er zu sehr Profi und auch Medienfachmann.
sorry für OT
 
Aha, das Profitum ist also "kritikwürdig"?!?

Ja. Ich sehne mich nach den Zeiten zurück, als auch in den obersten Spielklassen noch vor allem die Söhne einer Stadt auf dem Spielfeld standen um sich mit anderen zu messen.


Hm, irgednwie Schade, daß die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde....:18:

Sie ist auch heute noch weit verbreitet. Und damit meine ich nicht etwas das Profitum, sondern Sklaverei im wirklichen Sinne. Menschen verkaufen aus Not ihre Kinder an Fabrikanten, ihre Töchter an Zuhälter.

Soweit ich weiß, bekamen Sklaven seinerzeit Schläge und bestenfalls Brot und Wasser.

Das ist so nicht ganz richtig. Nicht nur die Baumwollpflücker auf Plantagen waren Sklaven. Es gab historisch betrachtet durchaus auch Sklaven, deren Lebensumstände - von ihrer Unfreiheit abgesehen - durchaus erträglich waren. So waren etwa die meisten Hauslehrer im antiken Griechenland Sklaven. Diese mussten durchaus nicht Hunger leiden. Was ihre finanzielle Sicherheit anging, waren sie sogar besser gestellt als viele "freie" Menschen der Gegenwart, die tagtäglich ums Überleben kämpfen müssen.


Daher hinkt auch der immer wieder gerne genommene und hochgradig absurd-lächerliche Verweis auf den "modernen Sklavenhandel". [...] Die heutigen Sklaven dagegen bekommen Kaviar, dicke Autos und baden in Schampus...

Leider wird immer nur das Augenmerk auf die kleine glückliche Schar derer gerichtet, die es geschafft haben, sich durchzusetzen. Aber es gibt hunderte, tausende von hoffnungsvollen Talenten in den Fußballschulen. Es sind Kinder, die von der Straße weggeholt werden, denen gesagt wird, dass auf ihnen nunmehr die Hoffnung ihrer ganzen Familie ruht. Oftmals verkörpert sich in ihnen die einzig möglich erscheinende Sehnsucht, einen Weg aus bitterster, aussichtloser Armut, Not und Hunger zu finden.

Diese Kinder werden ihrer Familien dann entrissen und spielen mit bzw. gegen die anderen Kinder ihrer Altersstufe in den sog. Fußballschulen, und werden einem gnadenlosen Leistungsdruck ausgesetzt. Von Personen, denen es weniger um den Menschen geht, der vor ihnen steht als um den Profit, den es möglicherweise zu machen gibt. Wirkliche Freunde hat man in seiner Klasse daher kaum, sondern vor allem Konkurrenten, da von Anfang an klar ist, dass nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Klassenkameraden den großen Traum wird verwirklichen können.

Diejenigen, die das Talent (und nicht zuletzt das Glück) haben, mit ihrem Können dann Geld zu verdienen, haben keineswegs die freie Wahl bei ihrem Arbeitgeber, sondern werden von ihren "Ratgebern" da untergebracht, wo sich die Ivestition, die man gemacht hat, am ehesten zu rentieren verspricht.

Ich will keineswegs sagen, dass es nicht grausamere Schicksale gibt als das, Profufußballer zu werden. Nur glaube ich, dass wenn man seine Kindheit so verbringt, es nicht verwunderlich ist, dass man an seiner Seele Schaden nimmt.

Und wenn ein Mensch so etwas durchlitten und nicht psychisch verarbeitet hat, dann nützt auch nichts, dass er später ein Leben in Luxus führen kann. Keine seelische Narbe verheilt dadurch, dass man es sich leisten kann, ein dickes Auto zu fahren und seine (vermeintlichen) Freunde zu dekadenten Parties einladen kann.
 
Aha, das Profitum ist also "kritikwürdig"?!?
Ja, man hat`s schon nicht leicht in der Welt des geradezu skrupellosen Profifußball`s.
Es steht ihm ja frei, den Status des Profis zu verlassen. Nur sollte er dabei bedenken, daß er dadurch zeitgleich seine fürstliche Entlohnung verliert, mit der er erst seine zahlreichen Goldketten erwerben konnte und die dafür sorgt, daß er zu einem finanziell sehr, sehr priviligierten Menschen in Brasilien zählt!
Daher hinkt auch der immer wieder gerne genommene und hochgradig absurd-lächerliche Verweis auf den "modernen Sklavenhandel".
Soweit ich weiß, bekamen Sklaven seinerzeit Schläge und bestenfalls Brot und Wasser. Die heutigen Sklaven dagegen bekommen Kaviar, dicke Autos und baden in Schampus...
Hm, irgednwie Schade, daß die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde....:18:

Du zeigst die einzige Lücke in einem sonst sehr differenzierten Beitrag auf. Aber muss das so polemisch sein? Menschlichkeit ist auch im Profifußball möglich. Und jetzt kommen die "Wenns". Wenn es sich wirklich so darstellt, wie Bremerland es beschreibt, dann können wir sagen, daß sich KA (und Scouts) in der Einschätzung eines Menschen mal vertan haben und das ist völlig menschlich. Um das zu verifizieren benötigen Menschen Zeit, diese hat man sich genommen. So wird man in diesem Sommer sicherlich zu einer Entscheidung kommen. Und die wird (o.g. Situation vorausgesetzt) in irgendeiner Form der Vertragsauflösung (mit oder ohne Transfererlös) enden. Darauf kann CA dann einen neuen Vertrag abschließen, einen, auch in der Entlohnung, den Verhältnissen angepassten. Das wäre dann völlig professionell und menschlich ;)

Edit:
So langsam wie ich mal wieder war, hat Bremerland schon selber Stellung bezogen. Sein Ansatz ist sehr sozialkritisch und geht in Richtung Uhren zurückstellen. Ich habe versucht in dem knallharten Geschäft menschliche Züge zu finden ;)
 
Sollte dieses Zeitungszitat also tatsächlich einem TV-Interview entnommen worden sein und er dies nachweislich alles so gesagt haben, dann fällt er KA damit ziemlich in den Rücken, der sich ja dahingehend geäussert hatte, dass es noch die Option mit CA gibt, aufgrund dessen, was KA so aus Brasiland gehört hat.

Nun, unter solchen Umständen gäbe es noch die Option, ihn wieder an einen Investor zu verkaufen, mit dem sich CA dann auseinander setzen muss. Schließlich hat CA diese leidige Erfahrung in seiner Karriere schon machen dürfen.

Durch dieses Zeitungszitat bekommt der bisherige Auftritt CAs bei werder wieder den übleren Beigeschmack, dass CA eine Chance suchte, von diesen Investoren wegzukommen. Die gehen nämlich nicht einfach nach irgendwelchen Animositäten des Spielers, sondern die wollen eine Rendite für ihre Investionen sehen, bei denen eben menschliches völlig ausser Acht gelassen wird.

Immerhin, CA konnte mal bei Werder reinriechen. Warum er sich dabei nicht auch ein Bild davon machen konnte, warum sich z. B. ein Diego und ein Naldo hier sehr wohlfühlen oder wohlgefühlt haben, ist mir schlicht ein Rätsel und liegt wohl eben in der Natur eines CA. Wenn also dieses Zeitungszitat stimmen sollte, dann rividiere ich meine meinung, ihm noch mal eine Chance zu geben, denn augenscheinlich will er sie gar nicht!

Also, entweder tausch gegen einen guten Spieler, den es nach Europa zieht und der sich mit Werder identifizieren kann oder aber an einen Investor oder ein Investorenkonsortium verkaufen, die ihn dann verleihen können, wo immer sie spielen sehen wollen!
 
Und wenn ein Mensch so etwas durchlitten und nicht psychisch verarbeitet hat, dann nützt auch nichts, dass er später ein Leben in Luxus führen kann. Keine seelische Narbe verheilt dadurch, dass man es sich leisten kann, ein dickes Auto zu fahren und seine (vermeintlichen) Freunde zu dekadenten Parties einladen kann.

Sehr rührend. Wirklich!
Plötzlich habe ich das Bedürfnis KA dafür zu kritisieren, dass er nur 8 Mio und nicht 15 Mio ausgegeben hat. Immerhin hätten wir damit was Gutes getan.

Übrigens gibt es genügend Gegenbeispiele dafür, dass brasilianische Fussballspieler nicht unbedingt Juweliere aufkaufen müssen, um dann mit funkelnden Diamanten in den Zähnen zu verkünden, dass ihr Arbeitgeber sie ausbeutet.
Es gibt, wie du selbst bereits andeutest, schlimmeres, als Profifussballer in Brasilien zu sein.
 

Sorry, ich muss auch grad noch meine Tränen trocknen...es ist halt einfach schon hart, was diese Profis heute alles mitmachen müssen, ich würde die Last der Millionen auch wirklich nicht auf meinen Schultern wissen wollen, nein echt nicht. Lieber zurück in die verdreckten Slums von Rio de Janeiro, da ist es bedeutend einfacher, jawohl!

P.S.: Wenn dieser Typ auch nur ansatzweise Anstand hat, dann stellt er sich der Herausforderung in Bremen und zwar ohne dafür auch noch Gehalt zu verlangen! Und dann hat er auch eine faire Chance und Unterstützung verdient! Der hat Werder bisher nur Geld gekostet und Ärger bereitet und ich sehe nichtmal den Versuch auch nur verbal davon ein wenig zurückzugeben. Unfassbar echt...
 
Natürlich ist es für die Kinder (gerade für die aus armen Verhältnissen)in Brasilien nicht leicht. Gar keine Frage!
Aber CA muss realisieren, wem er es zu verdanken hat, dass seine Familie nun in Reichtum lebt.
Genügend Landsleute haben es ihm schon vorgemacht! Das kann so schwer nicht sein, mit dem Aufwand von ca. 10 Jahren seinen Pflichten in diesem Geschäft nachzukommen.
 
ich war auch mal so wie Du...aber spätestens mit dem Abgang Ailtons und Krstajics zu Schalke war das vorbei. Die Spieler sind heutzutage nur noch ein Produktionsfaktor des Vereins. Mehr nicht. Und ich glaube das einzige was Diego an Werder vermissen wird ist sein Stellenwert den er hier hatte. In Turin weht ihm ein anderer Wind entgegen. Ich glaube ihm auch das er Werder nie vergessen wird, da wir ein sehr gutes Sprungbrett für ihn waren. Aber wenn er sagt er liebt Werder Bremen halte ich das für populistischen Schwachsinn. Dafür ist er zu sehr Profi und auch Medienfachmann.
sorry für OT


Ist zwar OT.Aber ich muss dir da 100% zustimmen!
 
Sehr rührend. Wirklich!
Plötzlich habe ich das Bedürfnis KA dafür zu kritisieren, dass er nur 8 Mio und nicht 15 Mio ausgegeben hat. Immerhin hätten wir damit was Gutes getan.

Übrigens gibt es genügend Gegenbeispiele dafür, dass brasilianische Fussballspieler nicht unbedingt Juweliere aufkaufen müssen, um dann mit funkelnden Diamanten in den Zähnen zu verkünden, dass ihr Arbeitgeber sie ausbeutet.
Es gibt, wie du selbst bereits andeutest, schlimmeres, als Profifussballer in Brasilien zu sein.

:D

Übrigens: Letzteres sind die Auswüchse, neureicher Jungs, die erstmal nach dem neuen Reichtum, ein wenig am Rad drehen.

Ich erwarte auch nicht, dass ein Junge aus den Slums (wenn CA jemals dort gewesen sein sollte), diesen neuen Zustand und die damit erworbene Freiheit, sofort verkraftet. Aber ein bisschen Respekt vor der Leistung des Vereins, ihn fürstlich zu entlohnen und freizukaufen, wäre schon angebracht. Ich will ja gar nicht von Dankbarkeit oder Professionalität anfangen, aber diesem Verein, der sehr viel Geld und Vertrauen in ihn gesetzt hat, Sklavenhändlerei und Gott weiß, was für Vergleiche noch anzuhängen, zeugt schon von einem ziemlich armseligen Charakter, der allein mit der Vernarbung von alten Wunden, nicht zu erklären ist. Wenn er das wirklich gesagt hat, ist er ein ignoranter Schwachkopf, der ganz dringend mal ganz unten landen muss, um vielleicht mal wieder den Kopf gerade gerückt zu bekommen. :stirn:
 
Ich finde die zitierten Aussagen von Allofs in diesem Artikel wesentlich interessanter:

Sportdirektor Klaus Allofs hat allerdings nur begrenzt Verständnis. „Es ist sicher schön, in Europa einen Vertrag zu haben, und in Brasilien zu spielen“, sagt Allofs.

Also Millionen aus der Bundesliga zum lässigen Leben in Brasilien. Dann fügt Allofs an: „Wenn für uns der richtige Zeitpunkt da ist, wird Carlos kommen müssen.“
 
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